DE3239807C2 - Vorrichtung zum Spritzgießen, insbesondere von Präzisionsgußteilen ohne Anguß - Google Patents
Vorrichtung zum Spritzgießen, insbesondere von Präzisionsgußteilen ohne AngußInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Spritzgießen,
insbesondere von Präzisionsgußteilen ohne Anguß.
Eine derartige Vorrichtung ist aus der DE 22 07 001 A be
kannt. Die Heizvorrichtung die in dem Kanal angeordnet ist
und bis in den Steg zwischen dem Hauptkanal und dem Hohlraum
hineinreicht, wird intermittierend betrieben. Einerseits wird
das Kunstharz während des Heizvorganges in der Öffnung durch die
intermittierende Heizvorrichtung geschmolzen und in den Hohl
raum gespritzt. Andererseits wird das geschmolzene Kunstharz
nach Beendigung des Heizvorganges in der Öffnung gekühlt und
verfestigt, so daß das in dem Hohlraum befindliche, geschmol
zene Kunstharz daran gehindert wird, in den Hauptkanal zu
rückzuströmen. Auf diese Weise können zwar Präzisionsgußteil
ohne Anguß hergestellt werden, wobei ein verschwenderischer
Materialverbrauch vermieden wird. Allerdings ergeben sich
relativ lange Formgebungszeiten aufgrund der unvermeidlichen
Verzögerung nach dem Abschalten der intermittierenden
Heizvorrichtung.
Ausgehend von dem Stand der Technik liegt der Erfindung die
Aufgabe zugrunde, eine konstruktiv einfache sowie störunan
fällige Vorrichtung der gattungsgemäßen Art zum Spritzgießen von Kunstharz
anzugeben, mit der sich Präzisionsgußteile,
vorzugsweise ohne Anguß, bei gleichzeitiger Verkürzung des
Formgebungstaktes herstellen lassen.
Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen
des Patentanspruchs 1 gelöst.
Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung der Vorrichtung zum
Spritzgießen wird eine besonders wirksame Zwangskühlung er
reicht, bei der Wärme aus einem örtlich genau vorbestimmten
Bereich, nämlich aus dem die Öffnung unmittelbar umgebenden
ringförmigen Kühlkanal, in einem zeitlich exakt definierten
Intervall abtransportiert wird. Durch die
Zwangskühleinrichtung nach der Erfindung wird das in der Öffnung
verbleibende Kunstharz rasch nach dem Einspritzvorgang sicher
und vollkommen ausgekühlt und ausgehärtet. Ein Rückfluß des
bereits in den Hohlraum eingespritzten Kunstharzes in den
Hauptkanal ist damit ausgeschlossen. Folglich ist jedes
Gußteil von gleichmäßiger Gestalt und äußerst präzise.
Darüber hinaus läßt sich die Größe der Öffnung beliebig
variieren, so daß neben Gußteilen mit kleineren Abmessungen
ohne Schwierigkeiten auch Gußteile mit größeren Abmessungen
hergestellt werden können. Des weiteren läßt sich der
Formgebungstakt durch die erfindungsgemäße Vorrichtung
erheblich verkürzen. Daneben ist die erfindungsgemäße
Vorrichtung ausgesprochen störunanfällig. So ist durch die
besondere Ausbildung und Anordnung der Heizvorrichtung eine
mechanische Beschädigung durch äußere Einwirkung nicht
möglich. Auch wird eine gleichmäßige Beanspruchung der
Heizvorrichtung insgesamt durch deren kontinuierliche Be
triebsweise erreicht. Die erfindungsgemäße Vorrichtung stellt
sich als ausgesprochen kompakt dar.
Bei einer speziellen Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Vorrichtung weist die Kühlung eine Kompressionseinrichtung
auf, die das Kühlmittel unter Druck dem Kühlkanal zuführt.
In Weiterbildung der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist die
Kühlung als geschlossener Kreis ausgebildet.
Darüber hinaus liegt es im Rahmen der erfindungsgemäßen Vor
richtung, daß der Einlaufkanal und/oder der Auslaufkanal der
Verbindungskanäle für die Zwangskühleinrichtung in der Wand
des Hauptkanals etwa parallel zu dieser verlaufend angeordnet
sind.
In vorteilhafter Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrich
tung ist vorgesehen, daß die Heizvorrichtung in der den
Hauptkanal umgebenden Wand etwa parallel zu diesem verlaufend
angeordnet ist.
