DE3127071C2 - Abwurfkörper - Google Patents
AbwurfkörperInfo
- Publication number
- DE3127071C2 DE3127071C2 DE19813127071 DE3127071A DE3127071C2 DE 3127071 C2 DE3127071 C2 DE 3127071C2 DE 19813127071 DE19813127071 DE 19813127071 DE 3127071 A DE3127071 A DE 3127071A DE 3127071 C2 DE3127071 C2 DE 3127071C2
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- drop
- arms
- ground
- dropping
- hose
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 230000002787 reinforcement Effects 0.000 claims description 15
- 230000000087 stabilizing effect Effects 0.000 claims description 4
- 230000006378 damage Effects 0.000 claims 2
- 241000446313 Lamella Species 0.000 claims 1
- 238000007654 immersion Methods 0.000 claims 1
- 239000000463 material Substances 0.000 claims 1
- 230000000284 resting effect Effects 0.000 claims 1
- 230000006641 stabilisation Effects 0.000 claims 1
- 238000011105 stabilization Methods 0.000 claims 1
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims 1
- 239000007789 gas Substances 0.000 description 9
- 239000013013 elastic material Substances 0.000 description 2
- 239000002360 explosive Substances 0.000 description 2
- 239000006096 absorbing agent Substances 0.000 description 1
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 1
- 230000002349 favourable effect Effects 0.000 description 1
- 239000000835 fiber Substances 0.000 description 1
- 239000011152 fibreglass Substances 0.000 description 1
- 239000002346 layers by function Substances 0.000 description 1
- 239000004033 plastic Substances 0.000 description 1
- 230000035939 shock Effects 0.000 description 1
- 230000007704 transition Effects 0.000 description 1
- 238000004804 winding Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F42—AMMUNITION; BLASTING
- F42B—EXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
- F42B10/00—Means for influencing, e.g. improving, the aerodynamic properties of projectiles or missiles; Arrangements on projectiles or missiles for stabilising, steering, range-reducing, range-increasing or fall-retarding
- F42B10/32—Range-reducing or range-increasing arrangements; Fall-retarding means
- F42B10/48—Range-reducing, destabilising or braking arrangements, e.g. impact-braking arrangements; Fall-retarding means, e.g. balloons, rockets for braking or fall-retarding
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F42—AMMUNITION; BLASTING
- F42B—EXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
- F42B23/00—Land mines ; Land torpedoes
- F42B23/24—Details
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Physics & Mathematics (AREA)
- Fluid Mechanics (AREA)
- Toys (AREA)
Abstract
Die Erfindung bezieht sich auf einen Abwurfkörper (1), z.B. eine abwerfbare Mine, Streubombe od.dgl., die zum Aufrichten des Abwurfkörpers nach dem Aufprall auf dem Boden durch eine Betätigungseinrichtung, vorzugsweise einen Gasgenerator (9), abspreizbare Arme (5) aufweist. Zwischen den einzelnen, symmetrisch um den Umfang des Abwurfkörpers verteilten Armen sind entfaltbare Segelflächen (6) gespannt. Gemäß der Erfindung werden die Arme bereits während des Fluges des Abwurfkörpers zur Beeinflussung von dessen Flugbahn gesteuert bis zu einem bestimmten Winkel abgespreizt und nach dem Aufprall des Abwurfkörpers auf dem Boden weitergespreizt, so daß dieser aufgerichtet wird. Als Arme werden vorzugsweise elastische Well- bzw. Balgenschläuche verwendet, die längs ihrer unteren bzw. oberen Mantellinien unterschiedliche Längenstreckung aufweisen und von dem Gasgenerator aufgeblasen werden.
Description
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, für einen Abwurfkörper der eingangs genannten Art insbesondere
die Konstruktion für die beim Aufrichten beteiligten Elemente zu vereinfachen und ein sicheres Aufrichten
auch bei gegebenenfalls hoher Aufprallgeschwindigkeit
des Abwurfkörpers auf den Boden zu gewährleisten.
