DE3243241C2 - Wechsellauf für Faustfeuerwaffen - Google Patents
Wechsellauf für FaustfeuerwaffenInfo
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Abstract
Die Erfindung bezieht sich auf einen Wechsellauf für Faustfeuerwaffen mit Masseverschluß, die ein Gehäuse mit einer schräg nach hinten abfallenden Führungsfläche zur Entriegelung des Laufs beim Rückstoß aufweisen. Für eine spielfreie Arretierung an der Waffe weist der Wechsellauf (10) ein verstellbares Spreizglied (68) auf, das sich an der abfallenden Führungsfläche der Waffe abstützt.
Description
40
Die Erfindung betrifft einen Wechsellauf für Faustfeuerwaffen mit verriegeltem Verschluß, die ein Gehäuse
mit einer schräg nach hinten abfallenden Führungsfläche zur Entriegelung des Laufs von einem Verschluß-
stück beim Rückstoß sowie einen quer durch die Waffe verlaufenden Fanghebelbolzen als vorderen Anschlag
für das Verschlußstück aufweisen, welcher Wechsellauf ein geringeres Kaliber als der Original-Lauf aufweist
und starr an dem Gehäuse arretierbar ist, während das Verschlußstück federnd gegen den Wechsellauf vorgespannt
ist (Federverschluß).
Bei Faustfeuerwaffen mit sogenanntem verriegelten Verschluß werden bei Abgabe eines Schusses der Lauf
und das Verschlußstück zunächst gemeinsam nach rückwärts verschoben, und sodann wird der Lauf in bezug
auf den weiter zurückgehenden Verschluß entriegelt und bleibt stehen, so daß der Lauf und das Verschlußstück
getrennt werden. Dabei wird die leere Patronenhülse suscTeworfen und eine neu? Patrone in das rückwärtige
Ende des Laufes eingeschoben. Eine Waffe dieser Art wird in der DE-OS 17 03 417 beschrieben. Unmittelbarer
Ausgangspunkt der vorliegenden Erfindung ist jedoch nicht eine Waffe gemäß der DE-OS, sondern
eine ebenfalls bekannte Waffe, bei der die Entriegelung dadurch erfolgt, daß der Lauf bei der Rückwärtsbewegung
auf eine schräg abwärts und rückwärts gerichtete Führungsfläche auftrifft, die das rückwärtige Ende des
Laufs nach unten ablenkt und dadurch den Lauf vom Verschlußstück trennt Weiterhin ist bei einer derartigen
Waffe in einer hier zugrunde gelegten Ausführung ein quer durch die Waffe verlaufender, lösbarer Bolzen
vorgesehen, der den vorderen Anschlag für das Verschlußstück bildet und im vorliegenden Zusammenhang
als Fanghebelbolzen bezeichnet werden soll.
Die Munition für großkalibrige Faustfeuerwaffen ist verhältnismäßig teuer. Es sind daher Wechselsysteme
bekannt, die es gestatten, einen großkalibrigen Lauf durch einen Lauf für kleinkalibrige Munition, beispielsweise
Kaliber 22, zu ersetzen. Auch insoweit kann die zuvor zitierte DE-OS 17 03417 als Beispiel dienen.
Während sich jedoch die DE-OS auf eine Waffe bezieht, die von Anfang an mit zwei unterschiedlich starken Läufen
mit verriegeltem Verschluß einerseits und Federverschluß andererseits ausgerüstet ist, betrifft die Erfindung
einen gesonderten, nachrüstbaren Wechsellauf als Austauschlauf für den Original-Lauf der zuvor beschriebenen
Waffe.
Aus dem geschilderten Anwendungszweck ergibt sich, daß der erfindungsgemäße Wechsellauf in der Praxis
zwar mit im Prinzip gleichen, jedoch in ihrem Alter und in ihrem Verschleiß sehr unterschiedlichen Waffen
zusammentreffen kann. Dadurch können sich beträchtliche Maßabweichungen in den für die Befestigung des
Wechselkiufs wesentlichen Positionen ergeben. Trotz dieser Maßabweichungen ist eine spielfreie Befestigung
des Wechsellaufes für die einwandfreie Handhabung und Genauigkeit der Waffe unerläßlich.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Wechsellauf der eingangs genannten Art zu schaffen,
der auf jeder beliebigen Ausgangswaffe der zuvor beschriebenen Art in einfacher Weise spielfrei befestigt
werden kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Wechsellauf einen nach unten vorspringenden
Ansatz aufweist, in dem ein verstellbares Spreizglied zur Abstützung an der abfallenden Führungsfläche des
Gehäuses vorgesehen ist und der mit einer vorderen Stirnfläche gegen den Fanghebelbolzen anliegt.
Mit Hilfe des Spreizgliedes kann der Lauf zwischen der schrägen Führungsfläche und dem Fanghebelbolzen
fest verkeilt werden.
