DE3239159C2 - Vorrichtung zum Anbringen von mehrteiligen Verschlüssen an Kleidungsstücken - Google Patents
Vorrichtung zum Anbringen von mehrteiligen Verschlüssen an KleidungsstückenInfo
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Abstract
Vorrichtung zum Anbringen von Verschlüssen mit einer Zubringereinrichtung zur wahlweisen Zuführung von zwei unterschiedlichen Verschlußteilen von zwei gesonderten Füll trichtern zu einer Anbringungsstelle. Die Zubringereinrichtung weist zwei Förderbahnen mit zwei lotrecht parallel ausgerichteten T-Nuten zur Führung der Verschlußteile auf. Die T-Nuten gehen von den Ausgabeöffnungen der beiden Fülltrichter aus und enden an lotrecht benachbart liegenden Auslässen zur Abgabe der Verschlußteile. Zu der Zubringereinrichtung gehören ein Verschiebemechanismus zum wahlweisen Verschließen und Öffnen der T-Nuten, eine rechtwinklig zu den T-Nuten verlaufende, sich zur Anbringungsstelle der Verschlußteile hin erstreckende Führung mit einer Führungsnut, in die sich die Verschlußteil-Ausgabeauslässe öffnen, ein gegenüber den Ausgabeauslässen angeordneter Verschlußteil-Begrenzerschieber, der mittels einer Feder teilweise in die Führungsnut hinein vorgespannt ist und zwei getrennte, den Ausgabeauslässen zugeordnete Ausnehmungen zur Aufnahme von Verschlußteilen aufweist, sowie eine in der Führungsnut verschiebbare Schubstange, die bei Antrieb über die Führung den Begrenzerschieber veranlaßt, sich zurückzuziehen, sowie das betreffende Verschlußteil zur Anbringungsstelle schiebt.
Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Anbringen von mehrteiligen Verschlüssen an Kleidungsstükken
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Bei einer bekannten Vorrichtung dieser Art (DE-OS 25 33 020) liegen die beiden Förderbahnen im Bereich
ihrer Auslässe nebeneinander, und jedem dieser Auslässe ist ein eigener Begrenzerschieber zugeordnet Dabei
kann es zu Stockungen der Zufuhr der Verschlußteile dadurch kommen, daß die einen Verschlußteile bei ihrer
Fortbewegung entlang der Führung zwangsweise mit dem vordersten der anderen Verschlußteile in Eingriff
kommen und der zugehörige, federnd vorgespannte Begrenzerschieber das eine Verschlußteil unter das vorderste
andere Verschlußteil zu drücken sucht Um einem Blockieren mindestens teilweise zu begegnen, müssen
die Ausgabeauslässe der Förderbahnen waagrecht verlaufen, was jedoch lange Förderbahnen erfordert,
um für ausreichende Schwerkraftförderung zu sorgen. Die Vorrichtung wird dadurch sperrig. Um die Ausgabeauslässe
der Förderbahnen ferner seitlich nebeneinander liegen zu lassen, muß die eine der beiden Förderbahnen
gestreckt S-förmig ausgebildet werden. Dadurch bedingte Abbiegestellen gefährden gleichfalls die
einwandfreie Förderung der Verschlußteile.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, bei
der auf einfache Weise für eine störungsfreie Zufuhr der Verschlußteile gesorgt ist und die sich platzsparend aufbauen
läßt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die beiden Nuten der Förderbahnen T-Querschnitt
aufweisen und ihre Ausgabeauslässe lotrecht übereinanderliegend in die Führungsnut münden, und daß die
Begrenzerschieberanordnung einen einzigen, mit Verschlußteilen von beiden Förderbahnen zusammenwirkenden
Begrenzerschieber aufweist.
