DE323937C - Verfahren und Vorrichtung zur Rueckgewinnung der Emulsionen von photographischen Ausschussplatten - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Rueckgewinnung der Emulsionen von photographischen AusschussplattenInfo
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- G03C—PHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
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Description
Wenn 'es sich um die Rückgewinnung der Emulsionen von photographischen schadhaften
oder Ausschußplatten handelt, so müssen letztere eingeweicht werden. Dieses Einweichen
der Ausschußplatten in ganzen Stößen läßt sich aber deshalb nicht ausführen, weil die
Platten fest aneinander haften und deshalb nicht mehr voneinander zu trennen sind.
Um diesen Übelstand bei der Rückgewinnung
Um diesen Übelstand bei der Rückgewinnung
ίο der Emulsionen zu vermeiden, mußten bisher
die Ausschußplatten einzeln auf getrennte Böcke gestellt und zum Erweichen der Emulsionen
ins Wasser versenkt werden, welche Arbeit naturgemäß viel Zeit in Anspruch nahm und auch Bruch der Ausschußplatten
veranlaßte.
Vorliegende Erfindung hat ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Rückgewinnung der
Emulsionen von photographischen Ausschußplatten zum Gegenstande, mit welchem die
vorstehend angeführten Übelstände vermieden werden sollen. ' '
"Das Neue und Eigentümliche dieses' Verfahrens kennzeichnet sich dadurch, daß die
Ausschußplatten zwecks Erweichens der Emulsionen zunächst, mit ihrer Emulsionsschicht
nach unten auf einem Sieb aus Metall oder Stoff liegend, durch ein Wasserbad hindurch-'
geleitet werden, damit die hierbei sich von selbst ablösenden Emulsionen.ungehindert durch
das Sieb hindurchtreten und abfließen können; hierauf weiden die Plätten der Einwirkung
fein verteilten heißen Wassers ausgesetzt, welches durch miteinzelnenBorstenreihen mühlradartig
besetzte Walzen an die an der Unterseite der Platten noch haftenden Emulsionsschichten
angeworfen wird und diese ablöst. Gleichzeitig werden aber die Ober- und Unterseiten
der Au: schußplatten einem Reinigungsvorgang durch Abbürsten und zuletzt einem kräftigen
Wasserspülvorgang unterworfen, so daß dann die Platten zum Aufbringen lichtempfindlicher
Emulsionen wieder zur Verfügung stehen.
Das Bespritzen der Emulsionen an der Plattenunterseite mittels Bürsten hat den Vorteil,
daß man immer dasselbe Wasser verwenden kann und dasselbe sich immer mehr mit Emulsion anreichert.
Die zur Ausführung des vorstehend gekennzeichneten Verfahrens dienende Vorrichtung
besteht in der Anordnung eines verhältnismäßig sehr langen, mit heißem Wasser angefüllten
Behälters, durch den die photographischen Ausschußplatten, mit ihrer lichtempfindlichen
Schicht nach unten auf Sieben aus Metall oder Stoff liegend, vorzugsweise in ansteigender
Richtung hindurchgeleitet werden, und einer Anzahl von hintereinander liegenden Bürstwalzenpaaren und einzelnen Bürstwalzen.
Die unteren Walzen der ersten Bürstwalzenpaare sind nicht auf ihrer gesamten Außenfläche
mit Bürsten besetzt, sondern es sind auf derselben nur einzelne mühlradartig verteilte
Borstenreihen vorgesehen, welche das heiße Wasser gegen die Unterfläche der zwisehen
den Bürstwalzenpaaren hindurchgeführten Platten dergestalt anspritzen, daß die an
den Platten noch hängende Emulsion erweicht
und abgelöst wird. Die nur einzeln angeordneten Bürstwalzen leiten dann etwa noch an
den Platten haftende Emulsion sicher ab.