Das Spreizglied kann durch einen den Lauf in Querrichtung durchdringenden, mit Hilfe von Stellschrauben
in einem Langloch verschiebbaren Querstift, einen Exzenterbolzen oder dergleichen gebildet werden.
Bei Verwendung des kleinkalibrigen Wechsellaufs ist somit dieser Lauf fest in bezug auf das Gehäuse arretiert
und nicht mit dem Verschlußstück verriegelt. Dies ist wegen der geringeren Explosionsdrücke kleinkalibriger
Munition unproblematisch, und es ergibt sich zugleich der Vorteil, daß der feststehende Lauf zu einer
höheren Schußgenauigkeit führt, so daß die Waffe für sportliche Zwecke oder Schießübungen verwendet werden
kann und eine hohe Treffsicherheit gewährleistet.
Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Im folgende" werden bevorzugte Ansfiihmngsheispiele
der Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert.
Fig. 1 ist eine teilweise aufgeschnittene Seitenteilansicht
einer Waffe mit erfindungsgemäßen Wechsellauf;
F i g. 2 ist eine entsprechende Draufsicht;
Fig.3 zeigt eine Vorderansicht der Waffe gemäß Fig.1;
F i g. 4 und 5 zeigen in Draufsicht und Seitenansicht
3 4
eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemäßen neter Mechanismus erkennbar, der dazu dient, das Lauf-Spreizvorrichtung; stück 10 in seiner Führung in Längsrichtung der Waffe
eine zweite Ausführungsform der Spreizvorrichtung. anhand von F i g. 4 bis 7 näher erläutert werden.
einer nicht näher bezeichneten Bohrung des Laufstücks F i g. 5 ist insbesondere der in F i g. 1 mit 38 bezeichnete,
befindet sich der eigentliche, hülsenförmige Lauf 16. Auf rückwärtige, untere Ansatz des Laufstücks dargestellt
dem vorderen, links in F i g. 1 liegenden Ende des Lf>uf- Dieser Ansatz 38 weist eine senkrechte, vordere
des Korns befindet sich an dem Laufstück ein nach un- gezeigten Gehäuses verlaufenden Fanghebelbolzen 62
ten vorspringender Ansatz 20, in dem eins parallel zu anliegt der die vordere Endposition des Laufstücks be-
dem Lauf angeordnete Bohrung 22 vorgesehen ist stimmt Es ist jedoch nicht möglich, als rückwärtigen
nicht dargestellte Gehäuse der Waffe aufschieben. messers des Fanghebelbolzens nur verhältnismäßig gro-
zeigter Weise in bezug auf das Gehäuse längs ver- Befestigung des Wechsellaufs wäre daher zumindest bei
schiebbar. Die Verschlußführung 24 erstreckt sich ent- 20 einigen der zugrundeliegenden Ausgangswaffen nicht
lang der Unterseite des Laufstücks 10 und weist an ih- möglich. Erfindungsgemäß ist daher ein Spreizmecha-
rem vorderen, links in F i g. 1 Hegenden Ende einen nach nismus vorgesehen, der das Laufstück gegen den Fang-
unten vorspringenden Ansatz 26 auf, dessen Querschnitt hebelbolzen 62 verkeilt, wie anschließend erläutert wer-
im wesentlichen derjenigen des Ansatzes 20 des Lauf- den soll
Stücks entspricht und der eine die Bohrung 22 verlän- 25 In der Ausgangswaffe befindet sich eine schräg nach
gerade Bohrung 28 aufweist In der Bohrung 28 ist eine rückwärts und unten verlaufende Führungsfläche 64, die
nach vorne vorspringende Federführungshülse 30 befe- in F i g. 5 strichpunktiert dargestellt ist Wie bereits erstigt, die sich in die Bohrung 22 des Ansatzes 20 er- wähnt, dient diese Führungsfläche 64 dazu, den Lauf bei
streckt und bündig mit dem vorderen Ende des Lauf- der Rückwärtsbewegung von Lauf und Verschluß in
Stücks 10 endet. Konzentrisch innerhalb der Federfüh- 30 einer bestimmten Position zu entriegeln. Eine derartige
rungshülse 30 liegt eine Federführungsstange 32, die in Entriegelung ist beispielsweise bei den Faustfeuerwafihrer in F i g. 1 gezeigten Ruhestellung ebenfalls bündig fen Modell M 39, M 59, M 52, M 539 und M 559 der
mit dem vorderen Ende des Laufstücks 10 abschließt Firma Smith & Wesson vorgesehen.