Bei der erfindungsgemäßen Ausbildung ist gewährleistet, daß die über die beiden Förderbahnen zugeführten
Verschlußteile an keiner Stelle miteinander in Berührung kommen. S-förmige Abbiegungen der Förderbahnen
können entfallen. Es ist eine gleichmäßige und störungsfreie Förderung der Verschlußteile sichergestellt.
Ferner brauchen die Ausgabeauslässe nicht waagrecht zu verlaufen. Die Vorrichtung kann vergleichsweise
kompakt aufgebaut werden.
Bevorzugte weitere Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen. Die Merkmale
der Ansprüche 2 und 3 gewährleisten in besonders wirkungsvoller Weise einen störungsfreien Weitertransport
der Verschlußteile nach Verlassen der Ausgabeauslässe. Durch die Merkmale des Anspruchs 4 kann
besonders einfach und störsicher von der Zuführung der einen Verschlußteile auf eine Zuführung der anderen
Verschlußteile oder umgekehrt übergegangen werden.
Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung ist anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 eine Frontansicht eines bekannten rotierenden Fülltrichters,
Fig.2 eine schematische Schnittansicht der beiden wesentlichen Verschlußteile und der zugehörigen Gegenhalter
eines Schnappverschlusses,
Fig.3 eine Frontansicht einer konventionellen, mit
drei Fülltrichtern ausgestatteten Zubringereinrichtung für die Verschlußteile und die zugehörigen Gegenhalter,
F i g. 4 eine schernatische Ansicht einer Anordnung zum Befördern der Verschlußteile von den Förderbahnauslässen
zu der Anbringungsstelle sowie der im Bereich dieser Anbringungsstelle befindlichen Bauteile,
F i g. 5 eine Draufsicht auf die in der Nähe der Förderbahnauslässe
liegenden Bauteile, einen Verschiebemechanismus und eine Schubstange entsprechend der Erfindung,
Fig.6 eine teilweise geschnittene Frontansicht entlang
der Linie VI-VI der F i g. 5,
F i g. 7 eine Seitenansicht entsprechend der Linie VII-VII
der Fig.5,
F i g. 8 eine Ansicht ähnlich F i g. 7, bei der die Hebel in anderer Arbeitsstellung veranschaulicht sind,
F i g. 9 eine Ansicht des rechten Endes der Anordnung nach F i g. 6, „
Fig. 10 in größerem Maßstab eine perspektivische Ansicht des Verschlußteil-Begrenzerschiebers,
F i g. 11 eine Teilschnittdarsxellung ähnlich F i g. 7, die
jedoch erkennen läßt, wie ein Aufnahmeteil eines Verschlusses befördert wird und
Fig. 12 eine Ansicht ähnlich Fig. 11, die die Zufuhr
eines Steckteils erkennen läßt
An Hand der Fig. 1 bis 4 sei zunächst eine mit drei Fülltrichtern ausgestattete Vorrichtung zum Anbringen
von Schnappverschlüssen kurz erläutert, bei der sich die vorliegende Erfindung anwenden läßt. Die dargestellte
Vorrichtung selbst ist konventionell. Jeder der drei Fülltrichter, die jeweils im wesentlichen in der in F i g. 1
dargestellten Weise aufgebaut sind, nimmt eine Vielzahl von Schnappverschlußteilen in einer Kammer auf, die
zwischen einem Fülltrichterkörper 1 und lotrechten Ebenen eines Gehäuses 2 gebildet wird. Die Verschlußteile
werden über eine Anzahl von Richtungssteuernuten 3 ausgegeben, die in gleichförmigem Abstand am
Umfang des rotierenden Fülltrichterkörpers 1 ausgebildet sind, welcher dem Gehäuse gegenüberliegt. Die
Verschlußteile gelangen entlang einer Führungsplatte 4 und einem Bahnverbindungsstück 5 zu einer Verschlußteil-Förderbahn
6 und dann zu einer Stelle 7, wo der Verschluß an einem Kleidungsstück angebracht wird
(d. h. wo ein Quetschwerkzeug vorgesehen ist). Der rotierende Fülltrichterkörper wird in Pfeilrichtung intermittierend
angetrieben, so daß die Verschlußteile, die unter dem Einfluß der Schwerkraft in die einzelnen, in
ihren untersten Positionen befindlichen Richtungssteuernuten 3 gefallen sind, mühlradartig nach oben mitgenommen
und nacheinander aus den Nuten 3 freigesetzt werden, um in eine Führungsnut 8 zu gelangen. Die
Förderbahn 6 ist an dem Gehäuse 2 mittels einer Schraube 9 festgelegt.
