DE307639C - - Google Patents
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- DE307639C DE307639C DENDAT307639D DE307639DA DE307639C DE 307639 C DE307639 C DE 307639C DE NDAT307639 D DENDAT307639 D DE NDAT307639D DE 307639D A DE307639D A DE 307639DA DE 307639 C DE307639 C DE 307639C
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F42—AMMUNITION; BLASTING
- F42C—AMMUNITION FUZES; ARMING OR SAFETY MEANS THEREFOR
- F42C9/00—Time fuzes; Combined time and percussion or pressure-actuated fuzes; Fuzes for timed self-destruction of ammunition
- F42C9/02—Time fuzes; Combined time and percussion or pressure-actuated fuzes; Fuzes for timed self-destruction of ammunition the timing being caused by mechanical means
- F42C9/04—Time fuzes; Combined time and percussion or pressure-actuated fuzes; Fuzes for timed self-destruction of ammunition the timing being caused by mechanical means by spring motor
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Adjustment And Processing Of Grains (AREA)
Description
AUSGEGEBEN AM 13. MÄRZ 1920
Bei mechanischen Zeitzündern mit Laufwerk ist es bekanntlich von der größten Wichtigkeit,
alle diejenigen Ursachen auszuschalten, welche
; bei der Drehung des Geschosses den Ablauf
des Werks störend beeinflussen können, was vornehmlich dann der Fall ist, wenn sich das
Geschoß nicht, um seine geometrische Achse
dreht.
Dies stößt besonders bei solchen Zündern
ίο auf Schwierigkeiten, deren Laufwerk eine Ankerhemmung aufweist, der aber sonst wegen eines
■ genaueren Ganges und aus sonstigen uhrentechnischen Gründen gegenüber der Spindelhemmung
der Vorzug zu geben ist. Um nun bei Zündern mit Ankerhemmung den nach
der angegebenen Richtung hin störend wirkenden Einflüssen zu begegnen, hat man bereits
die Unruhfeder durch die Mitte der Achse, des Zünders und der Unruhwelle gehend' angeordnet
und die Einstellung der Feder durch . symmetrisch zur Achse angebrachte und verstellbare
Vorrichtungen auf beiden Seiten gleichmäßig vorgenommen. Trotzdem diese Anordnung eine wesentliche Verbesserung der
Schießresultate ergab, traten doch noch Unregelmäßigkeiten auf, die erkennen ließen, daß
noch Fehlerquellen vorhanden waren, die den. sachgemäßen Ablauf des Werks nachteilig
beeinflußten. Forschungen und Versuche ergaben, daß die bei den bisher praktisch verwendeten
Zündern mit Laufwerk und Ankerhemmung vorhandene Unruhe eine Fehlerquelle darstellt. Diese Unruhe besteht bekanntlich
vornehmlich aus zwei Flügeln, die in einer zwischen den Paletten gezogenen Geraden so
angeordnet und ausgebildet sind, daß ihr Hauptgewicht an den Enden liegt. Bei. derartigen ; ' .,,
Unruhen tritt beim Schuß eine verhältnismäßig große Beeinflussung durch die Fliehkraft auf, was bei den geringen Querschnitts- 40 ■':.:'
bemessungen der Flügel besonders gegen die J · Unruheachse hin Eigenschwingungen der Flügel >.,::
in solchem Maße erzeugen muß, daß dadurch ■'..■'··■.
ein unbedingt gleichmäßiges Schwingen der / ■
Unruhe, wie es für den sachgemäßen Ablauf ,45 ' des Werks erforderlich ist, ausgeschlossen wird, -j ■ y
Aus dieser Erkenntnis heraus ist die Unruhe. , ■'
gemäß der Erfindung so ausgebildet worden, daß die Masse des Umfanges derselben in der r/,
Nähe der Verbindungslinie der Mitten der 50'. Unruhe und des Steigrades unterbrochen und y
symmetrisch zu dieser Verbindungslinie mög- : '
liehst klein gehalten ist, derart, daßbeieinei. 7-Verschiebung
des Drehungsmittelpunktes der .; Unruhe aus der Rotationsachse des Geschosses ,55;:
der l durch die. Fliehkraft verursachte schäd-. . j
liehe Einfluß auf die Paletten verhindert wird. '
Die durch die Unterbrechung hervorgerufene ; Verringerung der Stabilität der Unruhe wird
gemäß der Erfindung durch bogenförmige Arme; 60
aufgehoben, deren Scheitelpunkte zwecks Verringerung der Fliehkraftwirkung möglichst nahe ;·■ N
der Drehachse der Unruhe liegen. ·;■*
Die Zeichnung veranschaulicht eine Aus- .
