DE3034331C1 - Vorrichtung zum Antrieb eines Koerpers,der eine taumelnde und rotierende Bewegung ausfuehrt - Google Patents
Vorrichtung zum Antrieb eines Koerpers,der eine taumelnde und rotierende Bewegung ausfuehrtInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Antrieb eines Körpers, der zur Ausführung einer taumelnden
und rotierenden Bewegung, die auf dem Prinzip der umstülpbaren Gelenkkette beruht, an zwei gabelförmigen
Lenkern mittels Drehzapfen zur Bewegung um zwei zueinander windschiefe Achsen aufgehängt ist, wobei
die Lenker mittels je eines Schwenklagers mit je einer Antriebswelle verbunden sind und die beiden zueinander
parallelen Antriebswellen gegensinnig und wechselweise mit periodisch abwechselnd zunehmender
und abnehmender Winkelgeschwindigkeit zwecks Erzielung einer regelmäßigen Körperbewegung gedreht
werden sollen.
Ein taumelnder und rotierender Körper dieser Art dient insbesondere als Hohlkörper zur Aufnahme von
Behandlungsgut, welches physikalischen oder chemisehen Prozessen unterworfen wird, wobei aufgrund der
gleichzeitigen Taumel- und Rotationsbewegung besonders günstige Wirkungen hinsichtlich des Ablaufs solcher
Prozesse erzielt werden.
Bei einem zur Ausführung einer taumelnden und rotierenden Bewegung in der eingangs genannten Art aufgehängten Körper ist für diesen Antrieb zu berücksichtigen, daß die beiden Antriebswellen ungleichförmig rotieren müssen, damit eine gleichmäßige Verteilung der an den beiden Wellen wechselweise verlangten Beschleunigungen bzw. Verzögerungen im Bewegungsablauf erzielt wird, weil anderenfalls eine unregelmäßige Körperbewegung resultieren würde, die die vorstehend erwähnten besonderen Wirkungen auf das Behandlungsgut in dem Körper zunichte machen würde und außerdem zu einem vorzeitigen Verschleiß von Lagern führt. Die Ungleichförmigkeit der Winkelgeschwindigkeit der Antriebswellen ist demnach systembedingt und verlangt entsprechende Maßnahmen beim Antrieb einer solchen Vorrichtung.
Bei einem zur Ausführung einer taumelnden und rotierenden Bewegung in der eingangs genannten Art aufgehängten Körper ist für diesen Antrieb zu berücksichtigen, daß die beiden Antriebswellen ungleichförmig rotieren müssen, damit eine gleichmäßige Verteilung der an den beiden Wellen wechselweise verlangten Beschleunigungen bzw. Verzögerungen im Bewegungsablauf erzielt wird, weil anderenfalls eine unregelmäßige Körperbewegung resultieren würde, die die vorstehend erwähnten besonderen Wirkungen auf das Behandlungsgut in dem Körper zunichte machen würde und außerdem zu einem vorzeitigen Verschleiß von Lagern führt. Die Ungleichförmigkeit der Winkelgeschwindigkeit der Antriebswellen ist demnach systembedingt und verlangt entsprechende Maßnahmen beim Antrieb einer solchen Vorrichtung.
Aus der DE-PS 11 45 455 ist es bekannt, zur Lösung
dieses Problems einen zwangsläufigen Antriebsmechanismus mit Hilfe von Kardan-Gelenken vorzusehen,
mittels welcher die Antriebswellen angetrieben werden, da bekanntlich bei einem Kardan-Gelenk periodisch
sich ändernde Winkelgeschwindigkeiten mit einem sinusförmigen Verlauf auftreten. Abgesehen von dem
großen Platzbedarf für die Kardan-Gelenke ist bei diesen die starke Abwinkelung mit einem Winkel von 45°
ungünstig, weil die Lebensdauer dieses Antriebs nicht
befriedigend ist, wenn die Übertragung des gesamten Drehmomentes über die Kardan-Gelenke zur Folge hat,
daß diese zu schnell ausschlagen.
