DE31490C - Vorrichtung zur selbstthätigen Ab- und Wiederanstellung der Walzen in Walzenstühlen - Google Patents

Vorrichtung zur selbstthätigen Ab- und Wiederanstellung der Walzen in Walzenstühlen

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DE31490C
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DENDAT31490D
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O. KORITZKI in Dresden
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B02CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING; PREPARATORY TREATMENT OF GRAIN FOR MILLING
    • B02CCRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING IN GENERAL; MILLING GRAIN
    • B02C4/00Crushing or disintegrating by roller mills
    • B02C4/28Details
    • B02C4/32Adjusting, applying pressure to, or controlling the distance between, milling members

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Delivering By Means Of Belts And Rollers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE SO: Mühlen und Zerkleinerungsmaschinen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 9. August 1884 ab.
Die selbstthätigen Ausrückvorrichtungen an Walzenstühlen haben bekanntlich den Zweck, das Leerlaufen der Walzen und hieraus resultirende Stumpfwerden der Riffeln bei einer aus irgend welchem Grunde unterbrochenen Zuführung des Mahlgutes zu verhindern.
Die bisher bekannten und angewendeten Vorrichtungen zum selbstthätigen Auseinanderrücken der Walzen sind fast alle mehr oder minder unzuverlässig; das Princip dieser Constructionen beruht immer darauf, dafs vermittelst Feder- oder Gewichtsandruckes, in Verbindung mit einer Hebelcombination die manchmal recht bedeutende Kraft zum Auseinanderrücken der Walzen hervorgebracht wird. Ein weiterer Uebelstand dieser Vorrichtungen ist, dafs nach erfolgtem Ausrücken der Mechanismus immer wieder von neuem eingestellt werden mufs, was besonders bei nur ganz kurzen Unterbrechungen in der Zuführung des Mahlgutes sehr störend ist.
Bei der vorliegenden Erfindung bewirkt ein getriebenes und, so lange der Walzenstuhl überhaupt in Bewegung befindlich ist, immer mitlaufendes Organ desselben die Ausrückung der Walzen, dasselbe Organ rückt aber auch, sobald erneute Zuführungen von Mahlgut stattfinden, die Walzen wieder ein und die Maschine arbeitet dann weiter, ohne dafs hierzu irgend ein Handgriff nöthig wäre.
Beschreibung der Ausrückvorrichtung und deren Wirkungsweise:
Fig. ι stellt die äufsere Ansicht des Walzenstuhles und der Ausrückvorrichtung, und zwar die Einlaufsgosse mit Mahlgut gefüllt und die Walzen in eingerückter Lage dar.
Fig. 2 zeigt einen Querschnitt des Walzenstuhles; die Einlaufsgosse ist dabei leer gedacht, und es befinden sich daher die Walzen in ausgerückter Stellung.
Fig. 3 giebt einen Längsschnitt bezw. eine Ansicht der Ausrückvorrichtung.
Die aus- und einrückende Bewegung der beweglichen Hebellager α α wird durch eine Welle b und durch Excenter c, welche auf Welle b aufgesetzt und mit den Hebellagern verbunden sind, bewirkt. Aus einer jeweiligen Rechts- und Linksdrehung dieser Welle b resultirt also immer ein Aus- und Einrücken der Walzen.
Auf die verlängerte Excenterwelle b ist ein mit Rechts- und Linksverzahnung versehenes Sperrrad d fest aufgekeilt, dessen Theilung und Anzahl der Zähne dem zum Aus- und Ein- . rücken erforderlichen Ausschlagwinkel entspricht. Vor dieses Sperrrad ist lose ein Winkelhebel mit einer doppelten Sperrklinke e aufgesteckt, welche im freien Zustande durch angebrachtes Uebergewicht stets nach links einfällt. Dieses so zusammengesetzte Schaltwerk erhält seine Bewegung durch Zugstange und kleine Kurbel von der Riemscheibe/ aus, die von der Walzenachse g ,dauernd angetrieben, also einerseits zur Bewegung des Schaltwerkes, andererseits zur Bewegung der Speise- bezw. Zuführungswalzen h h dient und sich lose auf der Welle i dreht. Die doppelt konische Scheibe k mit Klauenkupplung ist verschiebbar durch Feder mit der Welle i verbunden. Ist also die Scheibe k durch die Klauenkupplung mit der Scheibe f verbunden, Fig. 3, so wird auch die Welle i und mit ihr durch Räder-
