DE328387C - Anordnung zur kuenstlichen Raumaufloesung und Raumbildung in Theatern - Google Patents

Anordnung zur kuenstlichen Raumaufloesung und Raumbildung in Theatern

Info

Publication number
DE328387C
DE328387C DE1919328387D DE328387DD DE328387C DE 328387 C DE328387 C DE 328387C DE 1919328387 D DE1919328387 D DE 1919328387D DE 328387D D DE328387D D DE 328387DD DE 328387 C DE328387 C DE 328387C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
stage
arrangement
theaters
parts
effect
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1919328387D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
KURT GUTZEIT DR ING
Original Assignee
KURT GUTZEIT DR ING
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by KURT GUTZEIT DR ING filed Critical KURT GUTZEIT DR ING
Application granted granted Critical
Publication of DE328387C publication Critical patent/DE328387C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A63SPORTS; GAMES; AMUSEMENTS
    • A63JDEVICES FOR THEATRES, CIRCUSES, OR THE LIKE; CONJURING APPLIANCES OR THE LIKE
    • A63J1/00Stage arrangements

Landscapes

  • Non-Portable Lighting Devices Or Systems Thereof (AREA)

Description

Bei den bisherigen Theaterbauten besteht zwischen dem Zuschauerraum und der Bühne eine scharfe Trennung, sowohl im Raum als auch in der Wirkung auf den Zuschauer. Man -sieht durch den Bühnenrahmen ein Bild bzw. einen Raum, der in architektonischer Ausgestaltung und vor allem in Licht- und Luftwirkung in gar keiner Beziehung zur Umgebung des Zuschauers steht. Das Bestreben, diesen Kontrast auszugleichen und ihm die illusionsstörende Wirkung zu nehmen, hat mit noch anderen Ursachen dazu geführt, den Zuschauerraum während der Vorstellung zu verdunkeln. Es wird dadurch um den Zuschauer eine neutrales Milieu geschaffen, das ihn für die von der Bühne ausgehenden Illusionen besser zugänglich macht. Da jedoch dieser Ausweg dem Ideal durchaus nicht entspricht, besteht das aus dem Vorbild des antiken Amphitheaters entspringende Bestreben, die auf der Bühne jeweils aufgebaute und vorgeführte Welt mit dem Zuschauerraum zu vereinheitlichen oder, umgekehrt, den Zuschauerraum aus seiner - architektonischen Bindung herauszulösen und ihn zu einem einheitlichen Ganzen mit der Bühne und ihrem Bild zu vereinigen.
Diese Aufgabe löst die Erfindung dadurch, daß sie den Zuschauerraum und den ganzen oder teilweisen Bühnenraum in eine Hülle neutraler Earbwirkung einschließt, die mit durchscheinendem oder auffallendem Licht zur Wirkung der Raumauflösung und Vereinheitlichung usw. gebracht werden kann.
Durch diese Anordnung ist es auch möglich, das Theater nach dem antiken Vorbilde des-. Amphitheaters aufzubauen.
Die Zeichnung zeigt in Fig. 1 im Grundriß und in Fig. 2 im Schnitt eine Ausführungsform der Erfindung, und zwar an einem Amphitheater. Das Grundrißschema zeigt einen runden Bau, der längs eines Durchmessers in den amphitheatralisch "aufgebauten Zuschauerraum A und in den Bühnenraum B zerfällt. Vor der Bühnenspielfläche C liegt der Orchesterraum E. Zuschauerraum A und Bühnenraum B sind ringsum eingeschlossen und auch überdacht durch eine Hülle F. Für das Beispiel sei angenommen, daß die Hülle F aus durchscheinendem, imprägniertem Gewebe bestehe. Die Stoßfugen und Überdeckungen der Gewebebahnen bzw. der Hüllendecke und der Hüllenwand sollen durch architektonisch neutrale Bauteile verdeckt werden. So sind in dem Beispiel hierzu die Säulen G angeordnet, die einen Architrav tragen, der die Stoßfugen zwischen Decke und .Wand verdeckt. Zwischen den beiden letzten Säulen, die auf dem Raumdurchmesser stehen, hängt der Vorhang D, der auf diese. Weise in die Architektur des Halbkreisamphitheaters eingefügt ist. Die zu beiden Seiten der Bühnenspielfläche C freien Räume sind ausgefüllt durch architektonische Bauteile H, die ebenfalls auf der Grundlage der Hülle F aufgebaut ■ sind·. Weiterhin sei eine Beleuchtungsanlage vorgesehen, die gestattet, die ganze Hülle F, sei es einheitlich oder wechselnd, von außen zu beleuchten, so daß. im Innern eine Lichtwirkung und dadurch auch
ein Lufteindruck entsteht, der mit demjenigen des Bühnenbildes übereinstimmt, so daß Bühnenbild und Zuschauerraum in eins aufgelöst sind. Die architektonischen Bauteile H, die die seitliche Abdeckung des eigentlichen Spielplatzes C darstellen, wirken, wie ohne weiteres verständlich, im gleichen Sinne, Zuschauerraum und Bühne bilden so ein einheitliches Raumganzes. Die Stimmungsverhältnisse können durch Lichtwirkung gewechselt, d. h. der dramatischen Idee entsprechend vereinheitlichend oder trennend aufeinander abgestimmt werden. Statt der durchscheinenden Hülle F. könnte auch eine lichtdichte Hülle mit neutraler Farbwirkung verwendet werden, auf die das Licht von innen her geworfen wird. «
Die so bewirkte Auflösung von Bühne und Zuschauerraum in eins ermöglicht erst den ao amphitheatralischen Aufbau des ganzen Theaters, weil jetzt die sonst vorhandene Trennung zwischen Bühne und Zuschauerraum weggefallen ist und in dem Zuschauer die Illusion wach wird, als befände er sich selbst in dem auf der Bühne zur Darstellung kommenden Weltausschnitt.
• Die Art der Einhüllung des eigentlichen Bühnenraumes richtet sich nach den besonderen Umständen. Diese Umhüllung kann dort teilweise entbehrt werden, wo durch Lichtsoffitten / usw. die erstrebte Licht- und Luftwirkung an sich schon erzielt wird. Es ist nur dafür Sorge zu tragen, daß durch die Hülle oder durch entsprechende Soffitten usw.
alle Ausblicke abgedeckt werden, so- daß 35 durch nichts Störungen in das einheitliche Bild, in die Licht- und Luftillusion gebracht werden.