Eine aus der DE-PS 12 07 750 bekannte Vorrichtung zur Erzeugung einer taumelnden und rotierenden Korso
perbewegung weist zur Lösung dieses Antriebsproblems mit Hilfe eines nicht zwangsläufigen Antriebsmechanismus
ein Ausgleichsgetriebe in Form eines Reibkugelgetriebes an einer der Antriebswellen auf. Dabei
ist zwischen einem lose auf der Antriebswelle angeordneten und gleichförmig durch ein Antriebselement angetriebenen
Antriebsring und einem ebenfalls auf der Antriebswelle lose angeordneten Abtriebsring ein auf
der Welle aufgekeilter Kugelkäfig angeordnet, durch den die Antriebswelle in Rotation versetzt wird, während
der gegenläufig sich drehende Abtriebsring mit einem Kettenrad fest verbunden ist, um über eine Kette
die parallel angeordnete zweite Antriebswelle gegensinnig zu drehen. Da aber die beiden Antriebswellen
ungleichförmig rotieren, wobei während der Verzögeb5
rung der einen Antriebswelle die andere eine Beschleunigung erfährt, muß in diesem Ausgleichsgetriebe
zwangsläufig soviel Reibung entstehen, daß diese Lösung für den Dauerbetrieb ungeeignet ist. In der Praxis
hat sich diese Lösung daher auch nicht bewährt und konnte kommerziell nie verwertet werden.
Der vorliegenden Erfindung lag daher die Aufgabe zugrunde, einen Antriebsmechanismus zu entwickeln,
der die durch die Kinematik des in der eingangs geschilderten Weise aufgehängten Körpers bedingten Ungleichförmigkeiten
der Bewegung und auch die durch die dabei auftretenden Massenkräfte bedingten Ungleichförmigkeiten
ausgleichen kann, ohne daß dabei die Lebensdauer beeinträchtigende Reibung auftritt.
Der insbesondere zur Aufnahme von Behandlungsgut bestimmte Körper soll ohne ruckartiges Bewegen taumeln
und gleichzeitig rotieren können, so daß die dadurch zustandekommenden Wirkungen auf das Behandlungsgut
optimal verwirklicht werden, wobei das Auftreten von Reibung vermieden werden soll. Zur Lösung
dieser Aufgabe dienen die Maßnahmen nach Anspruch 1. Dabei ist jede der Antriebswellen mit einer
elastischen Wellenkupplung versehen, so daß diese beiden Wellen in bezug auf die wechselweise auftretenden
Beschleunigungen und Verzögerungen unabhängig voneinander sind.
Die Aufgabe bestand ferner darin, mit der Vorrichtung zur Erzeugung einer taumelnden und rotierenden
Bewegung auch ausreichend hohe Drehzahlen erreichen zu können, zu welchem Zweck zusätzliche Maßnahmen
nach Anspruch 3 vorgesehen werden, wenn mit den elastischen Wellenkupplungen allein die gewünschte
Gleichmäßigkeit der Bewegung nicht mehr gewährleistet wird. Mit den zusätzlichen Maßnahmen werden
nach dem gleichen Prinzip wie bei den elastischen Wellenkupplungen mittels Kraftspeichern in Form von Federn
noch vorhandene Ungleichförmigkeiten der Bewegung ausgeglichen.
Die Verwendung von Kraftspeichern in Form von Federn zwischen drehbar gelagerten und relativ zueinander
verdrehbaren Antriebsteilen ist aus der FR-PS 7 15 625 für eine elastische Transmissionsvorrichtung
bekannt, die dazu bestimmt ist, impulsartig auftretende Antriebskräfte auf einen anzutreibenden Körper größerer
Masse zu übertragen, beispielsweise für einen Fahrradantrieb durch Muskelkraft. Dabei erstrecken sich
Federn zwischen dem durch die impulsartig auftretende Antriebskraft bewegten Antriebsteil und dem Körper
größerer Masse, durch dessen Zurückbleiben die Federn gespannt werden, deren Federkraft bei Beendigung
des Antriebsimpulses und bei Verhinderung einer Rücklaufbewegung durch eine Sperre voll auf den anzutreibenden
Körper wirkt, der somit den impulsartig angetriebenen Antriebsteil einholt und der bei in entsprechenden
Abständen sich wiederholender Impulsfolge annähernd gleichmäßig bewegt wird.
