DE32217C - Regulator für Dampfmaschinen u. s. w - Google Patents
Regulator für Dampfmaschinen u. s. wInfo
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Classifications
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- G—PHYSICS
- G05—CONTROLLING; REGULATING
- G05D—SYSTEMS FOR CONTROLLING OR REGULATING NON-ELECTRIC VARIABLES
- G05D13/00—Control of linear speed; Control of angular speed; Control of acceleration or deceleration, e.g. of a prime mover
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- Transmission Devices (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 60: Regulatoren für Kraftmaschinen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 5. December 1884 ab.
Alle durch den Motor erzeugte Kraft wird durch eine ο der mehrere Federn von verschiedener
Gestalt und aus verschiedenem Material auf die Widerstandswelle übertragen. Bei feststehenden
Maschinen sind diese Federn im allgemeinen derart angeordnet, dafs der Torsionswinkel
zwischen den beiden Wellen vergröfsert oder verkleinert wird, je nachdem die Beanspruchung
der Widerstandswelle sich vermehrt oder vermindert; aus diesem Grunde könnte man diese
Federregulatoren auch mit dem Namen »Torsionsregulatoren« bezeichnen.
Für Maschinen zum Betriebe von Schraubenschiffen, bei welchen die Anwendung eines
rapid wirkenden Regulators bei stürmischem Wetter nützliche und wünschenswerth ist, wendet
man die Federn in Gestalt zweier Scheiben an, wovon die eine auf der Maschinenwelle und
die andere auf der Welle der Schraube befestigt ist. Infolge der Veränderungen der Propulsionskraft
der Schraube selbst erhält man auf diese Weise kleine Längsbewegungen der Welle.
Die bezüglichen, durch die Federn hervorgerufenen Bewegungen werden auf den Regulirkolben
oder das Regulirventil derart übertragen, dafs diese Organe nur diejenige Dampf- oder
Wassermenge passiren lassen, welche nöthig ist, damit die Rotationsgeschwindigkeit der Maschine
nicht verändert werde.
In beiliegender Zeichnung veranschaulicht Fig. ι eine Längsansicht (theilweise im Schnitt)
eines Federregulators, welcher an einer Dreicylinderdampfmaschine zum Betriebe einer dynamo-elektrischen
Lichtmaschine angeordnet ist. Fig. 2 und 3 zeigen Details dieses Regulators. Fig. 4 stellt eine Combination eines Federregulators
mit einem Centrifugalregulator dar. Die in kleinerem Mafsstabe gezeichneten Fig. 5
und 6 veranschaulichen die Einrichtung der Federn, welche besonders für Maschinen von
grofsen Dimensionen geeignet sind. Fig. 7 zeigt die Einrichtung der scheibenförmigen
Federn für Maschinen zum Betriebe von Schraubenschiffen.
Die zwischen dem Motor und der Dynamomaschine angebrachte schneckenförmige Feder <j,
Fig. ι und 2, ist mittelst ihres äufseren Endes an dem Federgehäuse b befestigt, welches an
dem Schwungrad c der Motorwelle festgeschraubt ist. Das innere Ende derselben Feder ist
mittelst d, Fig. 1 und 2, auf dem Ende der Inductionsrollenwelle festgekeilt, derart, dafs
die bezügliche Stellung der beiden Wellen wechselt, je nach den Aenderungen des Widerstandes
bei der rotirenden Bewegung durch die Inductionsrolle und während der Rotation der beiden Wellen. Um den cylindrischen
Theil der Nabe d ist eine Scheibe e gelegt, welche drei Füfse oder Stifte/, Fig. 1 und 3,
trägt, die zusammen einen Dreifufs bilden. Diese Füfse/ bewegen sich in drei Einschnitten,
welche sich am Umfang der Nabe d befinden, und treffen gegen drei in der Nabe des
Schwungrades c vorhandene Schraubenflächen, welche gleichsam den Anfang einer dreigängigen
Schraube darstellen.