Von besonderem Vorteil bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung
ist die Anordnung der Heizvorrichtung in der den Hauptkanal
umgebenden Wand und radial innerhalb von den Verbindungskanä
len der Zwangskühleinrichtung.
Von Interesse bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist wei
terhin ein im Hauptkanal angeordneter, geschoßförmiger Heiz
zylinder, der als Heizvorrichtung vorgesehen ist.
Schließlich kann die Heizvorrichtung in Weiterbildung der
erfindungsgemäßen Vorrichtung während der Betätigung der
Zwangskühleinrichtung ausschaltbar sein.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachstehend erläutert. Hierbei
zeigen:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch einen Hauptteil einer Aus
führungsform einer Vorrichtung zum Spritzgießen von
Kunstharz;
Fig. 2 eine vordere Draufsicht auf den Hauptteil der Vor
richtung zum Spritzgießen von Kunstharz längs der
Linie II-II in Fig. 1;
Fig. 3 einen Längschnitt durch einen Hauptteil einer wei
teren Ausführungsform einer Vorrichtung zum Spritz
gießen von Kunstharz;
Fig. 4 eine vordere Draufsicht auf den Hauptteil der Vor
richtung zum Spritzgießen gemäß Fig. 3 im Bereich
eines Steges, vom Hohlraum der Formteile aus gese
hen;
Fig. 5 einen Längsschnitt durch einen Hauptteil eines weite
ren Ausführungsbeispiels; und
Fig. 6 eine teilweise weggeschnitten gezeigte Seitenansicht
eines einzigen äußeren Zylinders des Ausführungsbei
spiels gemäß Fig. 5.
Wie aus Fig. 1 hervorgeht, ist ein Hauptkanal 1 in einem zylindrischen
Teil 2 ausgebildet, in dessen Wand eine Heizvorrichtung 3
vorgesehen ist. Hierbei handelt es sich um eine Vorrichtung
zum Spritzgießen, mit der jedes Gußteil ohne Angußkegel
hergestellt wird.
Mit dem Hauptkanal 1 steht ein Hohlraum 4 über eine Öffnung 5
in Verbindung. Um den äußeren Umfang eines Formteils 7 herum
ist ein ringförmiger Kühlkanal 6 ausgebildet, mit dem ein Einlaufkanal
des Verbindungskanals 8 in Verbindung steht, in welchen ein Kühlmittel
eingeleitet wird. Mit dem ringförmigen Kühlkanal 6 steht außerdem
ein Auslaufkanal des Verbindungskanals 9 in Verbindung, durch den das Kühlmittel
hinausfließt. Vorzugsweise liegen die beiden genannten Verbindungskanäle
8 und 9 einander gegenüber und sind parallel zueinander in
axialer Richtung des Hauptkanals 1 ausgebildet. Die beiden Verbindungskanäle
8, 9 gehören zu einer Zwangskühleinrichtung A und kön
nen miteinander mittels einer nicht gezeigten Rohrleitung ver
bunden sein.
Die vorstehend beschriebene Vorrichtung arbeitet wie folgt:
Mittels einer hier nicht gezeigten Einspritzeinrichtung wird eine bestimmte Menge eines geschmolzenen Kunstharzes durch den Hauptkanal 1 und die Öffnung 5 in den Hohlraum 4 einge spritzt. Das Kunstharz im Hauptkanal 1 und in der Öffnung 5 wird mittels der Heizvorrichtung 3 ständig erwärmt und geschmol zen, um das Einspritzen zu ermöglichen. Sobald das geschmol zene Kunstharz in den Hohlraum 4 eingefüllt und der Einspritzvor gang beendet ist, wird die Zwangskühleinrichtung A betätigt. Anschließend wird, wenn ein bevorzugtes Kühlmittel, z. B. Was ser, Luft oder ein anderes Fluid in den Kühlkanal 6 des Formteils 7 mittels einer Kompressionspumpe, eines Kolbens oder einer sonstigen Betätigungseinrichtung eingeleitet wird,
das geschmolzene Kunstharz in der Öffnung 5 rasch abgekühlt, strahlt Wärme ab und wird schnell hart, so daß die Öffnung 5 geschlossen wird. Außerdem kann natürlich während der Zwangsabfuhr von Kühlfluid die Betätigung der Heizvorrichtung 3 angehalten werden.
