DE69720089T2 - Automatische gasdruckbetätigte Feuerwaffe, insbesondere Schrotflinte - Google Patents
Automatische gasdruckbetätigte Feuerwaffe, insbesondere SchrotflinteInfo
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Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft eine gasbetriebene automatische Schrotflinte, wie sie beispielsweise aus der FR 68 279 E bekannt ist.
- Im Allgemeinen beinhaltet eine automatisch ladende Schrotflinte einen Bolzenmechanismus, der mit einem Kolben und einem Zylinderelement verbunden ist, welches durch einen Teil des Gases betrieben wird, das bei Entladung generiert und vom Lauf zum Zylinder geleitet wird.
- Die Gasaufnahme befindet sich in der Regel im mittleren Drittel der Bohrung, etwas weiter als die Hälfte der Länge des Laufes entfernt.
- Automatisch ladende gasbetriebene Schrotflinten können eine Reihe unterschiedlicher Nachteile aufweisen.
- Das Hauptproblem automatisch ladender Schrotflinten ist die Notwendigkeit, Ladungen verschiedener Stärken abzufeuern, wobei die Gasaufnahme relativ groß zu wählen ist, um einem genügenden Anteil des Gases den Durchgang zu ermöglichen, um so einen korrekten Betrieb auch bei schwachen Ladungen sicherzustellen. Außerdem muß der Durchmesser des Kolbens größer sein als der Durchmesser der Bohrung.
- Ein weiterer Nachteil konventioneller gasbetriebener Schrotflinten besteht darin, daß wegen der vorgelagerten Lage der Gasaufnahme der Lauf eine Mindestlänge aufweisen muß. Es ist aber wünschenswert, automatisch ladende Schrotflinten mit einem kürzeren Lauf zu versehen.
- Die US 4,102,242 offenbart eine gasbetriebene Schrotflinte, die mit einem Paar von Zylindern versehen ist, die weit vorgelagert, an gegenüberliegenden Seiten am Lauf angeordnet sind. Die Zylinder verfügen über korrespondierend ausgebildete Kolben, die auf ein am Magazin gleitend angeordnetes Gewicht einwirken. Das Gewicht ist dabei mittels eines Achsenpaars mit dem Bolzenmechanismus verbunden. Der Lauf dieser Schrotflinte verfügt zwangsläufig über eine Mindestlänge, die durch die vorgelagerte Position der Gaszylinder einerseits und die entsprechenden Gasaufnahmen andererseits bestimmt ist.
- Aufgabe der Erfindung ist es, eine gasbetriebene Schrotflinte zu schaffen, die bei gleichzeitiger Sicherstellung eines automatischen Betriebs die Möglichkeit bietet, die Länge des Laufes bedarfsgerecht auszuwählen.
- Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es, eine gasbetriebene Schrotflinte mit einem verbesserten automatischen Betrieb zu schaffen, die sicher auch bei der Verwendung von Munition mit geringer Stärke verwendet werden kann.
- Zur Lösung dieser Aufgabe wird mit der Erfindung eine gasbetriebene automatische Schrotflinte vorgeschlagen, wie sie in den Ansprüchen geltend gemacht wird.
- Weitere Merkmale und Vorteile ergeben sich aus der Beschreibung eines bevorzugten aber nicht exklusiven Ausführungsbeispiels der Erfindung anhand der nicht-begrenzenden Zeichnungen, worin:
- Abb. 1 eine teilgeschnittene Seitenansicht der erfindungsgemäßen Schrotflinte in Längsrichtung zeigt, wobei der Verschluß gesperrt ist und sich eine Patrone im Lauf befindet;
- Abb. 2 eine zur Abb. 1 ähnliche Ansicht zeigt, wobei der Verschluß nach hinten bewegt ist;
- Abb. 3 eine teilgeschnittene Frontansicht der Schrotflinte zeigt und Abb. 4 eine Teilexplosionsdarstellung der erfindungsgemäßen Schrotflinte zeigt.
- Die vorgenannten Abbildungen zeigen eine gasbetriebene Schrotflinte 1 mit einem Lauf 3, der eine Patronenkammer 5 aufweist, die ihrerseits mit dem zylindrischen Bereich 7 des Laufes 3 über einen Konus 9 in Verbindung steht. Vorgesehen ist des weiteren ein Verschluß 11, der mittels einer im Lauf in bekannter Art und Weise ausgebildeten Gasaufnahme 11 angetrieben wird. Im vorliegenden Beispiel weist die Schrotflinte 1 eine Bohrung mit glatter Oberfläche und einen Verschluß 11 mit rotierendem Kopf 13 auf; eine Ausführung, die zum Beispiel im italienischen Patent Nr. 1.172.795 und im entsprechenden Europäischen Patent Nr. 0128125 sowie im US Patent Nr. 4.604.942 beschrieben ist. Aus Gründen der Kürze, wird der Betrieb des Verschlusses 11, welcher an sich bekannt ist und ausführlich in den vorhergehenden Patenten beschrieben wird, nicht wiederholt dargestellt werden. Es ist jedoch selbstverständlich ist es offensichtlich, daß gemäß der Erfindung auch jede andere Art von Verschluß 11 in der Waffe verwendet werden kann.
