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Schaltanordnung gasgeiüllter elektriseher Entladungsröhren.
Im Patente Nr. 139266 ist eine Schaltanordnung gasgefüllter elektrischer Entladungsröhren angegeben, bei der eine Gruppe von mindestens zwei in Reihe geschalteten Röhren an zwei Phasen einer Dreiphasenweehselstromquelle angeschlossen ist, und in der ein Schalter vorhanden ist, mittels dessen ein zwischen den Röhren gelegener Punkt (hier als Anschlusspunkt bezeichnet) zeitweilig mit der dritten Phase der Wechselstromquelle verbunden werden kann. Eine solche Schaltanordnung ist z. B. in Fig. 1 der Zeichnung dargestellt. Die Entladungsröhren 1 und 2 und die Drosselspulen 3 und 4 sind in Reihe miteinander zwischen den Phasenleitern 5 und 6 einer Dreiphasen-Wechselstromquelle eingeschaltet.
Die Mitte der Gruppe kann über den Stromschalter 7 und den Schalter 8 zeitweilig mit der dritten Phase 9 in Verbindung gebracht werden, so dass die Röhren zeitweilig eine höhere Spannung erhalten und unter dem Einfluss dieser höheren Spannung zünden. Nach der Zündung der Röhren wird die Verbindung mit der Phase 9 unterbrochen, gegebenenfalls wird der Leiter 7 darauf mit dem Nullpunkt der Stromquelle in Verbindung gebracht. Die Röhren werden somit im gewöhnlichen Betrieb mit einer niedrigeren Spannung betrieben als die für die Zündung verwendete Spannung, so dass die Vorschaltimpedanzen kleiner gewählt werden können als für den Fall. dass die zugeführte Spannung sowohl beim Zünden als auch im Betrieb die gleiche wäre.
Es ist zu bemerken, dass die Röhren in der Gruppe nicht nur direkt, sondern auch über Transformatoren-in Reihe geschaltet sein können. Im letzteren Fall sind die Röhren also an Transformatoren angeschlossen, deren Speisekreise in Reihe liegen.
Will man auch die dritte Phase der Wechselstromquelle verwenden und eine dritte Entladungsröhre mit Drosselspule 11 zwischen der Phase 9 und dem Leiter 7 einschalten so würde diese Röhre 10 bei der beschriebenen Manipulation keine höhere Spannung erhalten, sondern kurzgeschlossen werden und daher auch nicht zünden.
Gemäss der Erfindung wird die Zündung dieser Entladungsröhre durch Benutzung eines Transformators ermöglicht, auf dem ein Punkt liegt, der gegen die dritte Phase, an den die Entladungsröhre angeschlossen ist, eine genügend hohe Spannung besitzt, um diese Röhre zu zünden und dessen Spannung gegen die beiden andern Phasen dazu ausreicht, die Entladung in den an diese Phasen angeschlossenen Entladungsröhren aufrechtzuerhalten. In diesem Falle enthält die Schaltanordnung auch einen Schalter, mittels dessen der Anschlusspunkt der Röhrengruppe mit diesem Transformatorpunkt zeitweilig in Verbindung gebracht werden kann. Zweckmässig wird der erwähnte Transformatorpunkt derart gewählt, dass seine Spannung gegen die dritte Phase der Spannung zwischen den Phasen der Stromquelle entspricht.
Beim Inbetriebsetzen der Anlage verfährt man wie folgt. Der Anschlusspunkt der Röhrengruppe wird zunächst mit der dritten Phase in Verbindung gebracht, so dass die zwischen die beiden andern Phasen geschalteten Entladungsröhren zünden. Hierauf wird diese Verbindung unterbrochen und der Anschlusspunkt mit dem angedeuteten Transformatorpunkt verbunden, so dass der an die dritte Phase angeschlossenen Entladungsröhre eine hohe Spannung zugeführt wird und auch diese zündet. Schliesslich wird auch die Verbindung mit diesem Transformatorpunkt unterbrochen. Gegebenenfalls kann der An- schlusspunkt der Röhrengruppe an den Nullpunkt der Wechsplstromquelle gelegt werden.
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Fig. 2 stellt beispielsweise eine Schaltanordnung nach der Erfindung dar.
Die Schaltanordnung enthält die Entladungsröhren 1, 2 und 10, die zur Lichtausstrahlung dienen und mit einem Edelgas, etwa Neon, unter geringem Druck, dem eine Menge Natrium zugesetzt ist, gefüllt sind. Die Röhren sind mit Glühelektroden versehen, die gegebenenfalls nicht durch einen besonderen Heizstrom, sondern durch die Entladung geheizt werden. Die Röhren sind einerseits über die Drosselspulen 3, 4 und 11 an die Phasen 5, 6 und 9 einer Dreiph1 ; lsenweehselstromquelle angeschlossen und anderseits miteinander und über den Leiter 7 mit dem Schalter. 27 verbunden.
