DE308546C - - Google Patents

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DE308546C
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cutting device
point
coordinate system
lines
eye
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41GWEAPON SIGHTS; AIMING
    • F41G3/00Aiming or laying means

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Re-Forming, After-Treatment, Cutting And Transporting Of Glass Products (AREA)

Description

Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet ein Anschneidegerät, welches dem Zwecke dient, bei Tage durch den Rauch, in der Dunkelheit durch den sichtbaren Feuerschein die Lage des Sprengpunktes eines Geschosses bei Zeitzündung nach Seite und Höhe, bezogen auf die Augenhorizontale, festzulegen. Das Festlegen nach der Seite geschieht nach der Erfindung mit dem Scherenfernrohr, mit dem das Anschneidegerät fest verbunden ist. Das Festlegen nach der Höhe, ausgedrückt in Winkelgraden über oder unter der Wagerechten, geschieht mit dem Anschneidegerät. Gegenüber den bisherigen Meßgeräten ist das Auge nicht an ein durch das Okular beschränktes Gesichtsfeld gebunden, sondern kann frei beobachten. Dadurch wird ein viel schnelleres Auffinden, Anschneiden und Messen des Sprengpunktes erreicht.
Die neue Erfindung besteht darin, daß das Einmessen nach der Höhe durch ein körpeitich dargestelltes Koordinatensystem erfolgt, dessen Mittelpunkt mit einem im festen Abstände davon angeordneten, die Augenhorizontale festlegenden Visierpunkt in einer Ebene liegt, während innerhalb des Koordinatensystems ebenfalls körperlich ausgeführte Parallelen zur Abszisse in denjenigen Abständen angeordnet sind, die durch die in bestimmten Winkeln gedachten Sehlinien erzeugt werden.
Eine weitere Erfindung besteht darin, daß das Koordinatensystem innerhalb einer durchsichtigen, beispielsweise ringförmigen Platte durch vertikal und horizontal gespannte Fäden gebildet. wird, während der Visierpunkt durch die Spitze eines festen Stiftes dargestellt wird.
Neu ist auch die Einrichtung, daß das Anschneidegerät mit dem Achsengehäuse des Scherenfernrohres verbunden ist, um sowohl in vertikaler wie horizontaler Richtung messen zu können.
Neu ist auch, daß sowohl das Liniensystem als auch der Visierpunkt durch durchsichtige Scheiben, beispielsweise aus Glas, gebildet werden, indem bei dem Liniensystem die Linien eingeritzt werden, der Visierpunkt dagegen durch ein eingeritztes schrägliegendes Kreuz festgelegt wird, wobei die eingeritzten Stellen in bekannter Weise mit Leuchtmasse ausgegossen sein können.
In der Zeichnung ist beispielsweise das Anschneidegerät sowie die Anwendungsart schematisch veranschaulicht.
Fig. ι zeigt eine Seitenansicht des Anschneidegerätes,
Fig. 2 zeigt einen Schnitt nach Linie I-I der Fig. 1,
Fig. 3 zeigt den den Visierpunkt festlegenden Stift,
Fig. 4 zeigt im Grundriß ein schematisches Beispiel eines Geländes,
Fig. 5 zeigt einen senkrechten Geländeschnitt durch den Meßpunkt 4 der Fig. 4,
Fig. 6 ist eine andere Ausführungsforni des Anschneidegerätes.
Fig. 7 und 8 zeigen in Vorderansicht die beiden Glasscheiben.
Das Anschneidegerät nach Fig. ι besteht aus einem körperlich dargestellten Koordinatensystem, beispielsweise einer durchsichtigen oder ringförmigen Platte, innerhalb ; welcher das Koordinatensystem /;, c durch
ίο vertikal und horizontal gespannte Fäden gebildet wird. Im festen.Abstande zur Platte α ist der durch die Spitze d eines festen Stif ·■ ] tes e gebildete Visierpunkt angeordnet, der mit dem Mittelpunkt des Koordinatensystems b, c in einer horizontalen Ebene liegt. Die gedachte horizontale Verbindungslinie ist die Augenhorizontale f. Parallel zur Abszisse b des Koordinatensystems sind ebenfalls durch Fäden gebildete Parallelen g, g-,, g2, h, H1, h2 über und unter der Abszisse in denjenigen Abständen angeordnet, die durch ' die in bestimmten Winkeln beispielsweise \ von το zu io° gedachten Sehlinien i erzeugt werden. Die Parallele g ist daher an der Stelle beispielsweise angeordnet, wo die zur Augenhorizontale/ in einem Winkel von io° gedachte Sehlinie die Ebene des Koordinatensystems b, c resp. der Platte α schneidet. Die Parallele gt zur Abszisse b ist dort angeordnet, wo die unter einem Winkel von 200 zur Augenhorizcntale gedachte Sehlinie I1 die Ebene des Koordinatensystems b, c schneidet. Die Parallelen ober- und unterhalb der Abszisse b sind dementsprechend mit -\- 10, + 20, + 30 und — 10, — 20, — 30 bezeichnet. Der Durchmesser der Platte α kann auch größer ausgebildet werden, so daß auch größere Winkel berücksichtigt werden können.
