DE321506C - Kettenfadenwaechter-Vorrichtung fuer mechanische Webstuehle - Google Patents

Kettenfadenwaechter-Vorrichtung fuer mechanische Webstuehle

Info

Publication number
DE321506C
DE321506C DE1914321506D DE321506DD DE321506C DE 321506 C DE321506 C DE 321506C DE 1914321506 D DE1914321506 D DE 1914321506D DE 321506D D DE321506D D DE 321506DD DE 321506 C DE321506 C DE 321506C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
lever
shaft
drive
movement
chain thread
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1914321506D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Application granted granted Critical
Publication of DE321506C publication Critical patent/DE321506C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D51/00Driving, starting, or stopping arrangements; Automatic stop motions
    • D03D51/18Automatic stop motions
    • D03D51/20Warp stop motions

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)

Description

  • Kettenfadenwächter-Vorrichtung für mechanische Webstühle. Die Erfindung betrifft eine Kettenfadenwächter-Vorrichtung mit auf den Kettenfäden hängenden haarnadelförmigen, beim Kettenfadenbruch in den Bereich einer schwingenden Schiene fallenden Wächternadeln. Das Neue der Anordnung besteht darin, daß die zwischen senkrecht feststehenden Platten in einer horizontalen Durchsetzungsebene geradlinig verschiebbaren und rahmenartig verbundenen Schienen ihre hin und her gehende Bewegung von einer zweiarmigen Welle unter dem Antriebe eines zwangsweise schwingenden Gliedes erhalten, welches selbst aber seinen Bewegungsantrieb nur mittels Reibungskupplung an die Wellenarme überträgt; bei gehemmter Schienenbewegung (infolge Abfalls- einer Wächternadel) findet demgemäß ein Gleitungsangriff zwischen den Teilen statt, und dieser Vorgang ist es, der zur sofortigen Abstellung des Webstuhlantriebes ausgenutzt wird.
  • Der Vorteil dieser Einrichtung mit horizontal im Längsschub arbeitenden Schwingschienen ist der, daß eine Vielzahl von solchen Schienen für gemeinschaftlichen leichten Antrieb und ohne raumsperrende Hilfsglieder rahmenartig vereinigt werden kann, während der Bewegungsantrieb für alle gleich wirkt. Wegen der Vielzahl nahe nebeneinander geführter Schienen ist eiüe große Zahl von Wächternadeln anzuwenden . möglich. Mit diesen Nadeln wirken, was. ein weiterer Vorteil der Einrichtung gegenüber bogenförmig bewegten Schwinggliedern ist, genannte Schienen direkt im rechten Winkel zusammen, wobei vermöge der Führung zwischen den (oberen und unteren) feststehenden Schienen kein Bestreben auftritt, die Nadeln zu biegen oder abzubrechen. Auf beiliegender Zeichnung stellt dar Fig. I eine Vorderansicht, Fig. 2 einen Längsschnitt in Linie x-x der Fig. 3, Fig. 3 eine Oberansicht, Fig. q. einen Schnitt in Linie y-y der Fig. 2, Fig. 5 einen Querschnitt, in Linie z-z der Fig. -I, Fig.6 eine Seitenansicht der Ausrückvorri chtung ; Fig- 7 ist ein Längsschnitt durch den in den Fig. I bis 6 veranschaulichten Kupplungsteil.
  • In den Fig. I und 2 sind mit a, a die festen oberen Scheideplatten und mit b, b die festen unteren Ergänzungsschienen bezeichnet,während mit c, c inQuerschubrichtungbeweglicheStangen oder Schienen bezeichnet sind. Die Platten bzw. Schienen a, a, b, b sind in Vertikalrichtung verbreitert und so lang, wie der Webstuhl breit ist und liegen mit ihren Enden in den Lagerböcken oder Rahmen dl, d2, d3 fest. Die Rahmen dl und d3 sind zweiteilig, um sie in bezug auf die Webstuhlbreite einstellen zu können (s. Fig. 2 und 5). Indem wagerechten, zwischen den Teilen a und. b belassenen Spalt sind Jene Querschubschienen c, c in der wagerechten Richtung und parallel zu sich selbst beweglich; sie sind an den Kopfenden durch Querleisten cl miteinander verbunden und diese sind mit Stirnzapfen c2 ausgerüstet. In den Rahmen dl, d2, d3 ist die Welle f gelagert und auf der Welle sind die Hebelarme g1 und g2 befestigt, von deren Hin- und Herbewegung die wagerechte Querschubbewegung jener Schienen c abgeleitet wird. Sie besitzen zu diesem Zwecke an der Innenwage eine zwischen Seitenstegen begrenzte Nut g3 (links in Fig. 2) für den Eingriff der Stirnzapfen c2. Der Hebelarm g2 (rechts in Fig. 2) ist geschlitzt und verhältnismäßig leicht und klein, so daß er sich in einer Wangenausnehmung der Glieder e3, e4 an der rechten Seite des Stuhles hin und her bewegen kann. Der andere Hebelarm g1 (Fig. 2 und-7) ist hohl ausgebildet. Die Hebelarme g1, g2 sind durch den Nuteingriff an den Zapfen c2 in Mitnehmerverbindung mit den Querleisten cl der Schienen c. Lose auf der Welle f und innerhalb des hohl ausgebildeten Hebelkörpers g1 befindet