Claims (4)

  1. Patent-An Sprüche:
    i. Anordnung zur künstlichen Raum- < auflösung und Raumbildung in Theatern, dadurch gekennzeichnet, daß Zuschauerraum und der ganze oder teilweise Bühnenraum in eine Hülle neutraler Farbenwirkung eingeschlossen sind, die mit durchscheinendem oder auffallendem Licht zur Wirkung der Raumaüflösung " und Vereinheitlichung usw. gebracht werden kann.
  2. 2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülle aus durchscheinendem Gewebe, Papier u. dgl. besteht, in Verbindung mit einer zur einheitlichen oder in Teilen verschiedenen Durchleuchtung dienenden Beleuchtungsanlage.
  3. 3. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Übergang von Zuschauer- in Bühnenraum durch Teile der Raumhülle oder, durch der Hülle gleichartige Teile gebildet ist.
  4. 4. Anordnung nach Anspruch ι bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß Überdeckungen, Stoßfugen usw. der Hüllenteile durch architektonische Bauteile neutraler Wirkung verdeckt sind.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE1919328387D 1919-11-29 1919-11-29 Anordnung zur kuenstlichen Raumaufloesung und Raumbildung in Theatern Expired DE328387C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE328387T 1919-11-29

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE328387C true DE328387C (de) 1920-10-26

Family

ID=6185945

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1919328387D Expired DE328387C (de) 1919-11-29 1919-11-29 Anordnung zur kuenstlichen Raumaufloesung und Raumbildung in Theatern

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE328387C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE328387C (de) Anordnung zur kuenstlichen Raumaufloesung und Raumbildung in Theatern
DE2740191A1 (de) Beleuchtungskoerper
DE459285C (de) Vorrichtung zur gleichzeitigen Projektion eines Films in mehreren Zuschauerraeumen neben- oder uebereinander
DE1231551B (de) Wiedergabegeraete- und Bildwandanordnung fuer Zuschauerraeume lichtspieltechnischer Anlagen
DE396849C (de) Vorrichtung zur Verbindung von Kinobild und Spiel lebender Darsteller
DE407153C (de) Einrichtung zur Erzeugung des Buehnenbildes nach dem Prinzip der farbigen Schatten
DE482861C (de) Tanzteppich
AT111333B (de) Vorrichtung zur Erzielung von plastisch und räumlich freischwebend erscheinenden Bildwirkungen für Werbe- oder Unterhaltungszwecke.
DE102021005343A1 (de) Stapelrahmen System
AT124012B (de) Anzeige- und Reklamevorrichtung.
AT100744B (de) Einrichtung zur Erstellung von Szenenbildern für Bühnen.
DE531958C (de) Verfahren zur Erzeugung von zusammenhaengenden Projektionsbildern
DE393214C (de) Vorrichtung zur Darstellung von lebenden Schattenbildern fuer kinematographische Zwecke
DE382208C (de) Schrankkino
AT286569B (de) Theater mit einem von Schaubühnen umgebenen Zuschauerraum
DE144181C (de)
DE391051C (de) Vorrichtung zum Vorfuehren kinematographischer Bilder
DE553866C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von kinematographischen Kombinationsaufnahmen
DE513179C (de) Lichtspieltheater, bei dem durch Vorfuehrung von aus Flugzeugen oder Luftschiffen aufgenommenen Lichtbildern der Eindruck einer Luftfahrt hervorgerufen wird
DE392060C (de) Verfahren zur Aufnahme und Vorfuehrung kinematographischer Bilder
DE471059C (de) Einrichtung zur Beleuchtung von photographisch aufzunehmenden Gegenstaenden und Szenen
DE329817C (de) Vorrichtung zur Erzeugung eines beliebig gestalteten und veraenderbaren Tanzweges in Saelen u. dgl.
DE2838448C3 (de) Verfahren zur räumlichen Darstellung von Innenräumen
CH267136A (de) Bauspielzeug.
DE712940C (de) Vortrags- und Theaterbuehne