DE30842C - Cylinder-Papiermaschine mit seitlich hin- und herbewegtem Cylinder - Google Patents

Cylinder-Papiermaschine mit seitlich hin- und herbewegtem Cylinder

Info

Publication number
DE30842C
DE30842C DENDAT30842D DE30842DA DE30842C DE 30842 C DE30842 C DE 30842C DE NDAT30842 D DENDAT30842 D DE NDAT30842D DE 30842D A DE30842D A DE 30842DA DE 30842 C DE30842 C DE 30842C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
cylinder
moved
paper machine
connection
paper
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DENDAT30842D
Other languages
English (en)
Original Assignee
WAGNER & ClE. in Coethen
Publication of DE30842C publication Critical patent/DE30842C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21FPAPER-MAKING MACHINES; METHODS OF PRODUCING PAPER THEREON
    • D21F9/00Complete machines for making continuous webs of paper
    • D21F9/04Complete machines for making continuous webs of paper of the cylinder type

Landscapes

  • Paper (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 55: Papierfabrikation.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 9. Juli 1884 ab.
Die Cylinder-Papiermaschine hat den Nachtheil, dafs auf ihr nur gröbere Sorten Papier hergestellt werden können, da die Cylindermaschine die rüttelnde Seitenbewegung nicht besitzt. Die Papierfasern legen sich infolge dessen mehr der Länge nach an einander, so dafs dem fertigen Producte die innige Verfilzung fehlt, durch welche eine nach allen Richtungen hin gleiche Festigkeit des Papiers erzielt wird.
Die vorliegende Erfindung bezweckt, die Verfilzung der Fasern zu verbessern. Um dies zu erreichen, wird dem Cylinder bezw. der Cylinderachse α eine seitliche Hin- und Herbewegung (Schüttelbewegung) ertheilt, ähnlich der Schüttelbewegung bei Langsiebmaschinen. Während nun bei letzteren die Verfilzung hauptsächlich an der Eintrittsstelle der Masse stattfindet, da dieselbe auf ihrem weiteren Wege immer mehr entwässert wird und somit eine consistente Beschaffenheit bekommt, findet hier die Verfilzung unter stets gleicher Consistenz des Papierbreies auf dem ganzen eingetauchten Cylindermantel statt, so dafs· eine intensivere Verfilzung der am Cylinder anhaftenden Papierfasern erzielt wird, als selbst bei der bisherigen Langsiebmaschine.
In beiliegender Zeichuung ist in Fig. 1 die Ansicht mit theilweisem Schnitt einer derartigen Cylindersiebmaschine dargestellt. Fig. 2 zeigt in vergröfsertem Mafsstabe den Siebcylinder im Horizontalschnitt in Verbindung mit den festen Seitenwänden. -Fig. 3 zeigt einen Verticalschnitt nach A-B.
Um bei vorliegender Construction eine Dichtung zwischen den feststehenden Seitenwänden m und dem rotirenden, seitlich hin- und herbewegten Cylindermantel c zu erreichen, sind zu beiden Seiten anschliefsende Abdichtungsbänder/ angewendet, welche einerseits mit der Seitenwand, andererseits mit einem an der Siebtrommel c gleitenden Ringe h verbunden sind, Ueber dem Siebcylinder c befindet sich die Abnehmerwalze G (Gautschwalze), welche in ganz gleicher Weise bewegt bezw. gerüttelt wird.
Die Verbindung zwischen Abnehmerwalze G und Siebcylinder'C zur Erreichung des vorstehenden Zweckes kann in verschiedenster Weise bewirkt werden. In beiliegender Zeichnung ist diese Verbindung hergestellt durch zwei auf der Achse α lose laufende Arme b, welche gegen seitliche Verschiebung durch Stellringe gesichert sind. Die Arme b tragen die Lagerführungen / der Abnehmerwalze G, welche durch Gewichte G, Federn etc. einen regulirbaren Druck erhält.
Zur Durchführung der Arme b nach oben sind die Abdichtungsbäilder an der betreffenden Stelle ausgeschnitten und an den Seitenwänden der Zeugbütte befestigt. Die Arme b sind unter sich durch Bolzen s verankert und tragen die Schienen S, welche auf fest montirten Lagerböcken ρ ρ ihren Drehpunkt q finden. Die Theile b S und s bilden sonach einen unter sich festen Rahmen, an welchen die Lager L1 L2 u. s. w. zur Aufnahme der Leitwalzen montirt werden. Die noch folgende Einrichtung der vorliegenden Papiermaschine ist dieselbe geblieben wie früher und bedarf hier weiter keiner Beschreibung.
An der Oberfläche der in der Zeugbütte befindlichen Papiermasse wird bei der Austrittstelle des Cylindermantels ein Schwimmer H angebracht, welcher frei schwimmt und durch Zapfenlager r r seitlich begrenzt ist, so dafs er bei den verschiedensten Stoffniveaus zur Wirkung kommt. Dieser Schwimmer bezweckt, dafs die Oberfläche des Stoffes durch die schüttelnde Bewegung nicht mitgerissen und dadurch die abgelagerte Papiermasse am Siebcylinder nicht beeinträchtigt wird.
Die rüttelnde Bewegung wird der Achse a bezw. dem Siebcylinder c von dem Schüttelbock aus in ähnlicher Weise wie bei der Langsiebmaschine ertheilt; diese Bewegung ist in bekannter Weise verstellbar angeordnet.

