DE320322C - Verfahren zur Behandlung von Koks nach dem Ausstossen aus Kammeroefen - Google Patents

Verfahren zur Behandlung von Koks nach dem Ausstossen aus Kammeroefen

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DE320322C
DE320322C DE1916320322D DE320322DD DE320322C DE 320322 C DE320322 C DE 320322C DE 1916320322 D DE1916320322 D DE 1916320322D DE 320322D D DE320322D D DE 320322DD DE 320322 C DE320322 C DE 320322C
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coke
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treating coke
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B39/00Cooling or quenching coke
    • C10B39/04Wet quenching

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Gasification And Melting Of Waste (AREA)

Description

  • Verfahren zur Behandlung von Koks nach dem Ausstoßen aus Kammeröfen. Bei der Herstellung von Hochofen- und Gießereikoks, besonders bei der Verarbeitung von Gasflamm- oder Gaskohlen und auch ganz mageren Kohlen, ergibt der Kokereibetrieb große Mengen an feinkörnigem Koks; die Menge dieses Abfallkokses, sogenannter Koksasche, geht oft bis zu 2o Prozent hinauf. Dieser Koks ist im Hoch- und Kuppelofen nicht zu gebrauchen und muß deshalb einer besonderen Verwendung zugeführt werden. Dem steht wieder der Umstand entgegen, daß bei der bisher üblichen Ablöschung des Gesamtkokses, wie er aus dem Ofen kommt, die Koksasche natürlich ganz besonders mit Wasser gesättigt wird, da die kleineren Stücke sofort vom Löschwasser eingehüllt und durchtränkt werden und auch nicht genügend Eigenwärme besitzen, um das Wasser nachträglich wieder, wenigstens zum Teil, zu verdampfen. Die Löschung muß nämlich so geführt werden, daß die großen Koksstücke tatsächlich genügend abgelöscht werden, um den Abbrand nach Möglichkeit gering zu halten und das beliebte silbergraue Aussehen des Kokses zu erzielen; der hierzu zunächst nötige Gberschuß anLöschwasser wird durch die im Innern der größeren Koksstücke verbleibende Glut nachträglich wieder zur Verdampfung gebracht.
  • Die Erfindung folgt dem Leitgedanken, diese Koksasche in einer für ihre spätere Verwendung besser geeigneten Form zu gewinnen, und sieht deshalb eine Sonderung des Kokses vor dem Ablöschen vor, womit dann für die weitere Behandlung des großstückigen Kokses und der Koksasche die besten Bedingungen gegeben sind. So kann dann zunächst die Ablöschung des großstückigen Kokses rein in Rücksicht auf dessen Verwendungszweck geführt werden, während man sich früher, wenn vielleicht auch unbewußt, doch immer mehr oder weniger von dem Gedanken leiten ließ, die Koksasche nicht allzu naß zu bekommen. Auch für die Behandlung der Koksasche selbst besteht jetzt eine völlige Freiheit. Wollte man sie ablöschen, so könnte man dies.mit dem ihrer Stückgröße entsprechend geringeren Wassergehalt so durchführen, daß man letzten Endes auch hier einen Koks von möglichst geringem Wassergehalt erhält. Am meisten empfiehlt sich aber, die Koksasche gleich im glühenden Zustande weiter zu verwenden, z. B. zur Verfeuerung unter dem Dampfkessel oder zur Vergasung im Gaserzeuger. Hier ergibt sich nämlich insofern ein weiterer Vorzug, als der Entzündungspunkt der Koksasche sowieso schon sehr hoch liegt und die Verbrennung durch einen hohen Wassergehalt natürlich noch weiter beeinträchtigt wird. Wird' aber wie hier die Koksasche im glühenden Zustande sofort weiter verwendet, so entfallen die Schwierigkeiten der Wiederentzündung und der Beeinträchtigung der Verbrennung durch den hohen Wassergehalt. Der etwa hierbei eintretende Abbrand spielt insofern keine Rolle, als die Kolfsasche von vornherein einen geringwertigeren Brennstoff darstellt. Die Ausführung gestaltet sich so, däß der Koks, so wie er aus den Ofen kommt, zunächst unter Anwendung eines Rollenrostes o. dgl. so abgesiebt wird, d'aß aller Kleinkoks vom Grobkoks getrennt wird, worauf letzterer in der üblichen Weise abgelöscht wird., während die Koksasche so heiß, wie sie entstanden ist, zu den Dampfkesseln zur Verbrennung gebracht wird. Kann märi-die heiße Koksasr,he. nicht immer;. unmittelbär verwenden, so kann man' sie in einem mit feüer=-festen Steinen ausgemauerten Vorratsbehälter die erforderliche Zeit im glühenden Zustande aufspeichern. Man kann aber die Koksasche auch in einem derartigen Behälter unter Luftabschlußerkalten lassen, um so ohne Abbrand einen völlig wasserfreien und damit leichter zündfähigen und wirtschaftlicher zu verfeuernden Brennstoff zu erhalten.
  • Es ist bei Gaserzeugeröfen bereits bekannt, den dort als Rückstand aus den Retorten kommenden glühenden Koks unmittelbar in die mit den Öfen zusammengeschalteten Gaserzeuger zu überführen, wo der Koks vergast wird. Der der Erfindung zugrunde liegende Gedanke, bei der Herstellung von Hochofen-und Gießereikoks den Abfallkoks für seine erforderliche gesonderte Weiterverwendung auch entsprechend besonders vorzubereiten, bat hiermit aber nichts zu tun.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUcH Verfahren zur Behandlung von Koks nach dem Ausstoßen aus Kammeröfen, dadurch gekennzeichnet, daß die Tren-4 nung des Feinkokses von dem grobstückigen Hochofen- oder Gießereikoks noch in glühendem Zustand bewirkt wird, worauf der Feinkoks in einer seiner geringen Stückgröße entsprechenden Weise weiter verarbeitet wird, z. S. unmittelbar einer Feuerung oder einem Generator zugeführt, mit geringen Wassermengen gelöscht oder unter Luftabschluß gekühlt wird.
DE1916320322D 1916-09-13 1916-09-13 Verfahren zur Behandlung von Koks nach dem Ausstossen aus Kammeroefen Expired DE320322C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE925287C (de) * 1952-04-29 1955-03-17 Karl Dr-Ing Heitmann Verfahren zum Loeschen von Koks

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE925287C (de) * 1952-04-29 1955-03-17 Karl Dr-Ing Heitmann Verfahren zum Loeschen von Koks

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