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Vorrichtung zur Herstellung der Kronenhütchen für zahntechnische Zwecke.
Die Erfindung bezieht sich auf Vorrichtungen zur Herstellung der für die Anfertigung
von Zahnkronen gebrauchten Blechhütchen. Es sind Vorrichtungen dieser Art bekannt,
bei denen die für die -Ausbildung der Blechhütchen benutzten Stanz- und Ziehwerkzeuge
an der Ober- und Unterseite eines gemeinsamen in einem senkrechten Rahmen geführten
Schlittens angebracht sind, durch dessen Auf-und Abbewegung die Stanz- bzw. Ziehstempel
mit den zugehörigen Gegengesenken irr- Eingriftl gebracht werden. Bei derartigen
Vorrichtungen besteht der Übelstand, daß die Ziehstempel, die in großer Anzahl vorhanden
und daher in mehreren. Reihen hintereinander auf den Schlitten angeordnet sein müssen,
bei dem geringen zür Verfügung `stehenden Raume schwer zugänglich sind, so daß es
sehr umständlich und zeitraubend ist, die zu bearbeitende Hülse jeweils auf den
nächst kleineren Ziehstempel aufzusetzen, abgesehen davon, däß man sich bei der
Unübersichtlichkeit der Stempel leicht bei der Auswahl des in Frage kommenden nächsten
Stempels irrt.
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Diese Übelstände werden gemäß der Erfindung in einfacher Weise dadurch
vermieden, daß die Ziehstempel nicht fest mit dem auf- und abbeweglichen Schlitten
verbunden sind, sondern auf einem besonderen Schlitten sitzen, der nach Art einer
Schublade nach vorn aus dem die Führungen des Hauptschlittens enthaltenden Rahmenherausgezogen
werden kann, so daß die Stempel bequem übersehen werden können und das der Bearbeitung
unterliegende Hütchen leicht auf den nächsten Stempel aufgesetzt werden kann. Die
Erfindung ist in der Zeichnung in einer beispielsweisen Ausführungsform veranschaulicht;
und zwar zeigt Fig. i die Vorrichtung in Ansicht von vorn, wobei einzelne Teile
geschnitten gedacht sind. Fig.2 veranschaulicht die Vorrichtung in Aufsicht, während
-Fig. 3 eine Ansicht von der rechten Seite darstellt.
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Das die eigentlichen Werkzeuge aufnehmende Gestell der Vorrichtung
besteht aus zwei Seitenständern i, i, die, durch eine Kopfplatte 2 und eine in der
Nähe des unteren Endes vorgesehene Tischplatte 3 mittels versenkter Schrauben i9
zu einem geschlossenen Rahmen verbunden sind. In den Seitenständern ist ein Schlitten
q. geführt; der mittels eines Zahntriebes 5, der in eine entsprechende, auf
der Rückseite des Schlittens vorgesehene Zahnung 6 eingreift, in seinen Führungen
auf-und abbewegt , werden kann. Der Trieb sitzt auf einer Welle 6', die in ebenfalls
auf der Rückseite des Rahmens angeordneten Lagern 7, 7 ruht und sich durch einen
Handhebel 8, der mittels einer Schraube 9 in verschiedenen Lagen in einem auf der
Welle 6' sitzenden Kopfe io festgestellt werden kann, in beiden Richtungen drehen
läßt.
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Der Schlitten q. trägt auf der Unterseite die einen Teil derDoppclstempelwerkzeuge
bildenden Obergesenke i i, I i', die mittels der Schrauben 12,-r2' im Schlitten
befestigt werden. In Fig. i ist das linksseitige Werkzeug, das den größeren Durchmesser
besitzt, in Ansicht, das rechtsseitige kleinere im Schnitt dargestellt. Die Stempel
i i, i i' sind hohl
ä.usgehildet und, enthalten in ihrer Bohrung
einen weiteren Stempel i3, der durch eine Schraubenspindel: i4'geführt ist und durch
eine Feder 15 nach unten gedrückt wird. Gegenüber dem Kopf des Stempels 13 befindet
sich die Bohrung des-singförmigen Teiles 16 des Untergesenks 17. Dieser ringförmige
Teil, der sich auf der Innenseite an dem mit-einer Grundplatte fest in die Tischplatte
3 eingelassenen Ziehstempel 18 führt, und außen von dem ebenfalls ringartig
gestalteten Schnittgesenk 17 umgeben wird, ist.ebenfalls nachgiebig gelagert, indem
er sich auf drei Stifte 20 stützt (in der Zeichnung sind nur zwei dargestellt),
die ihrerseits auf einer unter der Wirkung einer kräftigen Schraubenfeder 21 stehenden,
an einer in die Tischplatte 3 eingelassenen Spindel 22 geführten Scheibe 23 ruhen.
