DE310387C - - Google Patents

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DE310387C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11CFATTY ACIDS FROM FATS, OILS OR WAXES; CANDLES; FATS, OILS OR FATTY ACIDS BY CHEMICAL MODIFICATION OF FATS, OILS, OR FATTY ACIDS OBTAINED THEREFROM
    • C11C1/00Preparation of fatty acids from fats, fatty oils, or waxes; Refining the fatty acids
    • C11C1/08Refining

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  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Detergent Compositions (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
REICH S PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
Vr 310387—-KLASSE 23 d. GRUPPE
WILHELM HAPPACH in MALMÖ, Schweden, und SUDFELDT & CO. in MELLE, Hannover.
Verfahren zum Bleichen der durch die Spaltung der Fette mittels Sulfonsäuren des Petroleums erhaltenen Fettsäuren.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 2. Dezember 1913 ab.
Die Spaltung der Fette in Glyzerin und Fettsäuren wird gewöhnlich dadurch erzielt, daß die Glyzeride mit Wasser in Anwesenheit einer geringen Menge von Sulfonsäuren gekocht werden. Als solche kommen in der Regel sulfoaromatische Fettsäuren, wie z. B. das Spaltmittel des Twitchell-Verfahrens, der Pfeilringspalter und das Spaltmittel des französischen Patentes 456956, zur Verwendung.
Bei der hydrolytischen Zerlegung der Fette mittels dieser Spaltmittel besteht der große Mangel, daß die abgespalteten Fettsäuren stets dunkel gefärbt sind, eine Eigenschaft, die ihren technischen Wert bedeutend herabmindert. In der französischen Patentschrift 437336 ist von dem Erfinder als neues Spaltmittel für Fette die bei der Behandlung von Petroleum o. dgl. mit rauchender Schwefelsäure gewonnene Sulfonsäure empfohlen
ao worden, bei deren Verwendung wesentlich heller gefärbte Fettsäuren erhalten werden als bei Benutzung der obenerwähnten Spaltmittel. Wenn auch die Spaltung mittels Durchblasens mit Dampf oder Luft bereits in der
as britischen Patentschrift 27244/1911 vorgeschlagen wurde, so ist es doch noch nicht gelungen, eine geringe Farbänderung gegenüber den Ausgangsprodukten gänzlich zu vermeiden. .
Diese Mißfärbung der Fettsäuren rührt, wie festgestellt worden ist, von der schädlichen Einwirkung des atmosphärischen Sauerstoffs her. Man hat daher verursacht, diesen Übelstand dadurch zu beseitigen, daß man die Gefäße, in welchen die Spaltung stattfindet, völ- 3^ Hg von dem Luftzutritt absperrt. Diese Maßnahme gestaltet das Verfahren wesentlich umständlicher, ohne dabei eine vollständige Beseitigung des Mangels erzielen zu lassen; die erhaltenen Fettsäuren werden stets dunkler als die Aasgangsfette oder -öle.
Es hat sich nun ergeben, daß der erwähnte schädliche Einfluß des Sauerstoffs der Luft vollständig beseitigt werden kann, wenn die durch die Fettspaltung mittels der fraglichen *5 Sulfosäuren erhaltenen dunkelfarbigen Fettsäuren einer kräftigeren Einwirkung der Luft, ζ. Β. mittels Durchblasens derselben durch die geschmolzene und erwärmte Säuremasse, unterworfen werden. Bei solchem Durchblasen werden die Fettsäuren bisweilen zunächst noch stärker verdunkelt, darauf aber rasch hellfarbig, bis sie schließlich die Farbe des Ausgangsmaterials, mitunter sogar eine noch hellere Farbe annehmen. Es ist selbstverständlich, daß vor dem Durchblasen mit Luft die Fettsäuren sorgfältig von Wasser, Glyzerin, Schwefelsäure und Sulfosäuren getrennt werden müssen. Letztere werden mit Wasser weggewaschen oder mit Alkali neutralisiert.
Dieses Verfahren zum Bleichen wird in der Praxis wie folgt angewandt:
Die durch die Spaltung mittels Sulfosäuren des Petroleums erhaltenen Fettsäuren werden, nachdem das Glyzerinwasser, das Spaltmittel
(2. Auflage, autgegeben am 9. November
und die Schwefelsäure von denselben entfernt j ist, auf 50 bis ioo° C erwärmt und mit durch- I geblasener Luft so lange behandelt, bis die j dunkle Färbung verschwindet. Die Dauer des Bieichungsvorganges hängt vom Grade der Verdunkelung ab und beträgt etwa 1 bis 4 Stunden. Bei diesem Verfahren ist es überhaupt nicht nötig, die Spaltung bei Luftabschluß auszuführen und das Fett einer Vorreinigung mittels starker Schwefelsäure zu unterwerfen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zum Bleichen der durch die Spaltung der Fette mittels Sulfosäuren des Petroleums erhaltenen Fettsäuren, dadurch gekennzeichnet, daß durch die von dem Spaltmittel und dem Glyzerinwasser befreiten, dunkel gefärbten und erwärmten Fettsäuren so lange Luft durchgeblasen wird, bis die gewünschte Bleichung erzielt ist.
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