DE315658C - - Google Patents

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DE315658C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01GCOMPOUNDS CONTAINING METALS NOT COVERED BY SUBCLASSES C01D OR C01F
    • C01G13/00Compounds of mercury
    • C01G13/04Halides

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Medicinal Preparation (AREA)

Description

Vermischt man 'eine alkoholische Losung von Sublimat mit einer wässerigen Lösung von Kaliumiodid, so erhält man eine klare, fast farblose Lösung, die auf Zusatz von 5. Wasser einen gelblichen Niederschlag liefert, der bald rot wird, indem er. in rotes Merkurijodid übergeht. Hat man jedoch vorher der alkoholischen Lösung ein Harz, wie Kolophonium, Kopalharz, Mastix, Sandarakharz
ίο oder Fette, wie Schweinefett oder Lipoide, wie Lezithin zugesetzt, gibt dann Kaliumjodidlösung hinzu, so entsteht ein gelblicher Niederschlag, der seine Farbe nicht ändert, der abgenutscht und getrocknet werden kann,
i'S ohne in rotes Merkurijodid überzugehen.
Der Einfluß der Lipoidsubstaiizen, Fette und Harze zeigt sieh auch, bei der Darstellung von Jodquecksilber auf anderen Wegen; so erhält man aus einer heißen, alkoholischen Lösung von Sublimat und Jod nach Zusatz von schwefliger Säure oder Sulfiten bis zur Entfärbung mit Wasser sehr bald rot werdendes Merkurijodid. Hat man aber der alkoholischen Lösung eine Lipoidsubstanz oder Fette oder Harze vorher zugesetzt, so behält der gelbe Niederschlag seine Farbe bei.
Ebenso erhält man aus Lösungen, die aus rotem Merkurijodid in Flüssigkeiten, wie Alkohol, Azeton, hergestellt sind, durch
Wasserfällung nur dann einen bleibend gelben Niederschlag, wenn Fette, Lipoide oder Harze zugesetzt waren.
Der nach dem Verfahren entstehende Jodquecksilberniederschlag ist in vielen, Fette, Lipoide, Harze lösenden Mitteln, wie Äthylalkohol, Methylalkohol, Azeton, Benzol, Essigester, Äther, löslich und läßt sich zu gelben Salben verreiben.
Das Jodquecksilberpräparat soll therapeutische' Anwendung finden.
Beispiel i.
680 g Sublimat und 200 g Kolophonium werden in 15 1 90prozentigem Spiritus gelöst. Zu dieser Lösung wird die Lösung von 650 g Kaliumiodid in 1,5 1 Wasser gegeben, die Mischung wird in 80 1 Wasser eingetragen.
Beispiel-2. '
Zu der Lösung von 300 g roten Merkurijodides in 8 1 9oprozentigem Spiritus werden 50 g Lezithin gegeben und nach Auflösung derselben 501 Wasser. .
B e i s ρ i el 3. ■
500 g Sublimat und 95 g Schweinefett werden in 11 1 96prozentigem Spiritus gelöst. Diese Lösung wird mit der Lösung von 400 g Kaliumiodid in 1 1 Wasser vermischt, die Mischung wird in 60 1 Wasser eingetragen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung" eines nicht in rotes Merkurijodid übergehenden Jodquecksilberpräparates, darin bestehend, daß man bei der Darstellung des roten Merkurijodides unter Benutzung von Lösungsmitteln, die Fette, Harze, Lipoide lösen, Fette, Harze, Lipoide zusetzt, oder indem man zu den Lösungen von Merkurijodid in Lösungsmitteln, die Fette, Harze, Lipoide lösen, vor der Fällung mit Wasser Fette, Harze, Lipoide zusetzt.
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