DE323673C - Verfahren zur Herstellung von Gussformen fuer Motorzylinder - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Gussformen fuer Motorzylinder

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DE323673C
DE323673C DE1919323673D DE323673DD DE323673C DE 323673 C DE323673 C DE 323673C DE 1919323673 D DE1919323673 D DE 1919323673D DE 323673D D DE323673D D DE 323673DD DE 323673 C DE323673 C DE 323673C
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molding
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molds
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DE1919323673D
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22CFOUNDRY MOULDING
    • B22C9/00Moulds or cores; Moulding processes

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Molds, Cores, And Manufacturing Methods Thereof (AREA)

Description

Die Herstellung von Gußformen, auf maschinellem Wege für die Hauptkörper von Automobil- und ähnlichen Motoren, den Motorenzylindem, ist — besonders in Amerika— bekannt und gebräuchlich. Dabei erfolgt das Formen bei liegender Stellung des Modelies, und es ist nötig, daß zu diesem Zweck nicht nur die Gußform, sondern die ganze Bauart des Motors in besonderer Weise durch Zusammenarbeiten der betreffenden Betriebsabteilungen durchgearbeitet und teure Sondereinrichtungen für die Formerei angewendet werden.
Dies läßt sich in wirtschaftlicher Weise nur durchführen, wenn Tausende von genau gleichen Motorenzylindern hergestellt werden, also im allgemeinen nur auf Grund amerikanischer Verhältnisse, wo jede Fabrik in der Hauptsache nur eine Wagenart in vielen Tausenden von Stücken baut und eine eigene Gießerei. unterhalten kann.
Die eigenartigen Marlcbverhältnisse auf dem Festland haben hier eine von der amerikanischen grundverschiedene Erzeugungsart im Gefolge gehabt. Hier sind die Fabriken im allgemeinen gezwungen, verschiedene Wagengattungen in verhältnismäßig kleiner Anzahl herzustellen. So ist eine maschinelle
' Zylinderformerei für Reihenbau, selbst unter der Voraussetzung, d;aß die Zylinderbauart diese überhaupt zuließe, bisher nicht angängig, besonders auch mit Rücksicht darauf, daß aus allerlei Gründen die Form der Wagen und Motoren häufig geändert wird1.
Die Automobilfabriken lassen den Motorenguß in der Regel in fremden Gießereien herstellen, in denen dann eine große Anzahl verschiedener Modelle aus vielerlei Fabriken benutzt werden müssen, die meist nur nach motortechnischen. Grundsätzen, nicht aber gleichzeitig auch nach form- und gießtechnischen Grundsätzen ausgebildet sind.
Bei dieser Sachlage hat sich im Laufe der Zeit als Regel eine Zylinderform herausgebildet, die das stehende Formen in dreiteiligen Formkasten und das stehende Gießen im Gefolge hatte und weiterhin die Herstellung dieser Formen von Hand verlangte. So waren die Leistungen der Gießereien beschränkt und die Preise der Motorenzylinder dementsprechend hoch und der Ausfall des Gusses mehr oder weniger von der Geschicklichkeit und der Zuverlässigkeit der Former abhängig. Durch die im nachstehenden beschriebene neue Erfindung sind nun diese Nachteile vermieden worden, indem es möglich gemacht ist, Automobilzylinder und ähnliche Gußstücke in der auf dem Festland üblichen Form auf Formmaschinen zu formen, und zwar in einer Weise, die keine kostspieligen Sonder einrichtungen erfordert, und die sich je nach Bedarf rasch auch verhältnismäßig großen Konstruktionsänderungen anpassen läßt, und zwar ohne daß für ein so schwieriges Modell, wie es ein .Mo- 6g torzyiinder darstellt, mehr Formplatten benötigt werden, als für das einfachste Modell, nämlich zwei Formplatten.
