DE313697C - - Google Patents
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Description
Der Übergang der Eisenbahnfahrzeuge auf Linien mit anderen Spurweiten war unter den
jetzigen Verhältnissen mit großen Schwierigkeiten verbunden, indem die bisherigen, ver-,
einzelt angewandten Ausführungen zum Verschieben der Räder an spezielle Werkstatteinrichtungen
gebunden waren und die Operationen zum Verschieben der Räder auf den ■Übergangsstationen zu viel Zeit in Anspruch nehmen.
Der Zweck der vorliegenden Erfindung geht nun dahin, daß Verschieben der Räder für
eine andere Spur in einer kurzen Aufenthaltspause , des Fahrzeuges auf den Über'gangsstationen
ohne Zuhilfenahme besonderer Werk-Statteinrichtungen und ähnlicher Hilfsmittel,
zu bewerkstelligen, dadurch, daß der Wagen während seines Aufenthaltes auf ein sogenanntes
Übergangsgeleise mit ,Zahnstangenstrecke manövriert wird, wo das Verschieben der Räder
durch die Drehbewegung der Achsen und Räder während der Durchfahrt über das Übergangsgeleise automatisch erfolgt.
Die beiliegende Zeichnung zeigt die Ausführungsform der Erfindung, bestehend aus einem
Achsensatz mit verschiebbaren Laufrädern nach Fig. ι bis 3 und einer Übergangsgeleisestrecke
mit Zahnstange nach Fig. 4, während Fig. 5 in schematischer Form eine Geleisestrecke mit
zwei durchgehenden Schienensträngen für zwei Spurweiten darstellt, welche mit einem Übergangsgeleise
mit dazwischen liegender Zahnstange kombiniert ist.
In den Fig. 4 und 5 bezeichnet i das Geleise mit enger Spur, f mit weiterer Spur, während
O das Übergangsgeleise und X die Zahnstange darstellt.
Für die Fahrt auf dem Geleise mit engerer Spurweite i haben beispielsweise die verschiebbaren
Räder r mit den Radkörpern d die in Fig. ι gezeichnete Stellung, d. h. die Radkörper
d liegen an den Anschlägen t der drehbaren Gewindehülse h an und sind durch die
als Mitnehmer dienenden, die Radkörper d horizontal durchdringenden Sicherheitsvorrichtungen
k, welche mit den äußeren Anschlägen s scharnierartig verbunden und in Schlitzen η
des Radkörpers d geführt sind, arretiert, indem die Klinken k in die hierfür passenden Ausschnitte
α des Anschlages t eingreifen, wodurch
ein unbeabsichtigtes Lösen der Gewindehülse oder des einen oder anderen Rades durch die
Fahrterschütterungen vermieden wird. Die Gewindehülse h mit Zahnrad ζ ist auf der
durchgehenden Achse w zwischen Achansätzen gelagert und gegen achsiale Verschiebung gesichert.
Der äußere Anschlag s, welcher vorteilhafter Weise zweiteilig ausgeführt werden
kann, ist auf der Achse w fest aufgeklemmt.
Sollen nun die beiden Räder r für die weitere Spur f verschoben werden, so werden
zuerst die Mitnehmer bzw. Sicherheitsvorrichtungen k sämtlich er Räder aus den Ausschnitten«
der Anschläge t entfernt und in die punktiert angegebene Lage eingestellt. Im ausgekuppelten
Zustand der Klinken k kann nun die Gewindehülse h mit Zahnrad ζ nach derjenigen Richtung,
welche dem Auseinanderschrauben des Gewindes g bzw. der Radverschiebung nach außen
entspricht, gedreht werden. Das Drehen der
ίο Hülse h erfolgt, sobald das durch die Klinken k
losgekuppelte Räderpaar die Übergangsstrecke 0 überfährt, wobei das Zahnrad ζ in die Zahnstange
X eingreift und durch die Fahrbewegung in Umlauf versetzt wird. Beim Befahren der
Übergangsstrecke O vollführt das auf der er* höht liegenden Zahnstange χ rollende Zahnrad
ζ während der Durchfahrtsperiode mehr Umdrehungen als die beiden größeren Räder r,
indem der kleinere Umfang des Zahnrades 2 sich schneller abwickelt als der größere Umfang der Räder r. Das Zahnrad ζ läuft deshalb
bei der gleichen Wegstrecke in seiner Umlaufzahl den Rädern r voraus und bewirkt
dadurch ein Vorlaufen der Gewindehülse h gegenüber dem Radkörper d der Räder r bzw.
dem auf dem Naben vorsprung υ eingeschnittenen Gegengewinde. Das Gewinde g der einen Seite
ist rechtsgängig, das andere linksgängig, damit die beiden Räder auf derselben Achse sich
stets in entgegengesetztem Sinne zueinander verschieben. Die Länge der Zahnstange χ
ist so bemessen, daß die Verschiebung 'der Räder r auf die größere Spurweite bis zum
Anliegen am äußeren Anschlag s vollständig eingetreten ist, bevor das Zahnrad ζ das Ende
der Zahnstange χ durchlaufen hat. Bei der Weiterbewegung des Fahrzeuges werden daher
die Räder r bis zum Ende eier Zahnstange auf
den Schienen gleiten, weil dieselben nun durch den Anschlag s an ihrer freien Bewegung gehindert
und an den vom Zahnrad beschriebenen kürzeren Weg gebunden, .sind; dadurch wird
der\Vorteil erreicht, daß durch den Reibungswiderstand beim Gleiten auf den Schienen die
Räder fest gegen den Anschlag gepreßt werden.
