DE547103C - Verfahren zum Entfetten von Putzlappen - Google Patents
Verfahren zum Entfetten von PutzlappenInfo
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Description
- Verfahren zum Entfetten von Putzlappen Zum \\-asclien von Kleidern sind Vorrichtungen bekannt, die aus einem Waschbehälter und je einem Behälter für reines, halbreines und für mit Verunreinigungen gesättigtes Benzin bestehen. Bei diesen Vorrichtungen wird am Ende der Waschung das unreine, den \Vaschbehälter verlassende Benzin in den Behälter für mit Verunreinigungen gesättigtes Benzin gebracht und durch reines Benzin ersetzt, mit dem die Waschung zu Ende geführt wird.
- Eine andere zum Waschen von Putzlappen dienende Vorrichtung weist einen Korb für die Putzlappen auf, der in einem mit dem Fettlösungsmittel bis zu einer bestimmten Höhe gefüllten Waschbehälter bewegt wird.
- Bei beiden Arten von Vorrichtungen findet sich in dem Waschbehälter eine Lösungsmittelmenge vor, die sich dauernd mit Fett anreichert, sowie das zu behandelnde Gut, dessen Fettgehalt immer geringer wird. Gegen Ende der Waschung enthält demnach das Lösungsmittel viel, das Gut aber nur verhältnismäßig wenig Fett, so daß die Auflösung der restlichen Fettmenge nur sehr langsam vor sich geht. Außerdem muß bei beiden Vorrichtungen eine Lösungsmittelmenge angewandt werden. die mindestens ausreicht, um das gesamte in dem Gut enthaltene Fett aufzulösen; demgemäß sind auch die Verdunstungsverluste sehr hoch. Zum Waschen von Rohwolle mit Hilfe einer wäßrigen Lösung von Seife und Soda oder Pottasche ist andererseits eine Wascheinrichtung bekannt, die aus einem dauernd mit Flüssigkeit gefüllten Waschbehälter und einem Entfettungskreislauf für die Flüssigkeit besteht. Ein bestimmter Teil der Flüssigkeit wird dauernd aus dem Waschbehälter abgezogen, in einer Zentrifuge gereinigt und kontinuierlich in den Waschbehälter zurückgeführt, um die in diesem enthaltene Flüssigkeit solange wie möglich brauchbar zu halten. Schon wegen der großen Verdunstungsoberfläche in dem Waschbehälter ist diese Einrichtung für die Waschung mit flüchtigen Lösungsmitteln nicht geeignet.
- Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zum Entfetten von Putzlappen und ähnlichen, Fett und Verunreinigungen enthaltenden Gegenständen unter Verwendung von Lösungsmitteln und Wiedergewinnung von Fett, bei dem ebenfalls ein Waschkreislauf und ein Kreislauf für die Reinigung des an Fett angereicherten Lösungsmittels derart angeordnet sind, daß das fetthaltige Lösungsmittel fortlaufend und selbsttätig an den. Reinigungskreislauf abgegeben und ebenfalls selbsttätig durch reines Lösungsmittel aus dem Reinigungskreislauf ersetzt wird. Erfindungsgemäß werden dabei flüchtige Lösungsmittel verwendet und durch Einstellung eines in geeigneter Weise angeordneten Regelventils bemessene Mengen des fettreichen Lösungsmittels aus dem Waschkreislauf in einen Destillationskreislauf geführt und selbsttätig unter Benutzung der Schwerkraft durch eine entsprechende Menge reinen, in einem Hilfsbehälter enthaltenen flüchtigen Lösungsmittels ersetzt. Dieser Hilfsbehälter, der zweckmäßig in gleicher Höhe Feit dem Waschflüssigkeitsbehälter des Waschkreislaufs angeordnet und mit diesem durch ein Regelventil verbunden wird, empfängt und speichert das in dem -Destillationskreislauf gereinigte Lösungsmittel.
- Dieses Verfahren gestattet es, unter Vermeidung von Verdunstungsverlusten eine Lösungsmittelmenge anzuwenden, die an sich zur Auflösung des in dem behandelten Gut enthaltenen Fettes gar nicht ausreicht. -Der Fettgehalt des in dem Waschkreislauf enthaltenen Lösungsmittels soll genügend :hoch gehalten werden, - um die Reinigung durch Destillation lohnend zu gestalten, andererseits aber nicht so hoch, daß die -rasche Auflösung des in den Putzlappen u. dgl. enfhaltenen Fetts beeinträchtigt würde.