Abgesehen von der ganz anders gelagerten Zielsetzung im Vergleich mit der der vorliegenden Erfindung
zugrunde liegenden Aufgabe können die Federn hier nur in einer Drehrichtung wirksam sein, was bei der
Antriebsvorrichtung für den taumelnden und rotierenden Körper nicht ausreicht, weil bei letzterer ein Ausgleich
von Schwankungen der Drehmomente sowohl von der Antriebs- als auch von der Abtriebsseite her
möglich sein muß, wobei neben den erwähnten unterschiedlichen Winkelgeschwindigkeiten auch die Massenkräfte
maßgebend sind.
Die vorbekannte Einrichtung würde aber auch bei einer aus der DE-PS 12 07 750 bekannten Vorrichtung
zur Erzeugung einer taumelnden und rotierenden Körperbewegung nicht anwendbar sein, weil bei dieser die
eben erwähnte Bedingung ebenso gilt, daß eine mit Federn arbeitende Ausgleichsanordnung in beiden Drehrichtungen
wirksam sein muß. Außerdem wäre bei Ersatz der Reibkupplung bei der Vorrichtung gemäß der
DE-PS 12 07 750 durch eine Einrichtung gemäß der FR-PS
7 15 625 die zweite Antriebswelle für den taumelnden Körper ohne Antrieb.
Die Verwendung von Federn ist ferner aus der FR-PS 5 37 569 für ein Dreiganggetriebe mit automatischer,
lastabhängiger Umschaltung der Getriebestufen bekannt, beispielsweise für einen Kran, wobei die Umschaltung
unter Mitwirkung von zwei um einen Winkelbereich relativ zueinander gegen die Wirkung von zwei
je auf einem Halbkreisbogen angeordneten Druckfedern verdrehbaren Teilen erfolgt, von denen der eine
mit der Last und der andere Teil mit dem Antrieb verbunden ist. Dabei kann sich jedoch der eine Teil relativ
zum anderen Teil nur in einer Drehrichtung verdrehen und soll in drei verschiedenen Drehstellungen zwecks
Einschalten einer Getriebestufe arretiert werden. Als Ausgleichsvorrichtung zwischen zwei mit unterschiedlichen
Winkelgeschwindigkeiten rotierenden Wellen ist diese Einrichtung daher ungeeignet, bei der es sich nur
um eine mit Hilfe einer Feder betätigten Schalteinrichtung handelt.
Es ist auch bereits bekannt (CH-PS 4 01 627), zum Ausgleich von an einer Welle auftretenden Drehmomentschwankungen
auf dieser Welle eine Kurvenscheibe anzuordnen, die über einen Übertragungsmechanismus
mit mindestens einer energiespeichernden Feder in Wirkungsverbindung steht. Diese bekannte Einrichtung,
die zwei auf gegenüberliegenden Seiten der Kurvenscheibe angeordnete und je einen Wälzkörper zum Abrollen
am Umfang der Kurvenscheibe tragende Hebel aufweist, die durch eine an den Hebelenden angreifende
Zugfeder gegeneinander gezogen werden und die Wälzkörper gegen die Kurvenscheibe andrücken, läßt sich
jedoch vereinfachen, wenn man nur einen über eine Druckfeder gegen das Maschinengestell abgestützten
Hebel vorsieht.
Der Vorteil der erfindungsgemäßen Einrichtung besteht darin, daß der zur Ausführung einer taumelnden
und rotierenden Bewegung, die auf dem Prinzip der umstülpbaren Gelenkkette beruht, in besonderer Weise
aufgehängte Körper mit H· Ie der elastischen Wellenkupplungen
an beiden Antriebswellen auch während langer Betriebszeiten zuverlässig und ohne Störungen
durch Verschleiß in Lagern oder Zahnrädern angetrieben werden kann, was bei den vorbekannten Lösungen
mit Kardan-Gelenken oder Reibkugelgetriebe nicht der Fall war.
Der die taumelnde und rotierende Umlaufbewegung ausführende Körper dient nicht nur zur bereits eingangs
genannten Durchführung von physikalischen oder chemischen Prozessen an dem in seinem Hohlraum enthaltenen
Behandlungsgut, sondern er entfaltet seine besonderen Wirkungen auch in einem den Körper umgebenden
Behandlungsgut und ist in dieser Weise für sehr viele Anwendungsfälle geeignet.
