DE3225820C2 - Befestigungsteil für Fahrzeugauskleidungen - Google Patents

Befestigungsteil für Fahrzeugauskleidungen

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Ernst 8192 Geretsried verstorben Pelz
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Erpe - Ernst Pelz - Vertriebs and Co - Verwaltu GmbH
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ERPE - Ernst Pelz - Vertriebs GmbH + Co - Verwaltungs KG, 8581 Vorbach
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Abstract

Befestigungsteil an Ausstattungsteilen für Fahrzeuge, wie z.B. Innenraum- oder Motorraumauskleidungsteilen, mit einem mit Verfestiger getränkten Grundmaterial, wie beispielsweise Fasermatten, wie Jutefaservliese, Kokosfaserfliese, Lignozellulosewirrfasermatten, aber auch Pappe oder ähnliches Material, das bei einem Formpreßvorgang ausgehärtet und geformt wird. Das Befestigungsteil weist eine Fußplatte (10) und einseitig an dieser ausgebildete Vorsprünge (14) auf, sowie ein integral mit der Fußplatte (10), entgegengesetzt den Vorsprüngen (14) ausgebildetes Befestigungsteil auf, welches aus einem bei Formpreßvorgängen erweichbaren Material besteht, bevorzugt aus PVC, Polyethylen oder Polyamid ist.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Befestigungsteil für aus kunstharzgetränkten Fasermatten in einem Formpreßvorgang unter Druck und Wärme gepreßte Formteile für Innen- oder Motorraumauskleidungen von Fahrzeugen nach dem Oberbegriff des Hauptanspruches.
  • Aus der DE-GM 79 26 216 ist ein Befestigungsteil der vorstehend beschriebenen Art bekannt, bei dem die beim Formpreßvorgang stattfindende formschlüssige Verbindung mit den Fasermatten dadurch erfolgt, daß das kunstharzgetränkte Fasermattenmaterial unter dem Druck des Formpreßvorganges in als Hinterschneidungen ausgebildete Aufnahmeräume zwischen den von der Fußplatte vorstehenden Vorsprüngen eindringt und sich in diesen verfestigt. Dabei ist es notwendig, den Formpreßvorgang, einschließlich der Wahl des Fasermattenmaterials sowie des tränkenden Kunstharzes, nicht ausschließlich auf die Bedürfnisse des Formens und Härtens zu optimieren, sondern dafür Sorge zu tragen, daß tatsächlich die Aufnahmeräume vollständig von dem kunstharzgetränkten Fasermaterial ausgefüllt werden, da ansonsten trotz der vorgesehenen Hinterschneidungen der mit teilkreisförmigem Querschnitt ausgebildeten Aufnahmeräume kein befriedigender Formschluß gewährleistet ist.
  • Aus der DE-OS 30 23 951 ist ein Befestigungsteil bekannt, bei dem von einer Fußplatte ebenfalls Vorsprünge vorstehen, die dort allerdings widerhakenförmig und pfeilähnlich ausgebildet sind. Das vorstehend beschriebene Befestigungsteil dient nicht dazu, beim Formpreßvorgang mit Fasermatten oder dergleichen verbunden zu werden, vielmehr wird dieses Befestigungsteil in ein flächiges fertiges Bauteil, aus Schaumstoff, Gewebe oder dergleichen, hineingedrückt, wobei die widerhakenartige Ausbildung der Vorsprünge ein Festkrallen in dem betreffenden Bauteil gewährleistet. Bei einem Formpreßvorgang, wie er beim gattungsgemäßen Befestigungsteil vorgesehen ist, könnten derartig ausgebildete Vorsprünge leicht zu undefinierten Verbiegungen etc. führen, abgesehen davon, daß das Befestigungsteil wegen der erforderlichen Hinterschneidungen hinter den Widerhaken der pfeilartig ausgebildeten Vorsprünge nur schwer in Kunststofformvorgängen einstückig aus Kunststoff herstellbar ist.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das gattungsgemäße Befestigungsteil dahingehend weiterzubilden, daß bei preiswerter und einfacher Herstellbarkeit beim Formpreßvorgang eine zuverlässige Verbindung des Befestigungsteiles mit dem Fasermattenmaterial erzielt werden kann.
  • Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die im Kennzeichen des Hauptanspruches aufgeführten Merkmale gelöst.
