DE330142C - Anordnung zur Verstaerkung von Strom- und Spannungsschwankungen mittels einer in den Stromkreis eingeschalteten Entladungsroehre - Google Patents
Anordnung zur Verstaerkung von Strom- und Spannungsschwankungen mittels einer in den Stromkreis eingeschalteten EntladungsroehreInfo
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-
- H—ELECTRICITY
- H03—ELECTRONIC CIRCUITRY
- H03K—PULSE TECHNIQUE
- H03K17/00—Electronic switching or gating, i.e. not by contact-making and –breaking
- H03K17/51—Electronic switching or gating, i.e. not by contact-making and –breaking characterised by the components used
- H03K17/52—Electronic switching or gating, i.e. not by contact-making and –breaking characterised by the components used by the use, as active elements, of gas-filled tubes
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Description
Es ist bekannt, die in einem elektrischen
Stromkreis durch Spannungsänderungen hervorgerufenen Stromänderungen mit Hilfe einer
in den Stromkreis eingeschalteten, mit Gasen oder Dämpfen gefüllten Entladungsröhre zu
vergrößern. Die Erfindung bezweckt die Verbesserung dieses Verfahrens durch zweckmäßige
Schaltung der Entladungsröhre.
Als Entladungsröhre dient dabei vorzugs-
Als Entladungsröhre dient dabei vorzugs-
to weise eine mit verdünntem Edelglas gefüllte· Glimmentladungsröhre mit Elektroden aus Alkalimetallen
oder deren Legierungen, oder aus irgendeinem anderen geeigneten Metall. Eine solche Röhre hat die vorteilhafte Eigenschaft,
in Starkstromkreisen von gebräuchlicher Spannung ohne Hilfszündung den Strom unmittelbar
durchzulassen. Röhren -mit Glühkathoden können gleicherweise benutzt werden.
Es wird angenommen, daß durch den von der.
Es wird angenommen, daß durch den von der.
ao Entladungsröhre durchgelassenen Strom irgendwelche
elektromagnetischen Vorrichtungen, beispielsweise Schaltrelais, in Tätigkeit gesetzt
werden sollen. Nun hat sich gezeigt, daß man die Wirkung der Stromschwankungen, welche
beispielsweise als durch Belastungsänderungenhervorgerufene Schwankungen einer Netzspannung
primär gegeben sind, .am vorteilhaftesten durch sogenannte Differentialschaltungen
in ihrer Wirkung auf elektromagnetische Systeme vervielfachen kann. Gemäß der Erfindung
wird ein Elektromagnet mit einer veränderlichen Amperewindungszahl erregt, deren
Veränderlichkeit sich aus den Spannungsschwankungen ergibt. Dieser veränderlichen
Amperewindungszahl wird eine Gegenamperewindungszahl entgegengeschaltet, welche mit der
Klemmenspannung der Entladungsröhre erregt wird. Der Elektromagnet wird alsdann ständig
durch die Differenz zwischen der veränderlichen Amperewindungszahl des Netzstromes und der
durch dieKlemmenspannungderEntladungsröhre bestimmten Gegenamperewindungszahl erregt.
Nun hat man es in der Hand, durch geeignete Ausbildung der Entladungsröhre in bezug auf
Material und Anordnung der Elektroden, Gasfüllung usw. deren Klemmenspannung innerhalb
weiter Stromgrenzen konstant zu erhalten, oder sogar die Charakteristik der -Entladungsröhre
so einzurichten, daß deren Klemmenspannung mit wachsendem Stromdurchfluß abnimmt.