sich ein weiterer Hebelarm h (Fig. 2 und 7). An dem Umfang der Hebelbuchse h ist eine Ausnehmung hl eingefräst, gegen welche in der normalen Arbeitsstellung ein Rad i drückt, das an einer Spindel y befestigt ist. Diese Spindel geht durch den Boden des Hebelarmes hindurch und ist von einer Feder il umgeben, welche zwischen dem Hebelarmboden und einem Ansatz des Stiftes liegt. Dadurch wird das Rad federnd gegen den Hebelarmkörper gedrückt. Durch die Schwingbe,##@>egungen des Hebelarmes h werden die Hebelarme g1, g2 und die Schienen c, c in hin und her gehende Bewegung versetzt. Der Hebelarm lt ist durch eine Stange k (Fig. 5) mit dem Exzenter l verbunden. Dieser sitzt auf der Webstuhlantriebswelle na, welche so durch ihre Drehung dem Hebelarm h eine schwingende Bewegung verleiht.
  • Die Rahmenteile dl, d2 sind an ihren unteren Enden miteinander durch Seitenstücke d4 verbunden, durch welche der Hebelarm g1 verdeckt und eingeschlossen wird. Die Rahmen d2 und d3 sind mit Ansatzstücken g5 versehen, in welchen die Stangen ds gelagert sind, um die Kette vor und hinter den Scheideplatten a zu unterstützen (Fig. 5). Lose auf jedem Kettenfaden befindet sich rittlings je ein Nadelreiter st. Derselbe hat ungefähr die Form einer Haarnadel und besitzt zur Handhabung beiläufig einen nach oben hin abgebogenen Fingerangriffsfortsatz. Die Reiter übergreifen rittlings auch die festen Scheideplatten a, hängen jedoch, solange sie von den Kettenfäden gehalten sind, nicht bis in die Bewegungsebene der Querschubschienen c herab, unter denen sich wiederum die festen Schienen b befinden.
  • An dem Rahmengestellteil d2 ist, wie namentlich aus Fig. 2 ersichtlich, ein Hebel o schwingbar angeordnet, der dem Zwecke dient, das Anhalten des Webstuhls aus der Ursache des Kettenfadenbruchs unmittelbar zu bewirken. Das freie Ende des Hebels o ruht für gewöhnlich auf einer winkelförmigen Anschlagrast des Rahmengestells dl auf, während der plattenförmige Armteil dieses Hebels o sich in einer Lage oberhalb des Kopfes der Spindel j befindet, die von der Feder f 1 umgeben einer Hubbewegung unterhalb des Schwingarmes g1 fähig ist. Ein Zugorgan oder Drahtseil P ist an dem Ende des Hebels o befestigt und leitet (Fig. 5) zu der bekannten, nicht dargestellten Ausrückvorrichtung für den Webstuhl, die z. B. aus einem unter Gegengewichtsspannung _ gesetzten Klinkhebel o. dgl. bestehen kann. Wird der Hebel o, wie nachher beschrieben, aus der in. Fig. 2 gezeichneten Rastlage hochgekippt, so zieht er das Drahtseil p üm ein gewisses Stück nach oben und bewirkt so das Ausrücken des Antriebs und infolgedessen den Stillstand des Webstuhls. An der einen Stelle ist der Hebel o mit einem hervorspringenden Ansatz versehen, gegen den sich die Spindel j des Armes g1 legt (Fig. 2).
  • Wenn der Webstuhl seine Arbeitsbewegung ausführt und sich die Kettenfäden in der richtigen Lage und Ordnung befinden, nimmt der zuletzt erwähnte Klinkhebel die Stellung ein, wie sie der Antriebseinrückung entspricht. Wird aber an dem Drahtseil P ein Zug ausgeübt; so findet eine Umlegung eines Aüsrückerorgans derart statt, daß sich dasselbe im Stoßbereich bzw. im Schwingungswege des Rietblattes der Webstuhllade befindet. Infolgedessen wird bei der näcbstfolgenden Vorwärtsbewegung des Blattes - der Ausrückhebel in Tätigkeit gesetzt, worauf der Webstuhl in gebräuchlicher Weise zum Stillstand kommt. Beim Wiederanlässen des Stuhles-werden die Ausrückerorgane selbsttätig in die Anfangslage zurückgeführt, Die Breite der Schienen c, c und die Bewegung derselben ist derart, daß erst dann, wenn beide Schenkel der einen oder anderen Reiternadel n niedergehen, dieWirkung der Hemmung solcher Bewegung der Schienen c eintritt.
  • Die Welle f erhält mittels des Armes h (Fig. 7) von dem Webstuhltriebwerk aus eine regelmäßige Hin- und Herbewegung, die sich den Armen g1, g2 mitteilt.
  • Dabei wirken die vorher beschriebenen.Übertragungsmittel an Stelle zwangläufiger Bewegungsorgane mit. Wenn nun ein Nadelreiter herunterfällt, werden die Schienen c, c in ihrer Bewegung behindert. Die eine Stillsetzung der Welle f bewirkende Behinderung hat zur Folge, daß der Hebel lt, welcher seine Bewegung zwangsweise fortsetzt, den Hebelarm g1 (Fig. 7) nicht mehr bei der Schwingung mitnehmen kann, und daß sich wegen des Federungseingriffs am segmentförmigen Ausschnitt der Hebelnabe die Spindel j entgegen der Federwirkung emporschieben muß. Dadurch tritt der Kopf der Spindel j in Eingriff mit der Unterseite des Hebels o (Fig. 2) und hebt denselben so weit an, daß das Zugorgan oder Seil p emporgezogen und der Antrieb des Webstuhles mithin ausgerückt wird.