Mit Hilfe eines Körpers der beschriebenen Art, der während der Umlaufbewegung eine Taumelbewegung ausführt und dabei das Behandlungsgut in dem Körper dreidimensionalgerichteten Längs- und Drehbewegungen aussetzt, werden physikalische oder chemischen Prozesse oder Mischungen verschiedener Komponenten von Behandlungsgut mit in vielen Fällen überraschenden Ergebnissen durchgeführt. So wurde beispielsweise gefunden, daß Gase enthaltendes flüssiges oder festes Behandlungsgut aufgenommenes Gas ent-
Mit Hilfe eines Körpers der beschriebenen Art, der während der Umlaufbewegung eine Taumelbewegung ausführt und dabei das Behandlungsgut in dem Körper dreidimensionalgerichteten Längs- und Drehbewegungen aussetzt, werden physikalische oder chemischen Prozesse oder Mischungen verschiedener Komponenten von Behandlungsgut mit in vielen Fällen überraschenden Ergebnissen durchgeführt. So wurde beispielsweise gefunden, daß Gase enthaltendes flüssiges oder festes Behandlungsgut aufgenommenes Gas ent-
gegen allen Oberflächenkräften freigibt, wenn der Hohlraum des Körpers mit der Atmosphäre bzw. Unterdruck-
oder Überdruckräumen verbunden wird. Man stellte ferner fest, daß umgekehrt ein gasfreies oder
dampffreies Behandlungsgut Gase oder Dämpfe in einem unerwartet großen Ausmaß aufnimmt, wenn das
Behandlungsgut in einem derartigen Körper behandelt wird und mit den aufzunehmenden Medien in Berührung
kommen kann. Der Körper läßt sich mit seinem inneren Hohlraum somit als Mittel zur Beeinflussung
biologischer und/oder mikrobiologischer Vorgänge benutzen, wobei sich das Wachstum von Bakterien beeinflussen
läßt etc. Allgemein gesagt ist bei Verwendung des Körpers die Steigerung des Gehalts eines Behandlungsgutes
an aufzunehmenden Stoffen wie Desinfektionsmitteln, Kosmetika, Arzneien etc. ebenso vorteilhaft
wie die Reduktion des Gehaltes von Stoffen wie beispielsweise gesundheitsschädigende Verunreinigungen.
Ferner läßt sich der in Taumelbewegung umlaufende Körper vorteilhaft verwenden, um den Dispersionsgrad bei der Aufnahme von Feststoffen in Gasen,
Dämpfen oder Flüssigkeiten merkbar zu erhöhen. Ferner läßt sich die Mischung von Flüssigkeiten erreichen,
die sonst nicht ohne Weiteres mischbar sind. Dasselbe gilt für die Auflösung von Flüssigkeiten in anderen Flüssigkeiten
oder Feststoffen, wenn unter anderen Bedingungen keine Auflösung mehr möglich ist. Der Körper
mit seiner spezifischen Art der Taumelbewegung dient daher zum Homogenisieren, Emulgieren, Egalisieren,
für das Eintragen von Kristallen des Kohlenstoffes (Diamantpulver und -splitter) in Bindemitteln aller Art wie
keramische Trägermassen, ferner von Silberhalogeniden in Gelatine zur Herstellung von Filmen höchster
Empfindlichkeit wie etwa Röntgenfilme. Wichtige Anwendungen sind in der pharmazeutischen Industrie zur
Herstellung von Mischungen, in der Medizin für Untersuchungen von Harn, Blut etc., in der Metallurgie für die
Herstellung von Sintermetallpulvern, in der Kosmetikindustrie für die Herstellung von Pudern und Lacken, in
der Lebensmittelindustrie zur Herstellung von Pulvermischungen aller Art, und auf vielen weiteren Gebieten,
wo der Einsatz des auf spezifische Art bewegten Körpers bisher nicht zu realisierende Wirkungen zu erzielen
ermöglicht.