Diese Aufgabe ist gemäß der Erfindung durch die im kennzeichnenden Teil des Patentanspruches 1 angegeoenen
Merkmale gelöst
Demgemäß ist zwischen den abspreizbaren Armen eine entfaltbnre Segelfläche gespannt, durch die der Abwurfkörper
bereits während seines Fluges durch die Luft merklich abgebremst wird. Außerdem sind die Arme
zumindest teilweise elastische und an ihren freien Enden gasdicht abgeschlossene Schlauchgebilde, die
von einem Gasgenerator aufgeblasen werden. Die Dehnbarkeit der Schläuchgebilde, die bevorzugt als sogenannte
Wellschläuche ausgebildet sind, ist so abgestellt, daß durch das Aufblasen die Arme entgegen der
Flugrichtung verschwenkt werden.
Derartige elastische Schlauchgebilde haben zudem den Vorteil, daß der Aufprall des Abwurfkörpers am
Boden gedämpft wird.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend
anhand der Zeichnungen näher erläutert In den Zeichnungen stellt dar
F i g. 1 einen Querschnitt durch einen Abwurfkörper gemäß der Erfindung mit einer Stiibiüsierungs- und
Bremsvorrichtung aus mehreren abspreizbaren Armen, zwischen die Segelflächen gespannt sind, wobei in der
Figur drei Stellungen der Arme dargestellt sind;
F i g. 2 eine Aufsicht auf den Abwurfkörper gemäß F i g. 1 in der zweiten Stellung der Arme;
F i g. 3 einen Abwurfkörper gemäß der Erfindung in mehreren Funktionslagen;
F i g. 4 einen Längsschnitt durch einen Teil eines als Wellschlauch ausgebildeten abspreizbaren Armes des
Abwurfkörpers;
Fig.5 zwei Schnitte längs der Linien VrVi bzw.
V2-V2 in F i g. 4.
Ein Abwurfkörper 1 weist ein zylindrisches Gehäuse mit einem Vorderteil 2 und einem Heckteil 3 auf. Im
Innern des Vorderteiles befinden sich d»e für die Funktion des Abwurfkörpers notwendigen Einrichtungen,
wie z. B. eine Sprengladung und ein Zünder. Im Heckteil ist eine Stabilisierungs- und Aufrichtvorrichtung 4 zusammengeklappt
untergebracht; diese Vorrichtung weist mehrere, symmetrisch um den Umfang des Abwurfkörpers
verteilte und in einer radialen Ebene ausschwenkbare Arme 5 auf. Zwischen jeweils zwei benachbarten
Armen ist eine fächerförmig gefaltete Segelfläche 6 aus elastischem Material eingespannt. Aus
der in F i g. 1 mit A bezeichneten eingeklappten Stellung können die Arme 5 in Pfeilrichtung verschwtnkt werden,
so daß bis in die mit B bezeichnete Stellung in F i g. 1 die Arme 5 und Segelflächen 6 einen nach hinten
offenen Kegelmantel bilden. Werden die Arme weiter in Pfeilrichtung geschwenkt, so bilden Arme und Segelflächen
einen nach vorne offenen Kegelmantel, bis die Arme in die mit Cbezeichnete Endstellung gelangen, in der
der Abwurfkörper aufgerichtet ist
Die Arme 5 sind weiter unten näher beschriebene Wellschläuche, die so ausgebildet sind, daß die in F i g. 1
oberhalb der Segelflächen 6 liegenden angedeuteten Mantellinien 52 sich stärker ausdehnen können als die
unterhalb der Segelflächen gelegenen Manteilinien 5|. In der Stellung B in F i g. 1 ist die untere Mantellinie 5|
des Wellschlauches bereits gestreckt, während die obere Mantellinie 52 noch gewellt ist Ik der Endstellung C
sind beide Mantellinien gestreckt, so daß sich ein im wesentlichen glatter Schlauch ergibt, wie dies schematisch
in F i g. 1 dargestellt ist Die Wellschläuche weisen einen sich zu ihrer Spitze an den freien Enden verjüngenden
Querschnitt auf und sind an diesem freien Ende gasdicht abgeschlossen. Mit ihrem offenen Ende sind sie