Auf diese Art wird beim Rotiren beider Wellen der Scheibe e eine gleichzeitige Bewegung
in der Längsrichtung dieser beiden Wellen ertheilt. Durch den Ring h, welcher
mittelst eines Universalgelenkes mit der Gabel des oberen Endes des in i' drehbaren Hebels i
verbunden ist und durch eine Feder ^ gegen die Scheibe e gedrückt wird, erhält das untere
Ende des Hebels i auch eine Vor- und Rückwärtsbewegung,
welche durch die Kuppelstange k und den Winkelhebel / auf die senkrechte Stange q2 übertragen werden. Letztere
trägt den Keil m, welcher alsdann in die Höhe oder nach unten geht. Dieser Keil bewegt
sich zwischen dem auf einer festen Achse sitzenden Laufrädchen η und dem Laufrädchen
ο auf dem unteren Ende des Hebels p, welcher in p' drehbar ist und dessen oberes
Ende die Regulirkolbenwelle führt.
Der Keil m und das Rädchen η können
nach Belieben durch einen auf der festen Achse der Rolle η angebrachten Daumen ersetzt werden.
Mit Hülfe des beschriebenen Mechanismus erhält der Regulirkolben auf diese Weise augenblicklich
eine Stellung, welche der zu überwindenden Beanspruchung entspricht, derart, dafs die Geschwindigkeit der Maschine sich
nicht verändert.
Um die Bewegung des Regulirkolbens zu regeln, macht man den Keil m mehr oder
weniger spitzwinklig und mehr oder minder gestreckt, und wenn man ihn durch einen
Daumen ersetzt, adjustirt man diesen letzteren ebenfalls nach einer durch Versuche zu findenden
Curve.
Falls durch einen Treibriemen oder Zahnräder die Kraft des Motors übertragen wird,
ordnet man die Federn zwischen einer der ersten Riemscheiben oder Räder der Welle an,
auf welcher diese Riemscheibe oder dieses Rad sitzt, indem man sich im übrigen der gleichen
Mittel bedient, um die bezüglichen Bewegungen auf den Regulirkolben oder das -Ventil zu
übertragen.
Wenn grofse Bewegungskräfte übertragen werden sollen, wendet man anstatt schneckenförmiger
Federn vortheilhaft flache Federn mit einem oder mehreren Blättern an, indem man
dieselben wie die Arme eines Rades anbringt, oder aber man benutzt Spiral- oder Bufferfedern
r' q', indem man dieselben, wie aus den Fig. 5 und 6 ersichtlich, zwischen den
Armen q der Motorwellennabe und den Armen r der Widerstandswellennabe anordnet.
Die bezüglichen Bewegungen der beiden Wellen werden durch kleine Wellen und
Winkelhebel auf die Scheibe e' übertragen. Diese Scheibe erhält auf diese Weise ihre Bewegungen
in der Längsrichtung der Wellen, welche Bewegungen durch Organe, die den oben beschriebenen analog sind, auf den Regulirkolben
oder das Regulirventil übertragen werden.
In denjenigen Fällen, wo sehr schnelle
Wirkung und äufserste Genauigkeit wünschenswerth sind, z. B. für Maschinen, welche zur
elektrischen Beleuchtung, vornehmlich für diejenigen zum Betriebe einer einzelnen Bogenlampe,
combinirt man diese Regulatoren in folgender Weise mit einem empfindlichen
Centrifugalregulator.
Anstatt die Stange des Regulirkolbens unmittelbar durch das obere Ende des Hebels ρ
zu führen, wendet man hierbei am Ende dieses Hebels ρ einen kleinen Winkelhebel s, Fig. 4,
an, welcher auf einer Achse s' beweglich ist, und zwar derart, dafs der kurze Arm des
Hebels 5 die Stange des Regulirkolbens führt, während das Ende des langen Armes mittelst
einer Achse s2 mit der Kuppelstange t verbunden
ist, welche mittelst der oberen Achse u mit dem Centrifugalregulator verbunden ist.