Ein besonderer Vorzug ist es, daß im Gegensatz zu dem liegenden Formverfahren ohne Schwierigkeit Doppel- oder Blockmehrzylinder abgeformt werden können, und daß
der Einbau der Kerne in die Form wesentlich einfacher und zuverlässiger sich gestaltet, und die etwa noch vorkommenden Fehler in der Kernlage in den meisten Fällen bei der Bearbeitung noch ausgeglichen werden können. Im wesentlichen beruht die Erfindung· darauf, daß die Modelle in der Wagerechten in maschinenformgerechte Hauptteile einmal geteilt und diese beiden Teile auf' Formplatten in an sich bekannter Weise befestigt und auf Formmaschinen so abgeformt werden, daß sie aus der Form senkrecht gehoben werden können, während den am einzelnen Teil noch vorhandenen Unterschneidüngen am Modell durch weitere Unterteilung des Modells, in der Weise wie bei Handformerei üblich, Rechnung getragen wird.
Das in nachstehendem beschriebene Aus-ao führungsbeispiel der Erfindung wird das neue Verfahren und seine Vorzüge, deutlich erkennen lassen.
Fig. ι zeigt die Seitenansicht, eines Automobilzylinders, dessen Form auf der Formmaschine hergestellt werden soll. '
y Die einzelnen -Stufen des Formverfahrens · sind! der Reihe nach durch die Fig. 2 bis 10 ' veranschaulicht, von denen die Fig. 7 eine ■ Ansicht der Unterseite des Oberkastens, die : übrigen Figuren senkrechte Mittelschnitte dar- ; stellen. - . - . j
- Nach formtechnischen Grundsätzen und -entsprechend dem neuen Verfahren ist das : Modell des Zylinders zunächst in 'der Schnitt- ; linie A-B in ■ die Hauptteile I und 2 zerlegt. ! Mit der Schnittfläche α wird der Kopfteil I ; auf der Formplatte b befestigt (Fig. 2). Diese : wird auf die Formmaschine,. die beliebiger j ... Art,· also eine Preß-, Handstampf- oder : Rüttelformmaschine o. dgl. sein kann, aufge- ; bracht und versplintet. Zum Abformen des , JCopfteiles wird der Formkasten c aufgesetzt und festgekeilt. Dann, wird der Formsand j eingefüllt, dieser je nach der Formmaschinen- ' art verdichtet ■ und dann der überschüssige ; Sand'-abgestrichen (Fig. 2). j
• Nachdem die Platte gewendet und die j ]£eile entfernt sind, kann die Platte mit dem ; Modell -abgehoben werden, worauf die Form sich im Rohen, in- der in Fig. 3 im Schnitt ! 'dargestellten Weise darstellt. Dieser Vorgang wiederholt sich für jede neue Form wie vorbeschrieben.
Der-den Zylinderunterteil darstellende Mo- _dellteil 2 hat, wie ersichtlich, die Unterscheidungen χ und y, die das -Abheben der Form : nach ihrer Fertigstellung nicht ohne weite- J res zulassen. Um dies zu ermöglichen, wird das-Modell in der für die Handformerei bekann.te-n Weise bei C-D noch einmal geschnitten und in "die Teile 20 und.26' geteilt.
j Die Kernmarke 3 für das Kernlager des Ker- ! nes der Zylinderbohrung· ist außerdem abnehmbar auf dem Fußteil 2a angeordnet. : Zweckmäßig wird die Kernmärke 3 und Fuß-I teil 2a mit durchgehender Schraube 4 mit j Flügelmutter 5 leicht lösbar auf dem Modell- \ teil 2* befestigt. Der so beschaffene ganze Modellteil 2 wird mit der Schnittfläche a1 auf der Modellplatte f befestigt und steht nun senkrecht mit seiner Längsachse auf derselben.
Nachdem man die so ausgerüstete Modell- ! platte in bekannter Weise auf die Form-, maschine gebracht hat, wird die Form in vor-
beschriebener Weise hergestellt. Sobald der j . überschüssige Sand, bis zur Fußfläche des Zyi lindermodelles abgestrichen und einpoliert ist ι (Fig. 4), setzt man nach Entfernung der j Mutter 5 und der Schraube 4 den Oberkasten e I auf und stellt auch diese Form in der be- ; kannten vorbeschriebenen Weise her (Fig. 5). ! Hiernach wird der Oberkasten abgehoben (Fig. 6) und zu-seiner Vollendung abgestellt