Der in Fig.2 beispielshalber dargestellte Schnappverschluß
besteht aus einem Aufnahmeteil 10, einem Steckteil 11 und den zugehörigen Befestigungsteilen
oder Gegenhaltern 12, 13. Da die Gegenhalter 12, 13 identische Form haben, werden sie zusammen gehandhabt.
Die Aufnahmeteile 10, die Steckteile 11 sowie die Gegenhalter 12,13 befinden sich in den drei gesonderten
Fülltrichtern.
F i g. 3 zeigt eine Frontansicht einer automatischen Verschluß-Zubringereinrichtung, die einen Teil der Vorrichtung
zum Anbringen der Schnappverschlüsse bildet. Die Vorrichtungsteile zum Halten eines Kleidungsstükkes,
das mit den Schnappverschlüssen versehen werden soll, Werkzeuge (obere und untere) zum Zusämmenquetschen
der Schnappverschlußteile und der Werkzeugantrieb zum öffnen und Schließen der Werkzeuge
sind nicht dargestellt Sie können alle in konventioneller Weise ausgebildet sein (F i g. 4).
Tragrahmen 20,21 sind mit der (nicht veranschaulichten)
Basis der Schnappverschluß-Anbringvorrichtung einteilig verbunden. Zwischen diesen Rahmen befinden
sich (obere und untere) Quetschwerkzeuge und die zugehörigen Antriebsglieder, wie dies in Fi g. 4 dargestellt
ίο ist Die Rahmen 20, 21 tragen L-förmige Bügel 23 bzw.
24. Ein lotrecht hochstehender Teil 25 des Bügels 23 weist eine kreisförmige Ausnehmung 28 auf, die eine
Endwand eines Hohlraumes eines Fülltrichterkörpers 27 bildet welcher die Gegenhalter der Verschlüsse aufnimmt
In ähnlicher Weise ist ein lotrecht nach oben stehender Teil 26 des Bügels 24 mit kreisförmigen Ausnehmungen
31, 32 versehen, die jeweils eine Endwand von Kammern der Fülltrichterkörper 29, 30 zur Speicherung
der Aufnahmeteile und der Steckteile der Verschlösse bilden (beispielsweise ist der Fülltrichterkörper
29 für die Steckteile vorgesehen, während der Fülltrichterkörper 30 für die Aufnahme der Steckteile bestimmt
ist). Weil diese drei Fülltrichter in vielen Einzelheiten analog sind, werden einander entsprechende Teile nachstehend
nur in Verbindung mit dem Fülltrichterkörper
30 erläutert. Der lotrechte Wandteil 26 des L-förmigen Bügels 24 weist eine Mittelöffnung auf, durch die eine
Welle 33 in waagrechter Richtung hindurchreicht. Die Welle 33 ist in Lagern 34 drehbar gelagert Im Fülltrichterkörper
27 ist eine Welle 35 drehbar gelagert.
