DE32861C - Abscheidung und Ansammlung der in Rauch, Luft oder Gasen suspendirten Theilchen durch elektrische Entladungen - Google Patents

Abscheidung und Ansammlung der in Rauch, Luft oder Gasen suspendirten Theilchen durch elektrische Entladungen

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DE32861C
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A. O. WALKER in Chester, England
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Ρ^Έ^
Die Erfindung hat ein Verfahren zum Gegenstande, um die in Luft oder Gasen suspendirten .Theilchen fester Körper, wie Theilchen von Metallen oder Metallverbindungen, ,zu veranlassen, sich an einander zu lagern und sich abzuscheiden,- und ist zur Condensation des Rauches von Schmelzöfen und anderen Zwecken geeignet.
Beim Einschmelzen · von Metallen geschieht es häufig, dafs Metall oder eine Metallverbindung in fein vertheiltem Zustande in Rauchröhren oder Kanäle gelangt, in welche Ströme von Luft und Gasen von Oefen oder Apparaten abgeführt werden, in welchen Erze behandelt werden.
Nach der vorliegenden Erfindung führt man diesen Rauch in einen entsprechenden Behälter oder eine Kammer oder durch irgend einen Rauchkanal von passender Gestalt und Länge und läfst, um die Abscheidung der festen Theilchen von der Luft, in welcher sie suspendirt sind, zu bewirken, diese Theilchen sich sammeln und an einander lagern, indem man sie den Einwirkungen der Entladung von stark gespannter Elektricität aussetzt. Die Entladung erfolgt aus Spitzen oder Kanten oder anderen Vorsprüngen, die im Rauchrohr angebracht sind; dieselben sind so gestellt, dafs der das fein vertheilte Material mitführende Luft- oder Gasstrom in der nächsten Nahe der Entladungspünkte vorbeistreicht. Die Entladung an den Spitzen elektrisirt die Luft oder das Gas, und die mit Elektricitat geladene Luft wirkt auf das in ihr befindliche fein vertheilte Material derart, dafs sich dessen Theilchen an einander lagern und zu Boden fallen.
Der Erfinder wendet seine Erfindung vorzugsweise zur Abscheidung und Ansammlung ■der Metalltheilchen aus dem Rauche der Bleischmelzöfen an.
Die Rauchröhren solcher Oefen werden gegenwartig häufig durch lange Strecken in horizontaler oder schiefer Richtung fortgeführt, damit der Rauch einen Theil der in ihm enthaltenen metallischen Substanz absetzen könne.
Man kann das vorliegende Verfahren auf die Behandlung des Rauches beim Durchstreichen solcher Rauchrohre anwenden und die Rauchrohre können viel kürzer sein, als dies gegenwärtig der Fall ist, und niari erhält trotzdem einen ausgiebigeren Niederschlag, oder man kann dieses Verfahren auch in anderen Behältern zur Anwendung bringen.
An jedem Punkte, an welchem eine derartige Behandlung vorgenommen werden soll, bringt man im Rauchkanal oder in der Kammer einen metallenen Leiter an, der-aus einer oder mehreren Stangen oder einer Scheibe besieht, deren Dimensionen der Gröfse des Rauchrohres oder Gefäfses entsprechen. Nach den gegenwärtigen Erfahrungen genügen zwei Stangen in der Form eines Kreuzes, von denen jede ca.,2/3 der Höhe bezw. Breite des Kanales einnimmt. ■'■:.■■. ■ v. :.''■ ·
' Die Oberfläche dieses Leiters wird mit Spitzen oder Ansätzen in Abständen von etwa 50 bis 75 mm besetzt, welche 50 bis 75mm aus der Oberfläche des metallenen Leiters hervorragen.
Dieser Leiter wird sehr^ sorgfältig isolirt, was in vorteilhafter Weise dadurch geschehen __ kann, dais man ihn am Ende einer horizontalen .'Metallstange befestigt, welche durch die Wand des Rauchrohres hindurchgeht. Man k'ahh ein Thonrohr in die Wand des Rauchrohres einschieben und die Stange durch das Rohr hindurchführen, jedoch so, dafs sie mit demselben nicht in Berührung steht. Aufserhalb des Rauchrohres kann die Stange auf GlasfUfsen weiter geführt werden, die in Glasgefäfse eintreten, ohne jedoch deren Hals zu berühren. Die Glasgefä'fse enthalten eine geringe Menge concentrirter Schwefelsäure. Diese Stange ist mit einem Pol einer Reibungs- oder Influenz-Elektrisirmaschine verbunden, welche hochgespannte Elektrizität liefert; der andere Pol der Maschine ist mit der Aufsenseite 'des Rauchrohres oder mit der Erde verbunden. Doch kann man statt dieser Maschine auch andere bekannte Quellen hochgespannter Elektrizität benutzen. Das Ganze ist so angeordnet, dafs eine beständige Entladung derElektrizität an den Spitzen, welche sich an der Oberfläche des Leiters befinden, in die Luft stattfindet.
Man kann auch in ähnlicher Weise andere Mittel zur Isolirung des Leiters benutzen.
Man kann mehrere derartige Vorrichtungen in Abständen von wenigen Metern anwenden.
Die Metalltheilchcn werden durch diese Behandlung gezwungen, sich an einander zu lagern, und fallen in kurzer Entfernung hinter der Stelle nieder, wo sie in der beschriebenen· Weise der Einwirkung der elektrischen Entladung ausgesetzt wurden.
Der so gebildete Niederschlag kann von Zeit zu Zeit mechanisch aus dem Rauchrohr entfernt werden oder auch theihveise durch einen Wasserstrom, den man am Boden des Rauchrohres hinlaufen läfst, wie dies jetzt bei Rauchrohren zur Condensation von Bleirauch üblich ist, oder man kann den Niederschlag in anderer Weise entfernen. .

Claims (1)

  1. Patent- Anspuuch:
    Die Abscheidung und Ansammlung der in Rauch, Luft oder Gasen suspendirten festen Theilchen, z. B. der Partikel von Metallen und Metallverbindungen, durch elektrische Aneinanderlagcrung und Niederschlagung, bestehend darin, dafs man den derartige Partikelchen führenden Rauch-, Luft- oder Gasstrom einer elektrischen Entladung von einem oder mehreren isolirten Leitern aussetzt, die in dem Rohre oder- in einer Kammer angebracht sind, welches der Rauch-, Luft- oder Gasstrom passirt bezw. in welche derselbe eintritt.
DENDAT32861D Abscheidung und Ansammlung der in Rauch, Luft oder Gasen suspendirten Theilchen durch elektrische Entladungen Expired - Lifetime DE32861C (de)

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