Weitere vorteilhafte Merkmale der Vorrichtung sind in den Unteransprüchen angegeben.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnungen beschrieben, in denen eine Ausführungsform
des Erfindungsgegenstandes rein beispielsweise dargestellt ist. Es zeigt
F i g. 1 eine Ansicht des Taumelkörpers mit dem unteren Teil der beiden in der Zeichenebene liegenden
Antriebswellen in einer ersten Umlaufstellung des Taumelkörpers,
Fig.2 und 3 die gleiche Ansicht gemäß Fig. 1, in
einer jeweils anderen Umlaufstellung des Taumelkörpers,
F i g. 4 eine Seitenansicht der Antriebsvorrichtung für
den Taumelkörper,
Fig.5 eine Draufsicht auf die Antriebsvorrichtung
gemäß der Linie V/V in F i g. 4, teilweise aufgeschnitten und in größerem Maßstab,
F i g. 6 einen Kraftspeicher in Form einer zwischen Kugeln angeordneten Schraubendruckfeder, in größerem
Maßstab,
F i g. 7 eine Draufsicht auf die mit den Antriebswellen verbundenen Kurvenscheiben und mit diesen zusammenwirkenden
zusätzlichen Kraftspeicher, als Detaildarstellung gemäß der Linie VII/VU in F i g. 4,
F i g. 8 eine Draufsicht gemäß F i g. 7 in veränderter Drehstellung der Kurvenscheiben.
Der in den F i g. 1 —3 in verschiedenen Umlaufstellungen
dargestellte Körper 1 ist ein Regelkörper in einer spezifischen Gestaltungsform, die zu besonders günstigen
Ergebnissen hinsichtlich der am Behandlungsgut erzielbaren Wirkungen durch die gleichzeitige Taumel-
und Umlaufbewegung führt. Der Regelkörper 1 besitzt ίο zwei konvexe Kanten ti, 12, die gleiche konstante
Krümmungen aufweisen und in zwei im rechten Winkel zueinander stehenden Ebenen liegen, wobei eine Hüllfläche
überall gerade Mantellinien zwischen diesen Kanten besitzt. Der Körper führt durch Drehung um
zwei im Abstand voneinander befindliche und verschiedene Richtungen aufweisende, d. h. windschiefe Achsen
39 und 40 eine Umlaufbewegung und gleichzeitig eine Taumelbewegung aus. Die Achsen 39 und 40 verlaufen
jeweils durch den Krümmungsmittelpunkt der genannten Kanten 11 und 12 und senkrecht zu den beiden
Ebenen, in denen diese Kanten liegen.
Der Körper 1 wird an einer ersten Welle 21, die am Ende gabelförmig ausgebildet ist und einen Schwenkzapfen
35 trägt, mittels eines an diesem Zapfen schwenkbar befestigten Tragbügels 37 gehalten, an dessen
Ende der Körper mittels die Achse 39 bildenden Drehzapfen befestigt ist. Ferner wird der Körper 1 an
einer parallel angeordneten zweiten Welle 22 mittels eines an einem Schwenkzapfen 36 gelagerten Tragbügels
38 gehalten, welcher am Ende die Achse 40 bildende Drehzapfen besitzt. Durch die kardanischen Aufhängungen,
bei welchen der Körper auf der einen Seite um die senkrecht zueinander stehenden Achsen 35 und 39
und auf der anderen Seite um die senkrecht zueinander stehenden Achsen 36 und 40 Beweglichkeit besitzt, führt
der Körper 1 eine Taumelbewegung und Umlaufbewegung aus, wenn die beiden Wellen 21 und 22 gegensinnig
gedreht werden. Aus den F i g. 2 und 3 ist erkennbar, wie der Körper 1 bei der Taumelbewegung seine Stellung
verändert.
An die als Hohlwellen ausgebildeten Wellen 21 und 22 werden oberhalb ihrer gabelförmigen Enden flexible
Leitungen 41 und 42 angeschlossen, die an zwei verschiedenen Stellen in den Körper 1 einmünden und zum
Zu- und Abführen des Behandlungsgutes dienen. Diese Leitungen müssen so flexibel sein, daß sie die taumelnde
Umlaufbewegung des Körpers nicht behindern.
In F i g. 4 ist der Antrieb für den Körper 1 in Seitenansicht
dargestellt. In einem Maschinengestell 10 sind die beiden parallel zueinander angeordneten Wellen 21 und
22 drehbar gelagert, die über die kardanischen Aufhängungen den Körper 1 tragen. Auf der Welle 21 ist ein
Kettenrad 23 relativ zur Welle drehbar gelagert, d. h. es kann sich in beiden Richtungen relativ zur Welle drehen.
