DE3134552C2 - Röntgendiffraktometer - Google Patents

Röntgendiffraktometer

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DE3134552C2
DE3134552C2 DE3134552A DE3134552A DE3134552C2 DE 3134552 C2 DE3134552 C2 DE 3134552C2 DE 3134552 A DE3134552 A DE 3134552A DE 3134552 A DE3134552 A DE 3134552A DE 3134552 C2 DE3134552 C2 DE 3134552C2
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Abstract

Das Röntgendiffraktometer nach der Erfindung umfaßt eine Einheit (52, 53) zum Erfassen der Lage und der Intensitätsverteilung des gebeugten Röntgenstrahls relativ zu einem Schmalbündel-Röntgenstrahl und eine Vorrichtung zum Verfahren der Erfassungseinheit (52, 53) in eine Position, in der sie den gebeugten Röntgenstrahl erfassen kann; das Röntgendiffraktometer ermöglicht eine zuverlässige und einfache Groberfassung der Lage des gebeugten Röntgenstrahls sowie eine Feinerfassung der Intensitätsverteilung desselben, ohne daß dadurch die Erfassungseinheit vergrößert werden muß.

Description

3 4
Fig. 12 den Kriechfestigkeitsfaktor Φο über dem tastet Ferner ist auf der Meßsonde 22 ein zweiter Strah-Dauerfestigkeitsfaktcr Φ/. lungsdetektor angeordnet, der aus einer linearen An-
F ig. 1 zeigt die wesentlichen Baugruppen einer Ordnung einer Vielzahl von Detektorelementsn besteht Röntgendiffraktometeranordnung. Von einer Röntgen- Der zweite Strahlungsdetektor 53 besteht aus einigen strahlungsquelle 15,16,18 werden Röntgenstrahlen 20 5 Tausend SQiciumfotodioden, die in Abständen von ca. durch eine Ko'Jimatoranordnung 19,42 auf eine Materi- 10 μπι angeordnet sind. Diese Anordnung ermöglicht alprobe 10 gerichtet, und die an der Materialprobe 10 eine sehr hohe Beugungswinkelauflösung und dient zur gebeugten Röntgenstrahlen 2i werden von einer Meß- Untersuchung der Intensitätsverteilung der gebeugten sonde 22 erfaßt 7,ur Vereinfachung sind die vom Rönt- Röntgenstrahlung.
gendiffraktometer getrennt angeordneten Bauelemen- 10 Die Meßsonde 22 bzw. die Strahlungsdetektoranordte, wie die Hochspannungsversorgung, die Meß- und nung 51 ist mit Hilfe des Motors 55 in sich drehbar. Der Auswerteschaltung und eine Hochvakuumpumpeinheit Motor 55 ist auf einer Führungsschiene 56 radial zum nicht dargestellt auf die Materialprobe 10 einfallenden Röntgenstrahl
Eine Grundplatte 12 des Röntgendiffraktometers verschiebbar. Zu diesem Zweck ist an dem Gehäuse des stützt sich über Stützen 11 auf einer in Fcrm eines 15 Motors 55 eine Zahnstange 57 angeordnet, in die eine Blechs vorliegenden Materialprobe 10 ab. Die Höhenla- Schnecke 59 eingreift, die von einem Motor 58 gedreht ge der Grundplatte 12 ist einstellbar. Auf dieser Grund- wird.