Claims (4)

  1. , Patent-Ansprüche:
    An Cylinder-Papiermaschinen:
    ι. Die Combination eines rotirenden und gleichzeitig seitlich hin- und herbewegbaren Sieb-. cylinders mit einem Schüttelmechanismus irgend welcher Construction, zum Zweck, die Papierfasern vor ihrem Herausheben aus der Masse successive zu verfilzen.
  2. 2. Die Verbindung des Siebcylinders c mit der Gautschwalze G von der Cylinderachse a aus durch ein starres, auf der Achse a dreh- und mit ihr verschiebbares Hebelsystem zum Zweck der gemeinsamen seitlichen Hin- und Herbewegung des Siebcylinders c und der Gautschwalze G.
  3. 3. Die Verbindung des rotirenden und gleichzeitig hin- und herbewegbaren Siebcylinders c mit den feststehenden Seitenwänden durch elastische Abdichtungsbänder f in Verbindung mit einem am Cylinder gleitenden Führungsringe h.
  4. 4. Die Anwendung eines Schwimmers H an der Austrittstelle der Cylinderfläche, zum Zweck, die Oberfläche des Stoffes bei der Bewegung des Siebcylinders in Ruhe zu halten.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT30842D Cylinder-Papiermaschine mit seitlich hin- und herbewegtem Cylinder Expired - Lifetime DE30842C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE30842C true DE30842C (de)

Family

ID=306950

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT30842D Expired - Lifetime DE30842C (de) Cylinder-Papiermaschine mit seitlich hin- und herbewegtem Cylinder

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE30842C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0416219A1 (de) Leiste für Blattbildungszone einer Papiermaschine
DE30842C (de) Cylinder-Papiermaschine mit seitlich hin- und herbewegtem Cylinder
AT524904B1 (de) Randbegrenzung für eine Siebpartie
DE953587C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Speisen einer Schlagmaschine
DE1435768A1 (de) Nadelbehandlungsvorrichtung
DE4002305C2 (de) Entwässerungsvorrichtung an einem Doppelsiebformer
DE2441859B2 (de) Sieb
DE699084C (de)
DE60391C (de) Kniehebelgetriebe mit durchbiegbarer federnder Stange
DE277441C (de)
DE149841C (de)
DE63665C (de) Saugkasten für Papiermaschinen
DE257949C (de)
DE257391C (de)
DE30273C (de) Verfahren und Apparat zur Herstellung von Papierstoff aus Holz und sonstigen Faserstoffen
DE102225C (de)
DE84127C (de)
AT39961B (de) Langsiebpapiermaschine.
DE174203C (de)
DE61713C (de)
DE125750C (de)
DE19193C (de) Langsieb-Cylinder-Papiermaschine
DE129523C (de)
DE73601C (de) Verfahren zur Herstellung von Vorgarn aus kurzen Fasern, insbesondere Papierstoff
DE105046C (de)