am Abwurfkörper in der Nähe des hinteren Teiles des Vorderteiles 2 nach außen gasdicht befestigt Die AnIagepunkte
der Wellschläuche an dem Vorderteil des Abwurfkörpers sind im Bereich der unteren Mantellinie 5i
mit 7 und im Bereich der oberen Mantellinie 52 mit 8 in
der F i g. 1 bezeichnet
In dem Vorderteil 2 des Abwurfkörpers ist im Bereich
der Wellschläuche ein kreisringförmiger Gasgenerator 9 angeordnet der über düsenförmige öffnungen 10 in
der Wand des Vorderteiles 2 mit den Innenräumen aller Wellschläuche 5 verbunden ist
Ein Teil eines solchen als Abspreizarm verbundenen Wellschlauches ist in den Fig.4 und 5 im Schnitt gezeigt
Jeder Wellschlauch besteht in Längsrichtung aus abwechselnd aufeinanderfolgenden aufgeweiteten Bereichen
Bw und eingeschnürten Bereichen Be, so daß die gesamte Anordnung balgartig ist Wie oben bereits erwähnt
verjüngen sich die Querschnitte der aufgeweiteten und der eingeschnürten Bereiche zum freien Ende
der Wellschläuche hin. Die Wellschlauch^ bestehen aus
einem elastischen Mantei ti, in den über den gesamten
Umfang verlaufend eine Armierung 12 eingelegt ist. Die Armierung 12, z. B. in Form eines aus in Kunststoff getränkten
Fasern gewebten Schlauches, ist von Zugfäden 13 umgeben, die in Mantellinien des Wellschlauches verlaufen.
Die Umfangsarmierung 12 und die eine zusätzliche Armierung bildenden Zugfäden 13 sind z. B. aus
Glasfasern.
Wie aus dem Längsschnitt gemäß F i g. 4 hervorgeht, sind die Krümmungsradien R 1 im oberen, d. h. der oberen
Mantellinie 52 zugewandten aufgeweiteten Bereich Bw kleiner als die Krümmungsradien R 2 in dem der
unteren Mantellinie 5i zugewandten aufgeweiteten Bereich
Bw. Ebenso sind die Krümmungsradien r 1 in jedem der oberen Mantellinie 52 zugewandten eingeengten
Bereich Be kleiner als die Krümmungsradien rl in dem der unteren Mantellinie 5i zugewandten eingeengten
Bereich. Die eingeengten Bereiche Be und die aufgeweiteten Bereiche Abschließen dabei so aneinander an,
daß der Mittelpunkt Oi des größten Kreisdurchmessers
eines aufgeweiteten Bereiches Bw oberhalb des Mittelpunktes O2 des kleinsten Kreisdurchmessers des eingeengten
Bereiches ße liegt, wie dies in der Doppelschnitt-Darstellung gemäß F i g. 5 dargestellt ist. Der Mittelpunkt
Oi ist demnach der oberen Mantellinie 52, der Mittelpunkt
O2 der unteren Mantellinie 5i des Wellschlauches
zugewandt. Daraus ergibt sich, daß der WeIlschlauch längs der unteren Manteliinie 5| kürzer ist als
längs der oberen Mantellinie 52. Die übrigen Mantellinien
des Wellschlauches zwischen der unteren Mantellinie 5i und der oberen Mantellinie 52 haben kontinuierlich
wachsende Längen, die zwischen der der unteren Mantellinie 5i und der der oberen Mantellinie 52 liegen.
Wie aus dem linken Teil der Doppelschnitt-Darstellung gemäß F i g. 5 entsprechend dem Schnitt V2 hervorgeht,
verläuft die Umfangsarmierung 12 in den eingeengten Bereichen Be mäanderförmig, während diese Armierung
im Bereich des größten Kreisdurchmessers des aufgeweiteten Bereiches ßii' glatt längs des Schlauchumfanges
verläuft. In den Übergangsbereichen zwischen dem kleinsten Kreisdurchmesser im eingeengten
Bereich und dem größten Kreisdurchmesser iin aufgeweiteten
Bereich wird die Amplitude der Mäanderwicklung der Armierung 12 kontinuierlich kleiner, bis der
glatte Verlauf entsprechend dem Schnitt Vi erreicht ist.