Nehmen wir im f olgen'den die Klemmenspannung der Entladungsröhre unabhängig vom Stromdurchfluß
als konstant an, so bleibt auch die Zahl der Gegenamperewindungen unveränder-'
lieh. Sind nun z. B. 990 Gegenamperewindungen
vorhanden und wirken -auf den Elektromagneten anderseits infolge der Schwankungen
der Netzspannung das eine Mal beispielsweise 1000 Amperewindungen, ein zweites Mal nur
950 Amperewindüngen, so beträgt die Differenz im ersten Falle roö, im zweiten Falle 50 Amperewindungen.
Während also die Netzspannung nur" um 5 Prozent schwankt, geht die wirksame
Amperewindungszahl von 100 auf 50, d. h. die Hälfte zurück. Eine Spannungsänderung von
5 Prozent wird also in eine Stromänderung von 50 Prozent übersetzt. Es ist leicht, dadurch
ein Schaltrelais zum Anziehen bzw. Abfallen zu
veranlassen, während dies bei einer Stromänderung von nur 5 Prozent mit einfachen Mitteln
unerreichbar wäre.
Eine hochempfindliche Verbindung der vorstehend beschriebenen Schaltung mit der bekannten
einfachen Reihenschaltung, wie sie z. B. in der deutschen Patentschrift 166561 beschrieben
ist, ist in der Zeichnung schematisch dargestellt. Zwischen den Leitern 1 und 2 herrsche
die veränderliche Spannung E. Der Kern 3 des Relais, das beispielsweise bei E = 100 Volt
den Anker anziehen und schon bei E' — 99 Volt wieder loslassen soll, trägt die in Reihe mit der
Entladungsröhre 6 (Edelgasröhre mit Alkali-
IS elektroden oder Glühelektrodenröhre) geschaltete
Wicklung 4 und die im Nebenschluß zur Röhre 6 liegende Gegenwicklung 5. Die größte
Empfindlichkeit würde, genau wie bei der vorstehend beschriebenen, einfachen Nebenschlußschaltung,
eine Röhre ergeben, deren Klemmen-
■ spannung mit sinkender Stromstärke steigt. Der Einfachheit halber nehmen wir aber wiederum
die Röhre 6 als unveränderlich in bezug auf ihre Klemmenspannung an. Diese sei beispielsweise
95 Volt, der Widerstand von 4 sei 100 Ohm, der von 5 sei 10 000 Ohm. Da die
Röhre die Spannung an den Enden von 5 konstant auf 95 Volt hält, so beträgt der Strom gleichbleibend 95/iOOoo Amp. Beträgt die
Windungszahl von 5 insgesamt 40 000, so haben wir mit gleichbleibend 4 χ 95 = 380 Gegenamperewindungen
zu rechnen. Die Windungs-Bei E = 100 Volt
zahl von 4 betrage 10 000.
fließt durch 4 ein Strom von
fließt durch 4 ein Strom von
der demgemäß 500 Amperewindungen erzeugt. Mithin sind wirksam 500 — 380 = 120 Amperewindungen,
unter deren Einfluß das Relais den Anker anzieht. Sinkt nun die Spannung auf E'
= 99 Volt, so geht der Strom in 4 auf Amp.
und damit die Amperewindungszahl auf zurück. Es bleiben also 400 — 380 =
Amperewindungen übrig, so daß die Erregung des Relais auf x/8 sinkt. So wird somit leicht
ein sicheres Loslassen des Ankers erzielt.
Claims (2)
1. Anordnung zur Verstärkung von Strom- und Spannungsschwankungen mittels einer
in den Stromkreis eingeschalteten Entladungsröhre, dadurch gekennzeichnet, daß den von dem veränderlichen Strom erzeugten
Amperewindungen Gegenamperewindungen entgegengeschaltet sind," welche durch die Klemmenspannung der Entladungsröhre erregt
werden.
2. Schaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der eine Teil der Windungen
(4) einer elektromagnetischen Vorrichtung in Reihe mit der Entladungsröhre und der andere Teil jenen entgegenwirkend
als Gegenamperewindungen (5) parallel zur Entladungsröhre geschaltet ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE330142T | 1917-11-10 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE330142C true DE330142C (de) | 1920-12-08 |
Family
ID=6188508
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1917330142D Expired DE330142C (de) | 1917-11-10 | 1917-11-10 | Anordnung zur Verstaerkung von Strom- und Spannungsschwankungen mittels einer in den Stromkreis eingeschalteten Entladungsroehre |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE330142C (de) |
-
1917
- 1917-11-10 DE DE1917330142D patent/DE330142C/de not_active Expired
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