Am vorderen Ende der Federführungshülse und der Fe- Gemäß F i g. 4 und 5 befindet sich in dem unteren
derfUhrungsstange weist die Federführungshülse einen 35 Ansatz 38 des Laufstücks 10 ein den Ansatz in Querrichnach innen vorspringenden Flansch 34 auf, der als Fe- tung durchdringendes und sich in Längsrichtung der
derteller für eine die Federführungsstange 32 auf ihrer Waffe erstreckendeds Langloch 66, durch das sich ein
gesamten Länge umgebende Schließfeder in der Form Querstift 68 (Fig.4) erstreckt, der beidseitig aus dem
einer Schraubendruckfeder dient. Das rückwärtige En- Ansatz 38 austritt Der Querstift 68 ist in dem Langloch
de der Federführungsstange 32 ist an einem nach unten 40 mit Hilfe von zwei Stellschrauben 70,72 quer zu seiner
vorspringenden Ansatz 38 des Laufstücks 10 befestigt Längsrichtung verschiebbar und mit seinen aus dem AnWenn sich der Verschluß 12 zusammen mit dem nach satz 38 austretenden Enden gegen die Führungsfläche
unten vorspringenden Ansatz 26 und der Federfüh- 64 andrückbar, die in nicht gezeigter Weise aus zwei
rungshülse 30 aufgrund des Explosionsdrucks einer Pa- beidseitig des Ansatzes 38 liegende Teilflächen besteht
trone nach rechts in F i g. 1 verschiebt, wird die Schließ- 45 Dadurch kann das Laufstück 10 zwischen dem Fanghefeder 36 zusammengedrückt, so daß der Verschluß 12 beibolzen 62 und der Führungsfläche 64 verkeilt und in
aus der hinteren Endposition nach dem automatischen Längsrichtung der Waffe spielfrei festgelegt wird.
Patronenwechsel in die in F i g. 1 gezeigte vordere End- F i g. 6 und 7 zeigt eine andere Ausführungsform des
stellung zurückkehrt Spreizmechanismus mit einem in einer den Ansatz 38
dargestellt, der bei Abgabe eines Schusses auf den rück- Bohrung 74 drehbaren Exzenterbolzen 76. Zwei Exzen-
wärtigen Randbereich einer Patrone 42 schlägt Der ter 78, 80 treten beidseitig aus dem Ansatz 38 aus und
hinten vorgespannt Eine Sicherungswelle 46, die von schräge Führungsfläche 64 angedrückt werden. Eine
außen mit Hilfe eines Sicherungshebels 48 (Fig.2 und 55 Stellschraube 82, deren Achse senkrecht zu derjenigen
3) drehbar ist, dient zur Verriegelung des Schlagbolzens des Exzenterbolzens 76 verläuft dient zur Festlegung
und damit zur Sicherung der Waffe. des Exzenterbolzens in Drehrichtung.
Die Ausziehkralle erfaßt den rückwärtigen, vorspringenden Rand einer Patrone 42 und nimmt die Patronenhülse nach Abgabe eines Schusses nach rückwärts mit,
so daß die Hülse ausgeworfen werden kann.
In F i g. 1 ist im übrigen auf dem rückwärtigen Ende 65
des Verschlusses 12 ein übliches Visier 54 gezeigt, das
mit Hilfe einer Schraube 56 befestigt ist.
Claims (3)
1. Wechsellauf für Faustfeuerwaffen mit verriegeltem
Verschluß, die ein Gehäuse mit einer schräg nach hinten abfallenden Führungsfläche zur Entriegelung
des Laufs von einem Verschlußstück beim Rückstoß sowie einen quer durch die Waffe verlaufenden
Fanghebelbolzen als vorderen Anschlag für das Verschlußstück aufweisen, welcher Wechsellauf
ein geringeres Kaliber als der Original-Lauf aufweist und starr an dem Gehäuse arretierbar ist, während
das Verschlußstück federnd gegen den Wechsellauf vorgespannt ist (Federverschluß), dadurch gekennzeichnet,
daß der Wechsellauf einen nach unten vorspringenden Ansatz (38) aufweist, in dem
ein verstellbares Spreizglied (65,78) zur Abstützung an der abfallenden Führungsfläche (64) des Gehäuses
vorgesehen ist und der mit einer vorderen Stirnfläche (60) gegen den Fanghebelbolzen (62) anliegt
2. Wechsellauf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Spreizglied einen in Längsrichtung
des Wechsellaufs quer zu seiner Längsrichtung mit Hilfe von Stellschrauben (70,72) verstellbaren Querstift
(68) umfaßt, desen aus dem Wechsellauf austretenden freien Enden bei Verschiebung des Querstifts
an den beiderseits des Wechsellaufs liegenden Teilflächen der abfallenden Führungsfläche (64) zur Anlage
kommen.
3. Wechsellauf nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen in dem Wechsellauf drehbaren, quer zu
dessen Längsrichtung angeordneten Exzenterbolzen (76), der zwei beiderseits aus dem Wechsellauf
austretende Exzenter aufweist, die bei Drehung des Exzenterbolzens an den beiderseits des Wechsellaufs
liegenden Teilflächen der abfallenden Führungsfläche (64) zur Anlage kommen.
Priority Applications (6)
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| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
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