DE3107C - Vorrichtung an Druckpressen zum Anlegen und Führen des Papiers mittels metallener, mit Spitzen besetzter Bänder - Google Patents

Vorrichtung an Druckpressen zum Anlegen und Führen des Papiers mittels metallener, mit Spitzen besetzter Bänder

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DE3107C
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E. VAUTHIER in Paris
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    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41FPRINTING MACHINES OR PRESSES
    • B41F21/00Devices for conveying sheets through printing apparatus or machines
    • B41F21/02Pins

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Description

1878.
Klasse 15.
EMILE VAUTHIER in PARIS.
Vorrichtung an Druckpressen zum Anlegen und Führen des Papiers mittelst metallener, mit
Spitzen besetzter Bänder.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 30. April 1878 ab.
Beim Drucken mit typographischen oder mit lithographischen Pressen ist die richtige Anlage der Marken von der gröfsten Wichtigkeit, wenn man ein genaues Aufeinandertreffen erzielen will. Eine ganz besondere Genauigkeit dieser Anlage wird bei einer Maschine zum gleichzeitigen Drucken verschiedener Farben verlangt, damit die Abdrücke durch die Formstöcke der aufeinanderfolgenden Druckcylinder richtig aufeinander treffen und sich genau nebeneinander legen und Fehldrucke vermieden werden. Die Schwierigkeit dieser Anordnung vfindet man besonders beim Drucken einzelner Blätter, jedoch kommt sie auch beim Drucken auf Papier ohne Ende vor. Bei den einzelnen Druckbogen ist eine ganz genaue Anlage kaum möglich, da bei der Gröfse und Höhe der Maschinen für'Farbendruck das Blatt auf dem langen Wege, den es zu durchlaufen hat, leicht einer Verschiebung ausgesetzt ist.
Die bis jetzt zur Anlage der Marken dienenden Vorrichtungen an Druckmaschinen bieten nicht die nöthige Genauigkeit, um sie für des Erfinders Maschine zum Drucken in verschiedenen Farben anzuwenden. Er wendet deshalb Leitbänder an, jedoch in gänzlich umgeänderter Form der seither üblichen. Um die ihnen zukommende Aufgabe vollständig zu lösen, dürfen sich dieselben nicht verlängern und müssen durch specielle Verbindungsvorrichtungen an das Blatt gebunden sein. Die einfache Reibung genügt nicht zu dieser Festhaltung.
Um die obengenannten Bedingungen zu erfüllen, nimmt der Erfinder Leitbänder von Metall, und zwar wirkliche Bänder ohne Ende von Stahl oder anderem dünnen biegsamen Metall. Ebenso gut können es Gliederketten oder andere nicht dehnbare Ketten sein. In jedem Fall müssen diese Leitbärider in gewissen Zwischenräumen mit Stichern versehen sein, welche sich in die Ränder des Papiers einbohren. Sie würden für sich allein schon ihre Function versehen, doch wird ihre Wirkung noch mehr gesichert, indem man einen einfachen Gurt, welcher sich auf das Blatt auflegt, parallel mit dem Stahlbande laufen läfst, damit das Blatt von den Stichern der Leitbänder sicherer gefafst werde.
An dem einen Ende der Maschine befindet sich die Ablage. Der die Presse bedienende Arbeiter übergiebt das Blatt der Klampe oder Federzange, die mit Filz bekleideten Rollsteine drücken darauf und halten es auf den Leitbändern von Metall fest. Es drückt sich daselbst in einen odei zwei Sticher. Gleichzeitig bewegt sich der Gurt mit gleicher Geschwindigkeit wie die Metallbänder fort, legt sich zu beiden Seiten auf das Blatt und hält es, während es die Maschine passirt, unverschiebbar fest. An dem anderen Ende der Maschine werden die Papierbogen durch Federn von den Leitbändern abgelöst. An diesem Platz befindet sich ein Messer, welches die Bogen, wenn man Papier ohne Ende druckt, abschneidet. Hierauf kommen sie vor einen Rechen, welcher sie abnimmt und aufeinander häuft.
Im folgenden sind mit Hülfe der Zeichnungen die Verbesserungen an Maschinen zum gleichzeitigen Druck mit verschiedenen Farben näher erklärt.
Die Maschinen können horizontal oder vertical aufgestellt sein.
Fig. ι ist ein Längendurchschnitt einer Maschine zum Drucken in mehreren Farben.