Mittels einer hier nicht gezeigten Einspritzeinrichtung wird eine bestimmte Menge eines geschmolzenen Kunstharzes durch den Hauptkanal 1 und die Öffnung 5 in den Hohlraum 4 einge spritzt. Das Kunstharz im Hauptkanal 1 und in der Öffnung 5 wird mittels der Heizvorrichtung 3 ständig erwärmt und geschmol zen, um das Einspritzen zu ermöglichen. Sobald das geschmol zene Kunstharz in den Hohlraum 4 eingefüllt und der Einspritzvor gang beendet ist, wird die Zwangskühleinrichtung A betätigt. Anschließend wird, wenn ein bevorzugtes Kühlmittel, z. B. Was ser, Luft oder ein anderes Fluid in den Kühlkanal 6 des Formteils 7 mittels einer Kompressionspumpe, eines Kolbens oder einer sonstigen Betätigungseinrichtung eingeleitet wird,
das geschmolzene Kunstharz in der Öffnung 5 rasch abgekühlt, strahlt Wärme ab und wird schnell hart, so daß die Öffnung 5 geschlossen wird. Außerdem kann natürlich während der Zwangsabfuhr von Kühlfluid die Betätigung der Heizvorrichtung 3 angehalten werden.
Da das erstarrte Kunstharz im Hohlraum 4 durch Öffnen der Form
sofort entnommen werden kann und die Form anschließend für den Spritzgießvorgang wieder
in die Ausgangslage zurückgebracht wird, kann die Formgebungszeit
verkürzt werden.
Außerdem ist das Kunstharz in der Öffnung 5 beim Öffnen der Form
örtlich durch den Zwangskühlvorgang erstarrt und die Öffnung 5
geschlossen, so daß geschmolzenes Kunstharz nicht in den Hohlraum 4
fließen kann.
Wenn danach ein Formschließvorgang ausgelöst wird, hört die
Zwangskühleinrichtung A mit ihrer Kühlwirkung auf, so daß
das Kunstharz in der Öffnung 5 nicht mehr weiter gekühlt wird. Statt dessen
wird es von der Heizvorrichtung 3 und dem geschmolzenen Kunstharz
m Hauptkanal 1 erwärmt und sofort geschmolzen, wodurch
die Öffnung 5 geöffnet wird.
Durch den schon genannten Einspritzvorgang wird also das gescmolzene
Kunstharz über den Hauptkanal 1 und die Öffnung 5 in den
Hohlraum 4 gefüllt und damit der Spritzgießvorgang beendet.
Durch erneute Betätigung der Zwangskühleinrichtung A wird
das geschmolzene Kunstharz in der Öffnung 5 zwangsläufig erstarren.
Sodann kann ein Formöffnungsvorgang erfolgen, um das Gußteil
herauszunehmen.
Durch Wiederholen des vorstehend beschriebenen Vorganges wird
ein bevorzugtes Spritzgießverfahren durchgeführt.
Ein weiteres Beispiel der Erfindung soll anhand von Fig. 3
und 4 näher erläutert werden. Bei diesem Ausführungsbeispiel
ist im Hauptkanal 1 ein geschoßartiger Heizzylinder 10 ange
ordnet, dessen eines Ende am zylindrischen Teil 2 befestigt ist.
Der geschoßartige Heizzylinder 10 wird mittels eines eingebauten
Drahtes 10a beheizt, so daß das Kunstharz im Hauptkanal
1 und in der Öffnung 5 erwärmt und geschmolzen werden kann, um einspritzbar
zu werden.
Da die Zwangskühleinrichtung A die gleiche ist wie beim vorstehenden
Ausführungsbeispiel, wird sie nicht noch einmal beschrieben.
Das Kunstharz in der Öffnung 5 und im Hauptkanal 1 wird von dem geschoßartigen
Heizzylinder 10 ständig erwärmt. Wie beim vorstehenden
Beispiel kann durch Betätigen der Zwangskühleinrichtung A
allein das Kunstharz in der Öffnung 5 gekühlt und örtlich erhärtet werden,
wodurch die Öffnung 5 geschlossen wird. Durch Wiederholen des
vorstehend beschriebenen Vorganges kann der Spritzgießvorgang
durchgeführt werden.
Ein weiteres Beispiel der Erfindung soll anhand von Fig. 5
und 6 erläutert werden. Bei diesem Beispiel wird eine andere Vorrichtung
zum Spritzgießen für Kunstharz verwendet, die zum Herstellen
einer Vielzahl von Gußteilen geeignet ist. Den vorhergehenden
Ausführungsbeispielen entsprechende Bauelemente sind mit
den gleichen Bezugszeichen versehen, so daß eine erneute Beschreibung
nicht nötig ist.