  • Besonders bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
  • Dadurch, daß erfindungsgemäß die Vorsprünge aus einem beim Formpreßvorgang erweichbaren Kunststoff bestehen, der also durch Anwendung von Druck und Wärme deformierbar ist, werden die auf der Fußplatte vorgesehenen Vorsprünge beim Formpreßvorgang derart deformiert, daß sie sich in dem aushärtenden Formteil verkrallen und dadurch eine innige Verbindung mit dem Material desselben eingehen. Die Befestigungsteile nach der Erfindung sind äußerst leicht, preiswert herzustellen und leicht zu verarbeiten, wobei die Nachteile bekannter Befestigungsteile, insbesondere auch solcher aus Metall, vermieden werden.
  • Sofern die kegelförmig ausgebildeten Vorsprünge der Befestigungsteile nach der Erfindung, für die es also charakteristisch ist, daß sie nicht widerhakenförmig ausgebildet sind, sondern daß die Basis des Kegels an der Fußplatte anliegt, gemessen von der Fußplatte aus eine größere Höhe als das betreffende Formteil haben, durchdringen die Vorsprünge natürlich das Formteil vollständig und treten an der gegenüberliegenden Seite des Fasermattenmaterials hervor, wo sie haken- oder pilzförmig deformiert werden. Sind die Vorsprünge entsprechend kürzer als die Dicke des fertigen Formteiles, so führt der Verbund mit dem ausgehärteten Fasermattenmaterial zur Ausbildung von haken- oder pilzförmigen Verformungen der Vorsprünge innerhalb des zu befestigenden Formteiles. Dies ist insbesondere dann von Vorteil, wenn eine Dekorschicht vorgesehen ist, welche nicht durch die Befestigungsvorsprünge des Befestigungsteiles in ästhetisch unerwünschter Weise durchbohrt werden soll. Ein Gleiten der Fußfläche des Befestigungsteiles gegenüber dem Formteil während des Formpreßvorganges bzw. beim Schließen der Formpreßform läßt sich zuverlässig vermeiden, wenn, wenn dies erfindungsgemäß vorzugsweise vorgesehen ist, die Fußfläche der Fußplatte, die mit den Vorsprüngen versehen ist. zusätzlich angerauht ist oder Noppen aufweist, also kleinere Vorsprünge, wodurch ein freies Gleiten beider Oberflächen gegeneinander vermieden und damit ein noch besserer Verbund erzielt wird.
  • Nachstehend sind Ausführungsbeispiele der Erfindung an Hand der Zeichnung im einzelnen erläutert. Dabei zeigt
  • Fig. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel eines Befestigungsteiles nach der Erfindung im Längsschnitt;
  • Fig. 2 das Ausführungsbeispiel von Fig. 1 nach Durchlaufen des Formpreßvorganges;
  • Fig. 3 eine perspektivische Ansicht des Befestigungsteiles von Fig. 1 und 2 nebst Befestigungsbügel;
  • Fig. 4 eine Draufsicht auf die Fußplatte eines anderen Ausführungsbeispieles der Erfindung;
  • Fig. 5 einen Längsschnitt durch das in Fig. 4 gezeigte Ausführungsbeispiel;
  • Fig. 6 das in Fig. 4 und 5 dargestellte Ausführungsbeispiel nach Durchlaufen des Formpreßvorganges; und
  • Fig. 7 ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Befestigungsteiles nach der Erfindung.
  • In Fig. 1 ist ein einfaches Befestigungsteil dargestellt, welches kegelförmige Vorsprünge 14 aufweist, die einstückig an einer Fußplatte 10 ausgebildet sind. Auf der den Vorsprüngen 14 abgewandten Oberfläche der Fußplatte 10 ist ein Befestigungsbügel 12 angeordnet, der üblicherweise eine Öffnung zum Einhängen des Befestigungsteils in Haken oder dergleichen aufweist.