Der Fülltrichterkörper 30 ist auf die Welle 33 aufgesetzt und mit dieser über (nicht veranschaulichte) Stellschrauben
verbunden. Die anderen Fülltrichterkörper 27, 29 sind in entsprechender Weise montiert. Ein Teil
des Fülltrichterkörpers 30 ist weggeschnitten, um eine sektorförmige Öffnung zu erhalten, in die eine Abdekkung
30 mittels eines Stifts 39 und einer Schraube 40 abnehmbar eingepaßt ist. Die Abdeckung 38 wird abgenommen,
wenn die Aufnahmeteile der Schnappver-Schlüsse nachgefüllt oder aus dem Fülltrichter entnommen
werden sollen. Die Fülltrichterkörper 27, 29 sind mit ähnlichen Abdeckungen versehen. Allen Fülltrichtern
kann auch eine Zuführung 41 zum Zuführen der Aufnahmeteile, der Steckteile bzw. der Gegenhalter der
Schnappverschlüsse zugeordnet sein. Auf den inneren Endabschnitten der Wellen 33, 35 sind Einwegkupplungen
42, 43 fest angebracht, die ihrerseits über Kurbeltriebe 44, 45 mit Antrieben verbunden sind, um die rotierenden
Fülltrichterkörper entsprechend F i g. 1 intermittierend in der gleichen Richtung anzutreiben. Jeder
Fülltrichterkörper hat die Form eines Kegelstumpfes. Er weist Richtungssteuernuten 46 am Umfang der Stirnseite
auf, welche der kreisförmigen Ausnehmung 28 bzw. 31 bzw. 32 zugewendet ist. Die Gestalt der Richtungssteuernuten
hängt von der Art der Aufnahmeteile, Steckteile oder Gegenhalter der Schnappverschlüsse
ab, die zugeführt werden sollen.
F i g. 1 zeigt einen typischen Fülltrichter und die entsprechenden
Nuten 3.
An den lotrechten Teilen 25, 26 der Bügel 23,24 sind ■
Führungsplatten 47,48,49 und Bahnverbindungsstücke 50, 51, 52 ähnlich den entsprechenden Bauteilen der
F i g. 1 befestigt. Die Bügel sind mit Nuten versehen, die mit den unteren Enden der Bahnverbindungsstücke 50,
51·, 52 verbunden sind. Förderbahnen 56, 57, 58 sind in diese Nuten eingepaßt. Die Förderbahnen sind ihrerseits
an den lotrechten Teilen der L-förmigen Bügel über Stellschrauben 53,54,55 entsprechend der Schrau-
be 9 in F i g. 1 angebracht. Jede Förderbahn hat einen T-förmigen Querschnitt ähnlich der T-Nut des entsprechenden
Bahnverbindungsstückes 50, 51 oder 52. Die Ausbildung der T-Nut jeder Förderbahn ist durch die
Größe und die Form der zuzuführenden Aufnahmeteile, Steckteile oder Gegenhalter der Schnappverschlüsse
bestimmt. Die Förderbahnen 56, 57, 58 sind in ihrem mittleren Bereich abgebogen. Sie erstrecken sich in
Richtung auf eine Stelle K, wo die Verschlußteile mit Hilfe von (nicht veranschaulichten) Quetschwerkzeugen
angebracht werden. Dabei enden die Förderbahnen 56, 57,58 an vorbestimmten Punkten.
Um die Schnappverschlüsse von den Auslässen der Förderbahnen 56, 57, 58 zur Anbringungsstelle K oder
in den Raum zwischen dem oberen und dem unteren Quetschwerkzeug zu befördern, ist eine Schubeinheit
vorgesehen. Fig.4 zeigt schematisch eine solche Einheit.