platte 12 ist eine Vakuumkammer 14 mit einem Ab- Fig^zeigtdiezudemRöntgendiffraktometerzuge-
saugstutzen 13 befestigt In der Vakuumkammer 14 hörige Meß- und Auswerteschaltung. Anhand Fig.4 werden schnelle thermische Elektronen von einer Ka- 20 wird im folgenden ein Verfahren zum Frfassen der gethode 15 erzeugt, von einer um diese Kathode 15 herum beugter. Röntgenstrahlung erläutert Vitesn bei der Urangeordneten elektromagnetischen Linse 16 v. einem tersuchung ein schmales Röntgenstrahlbündel verwenschmalen Bündel komprimiert und treffen dann auf eine det wird, wird der Motor 55 zunächst so positioniert, Drehanode 18, die Röntgenstrahlen erzeugt, die durch daß die Fotodiodenanordnung 53 senkrecht zur Raäialeinen an der Unterseite der Vakuumkammer 14 ange- 25 richtung der Drehplatte 33 ausgerichtet ist Durch Betäordneten Kollimator 19 aus der Vakuumkammer 14 aus- tigung des Motors 58 wird die einzelne PIN-Fotodiode treten und auf die Materialprobe 10 treffen. 52 so weit verschoben, bis sie einen gebeugten Röntgen-
Wie in F i g. 2 gezeigt, ist an der Grundplatte 30 der strahl erfaßt Diese Erfassungsposition ist durch die Git-Vakuumkammer 14 ein Lager 31 angebracht, in dem ein terkonstanten des Materials der Probe, den Abstand der zylinderförmiges Teil 32 gelagert ist, an dessen Unter- 30 Beugungsebenen des Werkstoffs, die Wellenlänge des seite eine Drehplatte 33 befestigt ist Auf der Drehplatte verwendeten Röntgenstrahl und durch den Abstand 33 ist ein Motor 36 angeordnet, der eine Schnecke 35 zwischen dem Strahlungsdetektor und der Materialproantreibt die in ein an dem Lager 31 befestigtes Schnek- be bestimmt Anschließend wird der Motor 36 eingekenrad 34 eingreift An der Unterseite der Drehplatte 33 schaltet, wodurch die PIN-Fotodiode 52 gedreht wird ist eine Kollimatorhalterung 41 angeordnet, die mit HiI- 35 und eine Abtastung durchführt Die Positionen, an defe eines Elektromagneten 40 verschiebbar ist Zusätzlich nen die Fotodiode 52 ein Beugungssignal erfaßt werden zu dem Kollimator 19 mit einer kleinen kreisförmigen in eine Beugungsbildlageerfassungsschaltung 61 eingeöffnung zur Erzeugung eines schmalen Strahlenbündels geben. Die Erfassungsschaltung 61 steuert die Meßf onist an der Koilimatorhalterung 41 ein weiterer Kollima- de 22 so, daß der zweite Detektor 53 die Beugungsintentor 42 mit einer kreisfönnigen öffnung mit größerem 40 sitätsverteilung an dieser Stelle mißt und die Detektorsi-Durchmesser zur Erzeugung eines breiten Strahlenbün- gnale «i eine Auswerteschaltung 63 weitergibt dels befestigt Anschläge 43 und 44 dienen zur Positio- Wie bereits erwähnt, kann die Materialprobe 10 auch
nierung der beiden Kollimatoren 19,42 im Strahlengang mit einem breiten Röntgenstrahlenbündel bestrahlt von der Röntgenstrahlungsquelle emittierten Strahlen, werden. In diesem Fall kann, wenn die Detektoranordkonzentrisch zur Drehplatte 33. Ein Röntgenstrahl ho- 45 nung 51 durch Betätigung des Motors 55 so eingestellt her Strahlungsdichte kann durch Bündelung des Stroms wird, daß die Längsrichtung der Fotodiodenanordnung der thermischen Elektronen mittels einer an die elektro- mit der Radialrichtung der Drehplatte 33 zusammenmagnetische Linse 16 angelegten Hochspannung er- fällt, die Halbwertsbreite des Beugungssignals aus der zeugt werden. Ein schmales Röntgenstrahlenbündel mit dem zweiten Detektor 53 ermittelten Intensitätsver-(z. B. mit einem Durchmesse:· von 100 bis 150 μπι) kann 50 teilung bestimmt werden.