, (Fig. 7)·
' Alsdann wird die Kernlagermarke 3 abge-
ί nommen und der Modellteil 2° von Hand aus ! der Form ausgezogen (Fig. 8). Die Platte / ■ wird maschinell gewendet und, nachdem die Splinten für den Formkasten d entfernt worden sind, der Modellteil 2& auch wieder maschinell nach oben ausgehoben (Fig. 9). Nachdem dann die einzelnen Formen c, d und e fertiggemachtjd. h. geschwärzt und getrocknet sindi werden sie unter Einlegung der Kerne zusammengesetzt, wie aus Fig. 10 ersichtlich.
Diese neue Herstellungsart stehender Formen hat gegenüber denjenigen des Liegendformens wesentliche Vorzüge. -
' Während bei liegenden Formen auf genauestes Zusammenpassen der Einzelformen in ihrer ganzen Ausdehnung ganz besonderer Wert gelegt werden muß, da die geringste Versetzung bei diesem Präzisionsguß unbedingt Ausschuß zur Folge hat, ist das bei stehenden Formen nicht so leicht der Fall. Geringe Verschiebungen in den Schnittstellen haben nur örtliche Fehler zur Folge, die in den meisten Fällen bei der Bearbeitung ans-"geglichen werden können.
Während beim Zusammensetzen der Form bzw. beim Einsetzen der Kerne bei liegenden Formen sich die Wandstärken nur an den sichtbaren seitlichen Stellen nachprüfen .U5 lassen, ist dies bei stehenden Formen in ihrem ganzen Umfange möglich, was für die genaue Einhaltung" der richtigen Wandstärken von "ganz besonderem Vorteil ist. Gleichmäßige "und richtige Wandstärken sind ja für eine gute Ausführung der. Z3flinder erste Bedingung. .
Der Einbau komplizierter Kerne in eine : stehende Form bietet entfernt nicht die [ Schwierigkeiten, wie derjenige in liegende Formen. Ebenso sind Nach- und Ausgleichsarbeiten an Kernen für stehende Formen viel weniger erforderlich, als bei solchen für liegende Formen.
Für den Zusammenbau liegender Formen ·| sind geübtere Arbeiter nötig als für den- '
ίο jenigen stehender Formen, weshalb das· letz- : tere Verfahren den heute besonders hoch zu i veranschlagenden Vorteil hat, daß man bei ihm weit weniger von den Fähigkeiten der Arbeiter abhängig ist.
Man fpnnte zwar auch bei den bisher üblichen Maschinenformverfahren solche Modelle, wie z. B. Motorenzylinder, stehend formen bzw. gießen. Allein dann wären mehr als zwei Formplatten nötig und die Formkästen müßten genau gleich hoch sein und insbesondere- auch in ihrer Höhe der Höhe des Modells ebenso genau entsprechen. Die Anwendung verschiedener, in ihrer Höhe den einzelnen Zylind'ermodellen genau entsprechenden Formkästen im Maschinenformverfahren würde schon mit Rücksicht auf die Zahl der im Vorrat zu haltenden Formkästen eine große Unzuträglichkeit bedeuten, und es wäre im allgemeinen für jede neue Bauart und für jedes neue Modell eine· Änderung der Höhe der Formkästen nötig.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    . Verfahren zur Herstellung von Gußformen für Motorzylinder, dadurch gekennzeichnet, daß das Modell dreiteilig ist, die Sandformen aber stehend in zwei Teilen (1 und 2) maschinell hergestellt werden, und zwar derartig, daß der Oberteil· der Zylinderkopfform (Z) in einem Kasten (c), der Rest der Zylinderform in einem anderen Kasten (d) abgeformt werden, wobei zweckmäßig das Modell für die letztere Form (2) an der schwächsten Stelle des Zylinderhalses (C-D) ge-'schnitten wird.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DE1919323673D 1919-02-12 1919-02-12 Verfahren zur Herstellung von Gussformen fuer Motorzylinder Expired DE323673C (de)

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