  • Wie in Fig. 2 gezeigt ist, wird das Befestigungsteil üblicherweise auf ein formpreßbares Material aufgelegt, wie es beispielsweise Faservliese, getränkt mit härtbarem Kunststoffmaterial, wie dies allgemein in der Fahrzeuginnenausstattungs-Branche üblich ist, sind. Dieses Befestigungsteil hat gemeinsam mit dem Formteil, mit dem es verbunden ist, einen Formpreßvorgang durchlaufen, bei welchem die besonders dünnen und daher leicht durchwärmbaren und verformbaren Spitzen der Vorsprünge 14 von (Fig. 1) bereits pilzartig, wie mit 16 bezeichnet, durch die Druckanwendung verbogen sind und sich derart im Fasermattenmaterial 18 festkrallen. Der Befestigungsbügel 12 sowie die Fußplatte 10 sind selbstverständlich in einer derartigen Stärke hergestellt, daß sie bei den beim Formpreßvorgang auftretenden Temperaturen und Drücken während der anzuwendenden Formpreß-Zeit noch keine wesentlichen Deformationen zeigen. Wie Fig. 3 zeigt, wird dabei insbesondere als Befestigungsfahne 12 ein Bügel verwendet, welcher eine Öffnung 22 zum Einhängen von Haken, Ösen oder dergleichen aufweist, jedoch kann auch ein haken-, knopfförmiges oder dergleichen Befestigungsteil vorgesehen sein.
  • In Fig. 4 ist ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel einer Fußplatte eines erfindungsgemäßen Befestigungsteiles gezeigt, wobei mit dem Bezugszeichen 14 die kegelförmigen oder mindestens relativ dünnen spitzen Vorsprünge bezeichnet sind, welche möglichst tief in das Fasermattenmaterial eindringen und sodann bei Deformation den Halt des Befestigungsteiles an dem Formteil bewirken. Mit dem Bezugszeichen 22 sind größere, noppenartige, hier kreisförmig dargestellte Vorsprünge bezeichnet, wie sich dies insbesondere auch aus Fig. 5, einem Querschnitt durch das Befestigungsteil von Fig. 4, ergibt. Diese Noppen 22 dienen dazu, ebenfalls mit der Oberfläche des Formteiles in Eingriff zu kommen und derart ein Verrutschen des Befestigungsteiles diesem gegenüber zu verhindern. In Fig. 6 ist das Ausführungsbeispiel von Fig. 4 und 5 in fertig formgepreßtem Zustand auf einem Formteil 18 gezeigt.
  • In Fig. 7 ist ein Befestigungsteil gezeigt, dessen Vorsprünge eine größere Länge als die Enddicke des Formteiles besitzen, so daß die Vorsprünge 14 durch das Formteil 18 dringen und erst nach Durchdringen desselben an der der Fußplatte 10 des Befestigungsteiles gegenüberliegenden Oberfläche hindurchtreten und sodann dort nietenartig umgebogen sind. Eine derartige Befestigung ist insbesondere für solche Teile, welche nicht sichtbar sind, möglich und liefert noch zusätzlich einen guten Zusammenhalt des Fasermattenmaterials oder eines anderen Materials, aus welchem das Formteil hergestellt worden ist, während bei nicht vollständigem Durchgang der Vorsprünge 14 vor der Deformation unter Umständen eher mit einem Trennen des Formteiles in verschiedene Schichten bei mechanischer Belastung zu rechnen ist. Selbstverständlich weist das für das Formpressen vorgesehene Werkzeug entsprechende Ausnehmungen in der Formfläche zur Aufnahme der Befestigungsteile nach der Erfindung auf, so daß diese mit dem erwünschten Druck auf das mit ihnen zu verbindende Fasermaterial aufgebracht werden können.

Claims (3)

1. Befestigungsteil für aus kunstharzgetränkten Fasermatten in einem Formpreßvorgang unter Druck und Wärme gepreßte Formteile für Innen- oder Motorraumauskleidungen von Fahrzeugen, mit einer Fußplatte und davon vorstehenden Vorsprüngen, die beim Formpreßvorgang formschlüssig mit den Fasermatten zu einem einstückigen Teil verbindbar sind und mit an der den Vorsprüngen abgewandten Seite angeordneten Befestigungseinrichtungen, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorsprünge (14) aus einem beim Formpreßvorgang erweichbaren Kunststoff bestehen, und daß die Vorsprünge (14) kegelförmig sind, wobei die Basis des Kegels an der Fußplatte (10) liegt, so daß sich die leicht durchwärmbare Spitze beim Formpreßvorgang pilzartig (16) verformt.
2. Befestigungsteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Fußplatte (10) auf der die Vorsprünge (14) aufweisenden Seite angerauht ist.
3. Befestigungsteil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß auf der die Vorsprünge (14) aufweisenden Seite Noppen (22) angeordnet sind.
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