Platte α und Stift e sind auf der Führungsschiene k befestigt, die in dem Lager I verschiebbar und vermittels Klemmschraube in festgelegt werden kann. Das Lager ist durch die Lasche η mit dem Achsengehäuse 0 des festen Scherenfernrohres in beliebiger geeigneter Weise verbunden.
Die Benutzung des Anschneidegerätes findet in Verbindung mit dem Scherenfernrohr statt. Das Scherenfernrohr ist so gebaut, daß auf einer wagerechten Ebene jegliche Winkel
dieser Ebene gemessen werden können; das j sind die Winkel nach der Seite, ausgehend von einem Leitstrahl. Fig. 4 zeigt nun, wie das Festlegen nach der Seite erfolgt.. Die Fig. 4 zeigt die kartenmäßige Darstellung eines Frontstückes. Eingetragen, d. h. trigonometrisch vermessen sind die Schützengräben p, P1, die gedachte Kirche q im feindlichen Hintergelände, sowie die vier Meßpunkte i, 2, 3 und 4. Auf jeden der Meßpunkte 1, 2, 3 und 4 befindet sich ein Scherenfernrohr mit dem Anschneidegerät. Das | Scherenfernrohr wird in bekannter Weise auf ' Null gestellt und mit dieser Zahl ein Hauptrichtungspunkt angeschnitten. Diese Sehlinie ist dann die Basis sämtlicher zu messender SeitenwinKel. Visierpunkt d des Stiftes e, Ordinate c resp. senkrechter Faden des Anschneidegerätes und der Kirchturm befinden sich in einer Linie, die sich mit der Nulllinie deckt. Jetzt mißt Meßpunkt 1 resp. das dort befindliche Scherenfernrohr den Winkel nach der Seite nach dem durch das Auge festgelegten Sprengpunkt S, woraus sich der Winkel α ergibt. Ebenso wird an den Meßpunkten 2, 3 und 4 gemessen, woraus sich die Winkel β, γ, δ ergeben. Wo sich die Linien schneiden, muß sich der Sprengpunkt .S" befinden. Der .S-Punkt ist also der Seite nach genau festgelegt, mithin sind auch die Entfernungen von dem Meßpunkte bekannt, z. B die Entfernung S 4 = s. Um den Sprengpunkt der Höhe nach zu bestimmen, legt man nun durch den Meßpunkt 4 und Sprengpunkt 5" einen senkrechten Geländeschnitt wie in Fig. 5 dargestellt. Im Punkte A befindet sich das Scherenfernrohr mit dem Anschneidegerät mit der Augenhorizontale / und der Sehlinie A-S nach dem Sprengpunkte S. Aus der Projektion des Sprengpunktes auf die Augenhorizontale erhält man den Punkt P, dann ergibt sich, daß die Linie P-A gleich der Entfernung S 4 = 5 ist. Ferner ist in dem rechtwinkligen Dreieck APS der Winkel SAP^a1 durch die mittels des Anschneidegerätes gemessene Sprengpunkthöhe bekannt. Nunmehr kann die Strecke SP.' gleich Höhe des Sprengpunktes über der Augenhorizontale berechnet werden.
Durch das Anschneidegerät wird also der Sprengpunkt nach Seite und Höhe gemeinschaftlich mit dem Scherenfernrohr festgelegt, so daß daraus die Berechnung und Korrektur leicht erfolgen kann. In der Zeichnung ist in Fig. 5 der Anschaulichkeit halber Batterie, Ziel und Flugbahn ebenfalls eingezeichnet.
Beim Einmessen nach der Seite sind durch Drehen des Scherenfernrohres Okular-Oberteil, Ziel, senkrechter Faden und Stift in eine Sehlinie zu bringen. Beim Einmessen nach der Höhe' ist darauf zu achten, daß Auge, Spitze d des Stiftes e und die Augenhorizontale / in einer Ebene liegen, dann ist abzulesen, wo die Sehlinie, Auge bis Sprengpunkt, die Fadenplatte α schneidet. Zwischen den körperlich dargestellten Winkeln müssen die Einer dabei geschätzt werden.
In Fig. 6, 7 und 8 ist dargestellt, daß das Koordinatensystem b, c sowie. dieParallelen g, g-j, g2, h, H1, h2 innerhalb einer durchsichtigen Scheibe r, beispielsweise einer Glasscheibe, angeordnet sein können, wobei die Linien
eingeritzt und mit Leuchtmasse ausgegossen werden können. Ebenso kann nach dieser Ausführung der Visierpunkt d durch ein schrägliegendes eingeritztes Kreuz t innerhalb einer zweiten durchsichtigen Scheibe u festgelegt werden. Beide durchsichtigen Scheiben r und u sind aus demselben Material und besitzen dieselbe Größe, sie sind hintereinander angeordnet. Das Anschneidegerät ίο ist dann eingerichtet, wenn Kreuz t und der Mittelpunkt des Koordinatensystems sich in einem Punkte schneiden.