Wird der Wellschlauch nach Zündung des Gasgenerators durch die in den Innenraum des Schlauches eintretenden
Gase aufgeblasen, so wird der trotz der Armierung elastische Mantel 11 des Wellschlauches durch die
Druckkräfte verformt und wird entsprechend seiner elastischen Eigenschaften aus der in den F i g. 4 und 5 dargestellten
Ruhelage ausweichen. Dies ist nun nur in den Bereichen möglich, in denen die Umfangsarmierung 12
aufgrund ihrer Mäanderform sich radial nach außen ausdehnen kann. Eine Ausdehnung im Bereich des größten
Kreisdurchmessers der aufgeweiteten Bereiche Bw ist aufgrund der dort glatt geführten Umfangsarmierung
12 nicht möglich. Dies bedeutet, daß einmal der Schlauch in seiner Länge gestreckt wird, zum anderen
ist jedoch die mögliche Gesamtlängenstreckung längs der Mantellinien des Wellschlauches unterschiedlich.
Sie ist am kleinsten im Bereich der unteren Mantellinie 5i und am größten im Bereich der oberen Mantellinie 52
des Wellschlauches. Aus diesem Grunde streckt sich der Wellschlauch im oberen Bereich stärker als im unteren
Bereich. Da der Wellschlauch im Bereich der unteren Mantellinien S1 am Abwurfkörper am Punkt 7 (Fig. 1)
und im Bereich der oberen Mantellinie 52 am Punkt 8 am
Abwurfkörper 1 befestigt ist, heißt das, daß der Wellschlauch 5 zusätzlich zu der Längenstreckung um den
Punkt 7 in Pfeilrichtung verschwenkt wird. Die Längen-Streckung bei gleichzeitiger Verschwenkung bzw. Abspreizung
des Wellschlauches erfolgt solange, bis die in den Mantellinien des Wellschlauches verlaufenden Zugfäden
13 der Axialarmierung gestreckt sind. Die untere Mantellinie 5i des Wellschlauches bildet dann eine gerade
Linie, wie dieses aus der Position B in F i g. 1 hervorgeht Die obere Mantellinie 52 verläuft in dieser Position
noch in Wellenform. Die ursprünglich mäanderförmige Radialarmierung 12 der eingeschnürten Bereiche Be ist ·
in dieser Stellung in ihrem unteren Teil um die untere Mantellinie 5i längs des Schlauchumfanges gestreckt, so
daß hier eine Aufweitung des Schlauches bei weiterem Aufblasen verhindert wird. Wird der Wellschlauch weiter
aufgeblasen, so wird er noch in den Bereichen gestreckt, in denen seine Oberfläche wellenförmig ist, d. h.
in den Bereichen, die oberhalb der bereits gestreckten unteren Mantellinie in Richtung der oberen Mantellinie
liegen. Gleichzeitig wird der gesamte Wellschlauch weiter um den Punkt 7 verschwenkt. Diese Längsstreckung
der oberen Bereiche unter gleichzeitiger Schwenkung erfolgt so!ange: bis auch die obere Mantellinie 5j vollständig
gestreckt ist, wie dieses in der Position C in F i g. 1 angedeutet ist Der gesamte Wellschlauch hat
dann im wesentlichen die Form eines glatten Kegelmantels.
In F i g. 3 sind schematisch einzelne Zustände des Abwurfkörpers
dargestellt
In der mit Pi bezeichneten Lage des Abwurfkörpers
kurz nach dem Abwurf z. B. aus einem Flugzeug, wird das aus zwei Schalen 3i und 32 bestehende Heckteil 3 des
Abwurfkörpers abgesprengt, so daß die als Wellschläuche ausgebildeten Arme 5 mit den dazwischen gespannten
Segelflächen 6 freiliegen. Anschließend wird der Gasgenerator 9 gezündet so daß Gas in die Wellschläuche
einströmt und diese, wie oben beschrieben, allmählieh aus der Mantellinie des Abwurfkörpers abspreizt
Hierdurch wird der Abwurfkörper aerodynamisch stabilisiert und je nach der Winkelstellung der Arme auch
abgebremst. Gleichzeitig wird am Bug des Abwurfkörpers eine Haube 14 aus elastischem Material von dem
Gasgenerator 9 oder einem separaten Gasgenerator bis in eine aerodynamisch günstige Form aufgeblasen.