Die Auslässe der Förderbahnen 56, 57 und 58 öffnen sich in eine Führungsnut 61 bzw. 62 von Verschlußteilführungen
59, 60, die an einem Gehäuse 69 angebracht sind. In den Führungsnuten 61,62 laufen Schubstangen
63, 64, die beide an einem Block 65 befestigt sind. Der Block 65 ist seinerseits mit Öffnungen versehen,
durch die Führungsstangen 66,67 hindurchreichen, die am einen Ende mittels eines Bügels 68 abgestützt
sind, der am Gehäuse 69 angebracht ist. (Die Führungsstangen 66, 67 sind in nicht näher dargestellter Weise
auch an ihrem anderen Ende abgestützt) Der Block 65 kann daher auf den Führungsstangen 66,67 gleiten. Die
vorderen Enden der Führungsnuten 61, 62 öffnen sich zu der Verschlußanbringungsstelle K hin, und der Gleitblock
65 wird mittels eines (nicht veranschaulichten) Antriebs verschoben, um das Aufnahmeteil 10 oder das
Steckteil 11 und den Gegenhalter 12 bzw. 13 von der Förderbahn 57 oder 58 und 56 zu der Anbringungsstelle
K zu befördern.
Am Gehäuse 69 sitzt ein oberes Werkzeug, das aus einem Stößel 71 und einem Halter 70 besteht, der jedes
Aufnahmeteil 10 oder Steckteil 11 eines Schnappverschlusses elastisch halten kann und mit Bezug auf den
Stößel 71 verschiebbar ist An dem Gehäuse ist ferner ein unteres Werkzeug, bestehend aus einem Halter 72
und einem stationären Zapfen 74, abgestützt Mittels des Halters 72 läßt sich ein Gegenhalter 12 oder 13 elastisch
halten. Der Halter 72 ist mittels einer Feder 73 vorgespannt
Wichtige Merkmale der vorliegenden Erfindung sind die Ausbildung des Verschiebemechanismus an der Stelle,
wo sich die Förderbahnen 57,58 und die Führungsnut 62 treffen, sowie der Aufbau der Zubringereinrichtung
mit der einzelnen Schubstange 64 und er Führungsnut 62 zur Anlieferung von zwei unterschiedlichen Bestandteilen
von Schnappverschlüssen.
In den Fig.5 bis 12 sind wesentliche Teile der Verschlußanbringvorrichtung
nach der Erfindung dargestellt Wie veranschaulicht, weist die Führung 59 ein
Basisteil 75 und Seitenteile 76, 77, 78, 79 auf. Zwischen den Seitenteilen 78 und 79 befindet sich eine Führungsnut,
die im wesentlichen den gleichen Querschnitt wie die Schubstange 64 hat Zwischen den Seitenteilen 76
und 77 ist eine Führungsnut mit umgekehrt T-förmigem Querschnitt ausgebildet um die Schubstange 64 und die
Verschlußteile zu führen. Die Seitenteile 76, 78,79 sind fest angebracht, während das Seitenteil 77 mittels eines
Stifts 81 schwenkbar gehalten und mittels einer Feder 80 in Richtung auf die Nut 62 vorgespannt ist um sich
Verschlußteilen von unterschiedlicher Größe anzupassen. Der Raum zwischen den Seitenteilen 76 und 78
bildet eine Führungsfläche, auf der ein Verschlußteil-Begrenzerschieber 82 rechtwinklig zur Schubstange 64
waagrecht verschiebbar angeordnet ist Der Schieber 82 wird mittels einer Feder 83 nach innen vorgespannt;
seine Verstellbewegung wird mittels eines Anschlags 84 begrenzt. Der innenliegende Endabschnitt des Schiebers
82 steht in die Führungsnut 62 vor und verengt diese, wobei die aus den Förderbahnen 57,58 austretenden
Verschlußteile eines nach dem anderen in die Nut
ίο 62 gelangen können. Jedesmal, wenn die Schubstange 64
ein Verschlußteil weggeschoben hat, zieht sich der Schieber 82 aus der Führungsnut 62 zurück.
In der Mitte der Führung 59 zwischen den Seitenteilen 77 und 79 ist das untere Ende eines Verbindungsblocks
57' angebracht, der mit den beiden Förderbahnen 57, 58 verbunden ist. Auslässe 89, 90 von T-Nuten
87,88 zur Abgabe von Steckteilen und Aufnahmeteilen der Verschlüsse sind übereinander angeordnet; sie öffnen
sich beide in die Führungsnut 62.