Bei diesem Ausführungsbeispiel ist eine bevorzugte Zahl von
Hohlräumen 4 in einer Form 11 ausgebildet. Das zylindrische Teil 2,
in dem der Hauptkanal 1, die Öffnung 5, die Zwangskühleinrichtung
A, die Heizvorrichtung 3 usw. eingebaut ist, wird unabhängig
von der Form 11 hergestellt und in jeden Hohlraum 4 eingebaut.
Jedes zylindrische Teil 2 hat einen Flansch 12, der mittels
einer einzigen Stützplatte 13 und mittels Schrauben 14 ab
gestützt ist.
Bei diesem Ausführungsbeispiel ist der Einlaufkanal des Verbindungskanals 8 für
das Kühlmittel und der Auslaufkanal des Verbindungskanals 9 für das Kühlmittel innerhalb
des zylindrischen Teils 2 näher am Hauptkanal 1 vorgesehen,
während die Heizvorrichtung 3 außerhalb des Einlaufkanals von dem Verbindungskanal 8
und des Auslaufkanals von dem Verbindungskanal 9 vorgesehen ist. Natürlich kann die
Heizvorrichtung 3 auch innerhalb der beiden Verbindungskanäle 8 und 9
vorgesehen sein, wie Fig. 1 zeigt. Ferner kann die Heizvor
richtung 3 innerhalb des Hauptkanals 1 angeordnet sein, wie
Fig. 3 zeigt. Wie Fig. 5 auch zeigt, kann die Zwangskühlein
richtung A einstückig in der Form 11 selbst vorgesehen sein.
Mit jeder Zwangskühleinrichtung A kann eine hier nicht ge
zeigte Rohrleitung für das Kühlmittel über ein elektromagne
tisches Umschaltventil mittels einer Kompressionspumpe oder
dgl. verbunden sein. Ein Ende der Rohrleitung ist über ein
Ventil mit veränderbarer Einengung mit einer Endöffnung 8a
des in der Form 11 ausgebildeten Einlaufkanals von dem Verbindungskanal 8 verbunden,
während das andere Ende der Rohrleitung mit einer Endöffnung
9a des Auslaufkanals von dem Verbindungskanal 9 verbunden ist, um das Kühlmittel abzu
geben. Das veränderliche Drosselventil kann an einer Stelle
des Auslaufkanals der Rohrleitung vorgesehen sein, jedoch
nicht an einer Stelle des Einlaufkanals der Rohrleitung. Das
elektromagnetische Umschaltventil in der Rohrleitung für das
Kühlmittel wird von einer Zeitgeberschaltung geöffnet bzw. ge
schlossen, die mit jedem Formgebungstakt zusammengeschaltet ist.
Die Stützplatte 13 hat eine Angußbuchse 16 mit einer Kontakt
fläche 15 für die Aufnahme einer Einspritzzylinderdüse. Die
Angußbuchse 16 ist in der bestmöglichen Lage der Stützplatte
13 so angebracht, daß das geschmolzene Kunstharz jedem Hohlraum 4
gleichmäßig zugeführt werden kann. Durch die Angußbuchse 16
erstreckt sich ein Angußverteiler 17, der mit dem Hauptkanal
1 und mit jeder Öffnung in Verbindung steht.
Das vorstehend beschriebene Ausführungsbeispiel arbeitet wie
folgt:
Beim Einspritzvorgang wird durch Anschluß der Zylinderdüse der hier nicht gezeigten Einspritzeinrichtung an die Angußbuchse 16 das geschmolzene Kunstharz durch den Hauptkanal 1 und die Öffnungen 5 in jeden der Vielzahl von Hohlräumen 4 eingespritzt. Dabei wird das Kunstharz im Hauptkanal 1 und in den Öffnungen 5 von der Heizvorrichtung 3 ständig erwärmt und geschmolzen, um den Einspritzvorgang vorzubereiten.
Beim Einspritzvorgang wird durch Anschluß der Zylinderdüse der hier nicht gezeigten Einspritzeinrichtung an die Angußbuchse 16 das geschmolzene Kunstharz durch den Hauptkanal 1 und die Öffnungen 5 in jeden der Vielzahl von Hohlräumen 4 eingespritzt. Dabei wird das Kunstharz im Hauptkanal 1 und in den Öffnungen 5 von der Heizvorrichtung 3 ständig erwärmt und geschmolzen, um den Einspritzvorgang vorzubereiten.