erzeugt werden, indem der Kollimator 19 verwendet Im folgenden wird die Bestimmung der Dauerfestig-
wird und ein breites Röntgenstrahlenbündel kann er- keit oder der Lebensdauer unter der Einwirkung von zeugt werden, indem an die elektromagnetische Linse Kriechdehnung und Ermüdung aufgrund der in der 16 eine Niederspannung angelegt wird und der Kollima- oben erläuterten Weise erhaltenen Iritensitätsverteilung tor 42 verwendet wird (der Durchmesser des breiten 55 des gebeugten Röntgenstrahl erläutert Röntgenstrahlenbündels kann z. B. 500 μπι bis zu 1 mm F i g. 5 zeigt ein Beispiel für eine Intensitätsverteilung
betragen). Die Anwendung des breiten Röntgenstrah- eines gebeugten Röntgenstrahl bei Verwendung des lenbündels wird weiter unten erläutert schmalen Röntgenstrahlenbündels. Man erkennt, daß
An der Materialprobe 10 gebeugte Röntgenstrahlen bei der Bestrahlung eines Kristallkorns vier Intensitätswerden von der Detektoranordnung 51 erfaßt, die 60 spitzen auftretsn. Es treten mehrere Intensitätsspitzen eine Szintillationsschicht 50 zum Umsetzen der Rönt- auf, da eine Umorientierung im Kristallkorn auftritt, genstrahlung in Lichtquanten und eine Fotodiodenan- wenn das Material eine Zug- und Ermüdungr-beanspruordnung aufweist F ig. 3 zeigt die Meßsonde 51 von der chung erfährt, wodurch sich der gebeugte Röntgen-Materialprobe 10 aus gesehen. Die Detektoranordnung strahi in Umfangsrichtung bezüglich der Achse der weist eine einzelne PIN-Fotodiode 52 mit einem Durch- 65 Drehplatte verbreitert Aus der Breite Srder Beugungsmesser von einigen Millimetern auf, die zur Lageerfas- intensitätsverteilung und der Anzahl m der Spitzen könsung gebeugter Röntgensti &hlen dient Mit dieser Foto- nen die Gesamtorientierungsabweichung^(der Höchstdiode 52 wird ein großer Beugungswinkelbereich abge- wert in Richtung der Kristallunterkörner) und der
Durchmesser t der Unterkörner wie folgt bestimmt werden:
_ 8 . /tan© ST \ ß*. — arc sin I -—- · —*-), ff Vsinö 4A0/
t - t„m
-2/3
(2)
θ -
Äo -
ίο -
IO
Bragg-Winkel,
Abstand zwischen dem Detektor und der Materialprobe, Kristallkorndurchmesser.
15
Da die Parameter β und t das Materialverhalten bei bleibender Formänderung ^isiicr^cben, können öi^ Gesamtformänderung und die Spannungsamplitude durch Messen von β und t berechnet werden. F i g. 6 zeigt die Beziehung zwischen der Gcsamtorientierungsabweichung β und der Beiastungszeit T. Eine analoge Beziehung besteht zwischen der Kriechdehnung und der Belastungszeit Demzufolge besteht eine lineare Beziehung zwischen der Gesamtdehnung ε und der Ge- samtorientierungsabweichung β entsprechend F i g. 7, wobei diese Beziehung materialabhängig ist Andererseits besteht eine hyperbolische Beziehung zwischen dem Unterkomdurchmesser f und der Gesamtdehnung e, wie z. B. in F i g. 8 dargestellt ist Wenn man also vorher eine Hauptkurve der Kriechdehnung bei einer frei gewählten Temperatur bestimmt, kann die einwirkende mechanische Spannung aus der Gesamtdehnung ε nach F i g. 7 oder F i g. 8 und aus der tatsächlich gemessenen Zeit anhand der F i g. 9 berechnet werden. Ferner kann durch Berechnung der Bruchzeit 7} bei dieser mechanischen Spannung ε die Restlebensdauer T, bestimmt werden.
Nachstehend wird ein Verfahren zum Bestimmen der Restlebensdauer 7> für den Fall erläutert, in dem sich Ermüdung und Kriechdehnung überlappen. Zunächst wird gemäß dem bereits erläuterten Verfahren die Halbwertsbreite ermittelt (In diesem Fall wird das breite Röntgenstrahlenbündel verwendet da bei Verwendung des schmalen Röntgenstrahlenbündels eine Mehr- zahl von Intensitätsspitzen, gemäß Fig.5, auftritt so daß eine Erfassung der Halbwertsbreite mit hoher Präzision unmöglich ist) Fig. 10 gibt die Beziehung zwischen der Halbwertsbreite b und der Anzahl N der Lastspiele wieder. MaB erhält die im wesentlichen konstante Beziehung gemäß F i g. 11, wenn man auf der Abszisse anstelle der Anzahl //der Lastspiele das Verhältnis N/ Mr mit N — Anzahl der Lastspiele und Nf «= Anzahl der Bruchspiele aufträgt Auf diese Weise kann die Restlebensdauer Tr durch Bestimmen der Halbwertsbreite b bestimmt werden.
