DE322008C - Momentverschluss fuer photographische Apparate mit ausschaltbarer Bremse und zur Erhoehung der Verschlussgeschwindigkeit dienender Hilfsfeder - Google Patents
Momentverschluss fuer photographische Apparate mit ausschaltbarer Bremse und zur Erhoehung der Verschlussgeschwindigkeit dienender HilfsfederInfo
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G03—PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
- G03B—APPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
- G03B9/00—Exposure-making shutters; Diaphragms
- G03B9/58—Means for varying duration of "open" period of shutter
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Description
Bei der Herstellung von Momentaufnahmen ist es in den meisten Fällen erwünscht, daß
der Verschluß des photographischen Apparates mit möglichst hoher Geschwindigkeit arbeitet.
Bei den gewöhnlichen Schieherverschlüssen, die aus gewissen Gesichtspunkten heraus den
Rouleauxverschlüssen vorzuziehen sind, ist die Geschwindigkeit begrenzt, und zwar ebenso
sehr durch die Kraft der Spannfeder, die
ίο einen gewissen Wert nicht überschreiten kann
als auch durch das Vorhandensein der Bremse, die zur Regelung der Belichtungszeit dient
und immer einen gewissen Widerstand hervorruft. Um diesem Nachteil zu begegnen und
die Geschwindigkeit möglichst zu erhöhen, hat man nun die Einrichtung getroffen, daß die
Bremse vollständig außer Tätigkeit gesetzt und außerdem eine Hilfsfeder eingeschaltet
werden kann, die mit ihrer Wirkung die der Hauptfeder unterstützt.
Die Erfindung betrifft eine Verbesserung derartiger Momentverschlüsse für photographische
Apparate und besteht im wesentlichen darin, daß man das bewegliche Glied der Bremse mit dem Ausklinkhebel des einen der
zwei Verschlußschieber verbindet und mit der Bremse eine Vorrichtung vereinigt, die ein
Anhalten des beweglichen Teiles derselben in der Weise ermöglicht, daß das gewöhnliche
Arbeiten des Momentverschlusses nicht beeinflußt wird, vielmehr die Hauptfeder ungehindert
die Bewegung des zum Ausklinken des zweiten Verschlußschiebers bestimmten Hebels
hervorrufen kann.
Durch diese besondere Schaltverbindung wird erreicht, daß die Hilfsfeder gleichzeitig
mit dem Ausschalten der Bremse gespannt werden kann, während sie im übrigen in ungespanntem
Zustande als Schub- und Zugstange für den Kolben der arbeitenden Bremse dient.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung bei einem Stereoskopschieberverschluß
mit Luftbremse veranschaulicht. .
Fig. ι zeigt die Vorderansicht einer Platte, auf der der Verschluß angeordnet ist;
. Fig. 2 ist eine Ansicht der Platte vom Innern des Apparates aus;
Fig. 3 ist ein Teilschnitt im vergrößerten Maßstabe;
Fig. 4 ist ein Schnitt nach der linie A-A in Fig. 3.
Die Fig. 5 und 6 lassen die Wirkungsweise der Vorrichtung erkennen.
Wie man auf der Zeichnung sieht, besteht der Verschluß aus zwei aufeinanderlegenden
Schieberplatten α und b. Der Schieber α ist
mit einem Stift c versehen, der in das hakenförmig ausgebildete Ende des in d1 drehbaren
Hebels d einklinken kann. Die Schieberplatte δ besitzt einen Zapfen e, der durch das hakenförmige
Ende f 2 eines in f1 drehbaren Hebels f
festgehalten werden kann.
Die Platte α steht unter der Wirkung einer
Spannfeder g und die Platte b unter der einer Feder h. Der Hebel f kann durch den in i1
drehbaren Hebel i bewegt werden, der unter der Wirkung einer Feder f steht und andererseits
mit der Bremse oder dem Luftpuffer k verbunden ist.
Gemäß der Erfindung ist nun der Hebel i an dem Kolben ο der Bremse unter Zwischenschaltung
einer Schraubenfeder I angeschlossen, deren Windungen für gewöhnlich aneinander
liegen. Außerdem ist eine Kulisse m mit einem Ansatz η vorgesehen, der gegen den Kolben ο
stoßen kann. Gibt man der Kulisse m die in Fig. 3 dargestellte Lage, so arbeitet der Verschluß
wie gewöhnlich. Im Augenblick des Spannens zieht der Hebel i den Kolben 0 nach
links, wie Fig. 5 zeigt. Der Zapfen c hakt in das Ende des Hebels ä, (Fig. 2), und der Zapfen
e gelangt hinter das hakenförmige Ende f 2
des Hebels f. In dieser Stellung ist die Feder I nicht gespannt. Bei einem Druck auf
das Hebelende p wird der Schieber α freigegeben
und verschiebt sich unter der Wirkung seiner Spannfeder g nach links, so daß die
Objektive geöffnet sind. Darauf dreht sich der Hebel i um seine Achse, wird aber dabei
durch den Pufferkolben 0 verzögert. Am Ende seines Ausschlages beeinflußt der Hebel i das
Druckstück f3 des Hebels f, der dann den
Zapfen e freigibt. Infolgedessen verschiebt sich die zweite Schieberplatte b unter der
Spannung ihrer Feder h und schließt die Objektive ab.