Der Verbindungsblock 57 ist mit einem Verschiebemechanismus 91 ausgerüstet. Wie insbesondere aus den
Fig.7 und 8 hervorgeht, sind Hebel 94, 95 mit nach innen gerichteten Vorsprüngen 92,93 vorgesehen, die in
die Auslässe 89, 90 der T-Nuten 87 bzw. 88 eintreten können. Die Hebel 94,95 sind an den Förderbahnen 58,
57 über Stifte 96, 97 angelenkt; sie sind mittels Blattfedern 98,99 in Richtung auf die Nuten 87,88 des Verbindungsblocks
57' vorgespannt. Wie aus den F i g. 5, 7 und 8 hervorgeht, ist eine drehbare Scheibe 100, die einen
Knopf 101 trägt, mit der einen Seite des Blocks 57' verschwenkbar verbunden; sie wird normalerweise mittels
einer (nicht veranschaulichten) Feder gegen den Block vorgespannt. Die Scheibe 100 trägt zwei Rückhaltestangen
102, 103, die symmetrisch zu der Achse der Scheibe angeordnet sind und zu den Außenseiten der
Hebel 94,95 reichen. In der Mitte eines Winkels, den die Stangen miteinander bezüglich der Scheibe bilden, sitzt
ein Anschlagstift 107. Zur Aufnahme des Stifts 107 ist eine Seitenplatte 106 mit entsprechenden Ausnehmungen
104,105 versehen. Diese Ausnehmungen sind in den F i g. 7 und 8 gestrichelt dargestellt Die Ausnehmung
104 ist in F i g. 5 veranschaulicht. Wenn, ausgehend von dem Betriebszustand der F i g. 7, die andere Förderbahn
in Arbeitsstellung gebracht werden soll, zieht der Maschinenführer den Knopf 101 in F i g. 5 entgegen der
Kraft der Feder in Richtung des Pfeils Λ, bis der Anschlagstift 107 von der Ausnehmung 104 freikommt.
Dann wird der Knopf 101 im Uhrzeigersinn gedreht (in Richtung des Pfeils B), um die Rückhaltestangen 102,
103 von Nockenflächen der Hebel 94, 95 abzuheben, wodurch die Hebel freigegeben werden. Dies gestattet
es dem zahnförmigen Vorsprung 93 am unteren Ende des Hebels; 95, unter dem Einfluß der Blattfeder 99 in die
T-Nut 88 einzutreten, wodurch ein Aufnahmeteil eines Schnappverschlusses angehalten wird. Wenn der Knopf
weitergedreht wird, werden die Stangen 102, 103 über die Gelenkstifte 96, 97 hinausbewegt und wieder mit
den Hebeln 94,95 in Eingriff gebracht Dadurch kommt der Hebel 94 außer Eingriff mit der T-Nut 87, während
der Hebel 95 in der T-Nut 88 gehalten wird. Weil die Blattfedern 98,99 vorgesehen sind, kommt es nicht darauf
an, daß in Fig. 7 die Stange 102 mit dem Hebel 94 und in Fig. 8 die Stange 103 mit dem Hebel 95 in Kontakt
steht Schließlich läßt der Maschinenführer den Knopf 101 los. Der Anschlagstift 107 legt sich dann in
die Ausnehmung 105 der Seitenplatte 106 ein, wodurch die drehbare Scheibe 100 arretiert wird. Für einen
Obergang von dem Betriebszustand gemäß Fig.8 in
denjenigen nach F i g. 7 braucht nur der Knopf in umgekehrter Richtung gedreht zu werden.