Die Röhren werden aus einem Dreiphasentransformator gespeist, dessen Sekundärwicklung in der Figur veranschaulicht ist. Dieser Transformator enthält eine besondere Wicklung 12, die derart bemessen und geschaltet ist, dass ihr Ende 13 gegen den Punkt 14 eine Spannung besitzt, welche der verketteten Spannung, also der Spannung zwischen den Punkten 14 und 15 oder 14 und 16 entspricht. Der Schalter 17 kann sowohl mit dem Kontakt 18, und demgemäss mit der Phase 9, als auch mit dem Kontakt 19. und demgemäss mit dem Punkt 13 in Verbindung gebracht werden.
Beim Inbetriebsetzen bringt man den Schalter 17 zunächst mit dem Kontakt 18 in Anlage, so dass die Röhren rem 1 und 2 eine höhere Spannung erhalten und zünden. Hierauf wird der Schalter 17 mit dem Kontakt 19 in Verbindung gebracht, so dass jetzt die Röhre 10 eine hohe Spannung erhält und auch zündet.
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symmetrischer Belastung des Systems) kann der Schalter 17 derart ausgebildet werden, dass er dann mit dem Nullpunkt 20 in Verbindung gebracht werden kann.
Es ist nicht immer nötig, eine besondere Wicklung auf dem Transformator anzubringen. In ge- wissen Fällen wird es z. B. möglich sein, den Kontakt 19 mit einem zwischen den Punkten 16 und 20 liegenden Punkt zu verbinden. Dies ist dann moglieh, wenn die Spannung zwischen diesem Transformatorpunkt und dem Punkt J4 fähig ist, die Röhre 10 zu zünden und zugleich die Spannungen zwischen diesem Transformatorpunkt und den Punkten-M und 16 genügen, um die Entladungen in den Röhren 1 und 2 aufrechtzuerhalten. Obgleich hiebei der Vorteil erzielt wird, dass keine besondere Wicklung auf
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eine Spannung zugeführt wird, die von der gewöhnliehen Betriebsspannung abweicht.
Wenn es nicht möglich ist, den Speisetransformator der Röhren zu verwenden, um auf ihm einen Punkt 15 herzustellen, an den der Schalter 17 angeschlossen werden kann, ist es selbstverständlich möglich, an einer andern Stelle einen Hilfstransformator an die Phasen 5, 6 und 9 anzuschliessen und auf ihm einen geeigneten Anschlusspunkt herzustellen.
Es ist ersichtlich, dass noch weitere Gruppen von Entladungsröhren vorbanden sein können, die auf die gleiche Weise mit den Phasenleitern verbunden werden können. In Fig. 2 ist z. B. eine zweite Gruppe in gestrichelten Linien dargestellt. Aueh ist es möglich, zwischen dem Anschlusspunkt jeder Gruppe und den Phasenleitern der Stromquelle mehr als eine Entladungsröhre anzubringen. Diese Röhren werden in diesem Fall direkt in Reihe geschaltet oder an Transformatoren angeschlossen, deren Speisekreise in Reihe liegen.
Unter einer gasgefüllten Entladungsröhre soll hier nicht nur eine mit einem oder mehreren Gasen sondern auch eine mit einem oder mehreren Dämpfen oder mit einem Gas-Dampfgemisch versehene Entladungsröhre verstanden werden.
PATENT-ANSPRÜCHE : l : Schaltanordnung gasgefüllter elektrischer Entladungsrohren, bei der eine Gruppe mit mindestens zwei in Reihe gesehalteten Röhren zwischen zwei Phasen einer Dreiphasenweehselsti omquelle angeschlossen ist, und ein Schalter vorgesehen ist, mittels dessen ein zwischen den'Röhren gelegener Punkt (Anschlusspunkt) zeitweilig mit der diitten Phase der Wechselstromquelle verbunden werden kann, gemäss Patent Nr.
139266, dadurch gekennzeichnet, dass auch zwischen dem Anschlusspunkt und der dritten Phase der Wechselstromquelle wenigstens eine gasgefüllte elektrische Entladungsröhre eingeschaltet ist, und dass ein Transformator und ein Schalter vorhanden sind, mit welchem Schalter der Anschlusspunkt der Röhre zeitweilig mit einem Punkt des Transformators verbunden werden kann. welcher Punkt gegen die dritte Phase eine genügend hohe Spannung besitzt, um die an diese Phase angeschlossene Entladungröhre zu zünden, und dessen Spannung gegen die beiden andern Phasen genügend gross ist, um die Entladung in den an diese Phasen angeschlossenen Entladungsröhren aufrechtzuerhalten.