- Die Schrotflinte 1 umfaßt wenigstens eine Gasaufnahme 15, die im zylindrischen Bereich 7 des Laufes 3 vorgesehen und naheliegend zum Konus 9 angeordnet ist, und die dazu dient, die Bohrung des Laufes 3 mit einer Erweiterungskammer 17 zu verbinden, die innerhalb eines am Lauf 3 der Schrotflinte 1 angeordneten Zylinders 19 ausgebildet ist.
- Die Erweiterungskammer 17 weist an ihrem einen Ende einen Kolben 21 auf, der innerhalb des Zylinders 19 gleitend angeordnet ist und der mit einer Achse 23 verbunden ist, die ihrerseits mit dem Verschluß 11 verkoppelt ist. An ihrem anderen Ende weist die Erweiterungskammer 17 eine Sperre 25 auf.
- Die Sperre 25 besteht aus einem zylindrischen, mit einem Gewinde versehenen Gehäuse, wobei das Gewinde korrespondierend zu einem im Zylinder 19 vorgesehen Gewinde ausgebildet ist. Das zylindrische Gehäuse umfaßt des weiteren einen Vorsprung, der als Anschlag ausgebildet ist und gegen das Ende des Kolben 21 anstößt. Die Sperre 25 umfaßt zudem ein Druckbegrenzungsventil 31, welches durch eine Bohrung 33 gebildet ist, die mittels einer durch eine Feder 37 federbelasteten Kugel 35 geschlossen werden kann.
- In dem dargestellten Beispiel weist die erfindungsgemäße Schrotflinte gemäß einem besonderen Vorteil zwei Zylinder 19 auf, die seitlich, zwischen Lauf 3 und Magazin 39 angebracht sind, wie insbesondere aus Abb. 3 zu erkennen ist. Jedoch ist es auch möglich, in Abhängigkeit von Anforderung und Typ der Waffe nur einen einzelnen Zylinder zu verwenden.
- Der Betrieb der Schrotflinte gemäß der Erfindung stellt sich wie folgt dar.
- Abb. 1 zeigt die Schrotflinte 1 schußbereit in Ruhestellung, der Verschluß 11 ist gesperrt, eine Patrone 41 befindet sich im Lauf 3 und die Erweiterungskammer 17 ist leer.
- Ein Teil des Gases, das bei Entladung der Schrotflinte 1 entsteht, tritt durch die Gasaufnahme 15 in die Erweiterungskammer 17 ein, wobei der Kolben 21 nach hinten (nach links gemäß der Abb. 1 und 2) bewegt wird. Mittels der Achse 23, die gegen den Verschluß 11 stößt, wird dieser geöffnet, was insbesondere Abb. 2 zeigt. Vorhandener Überdruck wird durch das Druckbegrenzungsventil 31 absorbiert. Abb. 2 zeigt den Verschluß nach hinten bewegend und die Patrone 41 den Lauf 3 verlassend. Der Betrieb des Verschlusses 11 und das Ladesystems ist an sich bekannt und wird hierin nicht beschrieben. Es ist weiterhin offensichtlich, daß gemäß des Bedarfs, das System zum Sperren des Verschlusses, Laden und Zuführen der Waffe unterschiedlich zum abgebildeten Beispiel sein kann.
- In der Praxis wurde vermerkt, daß die Erfindung die beabsichtigten Ziele und Absichten erreicht und eine Schrotflinte bietet, die aufgrund der charakteristischen Position der Gasaufnahme neben der Patronenkammer gemäß der entsprechenden Anforderungen mit beliebigen Lauflängen angeboten werden kann.
- Ein weiterer Vorteil der Erfindung ist, daß das Gas entnommen wird, wenn der Druck am höchsten ist, und dadurch selbst mit den schwächsten Patronen einen hervorragenden Betrieb gewährleisten kann.
- Ein weiterer wichtiger Vorteil der erfindungsgemäßen Schrotflinte ist, daß der Gaszylinder einen wesentlich kleineren Durchmesser als konventionelle Zylinder hat. In Praxis ist der Durchmesser des Zylinders, gemäß der Erfindung, ungefähr halb so groß wie konventionelle Zylinder, wodurch der Gasanteil, der der Patronenkammer entnommen wird, reduziert wird, was zu geringerem Verstopfen des Zylinders und des Kolben führt und wodurch weniger Energie von der Ladung abgezogen wird. Dieses reduziert außerdem ungewünschte Effekte des Schussmusters.