In der Position Pi sind die Arme bereits etwa 60°
gespreizt, so daß die Arme mit den Segelflächen einen nach hinten offenen Kegelmantel bilden. Hierdurch
wird der Abwurfkörper weiter stabilisiert und abgebremst.
Beim Aufschlag Pj des Abwurfkörpers auf dem Boden
sind die Arme etwa 75° bis 80° abgespreizt, so daß der Abwurfkörper mit einem relativ flachen Aufschlagwinkel
von etwa 50° auf den Boden auftritt. Durch die elastischen Arme und die elastische Haube 14 wird dabei
die auf das Gehäuse des Abwurfkörpers wirkende Aufprallenergie abgeschwächt.
Durch weiteren Gaseintritt in den Innenraum der Arme 5 werden diese weiter abgespreizt, wobei sich der
Abwurfkörper langsam aufrichtet, bis er seine Endposition P4 erreicht, in der die Längsachse des Abwurfkörpers
in Lotrichtung steht und die Arme einen Winkel von etwa 150° gegen die Längsachse des Abwurfkörpers
einnehmen. Die Arme 5 mit den dazwischen gespannten Segelflächen haben jetzt die Form eines nach
vorne gerichteten Kegelmantels.
In dieser Endposition kann z. B. eine gerichtete Sprengladung des Abwurfkörpers gezündet werden.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Abwurfkörper, wie abwerfbare Mine, Streubombe oder dergleichen, der mehrere zunächst in
Flugrichtung nach hinten weisende, mit Hilfe einer Betätigungsvorrichtung während des Fluges in einer
die Längsachse des Abwurfkörpers enthaltenden Ebene abspreizbare Arme zum Abbremsen und Stabilisieren
des Abwurfkörpers aufweist, die nach dem Aufprall des Abwurfkörpers auf dem Boden gleichsinnig
bis in eine nach vorne weisende Position weitergespreizt werden, um dadurch den Abwurfkörper
aufzurichten, dadurch gekennzeichnet, daß für einen aus der Luft absetzbaren Abwurfkörper
(1) zwischen den Armen (5) eine entfaltbare Segelfläche (6) gespannt ist, daß die Arme (5) zumindest
teilweise elastische Schlauchgebilde sind, die an ihren freien Enden gasdicht geschlossen sind und
deren Anlenkpunkte (7, 8) am Abwurfkörper (1) in der Schwenkebene einen Abstand voneinander aufweisen,
daß die Schlauchgebilde (5) längs ihres Mantels (11) in den von den Anlenkpunkten (7,8) ausgehenden
Richtungen (5|, 52) in der Schwenkebene unterschiedliche
Dehnbarkeiten aufweisen, wobei die Dehnbarkeit des Mantels (11) in der von dem vorderen
Anlenkpunkt (7) ausgehende Richtung (5i) wesentlich kleiner als diejenige in der vom hinteren
Anlenkpunkt (8) ausgehenden Richtung (S2) ist, und
daß die am Abwurfkörper (t) nach außen gasdicht befestigten Enden der Schlauchgebilde (S) mit einem
Gasgenerator (9) kommunizieren.
2. Abwurfkörper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Arme (5) Wellschläuche sind,
deren Mantel (11) in der Schwenkebene von den
Anlenkpunkten (7, 8) ausgehend jeweils wellenförmig verläuft, wobei sich Wellentäler und Wellenberge
auf gegenüberliegenden Seiten jeweils einander gegenüberliegen, und daß bei den nicht aufgeblasenen
Wellschläuchen (5) die im Querschnitt kreisförmigen konvexen, jeweils einem Wellenberg zugeordneten
weiten Bereiche (Bw) gegenüber den benachbarten, im Querschnitt ebenfalls kreisförmigen
eingeschnürten konkaven, jeweils einem Wellental zugeordneten Bereichen (Be) einen in Richtung dei
stärker zu dehnenden Mantellinie (52) des Wellschlauches
(5) versetzten Mittelpunkt (0i) aufweisen.
3. Abwurfkörper nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Krümmungsradien (R 1, r 1)
der konvexen weiten Bereiche (Bw) und der eingeschnürten Bereiche (Be) des Wellschlauches (5) auf
Seiten der stärker zu dehnenden Mantellinie (52) kleiner
sind als diejenigen Krümmungsradien (R 2, r2) auf der gegenüberliegenden Seite.