Die oberen Bürstwalzen der Walzenpaare veranlassen bei ihrer E'nwirkung auf die zu
bearbeitenden Ausschußplatten ein Ablösen von etwa an deren Rückseite anhaftenden
Unreinheiten. An den zur Aufnahme der Flüssigkeit für das Ablösen der Emulsionen
ίο dienenden Behälter schließt sich noch ein dritter Behälter mit über demselben paarweise
angeordneten Spritzrohren an, um beide Seiten der Ausschußplatten zuletzt einer kräftigen
Bespülung zu . unterwerfen. Nach dem Hindurchleiten der Ausschußplatten mittels endloser Bänder oder Streifen durch den langen,
mit warmem Wasser angefüllten Behälter können dieselben mittels kleiner Führungswalzen zwischen den einzelnen Bürstwalzenpaaren
und über den Bürstwalzen, sowie zwischen den Spritzrohren der Reihe nach hindurchgeführt werden, so daß sie vollkommen
emulsionsfrei und frei von etwa an ihren Rückseiten vorhanden gewesenen Unreinheiten
aus der Vorrichtung herausbefördert werden. Das zum Ablösen der Emulsionsschichten
von den Ausschußplatten dienende Wasser ~" sowohl wie das zur Speisung der Spritzröhren
dienende Wasser kann durch in dasselbe eingelegte Heizrohre auf geeignet hoher Temperatur
gehalten werden, wie auch das verbrauchte Spülwasser aus dem letzten Behälter
abgeleitet und mittels einer Pumpe nach einem hochgelegenen, von Heizrohren durchzogenen
Behälter übergeführt werden kann, aus dem das wieder erwärmte Spülwasser von neuem den Spritzrohren zugeleitet wird.
Die mit den abgelösten Emulsionsschichten vermischte und die unreinen, von den Rückseiten
der Ausschußplatten abgelösten Teilchen mit enthaltende Flüssigkeit wird zwecks Trennung beider Körpergattungen einer entsprechenden
Behandlung unterworfen, die gewonnenen Emulsionen werden für sich gereinigt, gegebenenfalls mittels geringer Mengen frischer
Emulsion angereichert und wieder zum Uber-• ziehen reiner Plätten verwendet,;
. ■ Die der Beschreibung freigegebene Zeichnung zeigt eine Vorrichtung zur Ausführung des
Verfahrens gemäß der Erfindung. Fig. 1 zeigt das vordere und hintere Ende der Vorrichtung
und Fig. 2 in Längsansicht und kleinem Maßstabe den zwischen genannten beiden
Enden liegenden Teil der Vorrichtung. Die Vorrichtung selbst besteht aus drei
Hauptteilen: dem mit warmem Wasser oder einer anderen erwärmten geeigneten Flüssigkeit
gefüllten Behälter α zum Erweichen der Emulsionsschicht auf den photographischen
Ausschußplatten, dem Behälter b mit Spritz- und Bürstwalzen zum Ablösen der erweichten
Emulsion und zur Entfernung von etwa an den Plattenrückseiten vorhandenen Unreinheiten
und dem Spülbehälter c mit Spritzrohren zum Nachspülen der durch den Behalter α hindurch über den Behälter b hinweggeführten
Platten.
Am Kopfe des Behälters α ist ein Gestell d
zum Einhängen von Leitwalzen e für ein den Behälter vollständig durchlaufendes Sieb f
aus Metall oder Stoff angeordnet. Der Behälter ist mit warmem Wasser gefüllt, das
von dem Sieb mit den auf dasselbe reihenweise aufgelegten, von ihrer Emulsionsschicht
zu befreienden Ausschußplatten durchgezogen wird. Über dem Walzengestell d kann noch,
ein Sieb oder eine durchbrochene Fläche g angebracht sein, um an den Platten haftende
und sich von denselben loslösende Glasteilchen oder Späne am Herabsinken zu verhindern.
Auf der Walze h, um welche das über Glasstäbe i und Stäbe aus Messing oder Walzen /
geleitete Sieb f zurückgeleitet wird, ruht eine Walze k auf; zwischen beiden Walzen h, k
werden die Platten mit der inzwischen erweichten, nach unten gerichteten Emulsionsschicht
in den zweiten Behälter b übergeleitet, der ebenfalls mit durch Rohrschlangen I erwärmtem
Wasser angefüllt ist. In das letztere tauchen die jeweils unteren Enden der
einzelnen, in Abständen voneinander reihenweise stehenden Borsten auf den Walzen m
ein, die das Wasser gegen die noch an-den
Platten hängende Emulsionsschicht anwerfen und ein Ablösen derselben veranlassen. Über
den unteren Borstenwalzen m.-laufen noch die
voll mit Borsten besetzten Bürstwalzen n, die die den Rückseiten der Ausschußplatten anhaftenden
Unreinheiten ablösen. Zwischen den - Einführungswalzen h, k und den Walzenpaaren
m, n, die in ihrer Zahl noch vermehrt werden können, sind Förderwalzenpaare 0 angeordnet,
deren untere Walzen von Schraubenradgetrieben p, q in langsame Umdrehung versetzt
werden und dadurch die Platten mit entsprechender Geschwindigkeit durch die Vorrichtung
hindurchleiten.