- Eine Einrichtung zur Ausführung der Er- I findung ist in der Zeichnung schematisch-dargestellt. Die zu reinigenden Putzlappen -sind in einer abgeschlossenen Waschzentrifuge 3 enthalten und verbleiben darin bis zur :Beendigung der Reinigung. Das erforderliche Lösungsmittel, welches auf einem Fettgehalt von 2o bis 2j "l" gehalten werden soll, -ist in dem Vorratsbehälter i enthalten und °flieiit nachlaßgahe der Einstellung des Regelventils kontinuierlich durch die Leitung 3' zu. Das abfließende, mit Fett angereicherte -und feste Verunreinigungen enthaltende :Lösungsmittel gelangt durch die Leitung :8 -in eine Zentrifuge 4., in der es von festen -Verunreinigungen und vom Wasser befreit wird, faber die Leitung 9 kehrt -es durch das ,geöffnete Ventil 7' hindurch in den Behälter i zurück, wodurch sein Kreislauf geschlossen ist.
- Ein Teil des in dem Behälter i enthaltenen fettreichen Lösungsmittels wird durch- eine Leitung 13 nach Maßgabe des Regelventils 13' einem Destillierapparat ä zugeleitet, der mit Dampf beheizt wird. Die Lösungsmitteldämpfe gelangen durch die Leitung =i4-in den Kühler 6. der über die Leitung 1ä mit einem Hilfsbehälter a für annähernd reines (z bis 3 °(" Fett enthaltendes) Lösungsmittel -in Verbindung steht. Die Behälter-z und i sind :in gleicher Höhe angeordnet und stehen =durch eine Leitung 16, die ebenfalls ein Regelventil . enthält, in Verbindung, so daß das durch die Leitung 13 aus dem Rehälter i abfließende fettreiche-Lösungsmittel vermöge der Schwerkraft in gleichem Mäße durch fettarmes Lösungsmittel aus dem -Behälter z ersetzt wird.
- Ist die Waschung in der Hauptsache beendet, was in der Regdl nach 15 Minuten der Fall sein -wird, -so schließt .man die Hähne 7 und 7' und :öffnet rdieHähne _i o und i o', so daß nunmehr .der 'Hilfsbehälter z in den Waschkreislauf eingesdhältet :ist -und das an-:nähernd fettfreie tut #mit dem -fettarmen Lösungsrni.ttdl °geslxült ,«^iretl, das nach -Reinigung in der Schleuder 4. `in .diesen Behälter zurückkehrt. -Zac'h Beendigung -der Spülung, die etwa .10 Minuten :dauert, -schließt man auch die Hähne -i o unil :ro' und leitet Dampf aus der Leitung i i 'in :ilie `Waschschleuder. Dieser Dampf trdibt #die .'in dem Gut zurückgebliebenen :Liisurigsrrüttelmengen ab, das Daml,)fgeniisdh -gdlangt über=die Lditung i z in den 'Kühler@6, .wo -das Lösungsmittel wieder kondensiert -und -.von c'tlem --ebenfalls kondensierten Wasser ,-gesdhieden wird.
- ,In dem 9Llestiliiergppa@rat,5r #sammelt sich .verhältnismäßig -rdines -Fett ;an, das -in entslxrechenden Zeitäbsdlinitten durch eingeleiteten 'Dampf von 1L;üsungstriittelresten befreit -und,durch den .Huhn @r,7 :abgezogen wird.
Claims (1)
- Verfahren zum IEnffstten von Putzlappen !und ähnlLhen, -Bett und Verunreinigungen enthaltenden 'Gegenständen unter Verwendung von =Lösungsmitteln und Wiedergewinnung :von -Fett, bei dem ein Waschkreislauf und#din :Kreislauf für die Reinigung des an Fett angereicherten Lösungsmittels derart angeordnet sind, daß das fetthaltige Lösungsnüttel; um seinen Fettgehalt konstant zu -halten, fortlaufend und selbsttätig in den -Reinigungskreislauf abgegeben und ebenfalls :selbsttätig durch reines Lösungsmittel aus dem Reinigungskreislauf ersetzt wird, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung flüchtiger Lösungsmittel durch Einstellung eines Regelventils (13') bemessene Mengen des fettreichen Lösungsmittels aus dem Waschkreislauf in einen -Destillationskreislauf geführt und selbsttätig unter Benutzung der Schwerkraft durch eine entsprechende Menge reinen, in einem Hilfsbehälter (z) enthaltenen .flüchtigen Lösungsmittels ersetzt werden, der gegebenenfalls in gleicher Höhe mit dem Waschflüssigkeitsbehälter (i:) =angeordnet und mit diesem durch ein REgeluentil (16 verbunden. ist.
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