Übersetzung die Speisewalze h bewegt. In der Einlaufsgösse sind nun leicht bewegliche Klappen 11 angeordnet, auf deren Achse aufserhalb der Gosse Hebel mit verschiebbaren Gewichten zur Ausbalancirung angebracht sind; diese Hebel sind durch schwache Zugstangen m mit den auf den Wellchen η befestigten Hebeln ο verbunden. Ferner ist der Hebel p, ebenfalls auf Wellchen η sitzend, durch eine Gelenkverbindung (Kettchen) mit der Sperrklinke e verbunden. Auf dem Wellchen q, und mit demselben fest verbunden, sind die Hebel r und s aufgesteckt; der Hebel r hat zwei Arme, welche derart geformt sind, dafs bei einer Drehung des Hebels die Scheibe k verschoben wird und somit ein Aus- und Einrücken der Speisewalzen stattfindet. Hebel 5 ist durch Zugstange mit dem auf der Excenterwelle aufgekeilten Hebel t verbunden. Endlich ist noch der Handhebel u lose auf Wellchen q aufgesteckt und ebenfalls durch eine schwache Zugstange ν mit dem Wellchen η verbunden. Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende: Denkt man sich, wie in Fig. ι gezeichnet, die Einlaufsgösse mit Mahlgut gefüllt, so sind die Klappen I in eine verticale Lage gedrückt und die Hebel mit der Zugstangenverbindung m (Wellchen η und Hebel p) gestatten das Einfallen der Sperrklinke nach links. Ist nun noch der Handhebel u in die gezeichnete Position fcu) gebracht, so wird das Schaltwerk die Excenterwelle b so lange nach links drehen, bis die Verzahnung am Sperrrad aufhört; alsdann klinkt das Schaltwerk auf der ■unverzahnten Fläche des Sperrrades fort, ohne eine weitere Drehung zu bewirken. Die Walzen sind somit zusammengerückt. In dieser Position ist aber auch vermittelst der Hebelverbindung tr und s die Scheibe k mit der Riemscheibe f durch die Klauenkupplung verbunden und die Speisewalzen h h sind somit in Bewegung gesetzt.
Hört nun der Zulauf des Mahlgutes auf, so entleert sich die Einlaufsgösse und die Klappen / werden durch die Gegengewichte hoch gezogen, zugleich wird aber auch durch die Zugstangen- und Hebelverbindung die Sperrklinke nach rechts geworfen, Fig. 2, und sofort beginnt das Schaltwerk die Excenterwelle nach rechts zu drehen, somit die Walzen aus einander zu rücken. Zu gleicher Zeit wird aber auch durch die Hebel- und Zugstangenverbindung t r und s die Scheibe mit Kupplung k verschoben, d. h. die Speisewalzen werden aufser Thätigkeit gesetzt. Um nun den Walzenstuhl trotz gefüllter Einlaufsgösse, Fig. 1, aufser Thätigkeit bringen zu können, ist der Handhebel u angeordnet. Legt man nämlich, entgegengesetzt der in Fig. 1 gezeichneten Position, den Handhebel nach links (auf), so wird die Sperrklinke durch Zugstange ν nach rechts geworfen, folglich werden die Walzen ausgerückt und die Speisewalze wird stillgestellt. Die selbsttätige Einrückung des Stuhles (vorausgesetzt, der Handhebel u ist auf (i(u) gestellt) erfolgt bei einem Vierwalzenstuhl immer erst, nachdem beide Klappen / heruntergedrückt sind, also wenn beide Walzen Mahlgutzufuhr erhalten. Das Ausrücken geschieht jedoch schon, wenn nur eine Klappe hoch gehoben wird.
Mit der Vorrichtung kann auch noch eine Signalglocke x, welche im ausgerückten Zustande Wecksignale giebt, verbunden sein und die Vorrichtung selbstredend auch bei Zweiwalzenstühlen und jeder beliebigen Lage der Excenterwelle angebracht werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Vorrichtung für Walzenstühle, die . mittelst eines Doppel-Schaltwerkes je nach dem Stande des Materialquantums im Fülltrichter die Walzen selbstthätig aus der Arbeitsstellung in die Leerstellung oder aus dieser in jene versetzt.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT31490D Vorrichtung zur selbstthätigen Ab- und Wiederanstellung der Walzen in Walzenstühlen Expired - Lifetime DE31490C (de)

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