DE304078C - - Google Patents

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DE304078C
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cooling
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cooling water
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F28HEAT EXCHANGE IN GENERAL
    • F28FDETAILS OF HEAT-EXCHANGE AND HEAT-TRANSFER APPARATUS, OF GENERAL APPLICATION
    • F28F13/00Arrangements for modifying heat-transfer, e.g. increasing, decreasing

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 17/. GRUPPEIl.
WALTHER BILLIG in BERLIN-FRIEDENAU.
Verfahren zur Erhöhung der Kühlwirkung von Kühlwasser.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 15. August 1915 ab.
Es ist bekannt, daß Wasser die Eigenschaft hat, erhebliche Mengen von Gasen aufzunehmen und gelöst zu erhalten. Das Wasser gibt die Gase bei Erhöhung der Temperatur 5 oder Erniedrigung des Druckes sowie auch in der Ruhe zum Teil wieder ab. Auch kann man dem Wasser bekanntlich durch Überleiten über Holzkohle die darin enthaltenen Gase entziehen. Dies geschieht bisher z. B.,
ίο zur Entgasung des Kühlwassers vor Einspritzkondensatoren. Die Neigung zur Aufnahme und Wiederabgabe von Gasen macht sich besonders störend bei Oberflächenkühlvorrich-
. tungen geltend. In den Oberflächenkühlvorrichtungen erwärmt sich das Kühlwasser und gibt daher Gase ab. Selbst wenn das nur in geringen Mengen geschieht, so sammeln sich die Gase an und machen dadurch bald einen großen Teil der Kühlfläche unwirksam, denn Gase, besonders in abgeschlossenen Räumen, sind ungemein schlechte Wärmeleiter. Zudem hindern die Gasblasen den Umlauf des Kühlwassers. Die Folge ist natürlich eine verminderte Kühlwirkung, d. h. ein vermehrter Kühlwasserverbrauch, der bis weit über 50 Prozent betragen kann.
Die vorliegende Erfindung beseitigt den Übelstand dadurch, daß dem Kühlwasser die Gase vor dem Eintritt in die Oberfiächenkühlvorrichtung durch Einschaltung eines Entziehungsapparates, z. B. eines für andere Zwecke bekannten, mit Holzkohle gefüllten Filters, entzogen werden. Welcher Art die Vorrichtung zur Abscheidung der Gase (Sauerstoff, Stickstoff, Kohlensäure usw.) ist, ob sie auf chemischem oder mechanischem Wege arbeitet, ist unerheblich. Selbstverständlich muß dafür gesorgt werden, daß das Wasser zwischen Entgaser und Kühlvorrichtung nicht Gelegenheit hat, Luft aufzunehmen. ■ .
Die Zeichnung zeigt schematisch ein Ausführungsbeispiel der Erfindung.
Der Behälter α enthält zwischen zwei Siebböden einen die Gase aus dem Wasser entfernenden Stoff, z. B. Holzkohle. Aus der Holzkohle entweichen die Gase dauernd in Blasen und ziehen durch den am höchsten Punkte des Behälters angebrachten Hahn ab. Der Hahn wird nur so weit geöffnet, daß oben im Kanal ein Gasraum verbleibt.
Der Behälter α ist mit Rohrleitungen und Ventilen derart ausgerüstet, daß eine Rückspülung stattfinden kann. Im laufenden Betriebe fließt jedoch das unten aus dem Behälter α austretende Kühlwasser der Kühlvorrichtung b zu.
Die Entgasung des Kühlwassers vor der Einführung in Oberflächenkühlvorrichtungen verhindert die Bildung von Gasblasen in den Vorrichtungen. Um die von den Gasblasen bedeckten Flächen ist die wärmeaufnehmende Fläche der Oberflächenkühlvorrichtung dann verkleinert. Durch die Entgasung des Wassers wird also zunächst die Wirkung einer vorhandenen Kühlvorrichtung um einen entsprechenden Teil erhöht und daher eine Vergrößerung der übrigen Anlagen ohne Vergrößerung der Kühlvorrichtung ermöglicht. Da der Größe der Kühlvorrichtungen auch die Menge des verbrauchten Kühlwassers ent-
spricht und dieser die Größe der Kühltürme, Kühlteiche usw., so reichen auch diese für eine entsprechend vergrößerte Gesamtanlage aus. Neue Oberflächenkühlvorrichtungen können entsprechend der verbesserten Kühlwirkung verhältnismäßig kleiner angelegt werden. Als Nebenvorteile ergeben sich noch eine vergrößerte Haltbarkeit der Oberflächenkühler, weil die Neigung zum Rosten verringert ist, ίο und eine Ersparnis an Kühlwasserpumpenarbeit. Das Fehlen der Gasblasen in den Oberflächenkühlern verringert nämlich den Durchflußwiderstand.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Erhöhung der Kühlwirkung von Kühlwasser in Oberflächenkühlvorrichtungen, dadurch gekennzeichnet, daß vor den Kühlvorrichtungen dem Kühl- ao wasser die darin enthaltenen Gase entzogen werden.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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