DE32845C - Verfahren und Einrichtung zum Festziehen der Tambourirnaht bei Hakennadel-Tambourirmaschinen - Google Patents
Verfahren und Einrichtung zum Festziehen der Tambourirnaht bei Hakennadel-TambourirmaschinenInfo
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- DE32845C DE32845C DENDAT32845D DE32845DA DE32845C DE 32845 C DE32845 C DE 32845C DE NDAT32845 D DENDAT32845 D DE NDAT32845D DE 32845D A DE32845D A DE 32845DA DE 32845 C DE32845 C DE 32845C
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D05—SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
- D05C—EMBROIDERING; TUFTING
- D05C7/00—Special-purpose or automatic embroidering machines
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Sewing Machines And Sewing (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 62 :v Nähmaschinen.
EMILE CORNELY in PARIS.
maschinen.
T"atentirt im Deutschen Reiche vom i. Januar 1885 ab.
Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung besteht in Neuerungen an Tambourirmaschinen
zum Festziehen der Tambourirnaht vermittelst eines selbstthätigen Apparates.
In den Zeichnungen stellt dar:
Fig. 3 eine Seitenansicht eines solchen Apparates,
Fig. 4 einen Querschnitt nach der Linie χ -χ,
Fig. 5 einen Querschnitt nach der Linie y -y,
Fig. 3, bei geöffneter Zange,
Fig. 6 einen Querschnitt nach der Linie y-y bei geschlossener Zange.
Es ist eine bekannte Thatsache, dafs bisher die gröfsere oder die geringere Festigkeit einer
Tambourirnaht nur durch die Höhe der Nadel regulirt werden konnte. Je höher die Nadel
steht, desto länger ist die Schleife, die sie emporzieht, und desto loser wird der Stich;
je tiefer sie steht, desto kürzer ist sie und desto fester wird die Naht, und man konnte
deswegen bisher keine fest angezogene Tambourirnaht herstellen, wenn der Haken höher
steht als die Stichlänge der Naht, da die Schleife, wenn . emporgezogen, beim Senken'
der Nadel stets offen oder lose auf den Stoff gelegt wird. Um daher die Naht fest anzuziehen,
bedarf es eines selbstthätigen Apparates, der den Faden P, Fig. 2, von unten anzieht,
Während die Nadel sich senkt und somit die Schleife I festzieht.
Der Apparat ist an dem Gufsstück V. befestigt, welches sich unter der Maschinenplatte
befindet und in welchem die Schneckenräder T und U arbeiten, von welchen letzteres mit dem
oscillirenden Fadenschlinger g versehen ist. Der Faden läuft durch den Fadenschlinger g
und durch das hohle Schraubenrad U zwischen der Zange X Y durch.
Der Zangenschenkel Y ist an der Feder f
befestigt, die am Gufsstück F angeschraubt ist, und der Zangenschenkel X befindet sich an
dem Arm h, der auf der Achse i befestigt ist und auf derselben schwingen kann.
Die Achse i ,ruht in dem Lager Z, welches
ebenfalls an dem Gufsstück V befestigt ist. Ein Arm k auf dem entgegengesetzten Ende
der Achse i wird durch eine Feder m gegen die Triebstange η des Schneckenrades U und
gegen den Kegel p, der auf der Triebstange η befestigt ist, gedrückt. Der Kegel ρ ist in der
Weise auf der Triebstange η befestigt, dafs derselbe durch die horizontale Bewegung der
letzteren in dem Augenblick auf den Arm k drückt, in welchem die Nadel sich zu senken
anfängt, wodurch ihre Schleife lose wird; hierdurch wird der Zangenschenkel. X gegen den
Zangenschenkel Y gedrückt, der Faden wird fest zwischen beide geklemmt und wird durch
die Seitenbewegung der. Zange (wie in Fig. 6 dargestellt) festgezogen, wodurch selbst bei
hochstehender Nadel eine feste Naht erzeugt wird.
Die Construction dieses selbstthätigen Apparates kann natürlich auch in anderer Weise,
als der oben beschriebenen, gemacht werden, wie z. B. in Fig. 7 dargestellt ist, wo der
Zangenschenkel X am Hebel r sich befindet
und durch die Schubstange ν getrieben wird, welche letztere wiederum ihre Bewegung durch
den auf der Triebstange η befindlichen Cylinder w erhält. Auch können die Zangenschenkel
X und Y, statt seitwärts oder horizontal, auch auf- und abwärts oder vertical
arbeiten.
Als Beispiel zur Anwendung der obigen Erfindung dient die Maschine zum Aufnähen
von Schnüren oder Soutache, wie im Patent No. 28206 beschrieben, unter Anwendung der
Maschinen, die in den Patenten No. 8481 und No. 20430 beschrieben sind, und in welchen
ein rotirender Fadenschlinger seinen Faden um die Naht der Maschine windet. Wie bereits
im Patent No. 28206 erklärt ist, wird die aufzunähende Schnur an der Naht der Maschine
durch Umwindung eines zweiten Fadens befestigt.