Nimmt man zuvörderst an, dafs der Centrifugalregulator aufser Thätigkeit und auch die
obere Achse u der Kuppelstange t in Ruhe sei, dann wird der kleine Winkelhebel s durch
den Hebel ρ in zu ihm selbst parallelen Stellungen bewegt, und die Stange des Regulirkolbens
arbeitet, als wenn sie durch das obere Ende des Hebels ρ geführt würde. Wenn aber nun
infolge der geringen Veränderungen des Dampfdruckes oder infolge einer mehr oder weniger
grofsen Menge mitgerissenen Wassers der durch den Hebel ρ allein bewegte Regulirkolben
nicht die genaue Stellung hätte, welcher er bedürfte, um die Maschine in der gewünschten
Geschwindigkeit zu erhalten, so würde er die Rotationsgeschwindigkeit vermehren oder vermindern
; alsdann würde der Centrifugalregulator in Thätigkeit kommen und die Kuppelstange
heben oder senken, wodurch der kleine Winkelhebel s mehr oder weniger geneigt und auf
diese Weise der kleine Fehler in der Stellung des Regulirkolbens ausgeglichen wird.
Durch diese Combination erreicht man, dafs die Rotationsgeschwindigkeit der Maschine trotz
grofser und plötzlicher Widerstandsänderungen bei 600 Touren höchstens um eine oder zwei
derselben wechselt.
Für Schraubendampfermaschinen werden die oben erwähnten beiden Scheiben zwischen die
beiden Wellen gesetzt, die eine auf den Ansatz ν der Maschinenwelle und die andere auf
den Ansatz χ der Schraubenwelle; sodann werden die beiden Scheiben an ihrem Umfange
mittelst Bolzen verbunden. Die Längsbewegungen der Schraubenwelle werden in passender
Weise der Scheibe^, Fig. 7, mitgetheilt, welche auf der Schraubenwelle sitzt, und von da durch
Hebel mittelst eines Keiles oder Daumens auf das Regulirventil übertragen, wie früher angegeben.
Claims (3)
- Pat ent-An sp küche:ι. Ein Federregulator, welcher sich durch folgende Einrichtungen kennzeichnet:a) durch die Anwendung von schraubenförmigen, in der Nabe des Schwungrades c, Fig. i, angebrachten Flächen und eines Dreifufses efff, welcher gegen diese Flächen drückt, zur Verwandlung der bezüglichen Bewegungen in Längsbewegungen;b) durch die Anwendung eines Ringes h, welcher gegen die Scheibe e des Dreifufses efff gedrückt und mit der Gabel eines Hebels i mittelst Universalgelenkes verbunden ist (s. Fig. i);c) durch die Anwendung eines adjustirbaren Keiles oder Daumens m, welcher sich zwischen den Laufrädchen n und ο bewegt, von welchen ersteres auf einer festen Achse und letzteres auf dem unteren Ende des Hebels ρ sitzt;d) durch die Anwendung von flachenFedern mit einem oder mehreren Blättern oder von Spiral- oder Bufferfedern r' q', welche zwischen den Armen q auf der Triebwelle und den Armen r auf der Widerstandswelle angebracht sind; ■ ν ,e) durch die Anwendung von Stangen k q1 t mit Winkelhebeln I s, wie auch einer Scheibe e' zur Verwandlung der bezüglichen Bewegungen in Längsbewegungen in der Richtung der Wellen.
- 2. Die Combination eines Federregulators mit einem Centrifugalregulator mittelst eines kleinen Winkelhebels s, Fig. 4.
- 3. Für Schraubendampfermaschinen und zum oben angeführten Zweck die Anwendung von Federn in Form von Scheiben w n>, Fig. 7, welche man zwischen der Motorwelle und der Schraubenwelle anordnet.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE32217C true DE32217C (de) |
Family
ID=308254
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT32217D Expired - Lifetime DE32217C (de) | Regulator für Dampfmaschinen u. s. w |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE32217C (de) |
-
0
- DE DENDAT32217D patent/DE32217C/de not_active Expired - Lifetime
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