DE474379C - Elektromagnetischer Selbstunterbrecher in einem abgeschlossenen, evakuierten oder mit einem neutralen Gas gefuellten Glasgefaess - Google Patents

Elektromagnetischer Selbstunterbrecher in einem abgeschlossenen, evakuierten oder mit einem neutralen Gas gefuellten Glasgefaess

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DE474379C
DE474379C DEB126151D DEB0126151D DE474379C DE 474379 C DE474379 C DE 474379C DE B126151 D DEB126151 D DE B126151D DE B0126151 D DEB0126151 D DE B0126151D DE 474379 C DE474379 C DE 474379C
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iron core
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H29/00Switches having at least one liquid contact
    • H01H29/006Self interrupters, e.g. with periodic or other repetitive opening and closing of contacts

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  • Arc-Extinguishing Devices That Are Switches (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft einen elektromagnetischen Selbstunterbrecher, der in bekannter Weise in einem abgeschlossenen evakuierten oder mit einem neutralen Gas gefüllten Glasgefäß arbeitet. Unterbrecher dieser Art wurden bisher als Hammerunterbrecher ausgebildet, oder es wurde ein Solenoidkern verwendet, welcher an einer Schraubenfeder hing. Die Zahl der bei solchen Vorrichtungen in der Zeiteinheit erzielbaren Unterbrechungen ist verhältnismäßig gering. Bei dem erfindungsgemäßen Selbstunterbrecher wird dagegen ein unter dem Einfluß einer außerhalb des Gefäßes angeordneten Spule stehender, im Innern eines rohrförmigen An-Satzes des Glasgefäßes axial gelagerter und in eine Spitze endigender, mit einem Quecksilberkontakt oder einem anderen Metallkontakt zusammenwirkender Weicheisenkern durch einen federnden, als Stromzuleitung dienenden WoIframdraht getragen, welcher derart mit den Wandungen des Glasgefäßes verschmolzen ist, daß der Eisenkern zusammen mit dem ihn tragenden Wolframdraht ein gemeinsames, starr eingespanntes Schwingungssystem hoher Schwingungszahl bildet. Diese Bauweise ermöglicht die Erzielung einer hohen Zahl von Unterbrechungen in der Zeiteinheit, so daß mit ihr ein Schwingungserzeuger geschaffen werden kann, der infolge seiner hohen Schwingungszahl unmittelbar zur Erzeugung elektrischer Schwingungen benutzbar ist.
Die Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt.
Bei der Ausführungsform nach der Abb. 1 besteht der Unterbrecher aus einem abgeschlossenen, evakuierten oder mit einem neutralen Gas gefüllten Gefäß 1 mit einer napfförmigen Erweiterung 2, die mit Quecksilber 3 gefüllt ist. Das Quecksilber ist an den Stromkreis mittels einer Stabelektrode 4 angeschlossen, deren eines Ende in die Ouecksilbermasse 3 hineinragt und deren anderes Ende an eine Litze 5 als Zuführungsleitung angeschlossen ist. Das Gefäß 1 hat einen rohrförmigen Ansatz 6, in welchen der weiche Eisenkern 7 hineinragt. Dieser endigt in eine Spitze 8, welche die Ouecksilbermasse 3 berührt. Der Eisenkern wird von einem federnden Wolframdraht 9 getragen, der mit leichter Reibung durch den Kern hindurchgeht, den Hohlraum des Gefäßes 1 durchquert und bei 10 und 11 fest in der Wand des Gefäßes eingespannt ist. Der Draht 9 ist durch eine Leitung 12 mit einer Spule 13 verbunden, welche das Rohr 6 umgibt und gleichzeitig einen Teil des Eisenkernes 7 einschließt. Die Spule ist durch die Zuleitung 14 mit der Hauptleitung verbunden.
Die Arbeitsweise des Unterbrechers ist die folgende:
Beim Schließen des Stromkreises 5 bis 14 tritt der Strom bei 14 ein, läuft durch die Spule 13 und den Draht 9 zur Spitze 8 und durch das Quecksilber 3 und die Elektrode 4 zurück. Der Eisenkern wird infolge der elektromagnetischen Kraft angehoben, und es findet eine Unterbrechung des Stromes zwischen der Spitze 8 und der Quecksilbermasse 3 statt. Dadurch wird der
Strom von der Spule 13 abgeschaltet, und der Eisenkern 7, der nicht mehr nach oben gezogen wird, kehrt infolge seines Eigengewichtes und in der Hauptsache infolge der Federkraft des gespannten Wolframdrahtes schnell in seine ursprüngliche Lage zurück. Die Spitze 8 kommt von neuem mit der Quecksilbermasse 3 in Berührung, und der Stromkreis wird wieder geschlossen, um sodann abermals unterbrochen zu werden, wodurch die Spule wieder stromlos wird. Wenn die elektrischen Eigenschaften der Spule geändert werden und eine Veränderung des Gasdruckes innerhalb des Gefäßes 1 erfolgt, kann der Unterbrecher als Quecksilberdampflampe mit selbsttätiger Zündung arbeiten. In diesem Falle entsteht an Stelle der Funken ein Lichtbogen, der zwischen der Stabelektrode 4 und der Spitze 8 übergeht.
Die Abb. 2 zeigt den Längsschnitt durch eine vereinfachte Ausführungsform des Unterbrechers gemäß der Erfindung. In einem rohrförmigen Gefäß 15 befindet sich die Quecksilbermasse 3, die wieder unter Verwendung einer Stabelektrode 4 an den Stromkreis angeschlossen ist. Das Gefäß 15 ist in seinem oberen Teil 16 verengt, in diesen Teil ragt der weiche Eisenkern 7 hinein. Die anderen Teile sind dieselben wie bei dem in der Abb. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel. Die Wirkungsweise ist die gleiche. Der Vorteil dieser Ausführungsform ist seine gedrängte Bauart.
Die Abb. 3 zeigt eine weitere Ausführungsform, bei welcher die Wicklung der Spule 13 über den Rohransatz 6 hinaus verlängert ist und dort einen Weicheisenkern ηα enthält, dessen Höhenlage eingestellt werden kann. Auf diese Weise, ist es möglich, die elektrischen Eigenschaften der Spule, die Intensität des Stromes, welcher durch den Apparat fließt, und die Frequenz der Unterbrechungen zu verändern.
Bei der Ausführungsform nach der Abb. 4 kommt das Quecksilber in Fortfall. Die Be-
rührung erfolgt direkt zwischen der Spitze 8 und dem Kontaktstück 4, um den Stromkreis zu schließen. Der Kern 7 wird nicht von einem Draht, sondern von einer elastischen Lamelle o,a aus Wolfram oder einem anderen Metall gehalten, die mit ihren beiden Enden in der Wand des Gefäßes eingeschmolzen ist.