Eine um das Kettenrad 23 laufende Kette 24 wird durch einen in der Zeichnung nicht dargestellten Motor angetrieben.
Ein scheibenförmiges Schwungrad 25 ist unterhalb des Kettenrades 23 auf der Welle relativ zu dieser
drehbar angeordnet und mit dem Kettenrad fest verbunden. Ferner ist mit dem Schwungrad 25 eine Scheibe
26 fest verbunden, die ebenfalls auf der Welle relativ zu dieser drehbar angeordnet ist. Unterhalb der Scheibe 26
befindet sich eine weitere Scheibe 27, die mit Hilfe eines Keils 51 (F i g. 5) mit der Welle 21 drehfest verbunden
ist. Die Scheibe 26 besitzt in ihrer unteren Stirnfläche 261 eine ringnutförmige Ausnehmung 262, und die
Scheibe 27 besitzt in ihrer oberen Stirnfläche 271 eine ringnutförmige Ausnehmung 272. Diese beiden Ausneh-
mungen ergänzen sich zu einem ringförmigen Kanal, in welchem Kugeln 52 bzw. 54 und Schraubendruckfedern
53, die die Kraftspeicher bilden, in Umfangsrichtung abwechselnd aufeinanderfolgend angeordnet sind (F ig. 5).
An jeder der beiden Scheiben 26 und 27 ist ein Widerlager 55 angeordnet, das in den ringförmigen Kanal hineinragt.
Gegen dieses Widerlager 55 stützen sich die Kugeln 54 ab, die von den jeweils auf einem Halbkreis
angeordneten Kugeln und Federn die letzten, am Ende liegenden Kugeln sind. Wenn in Fig.5 das auf der linken
Seite dargestellte Widerlager 55 in der unteren Scheibe 27 fest angeordnet ist, während das auf der
rechten Seite dargestellte Widerlager 55 in der oberen Scheibe 26 fest angeordnet ist, dann wird bei Drehung
der Scheibe 26 gemäß Pfeilrichtung im Uhrzeigersinn ein antriebsseitiger Drehmomentüberschuß in den in
F i g. 5 auf dem unteren Halbkreis liegenden Druckfedern 53 gespeichert, während die Federn auf dem oberen
Halbkreis entlastet werden bzw. Spielraum erhalten, sofern die Federn keine Vorspannung besitzen. Die
Wirkungsweise ist bei einem in umgekehrter Richtung auftretenden Drehmoment die gleiche, wobei nur der
Unterschied darin besteht, daß die in der anderen Hälfte des ringförmigen Kanals befindlichen Druckfedern zur
Speicherung eines Drehmomentes in Funktion treten. Dabei ist auch gleichgültig, ob ein solches Drehmoment
von der Antriebsseite oder der Abtriebsseite her auftritt. Vom Körper 1 durch die bei der Taumelbewegung
zur Wirkung kommenden Massenkräfte verursachte Drehmomente werden kraftspeichernd und dadurch mit
Dämpfung aufgenommen, so daß die antriebsseitigen Getriebemittel ruhig und stoßfrei arbeiten.
Da die beiden Wellen 21 und 22 sich gegensinnig drehen müssen, besitzen die beiden Scheiben 26, die auf
jeder der beiden Wellen 21 und 22 angeordnet sind, am Umfang eine Verzahnung 263. Über zwei Ritzel 6
(Fig.5), die mit den beiden Verzahnungen 263 der Scheiben 26 in Eingriff stehen, sind die beiden Scheiben
26 demnach durch eine schlupffreie Bewegungstransmission gekoppelt. Im übrigen ist auch bei der zweiten
Welle 22 die Ausbildung der Scheibe 26 und einer unter dieser angeordneten Scheibe 27 mit den innerhalb der
beiden Scheiben angeordneten Kraftspeichern und Kugeln gleich wie bei den zuvor beschriebenen beiden
Scheiben 26 und 27 auf der Welle 21.
