DE31350C - Rundkulirstuhl - Google Patents

Rundkulirstuhl

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DE31350C
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DE
Germany
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chair
thread
round
goods
needles
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT31350D
Other languages
English (en)
Original Assignee
SOCIETE PO-RON FRERES, FILS ET MORTIER in Troyes, Aube, Frankreich
Publication of DE31350C publication Critical patent/DE31350C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04BKNITTING
    • D04B9/00Circular knitting machines with independently-movable needles
    • D04B9/26Circular knitting machines with independently-movable needles for producing patterned fabrics
    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04BKNITTING
    • D04B9/00Circular knitting machines with independently-movable needles
    • D04B9/26Circular knitting machines with independently-movable needles for producing patterned fabrics
    • D04B9/28Circular knitting machines with independently-movable needles for producing patterned fabrics with colour patterns

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Knitting Machines (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 25: Flecht- und Strickmaschinen.
(Aube, Frankreich).
Rundkulirstuhl.
Fatentirt im Deutschen Reiche vom 26. Juli 1884 ab.
Die Erfindung bezweckt, während des Wirkens die Anzahl der arbeitenden Fäden zu variiren.
Das hierin liegende neue Princip ist auf alle Rundkulirstühle anwendbar. Die benutzten mechanischen Mittel variiren je nach den Resultaten, welche man erhalten will.
Diese hauptsächlichsten Resultate bestehen darin,, dafs man erhalten kann:
ι. mehrfarbige Ringelwaare,
2. Säume, welche bei Ränderwaare als obere Kanten dienen, und
3. verschiedene Variationen der Waare in Bezug auf die Maschen .wie auf die Farbe.
Wir wollen diese Resultate der Reihe nach betrachten, indem wir Kulirstühle verschiedener Systeme als Beispiele annehmen. Im übrigen aber theilen wir die Kulirstühle in zwei Klassen ein: solche, bei denen die Waare aufserhalb des Stuhles herabgleitet und bei denen die Fäden aufhören, an der Arbeit theilzunehmen, aber fortfahren, sich abzuwickeln, indem sie sich auf die Waare drauflegen; ferner solche, bei denen die Waare innerhalb des Stuhles herabgleitet. Bei diesen Stühlen gehen die nicht in Arbeit befindlichen Fäden nach der Mitte des Waarenschlauches zu und gleiten mit demselben zusammen herab.
Einen Stuhl der letzteren Art und mit einer einzigen Fontour zeigt Fig. 1 der beiliegenden Zeichnungen in perspectivischer Ansicht. Die Nadeln AA... sind Zungennadeln und an Platinen α angelöthet, welche sich in verticalen Schlitzen des Nadelkranzes 1M verschieben können. Während der Umdrehung des letzteren um seine Achse giebt die in dem festen ä'ufseren Cylinder N befindliche Nuth N1N1 allmälig jeder Nadel diejenigen Stellungen, welche für die Bildung der Maschen erforderlich sind.
In Fig. 2 zeigt No. 1 die Anfangsstellung der Nadel, die Zunge ist herabgeschlagen; die Nadel geht nach oben No. 2, um die Masche unter die Zunge gleiten zu lassen. Die Nadel erfafst neuen Faden, geht nach unten No. 3 bis in die Stellung No. 4, wo die Zunge die Nadel wieder schliefst und der neue Faden durch die alte Masche hindurchgezogen wird, wodurch eine neue Schleife gebildet wird.
. Dieser Stuhl besitzt zwei Fadenführer DD1 und liefert eine aus zwei abwechselnden Spiralen gebildete Waare, wo jede Spirale die Farbe des Fadens ihres betreffenden Fadenführers besitzt.
Wenn nun in einem gewissen Augenblick der Weg, welchen die Nadeln vor dem Fadenführer D durchlaufen, geändert wird, z. B. dadurch, dafs man das verschiebbare, vorspringende Stück B nach unten schiebt, so werden sich die Nadeln auf ihrem Wege an dieser Stelle nicht mehr heben, sie werden keinen Faden mehr erfassen und die Waare wird von nun an nur aus einer einzigen Spirale gebildet werden, welche die Farbe des von dem Fadenführer D1 zugeführten' Fadens hat.
