<Desc/Clms Page number 1>
Die Erfindung bezieht sich auf eine Handgranate, insbesondere von eiförmiger Aussenform mit einem Splitterkörper, der eine nach innen ragende ringförmige Verdickung aufweist, die den Innenraum der Handgranate in Teilräume unterteilt, und mit einem Zünderkopf, von dem ein Zündrohr- chen, welches Verzögerungssatz und Detonator enthält, mit dem Detonator bis in den Teilraum unterhalb der Verdickung des Splitterkörpers ragt.
Eine derartige Handgranate ist z. B. durch die DE-OS 2833877 bekanntgeworden. Bei dieser bekannten Handgranate befindet sich der Detonator im unteren Teilraum und bildet etwa in der Mitte des unteren Teilraumes ein Detonationszentrum. Die als ringförmige Rippe ausgebildete Verdickung des Splitterkörpers dient als Wellenformer für die Übertragung der Detonationswelle in den oberen Teilraum. Aufgabe dieser bekannten Handgranate ist es, auch für die rund um den Zünderkopf liegenden Bereiche des Splitterkörpers der Handgranate günstige Zerlegungs- und Ausstreuungsbedingungen zu schaffen.
Der Erfindung liegt hingegen die Aufgabe zugrunde, das Splitterangebot einer Handgranate zu vergrössern und dabei ein ausgewogenes Verhältnis von Splitterangebot, Splitterdurchschlagsleistung und Gewicht der Handgranate zu gewährleisten.
Zur Lösung dieser Aufgabe geht die Erfindung von einer Handgranate aus, deren Splitterkörper eine ringförmige Verdickung aufweist, wobei die Verdickung aber nunmehr das erhöhte Splitterangebot bedingen soll. Die wirksame Ausstreuung des erhöhten Splitterangebotes wird erfindungsgemäss dadurch gewährleistet, dass die Detonatorladung 6 im Bereich der ringförmigen Verdickung des Splitterkörpers angeordnet ist und sich sowohl in den Teilraum über der ringförmigen Verdickung als auch den Teilraum unterhalb der ringförmigen Verdickung erstreckt.
Durch die erfindungsgemässe Anordnung des Detonators in bezug auf die ringförmige Verdickung des Splitterkörpers und die beiden oberhalb und unterhalb dieser Verdickung liegenden Teilräume des Innenraumes der Handgranate wird dafür gesorgt, dass die Sprengladung der Handgranate durch den Detonator unmittelbar sowohl in den beiden Teilräumen oberhalb und unterhalb der Verdickung als auch im Bereich der Verdickung initiiert wird, wodurch sich die Erfindung wesentlich vom Stand der Technik, insbesondere auch von der Handgranate gemäss US-PS Nr. 1, 225, 884 unterscheidet, bei der zwar auch ein Splitterkörper mit einer ringförmigen Verdickung vorhanden ist, welche zwei Teilräume der Sprengladung teilt, wobei aber die Initiierung der Sprengladung stets von einem Endbereich eines Teilraumes durch dort angeordnete Detonatoren erfolgt.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand der Zeichnungen durch Ausführungsbeispiele näher erläutert. Fig. 1 zeigt eine erfindungsgemässe Handgranate in einem vertikalen Längsschnitt. Fig. 2 zeigt eine andere Ausführungsform einer erfindungsgemässen Handgranate teils im Längsschnitt und teils in Ansicht.
Die Handgranate nach Fig. 1 weist einen Zünderkopf --1-- auf, an dem ein Sicherungsbügel --2-- befestigt und durch einen Splint --3-- gesichert ist. Der Sicherungsbügel --2-- hält einen Schläger --4-- in gespannter Position. Durch eine Schraubverbindung ist mit dem Zünderkopf - ein Zündröhrchen-5--, welches (von oben nach unten) eine Zündpille, einen Verzögerungssatz (nicht sichbar) und einen Detonator --6-- enthält, der üblicherweise aus einer hitzeempfindlichen Primärladung, z. B. aus einer Mischung von Bleiacid und Bleitrinitroresorcinat, und einer Sekundärladung, z. B. aus in Pulverform gepresstem Nitropenta, besteht.
Die Primärladung bildet den obersten Teil des Detonators und macht nur einen geringen Anteil an der Detonatorladung aus.
Der Handgranatenkörper besteht aus einem äusseren Gehäusemantel --7-- aus schlagfestem
EMI1.1
B.Sprengladung z. B. aus plastifiziertem Nitropenta. Zwischen Sprengladung --9-- und dem in den Innenraum des Splitterkörpers ragenden Teil des Zündröhrchens --5-- befindet sich eine Kunststoff-Hülse-10-.
Der Splitterkörper --8-- weist eine nach innen ragende ringförmige Verdickung --11-- auf, die den Innenraum der Handgranate in zwei Teilräume unterteilt, einen oberen Teilraum --12-oberhalb der Verdickung --11-- und einen unteren Teilraum --13-- unterhalb der Verdickung - -11--. Erfindungsgemäss befindet sich die Detonatorladung --6-- im Bereich der ringförmigen
<Desc/Clms Page number 2>
Verdickung --11-- des Splitterkörpers --8-- und erstreckt sich-vom Bereich der Verdickung - ausgehend-sowohl in den oberen Teilraum --12-- als auch in den unteren Teilraum --13--.
Da der untere Teilraum --13-- grösser ist als der obere Teilraum --12--, ist es im Hinblick auf eine möglichst gleichmässige Zerlegung des Splitterkörpers-8-bei der Detonation der Sprengladung --9-- zweckmässig, wenn sich die Detonatorladung --6-- etwas weiter in den unteren Teilraum --13-- als in den oberen Teilraum --12-- erstreckt. Auch die Ladung des Detonators --6--, die für den kleineren Teilraum --12-- bestimmt ist, darf dabei nicht die für die Initiierung dieses Teilraumes notwendige Mindestmenge unterschreiten.
Das Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 unterscheidet sich vom Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 durch die Form und das Ausmass der nach innen ragenden ringförmigen Verdickung --11-- des Split- terkörpers --8--. Der Innenraum des Splitterkörpers --8-- wird im Falle der Fig. 2 in drei Teilräume unterteilt, einen oberen Teilraum --12-- oberhalb der Verdickung --11--, einen unteren Teilraum --13-- unterhalb der Verdickung --11--, und einen mittleren Teilraum --14-- im Bereich der Verdickung --11-- des Splitterkörpers --8--, Die Ladung des Detonators --6-- befindet sich wieder erfindungsgemäss im Bereich der Verdickung --11--, also im mittleren Teilraum --14-- und erstreckt sich sowohl in den oberen Teilraum --12-- als auch in den unteren Teilraum --13--.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Handgranate, insbesondere von eiförmiger Aussenform, mit einem Splitterkörper, der eine nach innen ragende ringförmige Verdickung aufweist, die den Innenraum der Handgranate in Teilräume unterteilt, und mit einem Zünderkopf, von dem ein Zündröhrchen, welches Verzögerungssatz und Detonator enthält, mit dem Detonator bis in den Teilraum unterhalb der Verdickung des Splitterkörpers ragt, dadurch gekennzeichnet, dass der Detonator (6) im Bereich der ringförmigen Verdickung (11) des Splitterkörpers (8) angeordnet ist und sich sowohl in den Teilraum (12) über der ringförmigen Verdickung (11) als auch den Teilraum (13) unterhalb der ringförmigen Verdickung (11) erstreckt.