4. Abwurfkörper nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Mantel (11) des Wellschlauches
eine innere, längs des Schlauchumfangs verlaufende dehnbare Armierung (12) und diese Armierung
umgebende, längs der Mantellinien des Wellschlauches verlaufende Zugfäden (13) aufweist.
5. Abwurfkörper nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß Armierung (12) und Zugfäden (13)
aus faserverstärkten Werkstoffen bestehen.
6. Abwurfkörper nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Wellschläuche
(5) einen sich zu deren freien Enden verjüngenden Querschnitt aufweisen.
Die Erfindung bezieht sich auf einen Abwurfkörper gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
Abwurfkörper, wie etwa aus einem Flugzeug abwerfbare Minen oder Streubomben weisen oftmals gerichtete
Wirkladungen auf, so daß der Abwurfkörper nach dem Aufprall auf dem Boden erst in eine Position gebracht
werden muß, in der die Wirkrichtung der Wirkladung die gewünschte Ausrichtung hat Dieses Positionieren
wird allgemein als Aufrichten bezeichnet Hierzu
ίο weist der Abwurfkörper mehrere, symmetrisch um seinen
Umfang verteilte schwenkbare Arme auf, die etwa in Nuten des Abwurfkörpers in Ruhelage befindlich
sind. Nach dem Aufprall des Abwurfkörpers am Boden werden diese Arme pneumatisch, hydraulisch oder auf
andere geeignete Art vom Abwurfkörper abgespreizt, so daß dieser nunmehr in eine definierte Position aufgerichtet
wird; vgl. hierzu ttwadie DE-OS 18 00 121.
Üblicherweise müssen derartige Abwurfkörper nach ihrem Abwurf während ihres Fluges gebremst werden,
damit der Aufprall auf dem Boden nicht zur Zerstörung des Abwurfkörpers führt Hierzu ist es bekannt am Abwurfkörper
einen Bremsfallschirm vorzusehen, der nach einer gewissen Zeit nach dem Abwurf automatisch entfaltet
wird und den Abwurfkörper so langsam zu Boden läßt
Zur Beherrschung dieses Problems ist es ferner aus der DE-OS 26 37 793 bekannt, am Heck eines Abwurfkörpers
fedörnde, radial abspreizbare Lamellen vorzusehen. Diese Lamellen spreizen sich nach dem Abwurf
automatisch nach hinten ab und wirken als Brems- und Stabilisierungsvorrichtung für den Abwurfkörper. Diese
Brems- und Stabilisierungsvorrichtung hat gegenüber z. B. Bremsfallschirmen den Vorteil, daß die Flugbahn
des Abwurfkörpers nach dem Abwurf glatter verläuft als diejenige eines von einem Bremsfailschirm abgebremsten
Abwurfkörpers. Werden z. B. eine Vielzahl derartiger Abwurfkörper von einem Flugzeug in ein
sogenanntes Streufeld am Boden abgeworfen, so kann mit dieser Lamellenanordnung ein wesentlich breiteres
und gleichmäßiger belegtes Streufeld als mit herkömmlichen Abwurfkörpern erreicht werden.
Der au' dem Boden aufgeprallte Abwurfkörper kann jedoch mit derartigen elastischen Lamellen nicht aufgerichtet
werden; hierzu muß eine separate Aufrichtvorrichtung vorgesehen werden.
Aus der US-PS 23 98 794 ist eine aus der Luft abwerfbare Seemine bekannt, die zur Stabilisierung während
des Fluges in der Luft am Minenkörper anliegende schwertartige Arme aufweist, die nach dem Eintauchen
in das Wasser zur Verringerung der Sinkgeschwindigkeit zunächst abgespreizt werden. Die Seemine trifft am
Meeresboden bereits in annähernd senkrechter Stellung auf, wonach die Arme rasch gleichsinnig weiter geschwenkt
werden, um die Seemine in dieser aufrechten Position zu halten. Zwar wird durch das weitere Spreizen
der Arme die Seemine nach dem dortigen Ausführungsbeispiel im eigentlichen Sinne nicht aufgerichtet;
jedoch ist eine Aufrichtung bei einem schiefen Aufprall der Seemine auf dem Meeresboden durchaus denkbar.
