DE308840C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE308840C DE308840C DENDAT308840D DE308840DA DE308840C DE 308840 C DE308840 C DE 308840C DE NDAT308840 D DENDAT308840 D DE NDAT308840D DE 308840D A DE308840D A DE 308840DA DE 308840 C DE308840 C DE 308840C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- paper
- copied
- carbon
- carbonless
- colored
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- OKTJSMMVPCPJKN-UHFFFAOYSA-N Carbon Chemical compound [C] OKTJSMMVPCPJKN-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 8
- 229910052799 carbon Inorganic materials 0.000 claims description 8
- 239000003973 paint Substances 0.000 claims description 6
- 238000000034 method Methods 0.000 claims description 5
- 238000010409 ironing Methods 0.000 claims 1
- 239000004744 fabric Substances 0.000 description 3
- 239000000463 material Substances 0.000 description 3
- 230000037303 wrinkles Effects 0.000 description 2
- 238000005452 bending Methods 0.000 description 1
- 238000004043 dyeing Methods 0.000 description 1
- 238000010438 heat treatment Methods 0.000 description 1
- 239000002184 metal Substances 0.000 description 1
- 239000002994 raw material Substances 0.000 description 1
- 238000001665 trituration Methods 0.000 description 1
- 238000010792 warming Methods 0.000 description 1
- 239000002023 wood Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B41—PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
- B41L—APPARATUS OR DEVICES FOR MANIFOLDING, DUPLICATING OR PRINTING FOR OFFICE OR OTHER COMMERCIAL PURPOSES; ADDRESSING MACHINES OR LIKE SERIES-PRINTING MACHINES
- B41L1/00—Devices for performing operations in connection with manifolding by means of pressure-sensitive layers or intermediaries, e.g. carbons; Accessories for manifolding purposes
Landscapes
- Color Printing (AREA)
- Paper (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JV? 308840 KLASSE 15 f. GRUPPE
BERTA OETTINGER in FREIBURG i. B.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 15. Januar 1918 ab.
Vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren, mit dessen Hilfe es? möglich ist, die für
Durchschreib- o. dgl. Zwecke bestimmten Färb- oder Kohlepapiere nach erfolgter Abnutzung
wieder derart bräuchbar zu machen, daß sie erneut klare und deutliche Durchschriften
ergeben.- ■
Bekanntlich nutzen sich sowohl beim
Schreiben auf der Schreibmaschine, als auch
ίο bei den bekannten Durchschreibverfahren
mittels der Hand die Durchschreibfarb- oder Kohlepapiere durch die wiederholte Beanspruchung
ein und derselben Stellen schon oft nach wenigen Durchschriften so sehr ab, daß
sie für weitere Verwendung unbrauchbar sind. Dieser Mißstand macht sich besonders dann
bemerkbar, wenn sie bei Durchschreibbüchern oder bei der Schreibmaschine stets auf das
Format der Briefbogen oder der Buchblätter abgepaßte Durchschreibblätter in Anwendung
kommen. In diesem Fall wird das Zusammentreffen derselben Stellen von Schriftzeichen
und Durchschreibpapier schon allein mit Rücksicht auf den A^ordruck des Originalbogens
besonders begünstigt, was natürlich zufolge der Abnutzung ganz bestimmter
Stellen einen weit rascheren Verbrauch des Durchschreib- oder Kohlepapieres zur Folge
hat. ' Auch die Gepflogenheit, bei Schriftstücken linksseitig einen mehr oder weniger
breiten Raum für Notizen freizulassen, trägt sehr dazu bei, daß oft bis zu einem Viertel
der Bogenfläche ganz oder wenigstens zum großen Teil unausgenutzt bleibt. Will man
nun diese, einen senkrechten Längsstreifen bildende unausgenutzte Fläche des Bogens
durch Umdrehen des Blattes noch nutzbrin- · gend verwerten, so tritt der Fall ein, daß bei
der Durchschreibkopie die eine Hälfte der Seite blaß und die übrige dagegen kräftiger
erscheint, was nicht nur im Gesamtbild unschön wirkt, sondern auch keineswegs geeignet
ist, die Deutlichkeit und leichte Lesbarkeit der Schrift zu erhöhen.
Vorliegende Erfindung geht nun von dem Gedanken aus, die bisher unausgenutzt zurückgebliebenen
Farbstoffreste solcher abgeschriebenen Durchschreib- und Kohlepapiere
dadurch noch nutzbringend zu verwerten, daß sie über die abgeschriebenen Stellen möglichst
gleichmäßig verteilt werden. Dieses Verteilen erfolgt durch ein an sich bekanntes Verreiben
oder Verwischen des Farbauftrages über die ganze Fläche, wobei alle Stellen des ■
Durchschreib- und ähnlichen Papieres auch die abgeschriebensten wieder mit einer annähernd
gleichstärken Farbschicht bedeckt werden. Die Folge davon ist, daß derartig
behandelte Durchschreibpapiere neuerdings wieder klare Durchschreibkopien liefern wie
ein neues Durchschreibpapier. Selbstverständlich kann ein derartig behandeltes Durchschreibpapier nicht immer wieder ebensoviele
einwandfreie Durchschläge liefern wie ein
neues Durchschreibpapier, da aber die wiederholte Anwendung des A^erf ahrens nach jedem
erneuten Abschreiben möglich ist (etwa 25-bis 3omal), so wird dadurch doch mindestens
einesfünf- bis sechsmal größere Ausnutzungsmöglichkeit der Farbpapiere erreicht.
Besondere Bedeutung erlangt das .vorliegendester
fahren gerade zur jetzigen Zeit, wo Mangel "Jan Rohstoffen herrscht, weil hierdurch'
sowohl; ;Sie Lebensdauer des Papieres verlängeärt/'-und
der Farbstoff nahezu bis auf den letzten- Rest aufgebraucht werden kann.
■ Die Ausübung des Verfahrens ist denkbar
■ Die Ausübung des Verfahrens ist denkbar
ίο einfach -und genügt hierzu irgendein Wischer
in Ballen-, Streifen- oder Walzenform aus ■einem Material, das geeignet ist, den Farbstoff
von einer Stelle wegzunehmen und auf ; ,ändere Stellen zu übertragen. Als solche
1:5 Stoffe können in Betracht kommen Filz, Tuch,
/ faseriges Papier, Bürsten, Pinsel o. dgl. Bei der Behandlung der abgeschriebenen Papiere
erfolgt das Verwischen der Farbe zweckmäßig in der Weise, daß damit von der nicht oder
weniger abgeschriebenen Stelle begonnen wird1, um so die dort abgenommene Farbe auf
die abgenutzten Stellen zu übertragen. Bei starker Abnutzung einzelner Stellen empfiehlt
es sich, das Verteilen der Farbreste in zwei oder mehr unterschiedlichen Richtungen vorzunehmen.
Zur Ausführung des Verfahrens kann eine Vorrichtung dienen, mit deren Hilfe das zu
behandelnde Durchschreibfarbpapier an einer oder mehreren Kanten genügend fest eingespannt
und festgehalten werden kann, damit das Verteilen der Farbe über die ganze Fläche des Papierbogens erfolgen kann, ohne
daß derselbe Falten bildet, sich zerknittert oder reißt. Als Wischer bewährt sich am
besten die Streifenform, wobei es sich empfiehlt, dem mit. der Farbe in Berührung kommenden
Filz, Tuch o. dgl. eine Fassung aus Holz, Blech, Pappe o. dgl. zu geben, weil
hierdurch der wirksame Teil des Wischers dem Umbiegen einen größeren Widerstand
entgegensetzt. Es könnte allenfalls auch eine Bürsten-, Filz- oder ähnliche Walze in Anwendung
kommen, der durch irgendwelche Mittel, wie Zahn- oder Kettenantrieb, bei
ihrer Vorwärtsbewegung über das Durchschreibpapier eine entgegengesetzte Drehung
erteilt wird. Abgesehen davon, daß die WaI-zenform mehr Material an Filz, Tuch, Borsten
oder Haaren erfordert, muß auch damit gerechnet werden, daß bei der größeren Oberfläche
dieser Art Wischer im Anfang mehr Farbstoff vom Papier abgenommen wird, der
damit dem eigentlichen Zweck entzogen wird. Kommen Durchschreibpapiere mit fett- oder
wachshaltigem Farbauftrag in Betracht, so kann es sich empfehlen, die Farbverteilung
unter gleichzeitiger Erwärmung der dem Papier als Unterlage dienenden Fläche der Einspannvorrichtung oder des Wischers bzw. der
Walze vorzunehmen. Eine gewisse Erwärmung erfolgt ja ohnedies durch das Verwischen
ader Verreiben der Farbe.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Verfahren zurWiederbrauchbarmachung von abgeschriebenem Durchschreib-, Farboder Kohlepapier, dadurch gekennzeichnet, daß die auf den zum Teil abgeschriebenen Durchschreib-, Färb- oder Kohlepapieren an einzelnen Stellen noch vorhandenen Farbstoff reste durch ein an sich bekanntes Verreiben, Wischen öder Bügeln derart über die ganze Fläche verteilt werden, daß die bereits abgeschriebenen Stellen des Papierblattes wieder einen Farbauftrag erhalten.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE308840C true DE308840C (de) |
Family
ID=562058
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT308840D Active DE308840C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE308840C (de) |
-
0
- DE DENDAT308840D patent/DE308840C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE1471694A1 (de) | Kupferdruckverfahren und -Maschine sowie mit diesen hergestellte bedruckte Traeger | |
| DE308840C (de) | ||
| DE399225C (de) | Verfahren zum Praegen und Pressen von Geweben, Leder und anderen Stoffen | |
| DE245182C (de) | ||
| DE2847702A1 (de) | Papierbahn oder -blatt zum ausschneiden oder ausstanzen von beliebigen formen, wie z.b. buchstaben, symbole, zahlen o.dgl., zwecks uebertragung von sublimierfarben auf mit diesen farben bedruckbare materialien | |
| DE179308C (de) | ||
| AT116604B (de) | Verfahren zur Herstellung von Musterkollektionen in Zeugfärbereien und Zeugdruckereien sowie Druckeinrichtungen hiezu. | |
| DE466315C (de) | Verfahren zur Herstellung von Oberflaechenglanz zeigenden Offsetdrucken | |
| DE115258C (de) | ||
| DE727963C (de) | Verfahren zum Umkupfern von Kupfertiefdruckwalzen | |
| DE657527C (de) | Verfahren zum Auffrischen von Farbbaendern | |
| DE223623C (de) | ||
| DE691012C (de) | Verfahren zum Bedrucken dunkelfarbiger fortlaufender Kautschukbahnen | |
| DE202792C (de) | ||
| DE162929C (de) | ||
| DE17824C (de) | Verfahren zur Verzierung metallischer Gegenstände | |
| DE171455C (de) | ||
| DE439099C (de) | Verfahren zur Herstellung von an bestimmten Stellen Farbstoffe abgebenden Papierblaettern | |
| AT20698B (de) | Verfahren zum Mustern von Stoffbahnen durch Druck. | |
| DE445932C (de) | Musterblatt zum UEbertragen von Zeichnungen o. dgl. auf andere Stoffe mittels Waerme und Druckfarbe dazu | |
| DE654594C (de) | Verfahren zum Einfaerben von Druckformen fuer jede Art von Flach- und Tiefdruck ohneFeuchten bzw. Wischen oder Abrakeln | |
| AT72302B (de) | Verfahren zum Wiederbrauchbarmachen abgenutzten Durchschreibpapieres. | |
| AT245000B (de) | Durchschriftblätter zur Übertragung von Maschinen- und/oder Handschrift ohne Verwendung von Kohlepapier | |
| DE535446C (de) | Verfahren zur Herstellung von Schnittmusteroriginalen fuer Reproduktionszwecke | |
| DE289238C (de) |