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Der innere abgerundete Rand des Hohlstempels i i und der entsprechend
abgerundete Rand des Kernstempels 18 bilden die Ziehkanten des Werkzeuges, der äußere
Rand des .Stempels i i und der innere Rand des ringförmigen Untergesenks
17 die Schnittkanten, deren Durchmesser also demjenigen der aus dem betreffenden
Blechstreifen ausgestanzten Scheibe entspricht. Um den Stanzvorgang zu .erleichtern,
was in Anbetracht des Handbetriebes von Bedeutung ist, liegen die Schnittkanten
nicht in einer Ebene; vielmehr ist das Untergesenk in der aus.Fig. i ersichtlichen
Weise schwach dachförmig verlaufend gestaltet, so daß die Schnittkanten nicht auf
dem ganzen Umfange zu gleicher Zeit zur Wirkung kommen, der Schnitt vielmehr :ein
mehr scherenartiger ist. Das linksseitige Werkzeug -i1', 17' ist in genau
gleicher Weise ausgeführt, nur daß die Durchmesser überall größer sind.
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Nachdem sich der Arbeiter für die Wahl des einen oder des anderen
Doppelstempels entschieden hat, wobei ihm die Angaben zweier im untern Teil der
Ständer i angebrachter Tabellen zur Richtschnur dienen, führt er den Blechstreifen
zwischen die betreffenden Gesenke und legt den Handhebel B nach vorn, auf sich zu,
um. Dadurch wird der Werkzeugschlitten 4 nach abwärts bewegt. Der Stempel i i klemmt
zunächst den Blechstreifen zwischen sich und dem gegenüberliegenden nachgiebigen
Druckringe 16 fest und stanzt dann in Zusammenwirkung mit der Schnittkante des äußeren
Gesenks 17 eine kreisrunde Blechscheibe aus, die sich bei . weiterer Senkung des
Schlittens auf die Oberseite des Kerngesenks 18 legt und, immer zwischen den Ringteilen
ix und 16 eingeklemmt gehalten, durch die inneren abgerundeten Kanten des Obergesenks
i i über den Kopf 18 gezogen wird, wodurch die Scheibe die Form eines flachen Näpfchens
mit faltenlosen Rändern erhält. Diese Form ermöglicht die weitere Bearbeitung in
den Ziehwerkzeugen ohne besondere Zentriereinrichtungen: Die Ziehwerkzeuge, von
denen eine größere -Anzahl, im dargestellten Beispiele 15 Stück, vorgesehen sind,
bestehen aus den Stempeln 25 und den zugehörigen Matrizen 26: Die betreffenden Bohrungen
sind in der den oberen; Abschluß des Gestellrahmens bildenden Platte 2 vorgesehen,
während die Ziehstempel 25 auf einer Platte 27 sitzen, die einen im Werkzeugschlitten
4, und zwar quer zu dessen Bewegungsrichtung geführten besonderen Schlitten bildet,
der nach vorn aus dem Rahmen herausgezogen werden kann, um die Ziehstempel 25 bequem
zugänglich zu machen. Diese Bewegung wird durch einen federnden Stift 28 begrenzt,
der in .der in den Fig. 2 und 3 dargestellten Lage, wo der Schlitten 27 nach vorn
aus dem Gestellrahmen herausgezogen ist, in eine Bohrung der Schlittenführung eingreift.
Die rückwärtige Bewegung des Schlittens 27 wird durch einen an der Hinterseite des
Gestellrahmens vorgesehenen Anschlag 29 begrenzt, und die Lage des Schlittens 27
in' der Arbeitsstellung dadurch gesichert, daß ein an der Führung des Werkzeugschlittens
4. vorgesehener Stift 30 in der betreffenden Stellung in die Bohrung 31 einer
Blattfeder 32 einschnappt, die in einer Ausnehmung 33 auf der Unterseite des Schlittens
27 befestigt ist und durch einen. vorn herausragenden Knopf 34 ausgelöst werden
kann.
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Die Durchmesser der einzelnen Ziehstempel 25 und der zugehörigen Ziehlöcher
26 der Matrizenplatte 2 sind derart abgestuft, däß sie bei den stärkeren um i mm,
bei den schwächeren um % mm von einander differieren. Der Durchmesser des stärksten
Stempels beträgt 1q., der des schwächsten q.,5 mm, wodurch allen praktischen Erfordernissen.
Rechnung getragen ist.
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Für die =weitere Bearbeitung des durch die Einwirkung eines der unteren
Werkzeuge gewonnenen Blechnäpfchens wird dieses auf einen passenden Ziehstempel
gesetzt, und der Schlitten 4 durch Ausschwingen des Handhebels 8 nach hinten angehoben.
Der betreffende Stempel drückt dabei das Blechnäpfchen durch die zugehörige Bohrung
26 der Platte 2, wobei die Höhlung des Näpfchens vertieft und der Durchmesser entsprechend
verringert wird: Durch die weitere Bearbeitung auf den nächstfolgenden Ziehstempeln
bildet sich das Werkstück allmählich zu einem tiefen Hütchen aus, wie es für die
-Kronenarbeiten in der Zahntechnik gebraucht wird' Dabei erscheint das Hütchen beim
j edesmaligen Durchgange durch -- die
1Vlatrizenplatte auf deren
Oberseite, wo es leicht vom Stempel abgehoben werden kann. Nach Herausziehen des
die Stempel tragenden Schlittens 24 kann es bequem auf den nächsten Stempel aufgesetzt
werden, worauf nach .dem Zurückschieben des Schlittens in die Arbeitsstellung das
Ziehen durch die nächst kleinere Bohrung erfolgt.