Claims (2)

  1. PATRNT-ANSPRÜCHE: z. Kettenfadenwächter-Vorrichtung für mechanische Webstühle mit auf den Kettenfäden hängenden haamadelförmigen, beim Kettenfadenbruch in den Bereich einer schwingenden Schiene fallenden Wächternadeln, dadurch gekennzeichnet, daß die zwischen senkrecht feststehenden Platten (a, a, b, b) in einer horizontalen Durchsetzungsebene geradlinig verschiebbaren und rahmenartig verbundenen Schienen (c, c) ihre hin und her gehende Bewegung von einer zwei Arme (g1, g4) tragenden Welle (f) unter dem Antrieb eines zwangsweise schwingenden Gliedes (h) erhalten, welches seinen Bewegungsantrieb aber nurmittels Reibungskupplung an die Wellenarme überträgt, wobei im Falle des Gleitungsangriffs ' bei gehemmterSchienenbewegung der Webstuhlantrieb abgestellt wird.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch x, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Welle (f) ein hohl ausgebildeter Hebel (g1) befestigt ist, während der zwangsweise hin und her bewegte Antriebshebel (h) an der Welle lose sitzt und mit einem segmentförmigen Ausschnitt versehen ist, der einem federnden Bolzen (j) als Kupplungsglied den Reibungsangriff ermöglicht, wobei im Falle des Gleitungsspiels der Kupplung der Bolzen (j) entgegen der Federung zurückgeschoben und zur Betätigung eines Ausrückerhebels (o) veranlaßt wird.
DE1914321506D 1913-12-31 1914-12-24 Kettenfadenwaechter-Vorrichtung fuer mechanische Webstuehle Expired DE321506C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
GB321506X 1913-12-31

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE321506C true DE321506C (de) 1920-06-05

Family

ID=10334064

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1914321506D Expired DE321506C (de) 1913-12-31 1914-12-24 Kettenfadenwaechter-Vorrichtung fuer mechanische Webstuehle

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE321506C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE321506C (de) Kettenfadenwaechter-Vorrichtung fuer mechanische Webstuehle
DE69206230T2 (de) Dreherwebschaft.
DE1710339B2 (de) Leistenbildungsmechanismus fuer eine webmaschine
DE3004287A1 (de) Schussfadenzufuehreinrichtung fuer webstuehle
DE641751C (de) Offenfach-Schaftmaschine
DE69201807T2 (de) Schaftmaschine für die Fachbildung bei Webmaschinen.
DE570020C (de) Vorrichtung zum Verweben von Hartdraht
DE643944C (de) Differential-Stoffschiebervorrichtung fuer Tragarm-Naehmaschinen
DE829278C (de) Kettenfadenwaechter
AT209278B (de) Webladenrücklaufeinrichtung für mechanische Webstühle
DE602928C (de) Flache Kulierwirkmaschine
AT44432B (de) Kettenfadenwächter für Webstühle.
DE801917C (de) Innentrittvorrichtung fuer Webstuehle
DE200245C (de)
DE566392C (de) Mehrkoepfige automatische Stickmaschine mit einem Stickrahmentraeger
DE1535904B1 (de) Webschaft
DE1535904C (de) Webschaft
DE589908C (de) Naehmaschine zur Erzeugung von in gerader Richtung verlaufenden Stichen und Zickzackstichen mittels seitlich bewegter Nadel
DE858827C (de) Webstuhl, insbesondere fuer Jute
DE608230C (de) Nadeln fuer Jacquard-, Schaft- und aehnliche Maschinen
DE708407C (de) Webstuhl zum Herstellen mehrerer Gewebe
DE164100C (de)
DE582547C (de) Matrizensetz- und Zeilengiessmaschine mit im Kreislauf an Draehten freihaengend gefuehrten Matrizenstaeben
DE654501C (de) Antriebsgestaenge fuer Schuettelrutschen
DE491190C (de) Vorrichtung zum Bilden und Aufschneiden der Kettenflornoppen fuer Kettenflor-Webstuehle