Das Übergangsgeleise O von der engeren
Spur i zur weiteren Spur f ist so verlegt, daß die Schienenkopfentfernung sich in dem Maße
vergrößert, wie die Räder sich infolge der fortschreitenden Gewindesteigung zu ihrer Achse
verschieben. Sobald das Fahrzeug bzw. die Achse mit den , verschobenen Rädern das
Übergangsgeleise mit Zahnstange passiert hat, werden die Sicherheitsklinken k aus der
punktierten Lage wieder in die entsprechenden Ausschnitte α der Anschlagsscheibe t eingesetzt,
worauf das Fahrzeug für die Weiterfahrt auf die.Weitspur bereit ist. Die Betätigung der
als Mitnehmer dienenden Sicherheitsvorrichtungen k, welche nach der dargestellten
Ausführung von Hand erfolgt, kann auch zweckmäßigerweise durch eine automatisch wirkende Vorrichtung ersetzt werden.
■ Sollten die Räder eines Fahrzeuges mit der vorliegenden Einrichtung in umgekehrtem
Sinne von der .Weitspur auf die engere Spur umgestellt werden, so finden die nämlichen
Operationen in entgegengesetzter Richtung statt. . ·
Die Lokomotive, welche die Fahrzeuge mit verschiebbaren Rädern durch die Übergangsgeleise zu manövrieren hat, kann mit festen
Rädern für die eine oder andere Spurweite gebaut sein, indem gemäß Fig., 5 ein doppelspuriges
Geleise i, f mit einem Übergangsgeleise O mit Zahnstangenstrecke χ kombiniert
werden kann.
Claims (3)
1. Vorrichtung zur Veränderung der Spurweite von Eisenbahnfahrzeugen mit
in der Übergangsstrecke zwischen den Fahrschienen liegender Hilfsschiene, auf
welcher beim . Übergang von einer Spurweite zu der anderen, ein zwischen den
Laufrädern des Radsatzes angeordnetes Hilfsrad rollt, dadurch gekennzeichnet, daß die beim Befahren der Übergangsstrecke
auf den Fahrschienen rollenden. Laufräder des Fahrzeuges infolge ihres von denjenigen
des Hilfsrades verschiedenen Durchmessers gegenüber dem Hilfsrad eine Drehung ausführen,
zufolge welcher sie während ihrer Rollbewegung auf der Übergangsstrecke
gleichzeitig eine achsiale Verschiebung erfahren, indem sie mit dem Hilfsrad durch
Schraubengewinde verbunden sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Hilfsrad durch
eine um die Achse drehbar gelagerte und gegen achsiale Verschiebung gesicherte Gewindehülse an den Fahrzeugradnaben
angreift.
3. Vorrichtung nach Ansprüchen 1 und 2, gekennzeichnet durch fest mit der Achse
und mit der Gewindehülse verbundene Scheibenanschläge für die den beiden Spurweiten
entsprechenden Endstellungen der Räder, wobei der eine Scheibenanschlag
mit den Radkörper durchdringenden und als Mitnehmer wirkenden Sicherheitsvorrichtungen
versehen ist, die durch Eingriff in die Anschlagscheibe der Gewindehülse
auf der anderen Radseite die Gewindehülse bei den normalen Fahrstellungen der Räder
feststellen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen. '
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH495463X | 1918-03-05 |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
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| DE (1) | DE313697C (de) |
| FR (1) | FR495463A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1019681B (de) * | 1956-05-17 | 1957-11-21 | Deutsche Bundesbahn | Umspurradsatz, insbesondere fuer Schienenfahrzeuge |
| DE1067466B (de) * | 1957-01-12 | 1959-10-22 | Uerdingen Ag Waggonfabrik | Auf verschiedene Spurweiten einstellbarer Eisenbahnradsatz |
Families Citing this family (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB1521687A (en) * | 1974-10-26 | 1978-08-16 | Anderson Mavor Ltd | Mining machine haulage installation |
| FR2471903A1 (fr) * | 1979-12-21 | 1981-06-26 | Sotramef | Essieu de vehicule ferroviaire a ecartement variable |
| CN115447620A (zh) * | 2022-10-19 | 2022-12-09 | 中车株洲电力机车有限公司 | 标准轨用轮轨驱动及米轨用齿轨驱动的轮对驱动系统 |
-
0
- DE DENDAT313697D patent/DE313697C/de active Active
-
1919
- 1919-02-03 FR FR495463A patent/FR495463A/fr not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1019681B (de) * | 1956-05-17 | 1957-11-21 | Deutsche Bundesbahn | Umspurradsatz, insbesondere fuer Schienenfahrzeuge |
| DE1067466B (de) * | 1957-01-12 | 1959-10-22 | Uerdingen Ag Waggonfabrik | Auf verschiedene Spurweiten einstellbarer Eisenbahnradsatz |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR495463A (fr) | 1919-10-09 |
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