Bei den beiden vorhergehenden Bewegungen spielt die Feder Z die Rolle einer Schubstange
zwischen dem Hebel i und dem Kolben 0, da ihre Windungen sich berühren.
• Bringt man jedoch die Kulisse m in die Stellung, die in Fig. 6 dargestellt ist, so sind
die Verhältnisse wesentlich anders. Im Augenblick des Spannens wird jetzt der Kolben 0
durch den Ansatz m im Zylinder festgehalten. Es folgt daraus, daß die Feder I gespannt ist.
Der Hebel i wird also gleichzeitig von seiner gewöhnlichen Feder j und von der Feder I angetrieben,
die jetzt als Hilfsfedier unterstützend
arbeitet, ohne daß dabei die Zapfenreibung erhöht wird, indem beide Federkräfte auf den
Hebel im.gleichen Sinne wirken.
Im Augenblick des Auslösens dreht sich der Hebel i unter der gemeinsamen Wirkung der
beiden Federn j und I. Seiner Drehung setzt sich kein Widerstand entgegen, da sich der
Kolben 0 in seinem Zylinder nicht verschieben kann. Unter diesen Umständen erfolgt nun
die' Drehung des Hebels i äußerst schnell und die Zeit, die zwischen der Bewegung des ersten
Schiebers und der des zweiten Schiebers verfließt, kann 1^00 Sekunde werden; diese Geschwindigkeit
des Verschlusses ist demnach bei Anwendung der neuen Anordnung, bei der
die Umschaltung gemäß.der Erfindung in einfachster Weise durch einen Griff geschieht,
mehr als doppelt so groß, als bei den bisher üblichen Schieberverschlüssen.
Man kann die Kulisse m mit Hilfe eines einfachen Drückers bewegen oder, wie in der
Zeichnung dargestellt, mit Hilfe eines geränderten Kopfes q, der mit einem Zahnrädchen
in eine Zahnstange q1 an der Kulisse eingreift. Natürlich läßt sich auch jede andere geeignete
Vorrichtung dazu benutzen, beispielsweise ein Hebel oder ein Exzenter.
Um den Kolben durch einen passenden Anschlag in seiner Bewegung aufzuhalten, kann
man der Feder I auch eine schwache Vorspannung geben, wenn der Verschluß mit der
gewöhnlichen Momentgeschwindigkeit arbeiten soll. Man kann außerdem eine kleine Bewegung
des Kolbens mit einer gewissen Federspannung zusammenwirken lassen, um auf
diese Weise eine gewisse Reihe von zwischen der gewöhnlichen Geschwindigkeit und der
Höchstgeschwindigkeit liegenden Geschwindig- 8g keiten zu erzielen.
Die Erfindung kann auf jeden Verschluß angewendet werden, der mit einer Bremse
oder einer anderen Dämpfungsvorrichtung versehen ist. Auch sind natürlich noch andere
Ausführungsformeh und Abänderungen der verwendeten Stoffe, Abmessungen und Einrichtungen
im Bereich der Erfindung möglich.
Claims (6)
1. Momentverschluß für photographische Apparate mit ausschaltbarer Bremse und
zur Erhöhung der Verschlußgeschwindigkeit dienender Hilfsfeder, gekennzeichnet durch
eine Schaltvorrichtung, mittels deren die ioq Bremse außer Tätigkeit gesetzt und gleichzeitig
die Hilfsfeder gespannt werden kann.
2. Momentverschluß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem
Auslösehebel und dem Kolben der zum Bremsen dienenden Dämpfungsvorrichtung
eine Feder eingeschaltet ist.
3. Momentverschluß nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Zwischenfeder als Schraubenfeder mit ein- no ander berührenden Windungen ausgebildet
ist, so daß sie in nicht gespanntem Zustande als Schubstange für den Kolben der Luftbremse dienen kann.
4. Momentverschluß nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Haupt- und die Hilfsfeder an je ein Ende des Auslösehebels angeschlossen sind, der
als Ausgleichhebel dient, so daß die Arbeitsgeschwindigkeit ohne Vergrößerung der iao
Zapfenreibung erhöht werden kann.
5. Momentverschluß nach. Anspruch 1
bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die j
6. Momentverschluß n'ach Anspruch ι
Bremse durch vollständiges Einschieben I bis 5, gekennzeichnet durch eine verschieb-
des Luftpufferkolbens mittels eines ver- ' bare Kulisse, mittels deren die Hilfsfeder
schiebbaren Anschlages außer Tätigkeit ge- i gespannt und der Luftpufferkolben bis an
setzt wird. i das Hubende zurückgeschoben werden kann.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
BERLIN. GEDRUCKT IN DER REICHSDRUCKEREI.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE322008T | 1914-01-11 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE322008C true DE322008C (de) | 1920-06-18 |
Family
ID=6164699
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1914322008D Expired DE322008C (de) | 1914-01-11 | 1914-01-11 | Momentverschluss fuer photographische Apparate mit ausschaltbarer Bremse und zur Erhoehung der Verschlussgeschwindigkeit dienender Hilfsfeder |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE322008C (de) |
-
1914
- 1914-01-11 DE DE1914322008D patent/DE322008C/de not_active Expired
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