Sobald jeder Hohlraum 4 durch den Einspritzvorgang mit geschmolzenem
Kunstharz gefüllt ist, wird das elektromagnetische
Umschaltventil in der Kühlmittelrohrleitung geöffnet und eine
gewünschte Menge Kühlmittel in den Kühlkanal 6 jedes Formteils
7 geleitet. Dadurch wird das geschmolzene Kunstharz in jeder Öffnung
5 rasch abgekühlt, strahlt Wärme ab und erstarrt schnell,
wodurch jede Öffnung 5 geschlossen wird.
Daraufhin kann das erstarrte Kunstharz in jedem Hohlraum 4
als Gußteil nach dem Öffnen der Form entnommen werden. Danach
ist die Vorrichtung für den Einspritzvorgang erneut
bereit. Da eine Vielzahl von Hohlräumen 4 vorgesehen ist, wird
mit jedem Einspritzvorgang eine Vielzahl von Gußteilen erzeugt,
was zur Massenfertigung geeignet ist. Ferner wird bei
dem Formschließvorgang das elektromagnetische Umschaltventil geschlossen
und die Zwangskühleinrichtung A nicht länger betätigt.
Anschließend wird das Kunstharz in der Öffnung 5 von der Heizvorrichtung 3
und dem geschmolzenen Kunstharz im Hauptkanal 1 erneut
rasch erwärmt, wodurch die Öffnung 5 geöffnet wird. Auf diese Weise
wird der nächste Einspritzvorgang vorbereitet.
Es sei noch erwähnt, daß die Erfindung nicht auf die vorste
hend beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt ist. So
ist z. B. der Kühlkanal 6 nicht auf eine ringförmige Gestalt be
schränkt, sondern es ist jede Form möglich, sofern das Kunstharz
in der Öffnung 5 örtlich gekühlt wird. Ferner ist die Konstruktion der Zwangskühleinrichtung A nicht auf die Form der hier be
schriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt. Auch das Kühl
mittel ist nicht im einzelnen festgelegt. Schließlich ist
auch die Art der Antriebsvorrichtung zur Betätigung der
Zwangskühleinrichtung A nicht festgelegt. Es kann eine Kom
pressionspumpe, ein Kolben oder dergleichen benutzt werden,
vorausgesetzt, daß eine Verbindung mit dem Spritzgießvorgang
herstellbar ist.
Claims (9)
1. Vorrichtung zum Spritzgießen, insbesondere von Präzi
sionsgußteilen ohne Anguß, umfassend:
- - zwei Formteile, die zwischeneinander einen Hohlraum (4) bilden,
- - einen Hauptkanal (1), der über eine Öffnung (5) in dem einen Formteil (7) mit dem Hohlraum (4) in Verbindung steht,
- - eine Heizvorrichtung (3) zur Beheizung von in den Hauptkanal (1) eingeleitetem Kunstharz, mit der das in den Hauptkanal (1) eingeleitete Kunstharz im wesentlichen kontinuierlich beheizbar ist, und
- - von einem Kühlmittel durchflossene Kühlkanäle in den Formteilen,
wobei die Öffnung (5) von einem ringförmigen Kühlkanal (6)
umschlossen ist, der über Verbindungskanäle (8, 9) an eine
intermittierend arbeitende Kühlung angeschlossen ist und eine
lokal begrenzte, im Bereich der Öffnung (5) wirksame
Zwangskühleinrichtung (A) bildet.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kühlung eine Kompressionseinrichtung aufweist,
die das Kühlmittel unter Druck dem Kühlkanal (6)
zuführt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kühlung als geschlossener Kreis ausgebildet ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Einlaufkanal und/oder Auslaufkanal der Verbin
dungskanäle (8, 9) für die Zwangskühleinrichtung (A) in
der Wand des Hauptkanals (1) etwa parallel zu dieser
verlaufend angeordnet sind.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Heizvorrichtung (3) in der den Hauptkanal (l)
umgebenden Wand etwa parallel zu diesem verlaufend
angeordnet ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Heizvorrichtung (3) in der den Hauptkanal (1)
umgebenden Wand und radial innerhalb von den Verbin
dungskanälen (8, 9) der Zwangskühleinrichtung (A) ange
ordnet ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß als Heizvorrichtung (3) ein im Hauptkanal (1) ange
ordneter, geschoßförmiger Heizzylinder (10) vorgesehen
ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Heizvorrichtung (3) während der Betätigung der
Zwangskühleinrichtung (A) ausschaltbar ist.
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