DE326697C - Als Gasrelais, insbesondere Telephonrelais (Lautverstaerker), dienende Entladungsroehre mit Gluehkathode - Google Patents

Als Gasrelais, insbesondere Telephonrelais (Lautverstaerker), dienende Entladungsroehre mit Gluehkathode

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DE326697C
DE326697C DE1915326697D DE326697DD DE326697C DE 326697 C DE326697 C DE 326697C DE 1915326697 D DE1915326697 D DE 1915326697D DE 326697D D DE326697D D DE 326697DD DE 326697 C DE326697 C DE 326697C
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01JELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
    • H01J19/00Details of vacuum tubes of the types covered by group H01J21/00
    • H01J19/68Specified gas introduced into the tube at low pressure, e.g. for reducing or influencing space charge

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Description

  • Als Gasrelais, insbesondere Telephonrelais- (Lautverstärker), dienende Entladungsröhre mit Glühkathode. Die Erfindung bezweckt, die Lebensdauer und Gleichmäßigkeit von Entladungsröhren mit glühender Kathode zu erhöhen, die unter dein Namen Gasentladungsrelais bekannt sind und. hauptsächlich zur Verstärkung elektrischer Ströme dienen. Ihr Anwendungsgebiet ist ein sehr reichhaltiges, z. B. in der Fernsprech- und Telegraphentechnik mit und ohne Draht zum Verstärken sehr schwach ankommender Stromstöße und Wechselströme. Ferner können sie für Meßzwecke, Oszillographen, Lautsprechtelephone, Kommandoapparate, Unterwasserschallsigna'le u. a. m. nutzbar gemacht werden. In der Fernsprechtechnik sind derartige Gasentladungsrelais unter dem Namen Lautverstärker bekannt.
  • Ein Übelstand derarfiiger Entladungsröhrien mit Glühkathode ist nun der, daß der ursprünglich im Rohr herrschende. Gasdruck im Laufe des Gebrauchs der Röhre sich verändert dadurch, d!aß entweder die Gase durch die obekannte Erscheinung der Kathodenzerstäubung oder durch aridere physikalische oder chemische Vorgänge verbraucht werden, so .daß die Röhre härter wird, oder -daß Gase nachträglich frei, werden, so daß der Gasdruck höher, also die Röhre weicher wird. Jedes Abweichen des Gasdruckes: von dem urgprüngliehen Wert beeinfluß.t aber die Wirkungsweise der Entladungsröhre. Um diese Änderungen auszugleichen und: die Röhre auf .ihren empfindlichsten Wert einzustellen, ist eine Nachregelung der . Temperatur der Glüh-Kathode oder der an die Röhre angelegten Spannung oder beider gleichzeitig erforderlich. Hat diese Nachregulierung schon ihre Nachteile insofern, als. sie die ständige Über=. wachurig der Röhre durch einen Fachmann voraussetzt, so gelangt man auch schließlich an den Punkt, wo ein Nachrebggeln die Änderungen des Gasdruckes nicht mehr auszugleichen vermag, d. h. also, wo die Röhre unbrauchbar ist.
  • Diese Nachteile der Glühlzathedenröhren mit reiner Gasfüllung hat man dadurch auszugleichen, gesucht, daß man in, die. Röhren geeignete Stoffe, z. B. Quecksilber, Metallamalgame o. dgl., gebracht hat, welche Dämpfe, z. B. Quecksilberdampf; entwickeln, die eine Erhöhung des, Gasdruckes, bis zu bestimmten Grenzen bewirken: Besser kann aber dor an" gestrehte Zweck dadurch erreicht werden, d:aß die Glühkathod!enröhlren gemäß der Erfindung mit Edelgasen gefüllt werden. Es hat sich gezeigt, daß z. B. Argon besonders geeignet ist. Entladungsröhren, z. B. Lautverstärker, welche mit Argon gefüllt sind, zeigen ein bedeutend besseres Verhalten bezüglich lang anhaltender Gleichmäßigkeit als Röhren, die z. B. Luft als Gasrest. enthalten. Zurückzuführen ist dieses bessere Verhalten vielleicht auf die sehr große chemische Indifferenz des Argons, welches infö1ge dieser Indifferenz nicht von den@in der Röhre vorhandenen, zum Teil g'lühend'en Metallteilen absorbiert wird. Man kann deshalb auch mit anderen Edelgasen ähnliche Verbesserung en erzielen. Ein weiterer Vorteil des indifferenten Argons besteht darin, daß man wegen, seiner Indifferenz bedeutend: größere Mengen Gas in -der- Röhre zurücklassen kann, ohne ` Gefalir-.zu laufen, die glühenden Metallteile,..3.@ einen als Kathode dienenden .kltih-nden"*öifraindraht, zu schädigen, *rährgntT.n@cj;e;4G ,t, z. B. Luft, die glühenden Metallteile angreifen können. Je mehr Gasfüllung man nun ursprünglich anwenden -kann, desto weniger macht eine gewisse absolute Zu- oder Abnahme des Gasdruckes verhältnismäßig aus, und desto weniger wird das Verhalten der Entladungsröhre hi,drvon beeiriflußt werdien.