Die Betätigungsvorrichtung zum Abspreizen der Arme und gegebenenfalls zum Aufrichten der Seemine ist
mechanisch recht kompliziert und in dieser Form nicht ohne weiteres auf Luft-Boden-Abwurfkörper zu übertragen.
Die Aufprallgeschwindigkeit eines Luft-Boden-Abwurfkörpers ist immer noch so hoch, daß dabei die
komplizierte mechanische Betätigungsvorrichtung der bekannten Seemine Schaden leiden würde, so daß eine
Aufrichtung nicht mehr gewährleistet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19813127071 DE3127071C2 (de) | 1981-07-09 | 1981-07-09 | Abwurfkörper |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19813127071 DE3127071C2 (de) | 1981-07-09 | 1981-07-09 | Abwurfkörper |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3127071A1 DE3127071A1 (de) | 1983-01-27 |
| DE3127071C2 true DE3127071C2 (de) | 1985-06-27 |
Family
ID=6136469
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19813127071 Expired DE3127071C2 (de) | 1981-07-09 | 1981-07-09 | Abwurfkörper |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3127071C2 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3643294A1 (de) * | 1986-12-18 | 1988-06-23 | Rheinmetall Gmbh | Geschoss |
| EP0274580A1 (de) * | 1986-12-18 | 1988-07-20 | Rheinmetall GmbH | Drallstabilisiertes Trägergeschoss mit mindestens zwei Submunitionsgeschossen |
| DE3614562A1 (de) * | 1986-04-29 | 1989-10-12 | Diehl Gmbh & Co | Flugstabilisierungseinrichtung eines abwurfkoerpers |
Families Citing this family (15)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3329700A1 (de) * | 1983-08-17 | 1985-03-07 | Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch den Bundesminister der Verteidigung, dieser vertreten durch den Präsidenten des Bundesamtes für Wehrtechnik und Beschaffung, 5400 Koblenz | Unterwasserwaffe |
| GB2163200B (en) * | 1984-08-16 | 1988-01-13 | Baj Vickers Ltd | Marine units |
| DE3636719C2 (de) * | 1986-10-29 | 1997-12-11 | Diehl Gmbh & Co | Stabilisierungseinrichtung für eine Unterwasserwaffe |
| DE3643291A1 (de) * | 1986-12-18 | 1988-06-23 | Rheinmetall Gmbh | Drallstabilisiertes traegergeschoss |
| DE3717879A1 (de) * | 1987-05-27 | 1988-12-15 | Dynamit Nobel Ag | Kippverhinderung an minen |
| FR2623773B1 (fr) * | 1987-11-30 | 1990-04-27 | Aerospatiale | Corps largable muni de moyens de freinage aerodynamique |
| DE3817265A1 (de) * | 1988-05-20 | 1989-11-30 | Diehl Gmbh & Co | Standvorrichtung fuer eine mine |
| FR2636419B1 (fr) * | 1988-09-09 | 1993-10-01 | Thomson Brandt Armements | Projectile de neutralisation de zone, notamment d'aerodrome |
| DE3916690C1 (de) * | 1989-05-23 | 1998-10-01 | Bodenseewerk Geraetetech | Ausklappbare Flügelanordnung für Flugkörper |
| DE3917661A1 (de) * | 1989-05-31 | 1993-07-08 | Diehl Gmbh & Co | Unterwassermine |
| DE4005404A1 (de) * | 1990-02-21 | 1991-08-22 | Diehl Gmbh & Co | Mine |
| DE4021685C2 (de) * | 1990-07-07 | 1996-05-02 | Rheinmetall Ind Gmbh | Luftverbringbare Land-Mine mit Positioniereinrichtung |
| US5069136A (en) * | 1990-09-14 | 1991-12-03 | Honeywell Inc. | Two-stage release mechanism and method for self-righting a load |
| DE4032631A1 (de) * | 1990-10-15 | 1992-04-16 | Rheinmetall Gmbh | Abwerfbare mine |
| DE4037173A1 (de) * | 1990-11-22 | 1992-05-27 | Dynamit Nobel Ag | Abwurfkoerper mit verbessertem aufrichtverhalten |