Man kann nun in gleicher Weise den von D1 zugeführten Faden aufser Arbeit setzen bezw. die Nadeln veranlassen, den von D1 zu-
geführten Faden nicht mehr zu erfassen, während gleichzeitig der von D zugeführte Faden wieder in Arbeit gesetzt wird. Auf diese Weise wird die Farbe des Waarenstückes gewechselt.
Das Verstellen der vorspringenden Stücke B geschieht, ohne den Stuhl anzuhalten, und kann automatisch durch den Stuhl selbst bewirkt werden, z. B. durch die Schläger einer Zählkette, welche bei Strumpfwirkstühlen häufig gebraucht wird, um gewisse Längen des erzeugten Waarenstückes zu markiren.
Nehmen wir nun einen Rundränderstuhl, Fig. 3, mit zwei Fontouren H V an, welche von zwei Fadenführern DD1 je einen Faden von verschiedener Farbe erhalten. Die erzeugte Waare ist eine Ränderwaare, welche aus zwei herumlaufenden Spiralen von verschiedener Farbe, z. B. roth und blau, zusammengesetzt ist. In einem gewissen Augenblick kann man nun gleichzeitig das Erfassen des rothen Fadens von den Nadeln der einen Fontour und das Erfassen des blauen Fadens von den Nadeln der anderen Fontour verhindern, Fig. 4, und man erhält alsdann zwei durch einen Saum g mit einander verbundene Waarenstücke if1, die sehr geeignet sind, als oberer Rand an Strümpfen zu dienen. Die beiden mit einander verbundenen Waarenstücke ähneln den Kehrseiten der regulären Ränderwaare, jedoch mit dem Charakter, dafs die eine Seite die Farbe des einen Fadens und die andere Seite die Farbe des anderen Fadens hat.
Wenn ausnahmsweise diese Arbeit normal wird, so erhalten wir in einander zwei unter sich verbundene Waarenschläuche von verschiedener Farbe, auf welchen wir durch gleichzeitige Umkehrung der Fadenzuführung Streifen erzeugen können. Der Faden geht dann von den horizontalen Nadeln H auf die verticalen V über, und umgekehrt. Die beiden Waarenschläuche, welche so entstehen, werden nach der Anzahl der Maschenreihen gestreift sein, aber von entgegengesetzter Farbe und an den Stellen g, wo die Faden die Fontour wechseln, mit einander verbunden.
Schneidet man diese Verbindungsfäden durch, so werden die beiden Waarenschläuche von einander unabhängig.
Endlich kann man die Aufnahme des Fadens auch nur bei einem Theil derselben Fontour verhindern, während der übrige Theil fortfährt, Faden aufzunehmen. In der entstehenden Waare werden dann nur Bruchstücke von Spiralen des entsprechenden Fadens sichtbar sein. In dieser Weise kann man die mannigfachsten Variationen in Bezug auf die Anzahl und Farbe des Fadens erzeugen.
Um den Schneideapparat bei der Trennung der beiden, Ende gegen Ende mit einander verbundenen Waarenschläuche zu führen, heben wir bei der Maschenreihe R, welcher die Scheere folgen soll, einen Theil des angewendeten Fadens hoch, und zwar durch Senken des Theiles d des beweglichen Fadenführers D, welcher durch die gewünschte Anzahl Fäden/1 dieses Maschenbildungssystems dringt. Die Fäden f1 liegen dann zu tief, um von den Nadeln H erfafst werden zu können; sie wickeln sich rund um das Gewebe ab, ohne in dasselbe einzutreten.
Für die specielle Erzeugung von Randstücken vereinigen wir die Langreihen, indem wir bei dem einen Maschenbildungssystem während einer vollen Umdrehung des Stuhles den Faden tiefer über die Nadeln kuliren.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Ein Rundkulirstuhl mit mehreren Fadensystemen, bei welchem ein Theil der vorhandenen Fadensysteme während des Ganges von der Maschenbildung ausgeschlossen werden kann, so dafs Ringelwaare entsteht.
2. Ein Rundkulirstuhl mit zwei Nadelsystemen (Rundränderstuhl) und mit mehreren Fadensystemen, sofern an demselben die Stuhl- und Maschinennadeln sich zeitweilig in die vorhandenen Fadensysteme theilen, dergestalt, dafs zwei getrennte, in einander hängende Waarencylinder entstehen, deren Vertauschung im Sinne von innen und aufsen während des Ganges möglich ist.
Hierzu .2 Blatt Zeichnungen,
DENDAT31350D Rundkulirstuhl Expired - Lifetime DE31350C (de)

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