- Bei Entladung der Waffe bewirkt der Rückstoß der Schrotflinte weiterhin, daß der Bolzen dem Schub der Kolben, wegen deren reduzierten Durchmessern, entgegenwirkt. Dieses verursacht einen Verzug des Öffnens des Bolzens und dieser Verzug wird dem Verzug, der durch den rotierenden Bolzenkopf entsteht, hinzugefügt. Der Betrieb der Waffe ist somit wesentlich verbessert, insbesondere, wenn Runden mit Papphülsen verwendet werden.
- Die Schrotflinte gemäß der Erfindung ist empfänglich für zahlreiche Modifikationen und Variationen, alle innerhalb des Rahmens der angeschlossenen Ansprüche; jedes Detail kann durch technisch äquivalente Elemente ersetzt werden.
- Die verwendeten Materialien, sowie Dimensionen, können natürlich beliebig sein, gemäß der Anforderungen und dem Stand der Technik.
- Wenn technische Merkmale, die in den Ansprüchen genannt werden, mit Bezugszeichen versehen sind, wurden diese Bezugszeichen aus dem alleinigen Grund verwendet, um die Verständlichkeit der Ansprüche zu erhöhen. Dementsprechend habe selbige Bezugszeichen keinerlei einschränkenden Effekt auf den Anwendungsbereich der jeweiligen Elemente, die als Beispiele durch solche Bezugszeichen identifiziert werden.
Claims (3)
1. Gasbetriebene automatische Schrotflinte (1), umfassend einen mit einem
zylindrischen Bereich (7) versehenen Lauf (3), eine mittels eines
Vermischungskonus (9) mit dem Lauf (3) verbundene Patronenkammer (5),
eine mit dem Lauf (3) zum Zwecke des Verschließens der Patronenkammer
(5) verbundene Verschlußvorrichtung (11), ein oder zwei mit dem Lauf (3)
verbundene Zylindern (19), die sich im wesentlich parallel zu diesem
erstrecken, einen Kolben (21), der zumindest teilweise im jeweiligen Zylinder
(19) angeordnet ist und zum Öffnen der Verschlußvorrichtung (11) über eine
Achse (23) mit der Verschlußvorrichtung (11) gekoppelt ist, um die
Schrotflinte automatisch nachzuladen, eine mit dem jeweiligen Zylinder
verbundene Sperre (25), wobei ein jeder Zylinder (19) zusammen mit dem
Kolben (21) eine Erweiterungskammer (17) bildet, eine sich zu der
Erweiterungskammer (17) hin erstreckende Gasaufnahme (15), die für einen
Antrieb des Kolbens einen Teil des bei einer Entladung in der
Patronenkammer (5) generierten Gases abzieht, dadurch gekennzeichnet
dadurch, daß das Gasaufnahmeelement (15) einen seitlich des zylindrischen
Teils angeordneten Einlaß aufweist, der ausgehend von dem
Vermischungskonus (9) in einer Distanz von weniger als der Länge des
Vermischungskonus (9) naheliegend zur Patronenkammer (5) angeordnet ist
und daß ein Druckbegrenzungsventil (31) an der Sperre (25) angebracht ist.
2. Schrotflinte, nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Verschlußvorrichtung einen rotierenden Sperrkopf (13) aufweist.
3. Schrotflinte, nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch zwei Zylinder, die mit
dem Lauf an dessen gegenüberliegenden Seiten verbunden sind und die sich
im wesentlich parallel zu diesem erstrecken, zwei Kolben (21), die zumindest
teilweise in einem der entsprechenden jeweiligen Zylinder (19) angeordnet
sind und die zum Öffnen der Verschlußvorrichtung (11) über eine Achse (23)
mit der Verschlußvorrichtung (11) gekoppelt sind, um die Schrotflinte
automatisch nachzuladen, zwei mit einem der Zylinder (19) verbundene
Sperren, wobei die Zylinder zusammen mit dem jeweiligen Kolben (21) und
der entsprechenden Sperre (25) eine Erweiterungskammer (17) bilden, eine
zwei Gasaufnahmen beinhaltende Gasaufnahme, die sich zur Aufnahme
zumindest eines Teils des Gases, welches bei einer Entladung generiert wird,
jeweils bis zur Erweiterungskammer (17) erstreckend, um so einen Teil des
Gases abzuziehen, um den Kolben (21) anzutreiben.
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