DE31418C - Appaiat für den Anschauungsunterricht in der Stereometrie - Google Patents

Appaiat für den Anschauungsunterricht in der Stereometrie

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DE31418C
DE31418C DENDAT31418D DE31418DA DE31418C DE 31418 C DE31418 C DE 31418C DE NDAT31418 D DENDAT31418 D DE NDAT31418D DE 31418D A DE31418D A DE 31418DA DE 31418 C DE31418 C DE 31418C
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stereometry
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C. HÄNIG in Dessau
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    • G09BEDUCATIONAL OR DEMONSTRATION APPLIANCES; APPLIANCES FOR TEACHING, OR COMMUNICATING WITH, THE BLIND, DEAF OR MUTE; MODELS; PLANETARIA; GLOBES; MAPS; DIAGRAMS
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42: Instrumente.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 26. September f884 ab.
Der vorliegende, zum Anschauungsunterricht in der Stereometrie dienende Apparat ist folgendermafsen beschaffen:
An vier schmiedeisernen Säulen S1 S2 S& S4 ist oben und unten je eine quadratische Eisenplatte E1 E2 von 180 mm Seite vermittelst je vier Muttern Ot1 m2 Ot3 Wi4 m5 Ot6 JM7 Ot8 befestigt. Die obere Eisenplatte E1 trägt einen kreisförmigen Ausschnitt von 120 mm Durchmesser und an der vorderen Seite einen symmetrisch abgeschrägten Einschnitt, der an der vorderen Seite 30 mm, an der hinteren 20 mm Breite hat. Auf der oberen Eisenplatte E1 ist eine gleich grofse Platte P1, welche aus Metall oder auch ,.aus Pappe hergestellt sein kann, aufgelegt, und auch diese Platte ist mit den oben schon erwähnten vier Muttern Ot1 Ot2 Ot3 Ot4 an die Eisenplatte E1 angeschraubt. Diese Platte P1 hat einen kreisförmigen Ausschnitt von 130 mm Durchmesser und an der vorderen Seite einen entsprechenden Einschnitt wie die Eisenplatte E1 von 40 mm vorderer und 30 mm hinterer Breite, so dafs die Eisenplatte E1 überall um 5 mm unter der Platte P1 vorsteht. Auf dieser Platte P1 nun liegt concentrisch zum kreisförmigen Ausschnitt ein gezahntes Rad R von 150 mm Durchmesser und mit 360 Zähnen. An diesem Rad R schleift eine Feder f, welche bei einer Drehung des Rades R mit dem Griff K einzelne Grade zu zählen gestattet. Ferner trägt die Platte E1 an ihrer unteren Fläche mittelst der vier Schrauben V1-V2 V3 V4 zwei Ansätze A1 und A2, welche seitwärts über der Platte hervorstehen und je einen senkrecht stehenden Stift I1 Z2 tragen, um. deren jeden sich eine Hülse H1 Zz2 drehen kann. Die beiden Hülsen Zz1 und Zz2 haben je einen seitlichen Fortsatz g1 g2, an deren jeden eine Feder U1 n2 angenietet ist, welche mittelst der Schrauben O1 O2 an das Zahnrad R angedrückt werden können, wodurch ein Abfallen dieses Rades beim etwaigen Umkehren des Apparates verhindert wird.
Die untere Eisenplatte E2 hat einen quadratischen Ausschnitt von 120 mm Seite und die unter ihr mittelst der Muttern Ot5 Ot6 Ot7 Ot8 befestigte Platte P2, welche, wie die obere Platte P1, aus Metall oder Pappe hergestellt sein kann, hat einen quadratischen Ausschnitt von 130 mm Seite, so dafs also die Eisenplatte immer um 5 mm vor der Platte P2 hervorsieht. Im übrigen ist der untere Theil des Apparates dem oberen gleich, nur dafs die Säulen S1 S2 S3 S4 nach unten je eine Verlängerung haben, von denen in der vorderen Ansicht die beiden \ und b2 sichtbar sind. Auf diesen Verlängerungen kann der Apparat stehen. Auch ist das Zählrad R und die Feder f, sowie der am Zählrade eingeschraubte Griff K natürlich im unteren Theile des Appa-i rates in Fortfall gekommen.
In den kreisförmigen Ausschnitt der oberen Platte P1 passen nun kreisförmige Einsätze, welche auf der vorstehenden Eisenplatte E1 aufliegen können. Diese am besten aus Pappe gefertigten Einsätze tragen je drei mit Oesen ausgeschlagene Löcher, in welche drei an der unteren Fläche des Zahnrades befindliche Stiftchen passen, so dafs der Einsatz gleichzeitig mit dem Rad R sich zu drehen gezwungen ist. Ebenso passen in den quadratischen Aus-
schnitt der unteren Platte P2 quadratische Einsatzstücke, welche durch die Federn n3 K4 mittelst der Schrauben O3 O4 an die untere Eisenplatte E0 angedrückt werden können, wo sie Auflage haben. Die Einsatzstücke sind von gleicher Stärke wie die Platten P1 und P2. Das Rad R endlich wird durch eine kreisrunde Rinne geführt, in welcher ein auf der Platte E1 befindlicher Wulst sich dreht. Von den Einsatzstücken tragen die runden nur auf einer, die viereckigen auf beiden Seiten geometrische Figuren, und zwar je zwei gleichartige, eine gröfsere und eine kleinere, so dafs mit demselben Einsatzstücke der prismatische und zugleich der entsprechende pyramidale Körper dargestellt werden kann. In den Ecken und sonstigen bemerkenswerthen Punkten dieser geometrischen Figuren sind kleine Häkchen \ angebracht, durch welche sich Gummifäden hindurchziehen lassen, welche die Kanten des darzustellenden Körpers bilden.
Beim Gebrauch des Apparates setzt man oben und unten das der End- bezw. Grundfläche des darzustellenden Körpers entsprechende Einsatzstück ein, klemmt das untere quadratische fest, verbindet die im oberen und unteren Einsatzstücke befindlichen Häkchen in zweckentsprechender Weise durch gefärbte Gummifäden (Fäden ohne Ende) und legt endlich die Zählscheibe R auf. So lassen sich, wenn man nun das Rad R dreht, alle aus de'm ursprünglichen Körper entstehenden Drehkörper auf das deutlichste entwickeln und veranschaulichen. Auch etwaige Durchschnitte durch Körper lassen sich durch blofses Weglassen bestimmter Fäden leicht herstellen, und vorzüglich klar tritt hervor, bei welcher Gröfse der Drehung der Körper ein Maximum oder Minimum wird.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein Apparat zum Anschauungsunterricht in der Stereometrie, bei welchem die Veranschaulichung des Wesens der ebenflächig begrenzten stereometrischen Gebilde und der aus diesen Gebilden infolge Drehung einer Grundfläche entstehenden Drehkörper ohne Zuhülfenahme einer materiellen Achse durch dehnbare Fäden vermittelt wird, welche letztere durch Häkchen oder Oesen mit auswechselbaren Pappscheiben in der Weise verbunden werden können, dafs die durch sie dargestellten Kanten des jeweiligen stereometrischen Gebildes bei Drehung der an einer mit Gesperre versehenen Zählscheibe befestigten, die mathematische Figur der einen Grundfläche tragenden Pappscheibe um ihren Mittelpunkt die mit dem Gebilde vorgehenden Aenderungen für jede Gröfse der Drehung erkennen lassen.
    Hierzu l Blatt Zeichnungen.
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