Claims (4)

  1. Patent-Ansprüche :
    i. Anschneidegerät zum Einmessen von Sprengpunkten nach Seite und Höhe, bezogen auf die Augenhorizontale, gekennzeichnet durch ein körperlich dargestelltes, zum Einmessen der Höhe dienendes Koordinatensystem, dessen Mittelpunkt mit einem im festen Abstande davon angeordneten, die Augenhorizontale festlegenden Visierpunkt in einer Ebene liegt, während innerhalb des Koordinatensystems ebenfalls körperlich ausgeführte Parallelen zur Abszisse in denjenigen Abständen angeordnet sind, die durch die in bestimmten Winkeln gedachten Sehlinien erzeugt werden.
  2. 2. Anschneidegerät nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, daß das Koordinatensystem innerhalb einer durchsichtigen, beispielsweise ringförmigen Platte durch vertikal und horizontal gespannte Fäden gebildet wird, während der Visierpunkt durch die Spitze eines festen Stiftes dargestellt wird.
  3. 3. Anschneidegerät nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Anschneidegerät mit dem Achsengehäuse des Scherenfernrohres verbunden ist, um sowohl in vertikaler wie horizontaler Richtung messen zu können.
  4. 4. Anschneidegerät nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl das Liniensystem als auch, der Visier-· punkt durch durchsichtige Scheiben, beispielsweise aus Glas, gebildet werden, indem bei dem Liniensystem die Linien eingeritzt werden, der Visierpunkt dagegen durch ein eingeritztes schrägliegendes Kreuz festgelegt wird, wobei die eingeritzten Stellen in bekannter Weise mit Leuchtmasse ausgegossen sein können.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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