DE323751C - Bierleitungs-Reinigungsvorrichtung fuer den Hausgebrauch - Google Patents
Bierleitungs-Reinigungsvorrichtung fuer den HausgebrauchInfo
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Description
- Bierleitungs-Reinigungsvorrichtung für den Hausgebraucb. Die Reinigung der Bierleitungen geschieht bisher in der Regel unter Zuhilfenahme größerer, fahrbarer Vorrichtungen mittels Dampf und ist Aufgabe eines besonderen Gewerbezweiges. Wo der Gastwirt aus irgendwelchen Umständen gezwungen war, die Reinigung selbst vorzunehmen, konnte dies mangels geeigneter Vorrichtungen nur in sehr umständlicher und trotzdem nicht genügender Weise ausgeführt werden.
- Eine solche Vorrichtung für den Laiengebrauch kann natürlich keine längeren Betriebserfahrungen zur Voraussetzung haben. Seine Handhabung muß im Gegenteil einfach sein und allen Bedürfnissen seines neuen Anwendungsgebietes genügen. Dies wird dadurch erreicht, daß zunächst auf die Reinigung mittels Dampfes verzichtet wird, weil dessen Vorhandensein eine -Reihe Armaturen notwendig macht und eine gewisse Erfahrung voraussetzt. Es wird an Stelle dessen eine zum Reinigen von Bierleitungen an sich bekannte Sodalösung verwendet, die stärker wirkt und ohne große Schwierigkeiten hergestellt werden kann. Unter Zugrundelegung einer Spülung mit Sodalauge ergibt sich nun eine überaus einfache Vorrichtung. Dieselbe kann bestehen aus einem Heißwasserbereiter nach Art der Gasbadeöfen in viel kleinerer Abmessung, und einem Sodabehälter, der dahinter geschaltet ist. Um hierbei gleich eine genaue und doch einfache Bedienung zu ermöglichen, werden Sodabehälter und Heißwasserbereiter mittels eines Dreiwegeventils verbunden und der dritte Abzweig gesondert in das vom Auslauf des Sodabehälters abzweigende, mit der Bierleitung zu verbindende Rohrstück eingeführt. Damit ist es möglich, sowohl mit Kaltwasser, Sodawasser oder Heißwasser zu spülen.
- In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der neuen Bierleitungsreinigungsvorrichtung schematisch dargestellt.
- Die insgesamt etwa qo cm hohe und 30 cm breite Vorrichtung besteht aus einem Heißwasserkessel, der einen Anschluß a an die Hauswasserleitung besitzt. Dieser Anschluß kann mittels Schlauch- und Holländerverschraubung in einer an sich bekannten Weise erfolgen. Der Heißwasserkessel d ist mantelförmig gestaltet und hat außerdem noch Heizschlangen c, durch die das'Wasser läuft. Unter dem Kessel d befindet sich irgendeine Heizquelle, beispielsweise ein kleiner Gasbrenner, der in der gleichen Weise wie die Wasserzuführung a an die Gasleitung mittels Schlauches angeschlossen werden kann. Die Heizschlangen c können natürlich in jeder erprobten Form eingebaut sein.
- Aus dem oberen Teil des Heißwasserkessels d führt die Leitung b zu dem Dreiwegeventil e. Der zweite Anschluß dieses Ventils führt in den Sodabehälter f, während der dritte Anschluß sich in die Umgangsleitung g fortsetzt. Die letztgenannte Leitung g mündet in den oberen Austrittsstutzen des Sodabehälters und geht dann_ gemeinsam mit diesem in die Anschlußleitung zur Bierleitung über. Die Vorrichtung wird unmittelbar in die Nähe des Bierzapfhahns oder der Anschlüsse für die zu reinigenden Bierleitungen angebracht. Die Anschlu.ßleitung sowohl wie die Umgangsleitung g sind gegen den Sodabehälter f durch ein Rückschlag- oder sonstiges Absperrorgan gesperrt. Ein Sieb i im Sodabehälter f hindert den Durchfall der Soda zum Dreiwegeventil e, während der Deckel k als Abschluß des Sodabehälters nach der Füllung desselben dient.
- Die Wirkungs- bzw. Bedienungsweise der neuen Vorrichtung ist folgende: Nach dem Anschließen der Hauswasserleitung bei a, des Gasbrenners an die Gasleitung und des Zapfhahns an die Ausflußleitung hinter g wird das durchfließende Wasser durch den Gasbrenner im Heißwasserbereiter erhitzt. Hierbei ist das Dreiwegeventil auf Durchfluß zur Umgangsleitung g eingestellt. Die Bierleitung wird also zunächst kurz mit heißem Wasser durchspült. 'Sobald nun der Hahn e auf den Sodabehälter f umgestellt wird, bildet sich durch langsame Auflösung der Soda in dem durchfließenden heißen Wasser eine Sodalauge, die nunmehr das Bierleitungsrohr durchströmt und gründlich reinigt. Nachdem dies geschehen ist, wird der Hahn e' wieder auf Durchgang zur Umgangsleitung g gestellt und eine kräftige Nachspülung der Bierleitung mit heißem Wasser vorgenommen. Diese Nachspülung kann dann durch Abstellen des Gasbrenners allmählich zu einer Kaltwasserspülung übergeleitet werden, um jeden Sodageschmack aus der Bierleitung zu entfernen.
- Diese ganze Bedienungsweise geschieht in so einfacher, übersichtlicher Weise, daß Irrtümer ausgeschlossen sind. Der Grad der Spülung sowohl hinsichtlich der Wärme des Wassers wie der Stärke der Sodalauge ist einfach zu regeln, indem im einen Fall der Wasserleitungshahn mehr oder weniger weit geöffnet und im andern Fall mehr oder weniger Soda in den Behälter f gegeben wird.
Claims (1)
- PATENT-ANsPRUcH: Bierleitungs-Reinigungsvorrichtung für den Hausgebrauch, dadurch gekennzeichnet, da.ß ein kleiner Heißwasserbereiter mit einem Sodabebälter unter Vermittlung eines Dreiwegeventils und daran anschließender Umgangsleitung verbunden ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE323751T | 1919-11-12 |
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| DE323751C true DE323751C (de) | 1920-08-05 |
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ID=6175360
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|---|---|---|---|
| DE1919323751D Expired DE323751C (de) | 1919-11-12 | 1919-11-12 | Bierleitungs-Reinigungsvorrichtung fuer den Hausgebrauch |
Country Status (1)
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1919
- 1919-11-12 DE DE1919323751D patent/DE323751C/de not_active Expired
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