Der Verschiebemechanismus gestattet es in Verbindung mit den gesonderten Rückhaltehebeln für die betreffenden
Förderbahnen, jedes Verschlußteil mit Sicherheit zu stoppen, selbst wenn die Förderbahnen mit
Verschlußteilen gefüllt sind. Das Verschieben läßt sich daher ohne Schwierigkeiten durchführen. Zu weiteren
Vorteilen gehören die einfache Funktions- und Bauweise.
Als nächstes sei die Anordnung erläutert, welche die störungsfreie Weiterleitung der beiden unterschiedlichen
Verschlußteile zu der Anbringungsstelle gewährleistet, die von den Förderbahnen in die Führungsnut 62
gefallen sind. Wie in Fig. 10 veranschaulicht ist, weist das innenliegende Ende des Schiebers 82 einen ebenen
Vorsprung 86 auf, der in eine verjüngte Nut 85 der Schubstange 64 paßt und deren innenliegende Stirnfläche
in einen oberen und einen unteren Abschnitt unterteilt. Die beiden Abschnitte sind mit gekrümmten Ausnehmungen
108 bzw. 109 versehen, die mit den Förderbahnauslässen 89, 90 ausgerichtet sind. Diese Ausnehmungen
erstrecken sich teilweise in die Führungsnut 62 hinein, so daß die Verschlußteile, die aus den T-Nuten
der Förderbahnen herausgefallen sind, angehalten werden, und zwar das Aufnahmeteil in der Lage gemäß
F i g. 11 und das Steckteil in der Lage gemäß F i g. 12. In jedem Fall wird nur ein Verschlußteil in die Führungsnut
überführt.
Aus F i g. 6 geht hervor, daß die Förderbahnauslässe 89, 90 mit Führungsschlitzen 110, 111 in Verbindung
stehen, die an den Innenseiten der Seitenteile ausgebildet sind. Wenn daher ein Verschlußteil, das in dem
Raum zwischen dem Auslaß 89 oder 90 und den Ausnehmungen 108 oder 109 gehalten wird, von der Schubstange
64 gefaßt wird, wird es störungsfrei weitertransportiert, wobei sein einer Rand von diesen Schlitzen
geführt wird.
Die beschriebene Vorrichtung arbeitet wie folgt: Der Maschinenführer bringt zunächst durch Betätigen des
Knopfs 101 des Verschiebemechanismus in der oben beschriebenen Weise die Hebel 94, 95 in die Stellungen
gemäß F i g. 7 oder 8. Eines der Aufnahmeteile oder Steckteile der Schnappverschlüsse vom Fülltrichterkörper
29 oder 30 (F i g. 3) verläßt den offenen Auslaß 89 oder 90 und wird von den Ausnehmungen 108 oder 109
des federnd vorgespannten Schiebers 82 entsprechend F i g. 11 oder 12 gehalten. Dann wird die Schubstange 64
so verstellt, daß ihre Nut 85 entlang dem innenliegenden Vorsprung 86 des Schiebers 82 gleitet; dadurch wird das so
betreffende Verschlußteil mitgenommen. Das Verschlußteil wird außer Eingriff mit der Ausnehmung 108
bzw. 109 gebracht; der Schieber 82 wird nach außen gedrückt Auf diese Weise wird das Aufnahmeteil oder
das Steckteil des Verschlusses von dem Führungsschlitz ilO oder 111 in der vorgesehenen Stellung zur Anbringungsstelle
K befördert, wobei der einen großen Durchmesser aufweisende Abschnitt oder Kopf des Verschlußteils
störungsfrei entlang der breiten Zone der T-Nut geleitet wird.
Die beschriebene Anordnung erlaubt es, zwei unterschiedliche Verschlußteile wahlweise störungsfrei mittels
einer einzigen Schubstange weiterzubefördern. Dazu tragen der erläuterte Aufbau der Auslässe der beiden
Verschlußteil-Förderbahnen, der Führungsnuten, des Verschlußteil-Begrenzerschiebers und der Schubstange
bei. Durch wechselweises Verschieben der Verschlußteil-Förderbahnen kann ohne Schwierigkeiten vom
Transport der einen Verschlußteilart auf den Transport der anderen Verschlußteilart umgeschaltet werden,
w.ährend die Vprbewegung der jeweils anderen Verschlußteilart
unterbunden wird.