Wenn sich Ermüdung und Kriechdehnung überlappen, wird der Kriechfestigkeitsfaktor Φ — 777} aus β oder t, die durch das Verfahren mit dem schmalen Röntgenstrahlenbündel erhalten wurden, bestimmt, wogegen der Dauerfestigkeitsfaktor Φί N/Nf aus der Halbwertsbreite b bestimmt wird, die mit dem breiten Röntgenstrahlenbündel erhalten wurde. Φε und Φί werden dann an die Hauptkurve der Defektkurve unter Überlappung von Ermüdung und Kriechdehnung angelegt, wobei diese Kurve vorher ermittelt wurde, so daß der Gesamteffekt erfaßt und die Restlebensdauer bestimmt werden können.
Im folgenden wird ein Verfahren zum Berechnen der Lebensdauer unter Verwendung der Hauptkurve und der Defektkurve anhand Fig. 12 erläutert. Zunächst werden die Betriebszeit Γ nach Betriebsbeginn und die Anzahl der Lastspiele W aufgezeichnet. Dann werden zu einer vorbestimmten Untersuchungszeit die Halbwertsbreite b, die Gesamtorientierungsabweichung^und der Durchmesser t der Unterkörner gemessen, und die Festigkeitsfaktoren Φο und #/werden daraus abgeleitet. <PC und Φι werden in dem Defektdiagramm aufgezeichnet. Der Ausgangspunkt / und der Defektpunkt m werden durch eine Gerade verbunden, die verlängert wird, um einen Schnittpunkt η mit der Defektkurve zu erhalten. Da die Zeit bis zum Erreichen des Defektpunkts m vom Ausgangspunkt / T ist und die Anzahl der Lastspiele η ist, ergibt sich die Restlebensdauer wie folgt:
mn
Vr-/V·
mn Im'-
Wenn Γ oder Nunbekannt sind, wird die Operation fortgesetzt, um die Halbwertsbreite b sowie die Gesamtoriertierungsabweichung/?und den Durchmesser t der Unterkörner zum Zeitpunkt der nächsten vorbestimmten Untersuchung zu messen, und der Zeitablauf Tsowie die Anzahl der Lastspiele N zwischen diesen Untersuchungen werden aufgezeichnet, wodurch die Restlebensdauer 7> entsprechend der folgenden Gleichung erhalten wird:
Tr' T-
Nr- N-
on
on mo
Wenn sich die Betriebsbedingungen vom Defektpunkt m aus ändern und nur Ermüdung zur Einwirkung kommt, kann die Restlebensdauer Nr aus der folgenden Gleichung erhalten werden, indem eine Gerade vom Punkt m parallel zu der iP^Achse gezogen wird, um den Schnittpunkt ρ mit der Defektkurve aufzutragen und senkrechte Linien von den Punkten m und ρ zur φ-Achse gezogen werden, um die Schnittpunkte m' und p' zu erhalten:
Gleichermaßen bezeichnet
die Restlebensdauer, wenn vom Defektpunkt m an nur Kriechdehnung auftritt
Wenn Ermüdung und Kriechdehnung vom Defektpunkt m aus überlappend auftreten, werden die abgelaufene Zeit T und die Anzahl N der Lastspiele aufgezeichnet, um die HaTbwertsbreite b, die Gesamtorientierungsabweichung β und den Durchmesser t der Unterkörner zu erfassen; und wenn der Defektgrad den Punkt r erreicht, kann die Restlebensdauer aus
erhalten werden, mit j - Schnittpunkt zwischen der
Verlängerung von mr und der Defektkurve. Auf diese
Weise können die Kriechfestigkeit bzw. Zeitstandslebensdauer und die Dauerfestigkeit bzw. Ermüdungsie- io
bensdauer und die Restlebensdauer bei Überlappung
von Kriechdehnung und Ermüdung berechnet werden.
Das oben stehend erläuterte Verfahren zum Berechnen der Restlebensdauer kann mit Hilfe der in F i g. 4
gezeigten Meß- und Auswerteschaltung durchgeführt 15
werden.
