DE314193C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE314193C DE314193C DENDAT314193D DE314193DA DE314193C DE 314193 C DE314193 C DE 314193C DE NDAT314193 D DENDAT314193 D DE NDAT314193D DE 314193D A DE314193D A DE 314193DA DE 314193 C DE314193 C DE 314193C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- gondola
- parachute
- ropes
- attached
- folded
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B64—AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
- B64B—LIGHTER-THAN AIR AIRCRAFT
- B64B1/00—Lighter-than-air aircraft
- B64B1/58—Arrangements or construction of gas-bags; Filling arrangements
- B64B1/64—Gas valve operating mechanisms
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
- Toys (AREA)
Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM 6. SEPTEMBER 1919
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT,
KLASSE 77h GRUPPE
Den Gegenstand der Erfindung bildet eine Gondel- und Fallschirmaufhängung an Ballonen
und Drachen, bei welcher der Fallschirm inmitten der Gondelhaltetaue an diesen befestigt,
und ungefähr in seiner Flächen ebene zusammengefaltet
in einem fest am Ballon oder Drachen sitzenden Tragegestell (Rahmen, Gehäuse o. dgl.)
auslösbar untergebracht ist, an dem auch die freien Enden der Gondelhaltetaue lösbar aufgehängt
sind. Die Anordnung ist dabei zweckmäßig so, daß durch Lösen eines einzigen Sperr organes
der Fallschirm und die Gondelhaltetaue gleichzeitig zum Abfall freigegeben werden.
Durch die Anbringung des Fallschirmes an den Gondelhaltetauen und seine Unterbringung in
einem besonderen Tragegestell, an dem auch_ die Gondel hängt, wird erreicht, daß der Fallschirm
während der Fahrt nicht hinderlich ist/ andererseits aber in schneller und zuverlässiger
Weise mit der Gondel von dem Tragegestell abgelöst werden kann, so daß die Insassen "der
Gondel im Falle der Gefahr nicht mehr aus der Gondel herauszuspringen brauchen, sondern mit
dieser zu Boden niedersinken können.·
Das Wesen der vorliegenden Erfindung besteht darin, daß durch den Zug der Seile, welche
an dem Fallschirm einerseits und der Gondel andererseits befestigt sind, die Sperrorgane,
welche den "zusammengefalteten Fallschirm in dem am Ballon oder Drachen befestigten Gehäuse
halten, in der Sperrlage gesichert werden. Diese Anordnung hat den Vorteil, daß die
Gondel keine besonderen Haltetaue, welche die Verbindung mit dem Drachen oder Ballon.herstellen,
besitzt, sondern die Gondel wird auch in hängendem, belastetem Zustande, d. h. wenm
der Fallschirm zusammengefaltet ist, einzig und allein von den Seilen, welche die Verbindung
zwischen Fallschirm und Gondel herstellen, in ihrer Lage gehalten. Die Verbindungsseile für
Gondel und Fallschirm werden somit gleichzeitig auch als Träger für die Gondel benutzt. Auf
den Zeichnungen ist als Ausführungsbeispiel, eine der Erfindung gemäß eingerichtete Gondel-
und Fallschirmaufhängung in mehr schematischer Darstellung veranschaulicht, und zwar
zeigt Fig. ι einen senkrechten Mittelschnitt, während Fig. 2 eine obere Ansicht des nach
Entfernung von Gondel und Fallschirm wieder geschlossen gedachten Tragegestelles darstellt.
Das zweckmäßig aus Aluminiumröhren in \ Glockenform hergestellte Tragegestell besteht
aus einem Kopfring a, einem Fußring b und einer Anzähl dieselben miteinander verbindenden,
radialen Streben c. Das Gestell ist in geeigneter Weise durch Taue d o. .dgl. fest am Ballon oder
Drachen aufgehängt. Auf dem Kopfring a sitzen drehbar zweckmäßig unter Federdruck
stehende Arme e, die in der Nähe ihrer freien Enden mit Ausbuchtungen e1 versehen sind. In
der Zeichnung sind die Federn der Deutlichkeit wegen nicht dargestellt. Die Arme e werden in
der in Fig. 1 gezeigten nach unten gerichteten Lage durch ein in ,die Ausbuchtungen eingelegtes
Sperrorgan, z. B. eine Scheibe f auseinandergespreizt gehalten. Es empfiehlt sich,
acht Dreharme e vorzusehen, von denen in der Zeichnung der Deutlichkeit wegen aber nur vier,
T>
LJ
bezeigt sind.. Jeder Arm e ist auf seiner Innenseite
mit einem Haken g ausgerüstet; beide Teile zusammen bilden eine Art Kipphaken,
der durch die Scheibe f in der Tragestellung gesichert ist. An diese Kipphaken sind die Haltetaue
h der Gondel i in der aus Fig. ι ersichtlichen Weise mit Augen oder ösen angehängt.