Claims (3)

  1. Patentansprüche:
    i. Elektromagnetischer Selbstunterbrecher in einem abgeschlossenen, evakuierten oder mit einem neutralen Gas gefüllten Glasgefäß, dadurch gekennzeichnet, daß ein unter dem Einfluß einer außerhalb des Gefäßes angeordneten Spule stehender, im Innern eines rohrförmigen Ansatzes des Glasgefäßes axial gelagerter und in eine Spitze endigender, mit einem Quecksilberkontakt oder einem anderen Metallkontakt zusammenwirkender Weicheisenkern durch einen federnden, als Stromzuleitung dienenden Wolframdraht getragen wird, welcher derart mit den Wandüngen des Glasgefäßes verschmolzen ist, daß der Eisenkern zusammen mit dem ihn tragenden Wolframdraht ein gemeinsames, starr eingespanntes Schwingungssystemhoher Schwingungszahl bildet.
  2. 2. Unterbrechernach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wicklung der außerhalb des Gefäßes angeordneten Spule über den den beweglichen Eisenkern umgebenden Rohrfortsatz verlängert ist und, in der Verlängerung sich ein weiterer Weicheisenkern befindet, dessen Lage zwecks Veränderung der elektrischen Eigenschaften der Spule einstellbar ist.
  3. 3. Unterbrecher nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der bewegliche Eisenkern auf einer Metallzunge oder Lamelle sitzt, die mit ihren beiden Enden in den Glasmantel eingeschmolzen ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DEB126151D 1926-06-19 1926-06-19 Elektromagnetischer Selbstunterbrecher in einem abgeschlossenen, evakuierten oder mit einem neutralen Gas gefuellten Glasgefaess Expired DE474379C (de)

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FR612079D FR612079A (fr) 1926-06-19 1925-06-17 Interrupteur automatique de courant électrique
DEB126151D DE474379C (de) 1926-06-19 1926-06-19 Elektromagnetischer Selbstunterbrecher in einem abgeschlossenen, evakuierten oder mit einem neutralen Gas gefuellten Glasgefaess

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DEB126151D DE474379C (de) 1926-06-19 1926-06-19 Elektromagnetischer Selbstunterbrecher in einem abgeschlossenen, evakuierten oder mit einem neutralen Gas gefuellten Glasgefaess

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DE474379C true DE474379C (de) 1929-04-05

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DEB126151D Expired DE474379C (de) 1926-06-19 1926-06-19 Elektromagnetischer Selbstunterbrecher in einem abgeschlossenen, evakuierten oder mit einem neutralen Gas gefuellten Glasgefaess

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FR (1) FR612079A (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1273661B (de) * 1963-12-06 1968-07-25 Gen Electric Vakuumschalter

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1273661B (de) * 1963-12-06 1968-07-25 Gen Electric Vakuumschalter

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FR612079A (fr) 1926-10-16

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