Hinter den Walzenpaaren können noch einzelne Bürstwalzen r angebracht sein, die die
Platten auf ihrer Unterseite noch weiter bearbeiten, um etwa noch an ihnen anhaftende
Emulsionsteilchen sicher abzulösen.
Über dem dritten Behälter c sind Spritzrohre s angeordnet; das Innere desselben ist
ebenfalls von Heizschlangen t durchzogen. Das aus den paarweise übereinanderliegenden
Spritzrohren s austretende und gegen die Vorder- und Rückseite der von Emulsionen
und Unreinheiten vollständig befreiten Platten antreffende Wasser unterwirft dieselben zuletzt
noch einer kräftigen Spülung, so daß auch die letzten Spuren .von Emulsionen und Unrein-
heiten weggeschwemmt werden. Das Spülwasser wird im Behälter c angesammelt, kann
in einem Behälter u und aus diesem mittels einer Pumpe ν in einen hochgelegenen Behälter
w geleitet werden, dessen Inhalt ebenfalls durch ein Heizschlangensystem χ erwärmt und
dann durch geeignete Rohrverbindungen den Spritzröhren t wieder zugeführt werden kann.
Durch ein letztes Führungswalzenpaar y, ζ ίο werden die vollständig gereinigten Ausschußplatten
aus der beschriebenen Vorrichtung herausbefördert, die von neuem mit Emulsionsschicht
versehen werden können.
Claims (5)
- *5 Patent-Ansprüche:i. Verfahren zur Rückgewinnung der Emulsion von photographischen Ausschuß.-platten, dadurch gekennzeichnet, daß dieao Platten mit der Emulsionsschicht nach unten durch ein Wasserbad hindurchgeführt und dann zur Entfernung der dabei noch nicht abgelösten Emulsionsreste mit Wasserstrahlen bespritzt werden.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß während des Bespritzens der Platten die von Emulsions- | schicht freien Oberseiten der Platten einer | Reinigung durch Abbürsten unterworfen werden. .
- 3. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 und 2, gekennzeichnet durch einen die Erweichungsflüssigkeit enthaltenden Behälter (a), durch • den die Platten hindurchgeleitet werden, und einen von diesem Behälter abgeschlossenen zweiten Behälter (b) zur Aufnahme einer Anzahl von Borsten- und Bürstwalzen (in, n), die ein Ablösen der erweichten Emulsion durch Bespritzen der einen Plattenseite und gleichzeitig eine mechanische Reinigung der anderen Piattenseite bewirken.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß hinter dem zweiten Behälter noch ein weiterer Behälter (c) zur Aufnahme von Abspülflüssigkeit vorgesehen ist, über dem mehrere paarweise · übereinanderliegende Spritzrohre (s) angeordnet sind.
- 5. Vorrichtnng nach Anspruch 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Platten mittels endloser Siebe (f) durch den ersten Behälter und mittels Führungswalzen (0) zwischen den Reinigungswalzen und den Spritzrohren hindurchgeleitet werden.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE323937T | 1919-01-05 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE323937C true DE323937C (de) | 1920-08-10 |
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ID=6176495
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1919323937D Expired DE323937C (de) | 1919-01-05 | 1919-01-05 | Verfahren und Vorrichtung zur Rueckgewinnung der Emulsionen von photographischen Ausschussplatten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE323937C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0175400A1 (de) * | 1984-08-15 | 1986-03-26 | Henriette Sibylla Boogaards-Könnecker | Verfahren zur Herstellung von einem ein positives photographisches Bild enthaltenden Film mit einer Gesamtschichtdicke von höchstens 50 muM (Mikrometer) |
-
1919
- 1919-01-05 DE DE1919323937D patent/DE323937C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0175400A1 (de) * | 1984-08-15 | 1986-03-26 | Henriette Sibylla Boogaards-Könnecker | Verfahren zur Herstellung von einem ein positives photographisches Bild enthaltenden Film mit einer Gesamtschichtdicke von höchstens 50 muM (Mikrometer) |
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