führungsform einer nach der Erfindung aus- 65
gebildeten Unruhe. Fig. 1 und 3 sind Drauf- ,;
sichten derselben mit dem Steigrad, und zwar in zwei verschiedenen Stellungen; die Fig. 2 ;
und 4 sind Seitenansichten hierzu. >
Die Unruhe α hat die bekannte runde Form, ϊο
ist aber so ausgebildet,' daß die Masse ihres ;;;
j Umfanges in der Nähe der Verbindungslinie
der Mitten der Unruhe und des Steigrades b unterbrochen und symmetrisch zu dieser Verbindungslinie
möglichst klein gehalten ist, was durch entsprechende Bemessung der Ringteile f und f erreicht wird. Die die breiteren
Ringteile f, f verbindenden schmaleren Stege g können ganz fehlen, jedoch empfiehlt sich ihre
Anbringung aus praktischen Gründen, da so einem Verziehen der Unruhe beim Härten
ίο besser vorgebeugt wird. Um die durch die
Beschränkung der Ringbreite auf die Stege g entstehende Schwächung der Unruhe wieder
auszugleichen, sind bogenförmige Arme e, c angeordnet, und zwar so, daß ihre Scheitelpunkte
möglichst nahe der Drehachse der Unruhe zu liegen kommen, um die Einwirkung
: der Fliehkraft auf ihre Masse möglichst gering zu machen. Die zum Sperren und Anstoßen
der Unruhe dienenden vier Ansätze h sind so angeordnet, daß der Gewichtsausgleich bzw.
die Gewichtsverteilung in dem angestrebten Sinne erfolgt.
Bei der nach der Erfindung vorgenommenen Massenverteilung tritt bei einer Verschiebung
de> Drehungsmittelpunktes ■ der Unruhe eine
• . solche· Verschiebung der Massen auf, daß auf
die Hemmung ein bedeutend geringerer Ein-
' fluß ausgeübt wird, als dies bei den früheren
Flügelunruhen der Fall ist, wo schon bei einer Verschiebung von 1 mm das Gesamtgewicht
der Unruhe völlig auf eine Seite zu liegen kommt, so daß die Fliehkraft eine völlig ein
seitige Wirkung auf die Paletten c, d ausübt.
Infolge des gemäß der Erfindung stattfindenden Ausgleichs wird demnach, wie sich sowohl 35
bei Versuchen auf der Rotationsmaschine als auch beim praktischen Schießen ergeben hat,
eine wesentlich bessere Wirkung als bisher
erreicht.
Claims (2)
1. Unruhe für mechanische Zeitzünder mit
durch Ankerhemmung geregeltem Laufwerk, die in der Geschoßachse gelagert ist,
dadurch gekennzeichnet, daß die Maste der, 45:
Umfanges der Unruhe (a) in der Nähe der Verbindungslinie der Mitten der Unruhe
und des Steigrades (δ) unterbrochen und ; symmetrisch Zu dieser Verbindungslinie
'. ■ möglichst klein gehalten ist, derart, daß bei .einer Verschiebung des Drehungsmittelpunktes der Unruhe aus der Rotations-
; achte des Geschosses der durch die Flieh- · kraft verursachte schädliche Einfluß au"
die Paletten (c, d) nach Möglichkeit verhindert wird. : ■
2. Unruhe nach Anspruch 1, dadurch ge- '
kennzeichnet, daß die durch die Unter- \ brechung hervorgerufene Verringerung der
Stabilität der Unruhe durch bogenförmige ,60 Arme (e, e) ausgeglichen wird, deren Scheitelpunkte
zwecks'Verringerung der Fliehkraftwirkung möglichst nahe der Drehachse
der Unruhe liegen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH83699T | 1919-05-09 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE307639C true DE307639C (de) |
Family
ID=4339255
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT307639D Active DE307639C (de) | 1919-05-09 |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH83699A (de) |
| DE (1) | DE307639C (de) |
-
0
- DE DENDAT307639D patent/DE307639C/de active Active
-
1919
- 1919-05-09 CH CH83699A patent/CH83699A/de unknown
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| CH83699A (de) | 1920-01-02 |
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