Die . Haltetaue ruhen auf den Streben c, die zweckmäßig auf ihrer Oberfläche mit einer
ίο rinnenartigen Vertiefung zu versehen sind.·
Auf dem Fußring b des Gehäuses sind unterhalb der Streben c Stäbe k drehbar angebracht,
die mit ihren Enden in Löcher e2 der zugehörigen
Arme e eingreifen. Diese Stäbe dienen zum Festhalten des in Falten in das glockenförmige
Gehäuse oder Gestell eingelegten Fallschirmes m. Letzterer ist mit einer mittleren
öffnung mu über die Arme e gestreift und besitzt
an seinem äußeren Rande eine den Stäben k entsprechende Anzahl von Ringen n, die auf
die Stäbe k aufgestreift und mit Hilfe von kurzen Tauen 0 an den Gondelhaltetauen h befestigt
sind. Während der Benutzung des Ballons oder Drachens nehmen die einzelnen
Teile die in Fig. ι gezeigten Stellungen zueinander ein. Die Gondel hängt dann mittels ihrer
Haltetaue an den Kipphaken des glockenförmigen Gestelles derart zuverlässig, daß sie voll
belastet werden kann. Der mit seinem äußeren Rande an den Gondelhaltetauen befestigte Fallschirm
befindet sich ungefähr in seiner Flächenebene nach seiner mittleren öffnung hin zusammengefaltet
in dem Innern des Gehäuses oder Gestelles untergebracht und durch die
„Stäbe k festgehalten, so daß er die Bewegungen
des Ballons nicht behindern, bzw. sich durch die Einwirkung von Wind und Luft nicht auffalten
kann! , . . .
Soll die Gondel mit Fallschirm zwecks Niedergehens
zur Erde von dem Ballon oder Drachen, d. h. von dem als eigentlichen Träger dienenden
Gehäuse oder Gestell gelöst werden, so wird mittels der Zugleine j>
die Sperrscheibe f zwischen den Kipphaken e g herausgerissen, die
alsdann unter dem Zug der Gondeltaue h nach einwärts schwingen, eine Drehbewegung in
Richtung der in Fig. 1 eingezeichneten Pfeile ausführen und schließlich nach oben und nach
außen herumklappen, wie dies in Fig. 1 bei dem rechten Kipphaken mit punktierten Linien angedeutet
ist. Hierbei gleiten die Ösen der Gondeltaue h von den Haken g ab und die abgelöste
Gondel-beginnt sofort zu fallen. Gleichzeitig üben die Gondeltaue aber mittels der Verbindungstaue
0 einen Zug auf die Ringe η aus , und ziehen diese von den beim Umklappen der
Kipphaken ebenfalls freigegebenen und niederschwingenden Stäben k nach unten hin ab. Da
die niederschwingenden Stäbe k, die ebenfalls unter Federwirkung stehen können, über die
Senkiechte hinaus etwa bis in die punktierte Lage nach außen ausschwingen werden, so
nehmen sie mit Hilfe der auf ihnen niedergleitenden Ringe ti den äußeren Rand des Fallschirmes
mit nach außen, wodurch der Fallschirm eine Ausbreitung in seiner Ebene erfährt und der Luftzutritt unter den Fallschirm
gewährleistet wird. Die Stellung, die der Fallschirm gleich nach Abgleiten der Ringe η von
den Stäben k ungefähr einnehmen wird, ist in Fig. ι mit punktierten Linien angedeutet. Durch
Lösen eines einzigen Sperrorganes f wird also die Gondel und der Fallschirm gleichzeitig freigegeben.