Fig. ι stellt die Seitenansicht einer Kurbel-Tambourirmaschine
dar, welche mit dem Apparat zum Aufnähen von Schnüren versehen ist,
Fig. 2 die mit einer Hakennadel aufgenähte Schnur.
Die aufzunähende Schnur befindet sich auf der Rolle L oberhalb der Centralröhre der
Maschine und läuft längs der Modellstange E durch die Centralröhre der Maschine, alsdann
durch die Mündung d der unteren Röhre M in den Führer α des Nadelröhrchens C, ähnlich
wie dieses bei Soutachirmaschinen der Fall ist, jedoch mit dem Unterschiede, dafs
die Schnur stets hinter der Nadel und Nadelstange liegen mufs, μnd nicht vor ihr, wie bei
Soutachirmaschinen. Das Aufnähen der Schnur erfolgt durch das im Patent No. 28206 beschriebene
Verfahren.
Damit jedoch die Arbeit eine gute und solide sein soll, ist es nöthig, dafs die Kettennaht
sehr fest angezogen sei; dieses bietet insofern eine Schwierigkeit, als der Faden K des
Fadenschlingers G stets frei über der aufgenähten Schnur H spielen und dabei auch
noch unter die Spitze der Nadel B gelegt werden mufs, wodurch letztere verhältnifsmäfsig
hoch stehen mufs, und somit nur dann eine feste Naht erzeugen kann, wenn ein selbstthätiger
Apparat zum Festziehen des Fadens verwendet wird, wie oben beschrieben.
Zur vollkommenen Arbeit besagter Maschine ist es ferner nöthig, dafs die Schnur H von
der Rolle L aus ohne Widerstand abgewuiv den werde. Zu diesem Zwecke ist an dem
oberen Ende u der Centralröhre ein Ring oder Vorsprung ο von Gummi oder Metall angebracht,
über den die Schnur H läuft, ehe sie in die obere Mündung der Centralröhre eintritt.
Bei jedesmaligem Senken der Centralröhre zieht der Vorsprung 0 eine entsprechende
Länge Schnur von der Rolle L, und die lose Schnur kann ohne Widerstand durch die
Centralröhre und durch deren untere Mündung zu dem unteren Führer α gelangen.
Beim Arbeiten sehr kleiner Muster bedeckt der bisher benutzte kreisförmige Transporteurfufs
die Zeichnung sehr wesentlich und ist dieselbe dann schwer zu verfolgen, insbesondere
bei Arbeit auf Tüll oder Spitzen, wo ein Fufs mit Gummisohle verwendet wird. Es war
deswegen die Beschaffung eines offenen Transporteurfufses mit Gummisohle nöthig, der in
den Fig. 8, 9 und 10 dargestellt ist.
Fig. 8 stellt eine Seitenansicht desselben dar,
Fig. 9 seine untere Fläche mit dem darauf befindlichen Gummiring,
Fig. 10 die untere Fläche ohne Gummi.
Die Sohle ist hufeisenartig gestaltet und mit einer halbkreisförmigen Krone 2 und zwei
Zapfen 3 versehen; ein Gummiring 4 wird um die beiden Zapfen 3 und um den äufseren
Umfang der Krone 2 geschlungen, wie in Fig. 9 dargestellt, und wird durch seine Elasticität
fest darauf gehalten.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:ι . Das Verfahren, bei Hakennadel-Tambourirmaschinen das Festziehen der Tambourirnaht durch Anziehen des Fadens von unten ' mittelst eines selbsttätigen Apparates zu bewirken, zum Zwecke, bei beliebig hochstehendem Haken stets eine fest angezogene Tambourirnaht zu erhalten.
- 2. Der Apparat zum Festziehen des Fadens Z1 der Tambourirnaht (Anspruch 1.), bestehend aus der Zange X Y, welche durch ein geeignetes Hebelwerk, z. B. h i kjo, Fig. 3, oder r ν w, Fig. 7, von der Treibachse η aus in Bewegung gesetzt wird.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE32845C true DE32845C (de) |
Family
ID=308834
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT32845D Expired - Lifetime DE32845C (de) | Verfahren und Einrichtung zum Festziehen der Tambourirnaht bei Hakennadel-Tambourirmaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE32845C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0082414A1 (de) * | 1981-12-18 | 1983-06-29 | Necchi Societa Per Azioni | In zwei Stellungen verschwenkbare Stichplatte für Nähmaschine |
| US4438712A (en) * | 1980-12-10 | 1984-03-27 | Broderie De Mesnil St Pere S.A.R.L. | Stitching head having two independent presser feet |
-
0
- DE DENDAT32845D patent/DE32845C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4438712A (en) * | 1980-12-10 | 1984-03-27 | Broderie De Mesnil St Pere S.A.R.L. | Stitching head having two independent presser feet |
| EP0082414A1 (de) * | 1981-12-18 | 1983-06-29 | Necchi Societa Per Azioni | In zwei Stellungen verschwenkbare Stichplatte für Nähmaschine |
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