Fig. 2 ist eine Ansicht von oben. Zwischen den Paaren Druckwalzen A und B gehen die Leitbänder ohne Ende α durch. Diese sind von Metall und circuliren auf den sechs Leitrollen p. Die Leitrollen rl, welche man mittelst der Schraube y' auf- oder niederlassen kann, dienen zum Spannen. Diese Leitbänder sind, wie man in gröfserem Maafsstab in dem Querschnitt, Fig. 3, sieht, in gewissen Zwischenräumen mit Spitzen oder Stichern p versehen, welche dazu dienen, das Blatt gut festzuhalten. Die Leitbänder werden aufser durch die Leitrollen p noch durch den oberen mittleren Cylinder A geführt und in ihrer Lage erhalten. Dieser Cylinder A, von der Seite in Fig. 4 dargestellt, hat zwei Kehlen b, welche auf die Trommel mittelst versenkter Schrauben derart befestigt sind, dafs ihre Entfernung verändert werden kann je nach der Länge der Blätter. Gleichzeitig dienen diese Kehlen dazu, die Formenstöcke festzuhalten und die Leitbänder zu führen.
Die Leitrollen ρ sind um ihre Axe ο drehbar in der Längsrichtung des Blattes. Wie man auf Fig. 5, welche eine Seitenansicht einer dieser Axen ist, sieht, sind diese Leitrollen gekehlt und auf ihren Axen mittelst der Druckschrauben F befestigt.
Damit die Papierbogen gut von den Stichern/ der Leitrollen α durchdrungen und gefafst werden können, sind Gurte α1 von Wolle oder Baumwolle angebracht (siehe Fig. i, 3 und 5), welche von der Maschine in Bewegung gesetzt und geleitet werden. Die Leitrollen r2, deren Neigung man reguliren kann, dienen zum Spannen dieser Gurte. Letztere haben eine Breite von ungefähr 12 mm und ι '/2 mm Dicke.
An dem einen Ende der Maschine (auf der Zeichnung rechts) ist eine Federzange g, verbunden mit einem Hebel h, angebracht, der von einem auf der Axe 0 der ersten oberen Leitrolle befestigten Hebelarm in Bewegung gesetzt wird. Eine Feder / bringt den Hebel h gegen den Hebelarm k. Die Zange g öffnet sich bei jeder Umdrehung, um das Papierblatt zu empfangen und den Leitrollen zuzuführen, an welchen die Sticher p den Rand des Bogens durchdringen.
Diese Anordnung bezieht sich auf den Druck von einzelnen Blättern. Um Papier ohne Ende zu drucken, bedient man sich der Leitrolle Ji (auf der Zeichnung punktirt angegeben). An dem Ende der Presse ist eine Feder m auf der Axe q befestigt, verbunden mit einem Hebel s, der durch den Hebelarm t bewegt wird. Infolge dessen hebt sich die Feder s und löst das Blatt aus seinen Stichern, das Blatt χ wird dann von dem Rechen y aufgenommen.
So oft das Leitband α und der Gurt α1 aus dem Cylinder A B austreten, versuchen sie sich auf die Cylinder aufzurollen und sind leicht geneigt, sich etwas zu erheben. Um diese störende Erhebung zu verhindern, sind hinter jedem Paare Cylinder an dem Platz, wo die Leitbänder und Gurte austreten, die Rollen g von polirtem Holz oder von Eisen angebracht, welche die Leitbänder und Gurte zusammenhalten, infolge dessen das Papier immer seine richtige Lage behalten mufs.
Das Papier, einzelne Bogen oder Papier ohne Ende, bleibt dann beständig von den Stichern gefafst, welche an dem Metallband befestigt und in den oberen Gurt von Wolle oder Baumwolle eingedrungen sind. Der die Maschine bedienende Arbeiter hat nur das Anlegen zu besorgen.
Diese Maschine kann ebensowohl zur Fabrikation von Tapeten, sowie zum Druck von Stoffen, vertical oder horizontal angewendet werden, sie ist geeignet für jede Art und jedes Format von Papier.

Claims (5)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Die oben beschriebene Art der Auflegung der Blätter oder des Papiers ohne Ende mittelst Leitbändern von Metall ohne Ende, mit Stichern zum Durchstechen der Blätter versehen.
  2. 2. Die Zugabe von Gurten über den Leitbändern, um die Sticher zur Durchstechung des Papiers zu zwingen.
  3. 3. Die Anordnung, betreffend die Einbringung und Abnahme des Papiers, verschieden je nachdem der Druck auf einzelne Bogen oder auf Papier ohne Ende geschieht.
  4. 4. Die Anordnung der verschiedenen einzelnen Theile, wie beschrieben und dargestellt ist.
  5. 5. Die Anwendung dieser Verbesserungen zum Druck von Papier, Journalen, Tapeten, Stoffen von allen Dimensionen und Formen-
    Hierzu I Blatt Zeichnungen.
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