Die Gesamtorientierungsabweichung β und der Unterkorndurchmesser f, die in einer Auswerteschaltung
66 zur Bestimmung der Orientierungsabweichung /fund
des Unterkorndurchmessers t erhalten werden, werden 20
einer Schaltung 67 zur Auswertung der Kriechdehnungsdefekte zugeführt. Diese Schaltung 67 speichert
Kriechdehnungskurven bei jeder Temperatur, die im
voraus durch Versuche erhalten werden und setzt die
aus β oder ι abgeleitete Gesaintdehung mit der Tempe- 25
ratur und der abgelaufenen Zeit T in Beziehung, die
vom Telexer 60 zugeführt werden, wodurch die mechanische Spannung erhalten und der Kriechfestigkeitsfaktor
3o
φ = _——. . ι
sowie die Restlebensdauer Tr erhalten werden. ί
Die von einer Schaltung 64 zur Bestimmung der 35 ! Halbwertsbreite erhaltene Halbwertsbreite wird an eins Auswsrtsschsltung 65 angelegt. In diese Schaltung
65 sind vorher die Hauptkurven der Halbwertsbreiten- Λ
änderung bei jeder Temperatur eingespeichert worden. i
Sie vergleicht die Hauptkurve mit b, wodurch der Dau- 40 ')\
erfestigkeitsfaktor ^:
Φί= N/Nf y
und die Restlebensdauer Nf unter Verwendung der An- 45 ■
zahl N der Lastspiele, die vom Telexer 60 zugeführt '}
werden, ermittelt werden. ^i
Wenn Kriechdehnung und Ermüdung einander über- U
lappen, werden der Kriechfestigkeitsfaktor Φί und der Ά
Dauerfestigkeitsfaktor Φ/ an die Auswerteschaltung 68 50 i|
angelegt und mit den Defektkurven verglichen, die in 1
einem Speicher dieser Schaltung 68 gespeichert sind, |
wodurch die Restlebensdauer 7> und Nr in der erläuter- '4
ten Weise berechnet werden. Die ermittelten Ergebnis- ΐ
se werden dem Telexer 60 zugeführt Die so erhaltene 55 i
Information kann auf einer Anzeige 69 oder auf einem ψ
Kurvenschreiber 70 angezeigt werden. 1
Hierzu 8 Blatt Zeichnungen
60
85

Claims (3)

ι 2 Mit diesem Röntgendiffraktometer werden bestimm- Patentansprüche: te mechanische Eigenschaften einer Faser untersucht Während mit dem ersten Strahlungsdetektor die Lage
1. Röntgendiffraktometer, insbesondere zur Be- eines an der Faser gebeugten Röntgenstrahls erfaßt Stimmung der Restlebensdauer einer Materialprobe, 5 wird, indem dieser auf einer Führungsschiene an den mit Ort maximaler Strahlungsintensität gefahren wird, wird
der zweite Strahlungsdetektor ebenfalls auf der Füh-
— einer Röntgenstrahlungsquelle, rungsschiene auf den ersten Strahlungsdetektor zu ver-
— zwei am Ausgang der Röntgenstrahlungsquelle schoben, bis der zweite Strahlungsdetektor eine Strahin den Strahlengang einführbare, den Röntgen- 10 lungsintensität erfaßt, die halb so groß ist, wie die vom strahl unterschiedlich begrenzende Kollimato- ersten Strahlungsdetektor gemessene. Die Differenz ren, zwischen den Winkellagen der beiden Strahlungsdetek-
— zwei Strahlungsdetektoren, die radial zum auf toren bezüglich der Richtung des auf die Probe einfaldie Materialprobe einfallenden Röntgenstrahl fenden Röntgenstrahls und des Punkts auf der Probe, an verschiebbar sind und wobei der eine Strah- 15 der die Beugung stattfindet, wird zur Bestimmung der lungsdetektor die Lage eines an der Material- interessierenden mechanischen Parameter ausgewertet probe gebeugten Röntgenstrahls erfaßt, Über den genauen Aufbau der Strahlungsdetektoren ist
— einer Vorrichtung zum Drehen der Strahlungs- in dieser Druckschrift nichts ausgesagt Die Intensitätsdetektoren um die durch den von der Röntgen- verteilung eines Beugungssignals wird durch Verfahren strahlungsquelle auf die Materialprobe einfal- 20 der Strahlungsdetektoren auf einer Führungsschiene lenden Röntgenstrahl definierte Achse und abgetastet Diese Methode ist hinsichtlich des Auflö-
— einer Auswerteschaltung für die Strahlungsde- sungsvermögens einer Feinstruktur der Intensitätsvertektorsignale, teilung begrenzt Da mit dem in dieser Druckschrift be-
schriebenen Röntgendiffraktometer die mittlere Kri-
dadurch gekennzeichnet, daß 25 stallitgröße in einer Faser bestimmt werden soll und sich
diese bereits aus der Überlagerung der Bcugungssigna-
— der erste (52) und der zweite (53) Strahlungsde- Ie von einer großen Anzahl von Kristalliten ergibt ist es tektor eine aneinandergrenzende Detektoran- bei diesem Verfahren auch nicht erforderlich, eine Fein-Ordnung (51) bilden, bei der der zweite Strah- auflösung zu erzielen.