  • Die Ausführung- des Verfahrens geschieht in der Art, daß man eine Entladungsröhre, welche eine glühende Kathode, z.- B. einen glühenden, mit Oxyden bedeckten Patindraht (Wehneltkätho:de) oder einen glühenden Wolframdraht, enthält und: entweder mit einem dampfliefernden Körper, z. B. Metallamalgam, ausgestattef ist oder dieses Körpers ermangelt, mittels einer Quecksilberluftpumpe zweckmäßig unter äußerer Heizung des Rohres entlüftet, -und' daß man, nach genügender Entlüftung eine gewisse Menge des geeigneten Gases; z. B. Argon, zweckmäßig im Überschuß in die Röhre einläßt. Nach dem Einlassen des Gases wird dieses wieder mittels der Pumpe so weit entfernt, daß gerade der gewünschte Betrag in der Röhre zurückbleibt. Zweckmäßig kann man das Gas wiederholt einlassen und auspumpen unter gleichzeitiger Heizung, um die Röhre gewissermaßen auszuspülen. Die Menge des zurückbleibenden Gases kann man z. B. durch einen: Vakuummesser feststellen.
  • Die Dauerhaftigkeit der Argonfüllung ergibt sich: daraus, daß bei einer als Lautverstärker dienenden Entladungsröhre bereits durch eine Füllung mit einem- Gasdruck-von 0,0005 mm Quecksilbersäule eine wesentliche Verbesserung erzielt -wird. Der günstigste Gasdruck kann aber wesentlich höher liegen und richtet sich nach dem jeweiligen Verwendungszweck der Entladungsröhre. Er kann selbst bis zu einigen Zentimetern Quecksilbersäule steigen. Statt des .Argons können., wie erwähnt, auch andere Edelgase benutzt werden.-, Verner können Mischungen solcher Gase unter. inänder ö ier mit;, anderen indifferenten Gasen,' -'Stuckstoff öder Quecksilberdämpf, benützt werden: Ferner können in der Röhre außer der Gasfüllung noch Stoffe angeordnet werden, durch die sich während des Betriebes durch Erwärmung bzw. Abkühlung durch chemische oder physikalische Abspaltung Gase entwickeln bzw. absorbieren lassen, und die daher als Regler für den Druck dienen, z. B. Holzkohle oder eine geeignete Verbindung Beis angewandten Gases bzw. Dampfes. -Diese Stoffe können in -des Röhre selbst oder in einem für diesen Zweck vorgesehenen besonderen Ansatz untergebracht sein.
  • Es ist zwar bekannt, in Röntgenröhren und in Moöreröhren Edelgase einzuführen; diese Gasreste verhalten sich jedoch in diesen Röhren ganz- anders als in -einem Glühkathodenrelais. In den genannten Röhren verschwinden sie beim Betrieb infolge der höheren Stromstärke und Spannnxng und der dadurch bedfm!gten größeren Erwärmung und Zerstäubung weit -schneller als beim Gasrelais. Dies ist in erster Linie die Ursache, weshalb die Füllung mit Argon oder anderen Edelgasen bei der Röntgenröhre unpraktisch ist und auch niemals in d'ie Praxis, eingeführt wurde, und -d'aß bei der Moorelampe beisondiere Apparate zur Nachfüllung von Gas gebraucht werden. Diese auf anderen,. Gebieten gesammelten -Erfahrungen- mußten davon abschrecken, beim Gasrelais eine Edelgasfüllung zu versuchen. Wider Erwarten zeigte sich aber, daß hier die Edelgasfüllung möglich ist, weil hier die Verhältnisse hinsichtlich der Absorption des Gasinhalts und hinsichtlich der zulässigen Drücke ganz anders liegen.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCII: .Als. Gasrelais., insbesondere Telephonrerais (Lautverstärker), dienende Entladungsröhre finit Glühkathode, geheimzeichnet durch eine Füllung mit einem oder mehreren Edelgasen, z. B. Argon, oder Gemischen von Edelgasen mit indifferenten Gasen odler Dämpfen.
DE1915326697D 1915-08-29 1915-08-29 Als Gasrelais, insbesondere Telephonrelais (Lautverstaerker), dienende Entladungsroehre mit Gluehkathode Expired DE326697C (de)

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