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Glühlichtlampe. Die Erfindung betrifft Verbesserungen an Glühlampen
der im Patent 323777 unter Schutz gestellten Art, die hauptsächlich den Zweck verfolgen,
eine völlig gleichmäßige Entwicklung der Flamme, wie sie für das einwandfreie Leuchten
des Glühstrumpfes Voraussetzung ist, zu sichern, sowie den regelrechten Vorschub
des Brennstoffkörpers zu gewährleisten. Dieser Zweck wird in erster Linie durch
die besondere Ausbildung und Lage der Anschläge erreicht, die die selbsttätige Vorschubbewegung
des Brennstoffkörpers begrenzen. Es hat sich gezeigt, daß die Flammenbildung, sowohl
leas ihre Gleichförmigkeit als auch - ihre Lage zum Glühstrumpf betrifft, erheblich
verbessert wird, wenn man die Begrenzungsanschläge, die vorteilhafterweise als schmale
Krallen ausgebildet und paarweise einander gegenüberliegend angeordnet sind, an
solche Stellen verlegt, wo die Verbrennungsluft im wesentlichen unmittelbar von
unten her an den brennenden Teil des Brennstoffkörpers herantritt. Eine solche Stelle
ist bei der im Hauptpatent dargestellten Lampe beispielsweise das obere Ende der
Bohrung des Brennstoffkörpers. Es empfiehlt sich daher, die krallenartigen Anschläge
am oberen Ende eines rohrförmigen Trägers anzubringen, der mit geringem Spiel in
der Bohrung 'des Brennstoffkörpers steckt und unmittelbar unterhalb der Krallen
mit Durchbrechungen versehen ist, die sich mit schräg nach außen hochgeführten Kanten
an den zwischen dem Rohrträger und dem Brennstoffkörper befindlichen Spielraum anschließen.
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Durch diese Ausbildung und Anordnung der Begrenzungsanschläge wird
bei regelmäßiger ohne Unterbrechung mit der Verbrennung fortschreitender Verschiebung
des Brennstoffkörpers eine Ringflamme erzielt, die einmal eine auf dem "ganzen Umfange
völlig gleichmäßige Ausdehnung und Temperatur besitzt, außerdem aber den weiteren
Torzug aufweist. daß sie ohne besondere Hilfsmittel, wie den im Hauptpatent dargestellten
Flammenausbreiter, den Glühstrumpf ,-er ügend bespült, um ihn in voller Ausdehnung
zum gleichmäßigen Leuchten zu bringen. Das obere Ende des Brennstoffkörpers bildet
sich bei der neuen Einrichtung als Krater aus, dessen äußerer Rand steiler abgeböscht
ist als der innere. Im Zusammenhang damit steht ein Auswärtsdrängen der Flamme,
die damit mehr in den Bereich des Glühstrumpfmantels gerät.
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Auf der Zeichnung ist die Erfindung in einer beispielsweisen Ausführungsform
veranschaulicht, und zwar zeigt Fig. z einen Längsschnitt durch die neue Lampe,
während die Fig. 2 und 3 Einzelheiten der Einrichtung für die Begrenzung der Vorschubbewegung
des Brennstoffkörpers darstellen.
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Der als dickwandiges Rohr ausgebildete Brennstoffkörper a ruht innerhalb
desRohres b
auf einer Scheibe e, gegen die von unten eine Schraubenfeder
d drückt, deren unteres Ende sich auf eine im Fuße der Lampe befestigte Scheibe
1a stützt. Mit dieser Scheik; ist außerdem das untere Ende eines Rohres g verschraubt,
das die Bohrung des Brennstoffkörpers a mit geringem Spiel durchdringt und sich
bis in die Nähe des oberen Randes des Körpers a erstreckt. Das Rohr g ist mit einer
Reihe paarweise angeordneter, gegeneinander versetzter Schlitze i versehen, die
zur Einführung der Verbrennungsluft in das Rohr dienen. Die Luft wird dem hohlen
Lampenständer durch an dessen unterem Ende vorgesehene Löcher q zugeführt, deren
Öffnungsweite durch einen mit entsprechenden Löchern ausgerüsteten drehbaren Ring
m in der bei Bunsenbrennern üblichen Weise geregelt werden kann.
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Am oberen Ende des Rohres g, dessen freie Kante etwas unterhalb der
Oberkante des Außenrohres b liegt, sind die beiden Begrenzungsanschläge o, o vorgesehen,
die krallen-. artig nach außen umgebogen sind und sich mit ihren zugespitzten Enden
auf die innere Böschung des Kraters des Brennstoffkörpers stützen, und zwar derart,
daß die Stützpunkte eine Kleinigkeit, bei Lampen von der dargestellten Größe etwa
i bis ill. mm oberhalb der Kz,nte des Außenrohres b liegen. Zwei der Durchtrittsöffnungen
i liegen ummittelbar unterhalb der Krallen o, wie Fig. 3 erkennen läßt. Die oberen
Kanten dieser Durchtrittsöffnungen sind nach außen und oben abgeschrägt, derart,
daß die Durchtrittsöffnungen auf der Außenseite des Rohres g sich etwa in Höhe von
dessen oberem Rande an den Zwischenraum zwischen dem Rohre g und der Bohrung- des
Brennstoffkörpers a anschließen (vg1. Fig. i).
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Ein besonderer Flammenausbreiter kann bei dieser Ausführung und Anordnung
der Begrenzungsanschläge in Fortfall kommen. Dcr Glühstrumpf hängt in der sonst
üblichen Mreise an einem Träger r, dessen unteres Ende mit der Galerie it, die den
Zylinder trägt, verbunden ist. Die Galerie kann von oben auf (las Rohr b aufgeschoben
werden und ruht auf einem `v'ulste des letzteren.