Hierzu 5 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Vorrichtung zum Anbringen von mehrteiligen Verschlüssen an Kleidungsstücken, mit einer Zubringereinrichtung
zur wahlweisen Zuführung von zwei unterschiedlichen Verschlußteilen von zwei gesonderten
Fülltrichtern zu einer Anbringungsstelle, bei der die Zubringereinrichtung zwei Förderbahnen
mit zwei parallel ausgerichteten Nuten zur Führung der Verschlußteile, die von den Ausgabeöffnungen
der beiden Fülltrichter ausgehen und an benachbart liegenden Auslässen zur Abgabe der Verschlußteile
enden, einen Verschiebemechanismus zum wahlweisen Verschließen und öffnen der Nuten der Förderbahnen,
eine rechtwinklig zu den Nuten verlaufende und sich zu der Anbringungsstelle hin erstreckende
Führung mit einer Führungsnut, in die sich die Verschlußteil-Ausgabeauslässe
öffnen, eine gegenüber den Ausgabeauslässen angeordnete Verschlußteil-'Begrenzerschieberanordnung,
die teilweise in die Führungsnut hinein federnd vorgespannt und mit zwei getrennten, dem einen bzw. dem anderen Ausgabeauslaß
zugeordneten Ausnehmungen zur Aufnahme von Verschlußteilen versehen ist, und eine
Schubstange aufweist, die in der Führungsnut verschiebbar ist und die bei Antrieb über die Führung
die Begrenzerschieberanordnung veranlaßt, sich zurückzuziehen, sowie das betreffende Verschlußteil
zu der Anbringungsstelle schiebt, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Nuten (87, 88)
der Förderbahnen (57, 58) T-Querschnitt aufweisen und ihre Ausgabeauslässe (89, 90) lotrecht übereinanderliegend
in die Führungsnut (62) münden, und daß die Begrenzerschieberanordnung einen einzigen,
mit Verschlußteilen von beiden Förderbahnen zusammenwirkenden Begrenzerschieber (82) aufweist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsnut (62) einen umgekehrt
T-förmigen Querschnitt mit einer Zone ausreichender Breite zur Aufnahme der Köpfe oder Abschnitte
großen Durchmessers der Verschlußteile (10, 11) hat, und daß eine enge Zone der Führungsnut mit
einem Führungsschlitz (110, 111) versehen ist, der sich von den Ausgabeauslässen (89,90) schräg zu der
breiten Zone hin erstreckt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das innenliegende Ende des Begrenzerschiebers
(82) in halber Höhe einen waagrechten ebenen Vorsprung (86) trägt, die Ausnehmungen
(108,109) zur Aufnahme der Verschlußteile (10, 11) oberhalb und unterhalb des Vorsprunges
ausgebildet sind und die Schubstange (64) mit einer zur Aufnahme des ebenen Vorsprungs geeigneten
Nut (85) versehen ist.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die in lotrechter
Richtung parallelen Teile der Förderbahnen (57,58) in einem Verbindungsblock (57') zusammengefaßt
sind und daß der Verschiebemechanismus (91) zwei verschwenkbare Hebel (94, 95) mit nach
innen gerichteten Vorsprüngen (92, 93), die in die beiden Nuten (87,88) in der Nähe der Verschlußteil-Austragenden
eingreifen können, die Hebel in Riehtung auf die T-Nuten vorspannende Federn (98, 99)
und ein von Hand drehbares Bauteil (100, 101) aufweist, das mit Rückhaltestangen (102,103) versehen
ist, die wahlweise die Enden der Hebel derart halten, daß eine der T-Nuten offen und die andere T-Nut
verschlossen ist
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