Family Cites Families (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2398794A (en) * | 1941-07-30 | 1946-04-23 | Wilson R Maltby | Submarine mine |
| DE1800121C3 (de) * | 1968-10-01 | 1981-06-11 | Dynamit Nobel Ag, 5210 Troisdorf | Vorrichtung zur definierten Positionierung von Abwurfkörpern, insbesondere Sprengladungen |
-
1981
- 1981-07-09 DE DE19813127071 patent/DE3127071C2/de not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3614562A1 (de) * | 1986-04-29 | 1989-10-12 | Diehl Gmbh & Co | Flugstabilisierungseinrichtung eines abwurfkoerpers |
| DE3643294A1 (de) * | 1986-12-18 | 1988-06-23 | Rheinmetall Gmbh | Geschoss |
| EP0274580A1 (de) * | 1986-12-18 | 1988-07-20 | Rheinmetall GmbH | Drallstabilisiertes Trägergeschoss mit mindestens zwei Submunitionsgeschossen |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3127071A1 (de) | 1983-01-27 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE3127071C2 (de) | Abwurfkörper | |
| DE69718518T2 (de) | Entfaltbare schubdüse | |
| CH625879A5 (de) | ||
| EP0263134A1 (de) | Vorrichtung zum beschleunigen des öffnungsvorganges und/oder formgebens von flugtechnischen geräten, wie kappenfallschirmen, matratzenfallschirmen, gleitschirmen, gleitflugzeugen (drachen) u.a. | |
| DE3234267C2 (de) | Ausfahrbare Strebenanordnung für einen sich selbst aufrichtenden Flügel | |
| DE1906028C3 (de) | Leitwerk fur Geschosse und Flug korper mit einer Einrichtung zur Über fuhrung der Flossen des Leitwerkes in ihre wirksame Stellung | |
| CH628977A5 (de) | Flossenstabilisierter flugkoerper mit aufweitbaren steuerflossen. | |
| DE3228461C2 (de) | Endphasengelenkter Abwurfkörper | |
| DE1553980C3 (de) | Vorrichtung zum Einstellen der Schußweite von Raketengeschossen | |
| DE1804330C3 (de) | Fallschirm mit einer pyrotechnischen Schleuder-Entfalteinrichtung | |
| DE2856286C2 (de) | Mit Überschallgeschwindigkeit fliegendes Geschoß | |
| DE2609932C2 (de) | Klappleitwerk für Flugkörper | |
| DE10242393B4 (de) | Abschirmung für die aus einem Flugzeug-Strahltriebwerk emittierten Abgasschwaden | |
| DE19516341A1 (de) | Flugkörper mit einem schwenkbaren Gefechtskopf | |
| EP0255570A1 (de) | Treibspiegelgeschoss, insbesondere Pfeilgeschoss | |
| EP2960616A1 (de) | Pyrotechnische vorrichtung | |
| DE1578192C3 (de) | Dralloses flügelstabilisiertes Geschoß für Granatwerfer | |
| DE3919631C2 (de) | Überschallgeschoß | |
| DE3602947C1 (en) | Sub-ammunition launching mechanism from carrier missile - has bellows, axially open at both ends, with gap between both front walls and bellows ends | |
| DE2437969A1 (de) | Oberflaechenverlegbarer wirkkoerper | |
| DE1942440C3 (de) | Schwanzrohr mit ausklappbaren Leitflächen zur Erzeugung einer stabilen Flugbahn bei Geschossen ohne Drall | |
| CH661347A5 (de) | Geschoss mit einem leitwerk aus einer anzahl sich selbst aufrichtenden fluegeln, insbesondere fuer artilleriegeschuetze. | |
| EP0543170B1 (de) | Hochgeschwindigkeits-Luftschleppsack aus textilem Material mit reduziertem aerodynamischen Schleppwiderstand | |
| DE3026337C2 (de) | Überschalleinlauf für Strahltriebwerke | |
| DE3122356C2 (de) | Leitwerk für KE - Übungsgeschoß |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| 8120 | Willingness to grant licences paragraph 23 | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |