DE308840C - - Google Patents

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DE308840C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41LAPPARATUS OR DEVICES FOR MANIFOLDING, DUPLICATING OR PRINTING FOR OFFICE OR OTHER COMMERCIAL PURPOSES; ADDRESSING MACHINES OR LIKE SERIES-PRINTING MACHINES
    • B41L1/00Devices for performing operations in connection with manifolding by means of pressure-sensitive layers or intermediaries, e.g. carbons; Accessories for manifolding purposes

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  • Color Printing (AREA)
  • Paper (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JV? 308840 KLASSE 15 f. GRUPPE
BERTA OETTINGER in FREIBURG i. B.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 15. Januar 1918 ab.
Vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren, mit dessen Hilfe es? möglich ist, die für Durchschreib- o. dgl. Zwecke bestimmten Färb- oder Kohlepapiere nach erfolgter Abnutzung wieder derart bräuchbar zu machen, daß sie erneut klare und deutliche Durchschriften ergeben.- ■
Bekanntlich nutzen sich sowohl beim Schreiben auf der Schreibmaschine, als auch
ίο bei den bekannten Durchschreibverfahren mittels der Hand die Durchschreibfarb- oder Kohlepapiere durch die wiederholte Beanspruchung ein und derselben Stellen schon oft nach wenigen Durchschriften so sehr ab, daß sie für weitere Verwendung unbrauchbar sind. Dieser Mißstand macht sich besonders dann bemerkbar, wenn sie bei Durchschreibbüchern oder bei der Schreibmaschine stets auf das Format der Briefbogen oder der Buchblätter abgepaßte Durchschreibblätter in Anwendung kommen. In diesem Fall wird das Zusammentreffen derselben Stellen von Schriftzeichen und Durchschreibpapier schon allein mit Rücksicht auf den A^ordruck des Originalbogens besonders begünstigt, was natürlich zufolge der Abnutzung ganz bestimmter Stellen einen weit rascheren Verbrauch des Durchschreib- oder Kohlepapieres zur Folge hat. ' Auch die Gepflogenheit, bei Schriftstücken linksseitig einen mehr oder weniger breiten Raum für Notizen freizulassen, trägt sehr dazu bei, daß oft bis zu einem Viertel der Bogenfläche ganz oder wenigstens zum großen Teil unausgenutzt bleibt. Will man nun diese, einen senkrechten Längsstreifen bildende unausgenutzte Fläche des Bogens durch Umdrehen des Blattes noch nutzbrin- · gend verwerten, so tritt der Fall ein, daß bei der Durchschreibkopie die eine Hälfte der Seite blaß und die übrige dagegen kräftiger erscheint, was nicht nur im Gesamtbild unschön wirkt, sondern auch keineswegs geeignet ist, die Deutlichkeit und leichte Lesbarkeit der Schrift zu erhöhen.
Vorliegende Erfindung geht nun von dem Gedanken aus, die bisher unausgenutzt zurückgebliebenen Farbstoffreste solcher abgeschriebenen Durchschreib- und Kohlepapiere dadurch noch nutzbringend zu verwerten, daß sie über die abgeschriebenen Stellen möglichst gleichmäßig verteilt werden. Dieses Verteilen erfolgt durch ein an sich bekanntes Verreiben oder Verwischen des Farbauftrages über die ganze Fläche, wobei alle Stellen des Durchschreib- und ähnlichen Papieres auch die abgeschriebensten wieder mit einer annähernd gleichstärken Farbschicht bedeckt werden. Die Folge davon ist, daß derartig behandelte Durchschreibpapiere neuerdings wieder klare Durchschreibkopien liefern wie ein neues Durchschreibpapier. Selbstverständlich kann ein derartig behandeltes Durchschreibpapier nicht immer wieder ebensoviele einwandfreie Durchschläge liefern wie ein neues Durchschreibpapier, da aber die wiederholte Anwendung des A^erf ahrens nach jedem erneuten Abschreiben möglich ist (etwa 25-bis 3omal), so wird dadurch doch mindestens
einesfünf- bis sechsmal größere Ausnutzungsmöglichkeit der Farbpapiere erreicht.
Besondere Bedeutung erlangt das .vorliegendester fahren gerade zur jetzigen Zeit, wo Mangel "Jan Rohstoffen herrscht, weil hierdurch' sowohl; ;Sie Lebensdauer des Papieres verlängeärt/'-und der Farbstoff nahezu bis auf den letzten- Rest aufgebraucht werden kann.
■ Die Ausübung des Verfahrens ist denkbar
ίο einfach -und genügt hierzu irgendein Wischer in Ballen-, Streifen- oder Walzenform aus ■einem Material, das geeignet ist, den Farbstoff von einer Stelle wegzunehmen und auf ; ,ändere Stellen zu übertragen. Als solche
1:5 Stoffe können in Betracht kommen Filz, Tuch, / faseriges Papier, Bürsten, Pinsel o. dgl. Bei der Behandlung der abgeschriebenen Papiere erfolgt das Verwischen der Farbe zweckmäßig in der Weise, daß damit von der nicht oder weniger abgeschriebenen Stelle begonnen wird1, um so die dort abgenommene Farbe auf die abgenutzten Stellen zu übertragen. Bei starker Abnutzung einzelner Stellen empfiehlt es sich, das Verteilen der Farbreste in zwei oder mehr unterschiedlichen Richtungen vorzunehmen.
Zur Ausführung des Verfahrens kann eine Vorrichtung dienen, mit deren Hilfe das zu behandelnde Durchschreibfarbpapier an einer oder mehreren Kanten genügend fest eingespannt und festgehalten werden kann, damit das Verteilen der Farbe über die ganze Fläche des Papierbogens erfolgen kann, ohne daß derselbe Falten bildet, sich zerknittert oder reißt. Als Wischer bewährt sich am besten die Streifenform, wobei es sich empfiehlt, dem mit. der Farbe in Berührung kommenden Filz, Tuch o. dgl. eine Fassung aus Holz, Blech, Pappe o. dgl. zu geben, weil hierdurch der wirksame Teil des Wischers dem Umbiegen einen größeren Widerstand entgegensetzt. Es könnte allenfalls auch eine Bürsten-, Filz- oder ähnliche Walze in Anwendung kommen, der durch irgendwelche Mittel, wie Zahn- oder Kettenantrieb, bei ihrer Vorwärtsbewegung über das Durchschreibpapier eine entgegengesetzte Drehung erteilt wird. Abgesehen davon, daß die WaI-zenform mehr Material an Filz, Tuch, Borsten oder Haaren erfordert, muß auch damit gerechnet werden, daß bei der größeren Oberfläche dieser Art Wischer im Anfang mehr Farbstoff vom Papier abgenommen wird, der damit dem eigentlichen Zweck entzogen wird. Kommen Durchschreibpapiere mit fett- oder wachshaltigem Farbauftrag in Betracht, so kann es sich empfehlen, die Farbverteilung unter gleichzeitiger Erwärmung der dem Papier als Unterlage dienenden Fläche der Einspannvorrichtung oder des Wischers bzw. der Walze vorzunehmen. Eine gewisse Erwärmung erfolgt ja ohnedies durch das Verwischen ader Verreiben der Farbe.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zurWiederbrauchbarmachung von abgeschriebenem Durchschreib-, Farboder Kohlepapier, dadurch gekennzeichnet, daß die auf den zum Teil abgeschriebenen Durchschreib-, Färb- oder Kohlepapieren an einzelnen Stellen noch vorhandenen Farbstoff reste durch ein an sich bekanntes Verreiben, Wischen öder Bügeln derart über die ganze Fläche verteilt werden, daß die bereits abgeschriebenen Stellen des Papierblattes wieder einen Farbauftrag erhalten.
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