lungsdetektor (53) aus einer linearen Anord- 30 Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein gat-
nung einei Vielzahl von Detektorelementen be- tungsgemäßes Röntgendiffraktometer derart weiter zu
steht und entwickeln, daß bei kompaktem Aufbau der Meßsonde
— die Detektoranordnung (51) parallel zum auf eine Groberfassung der Position eines gebeugten Röntdie Materialprobe (10) einigenden Röntgen- genstrahls sowie eine Feinerfassung der Intensitätsverstrahl (20) in sich drehbar ist 35 teilung auf einfache Weise ermöglicht wird.
Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden
2. Röntgendiffraktometer nach Anspruch 1, da- Merkmale des Anspruchs 1 gelöst
durch gekennzeichnet daß die Kollimatoren (19,42) In den Unteransprüchen sind bevorzugte Ausgestal-
kreisförmige Öffnungen mit unterschiedlichen tungen des erfindungsgemäßen Röiugendiffraktome-
Durchmessern aufweisen. 40 ters gekennzeichnet
3. Röntgendiffraktometer nach Anspruch 1 oder 2, Das erfindungsgemäße Röntgendiffraktometer eigdadurch gekennzeichnet daß der erste Strahlungs- net sich insbesondere zur Bestimmung der Restlebensdetektor (52) eine einzelne Fotodiode und der zweite dauer einer Materialprobe.
Strahlungsdetektor (53) eine Anordnung aus mehre- Die Erfindung wird anhand eines in der Zeichnung
ren Fotodioden aufweist wobei beiden Sirahlungs- 45 gezeigten Ausführungsbeispiels im folgenden näher er-
detektoren (52, 53) eine Szintillationsschicht (50) läutert In der Zeichnung zeigt
vorgeschaltet ist F i g. 1 in Seitenansicht eine Ausführungsform des
Röntgendiffraktometers,
F i g. 2 in vergrößertem Maßstab einen Teilausschnitt 50 ausFig. 1,
Die Erfindung betrifft ein Röntgendiffraktometer, der F i g. 3 eine Draufsicht auf die Detektoranordnung,
im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 beschriebenen F i g. 4 ein Blockschaltbild einer Meß· und Auswerte-
Art Ein solches Röntgendiffraktometer ist aas der US- schaltung des Röntgendiffraktometers, i ..·
PS 35 96 092 bekannt F i g. 5 die Beugungsintensität bei Verwendung eines
Das in dieser Druckschrift beschriebene Röntgendif- 55 schmalen Röntgenstrahlenbündels über der Erfassungs-
f raktometer weist eine Röntgenstrahlungsquelle auf, an position (Beugungswinkel Θ),
deren Ausgang zwei in den Strahlengang einführbare, F i g. 6 die Gesamtorientierungsabweichung β über
den Röntgenstrahl unterschiedlich begrenzende Kolli- der ßeiastungszeit T,
matoren angeordnet sind. Zwei Strahlungsdetektoren F i g. 7 die Gesamtorientierungsabweichung β über
sind radial zum auf die zu untersuchende Probe einfal- 60 der Gesamtdehnung e,
lenden Röntgenstrahl verschiebbar. Einer dieser Strah- F i g. 8 den Unterkorndurchmesser t über der Gelungsdetektoren dient zur Erfassung der Lage eines an samtdehnung ε,
der Probe gebeugten Röntgenstrahis. Die Strahlungsde- F i g. 9 die Gesamtdehnung ε über der Belastungs-
tektoren sind auf einer Vorrichtung angeordnet mit der zeit T,
diese um die durch den auf die Probe einfallenden Rönt- 65 F i g. 10 die Halbwertsbreite b über der Anzahl N der
genstrahl definierte Achse gedreht werden können. Fer- Lastspiele,
ner weist dieses Röntgendiffraktometer eine Auswerte- F i g. 11 die Halbwertsbreite b über dem Dauerfestigschaltung für die Detektorsignale auf. keitsfaktor (P/und
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