Das glockenförmige Tragegestell bleibt nach Ablösung von Gondel und Fallschirm in geöffnetem
Zustand an dem Ballon oder Drachen hängen.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Haltetaue h gegabelt gewählt. Die An-Ordnung
kann aber auch so sein, daß die Gabelung fortfällt und jedes Haltetau aus einem einfachen Ende besteht. In solchem Falle läuft
das Haltetau h, ebenso wie in Fig. 1 gezeigt, von der Gondel über das Gehäuse b, c, α nach
dem Haken g, ist aber um diesen nur einfach herumgeschlungen, kehrt dann wieder über das
Gehäuse α, c, δ zurück und ist mit seinem Ende
an dem Ring η befestigt, Bei dieser Ausführung
kommt falso das Verbindungstau 0 gänzlich in Fortfall."
Claims (1)
- Patent-Ansprüche: · ·1. Gondel- und Fallsphirmaufhängung an Ballonen und Drachen, bei welcher der zusammengefaltete Fallschirm in einem fest am Ballon oder Drachen befestigten Tragegestell p. dgl. auslösbar untergebracht ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperrorgahe, welche den zusammengefalteten Fallschirm in dem Gestell halten, durch den Zug der Gondelhaltetaue, welche einerseits an dem Fallschirm und andererseits - an der Gondel befestigt sind, in der Sperrlage gesichert werden.2. Gondel- und Fallschirmaufhängung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Fallschirm und die Gondelhaltetaue durch Auslösen eines'einzigen Sperrorganes gleichzeitig freigegeben werden.3. Gondel- und Fallschirmaufhängung nach Anspruch 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Gondeltaue an Kipphaken o. dgl. des Tragegestelles angehängt sind, die durch ein gemeinschaftliches, von der Gondel aus-■ lösbares Sperrorgan (Scheibe o. dgl.) in der Tragestellung gesichert sind..4. Gondel- und Fallschirmaufhängung nach ' Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,' daß das Festhalten des zusammengefalteten Fallschirmes in dem Tragegestell durch an diesem angebrachte Drehstäbe erfolgt, die in der Haltestellung durch die Kipphaken gesichert sind.5. Gondel- und Fallschirmaufhängung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Außenrand des Fallschirmes an den Drehstäben mit Hilfe von Gleitringen o. dgl. geführt ist, die beim Abgleiten von den nach Freigabe niederschwingenden Drehstäben den Fallschirm ausbreiten.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE314193C true DE314193C (de) |
Family
ID=567021
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT314193D Active DE314193C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE314193C (de) |
-
0
- DE DENDAT314193D patent/DE314193C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE314193C (de) | ||
| DE344591C (de) | Fallschirm | |
| DE210665C (de) | ||
| DE367327C (de) | Fallschirm mit Huelle und Entfaltungsvorrichtung | |
| DE443435C (de) | Fallschirm mit getrennt verpackten Tragseilen und Schirmteil | |
| DE424902C (de) | Vorrichtung zum Anhaengen von Bomben an Luftfahrzeugen mit einer Zuenderschutzhaube | |
| DE582770C (de) | Einrichtung zum Aufnehmen und Abgeben von Frachtgut von im Fluge befindlichen Luftfahrzeugen | |
| DE563325C (de) | Fallschirm mit Mitteln zur Bildung taschenartiger Falten an seinem Rande | |
| DE450064C (de) | Schiffsschaukel | |
| DE520596C (de) | Ball, welcher einen Fallschirm einschliesst und aus zwei Haelften besteht, die nur durch eine Gummischnur verbunden sind, und nach dem Hochwerfen des Balles unter Entfaltung des Fallschirms auseinanderfallen | |
| DE511972C (de) | Umlegbarer Ausleger fuer fahrbare Drehkrane | |
| DE411924C (de) | Fallschirm-Spielzeugpuppe | |
| DE376575C (de) | Zusammenlegbarer als Armstuetze dienender Reisetisch | |
| DE299026C (de) | ||
| DE362763C (de) | Entlueftungsvorrichtung fuer Eisenbahnwagen | |
| DE241202C (de) | ||
| DE901627C (de) | Sauerstoffatemschutzgeraet mit einem UEberdruckventil zur Entlueftung oder Spuelung des Atembeutels | |
| DE227242C (de) | ||
| DE89379C (de) | ||
| DE205984C (de) | ||
| DE263702C (de) | ||
| DE231611C (de) | ||
| DE361468C (de) | Vorrichtung zum Faellen von Baeumen samt Wurzeln | |
| DE505577C (de) | Schrankkoffer | |
| DE358365C (de) | Vorrichtung zum Verstauen und Loslassen von an Flugzeugen vorgesehenen Fallschirmen |