In F i g. 7 ist ein Detail der Vorrichtung gemäß F i g. 4 in der Draufsicht nach der Linie VII/Vll dargestellt. Mit
den beiden Wellen 21 und 22 ist je eine Kurvenscheibe
70 drehfest verbunden. Die Umfangsfläche 71 jeder Kurvenscheibe besitzt Abschnitte 72, die einen größeren
radialen Abstand von der Drehachse besitzen, und ferner Abschnitte 73, die einen kleineren radialen Abstand
von der Drehachse besitzen. Ein Kraftspeicher 74 in Form einer Schraubendruckfeder wird mit dem einen
Ende gegen einen ortsfesten Teil 75 des Maschinenrahmens abgestützt und mit dem anderen Ende gegen einen
um eine ortsfeste Achse 76 schwenkbaren Hebel 77 angedrückt. Dieser Hebel 77 trägt am Ende einen drehbar
gelagerten Wälzkörper 78, der auf der Umfangsfläche
71 der Kurvenscheibe 70 abrollt, wenn sich die Kurvenscheibe zusammen mit der Welle dreht. In F i g. 8 ist eine
andere Drehstellung der Kurvenscheibe dargestellt, und man erkennt, daß bei Drehung der Kurvenscheibe die
Feder 74 abwechselnd zusammengedrückt und entspannt wird. Die Federkraft übt somit periodisch mittels
der Kurvenscheibe ein Drehmoment auf die Welle 21 bzw. 22 aus, wenn die Kurvenscheibe 70 mit ihrem einen
größeren radialen Abstand aufweisenden Abschnitt 72 gerade den Wälzkörper 78 passiert hat. Die Feder 74
speichert eine Kraft, wenn der genannte Abschnitt beim Umlaufen der Kurvenscheibe sich dem Wälzkörper 78
nähert und ein Drehmoment auf den Hebel 77 ausgeübt wird. Dieses Wechselspiel wiederholt sich viermal während
eines Umlaufs der Welle 21 bzw. 22. In den F i g. 7 und 8 ist in gestrichelten Linien die Stellung des Körpers
1 bei der zugeordneten Stellung der Kurvenscheibe eingezeichnet. Die Kraft der Feder 74 kann durch eine
ίο Stellschraube 79 unterschiedlich eingestellt werden. Die
Kurvenscheibe 70 kann abweichend von der Darstellung in der Zeichnung unmittelbar unter der Scheibe 27
angeordnet und mit dieser Scheibe drehfest verbunden werden, oder die Kurvenscheibe kann auch mit der
Scheibe 27 zusammen ein einstückiges Bauteil bilden.
Mit Hilfe dieser zusätzlichen Kraftspeicher 74 können die trotz der zwischen den beiden Scheiben 26 und
27 vorhandenen Kraftspeicher 53 noch auftretenden Schwankungen der Drehmomente und die daraus resultierenden
Vibrationen mittels Gegenwirkung mindestens annähernd oder vollständig beseitigt werden, so
daß die angestrebte Gleichförmigkeit der Bewegung erreicht wird. Bei bestimmten Anwendungsfällen mit niedrigen
Drehzahlen der Wellen und kleiner Masse des Körpers 1 kann auch auf diese zusätzlichen Kraftspeicher
und Kurvenscheiben verzichtet werden.
Wie aus F i g. 4—8 hervorgeht, sind die Wellen 21 und 22 als Hohlwellen ausgebildet, so daß in den längs der
Achse verlaufenden Kanälen 43 bzw. 44 und über die flexiblen Leitungen 41 bzw. 42 das Behandlungsgut dem
Körper 1 zugeleitet und aus diesem abgeleitet werden kann. Ferner ist es auch möglich, die Tragarme 37 und
38 als Hohlkörper auszubilden, wobei dann über Hohlgelenke an den kardanischen Aufhängungen das Behandlungsgut
in den Körper 1 eingeleitet bzw. aus diesem abgeführt wird. Ferner können mehrere Körper 1
zu Batterien zusammengeschlossen und in Serie oder parallel zueinander schaltbar werden, um ein Behandlungsgut
in Stufen zu behandeln oder um bei Parallelbetrieb einen größeren Durchsatz je Zeiteinheit zu erreichen.
Die vorstehend beschriebene Vorrichtung ist zum Beispiel auch in Verbindung mit elektrolytischen Verfahren
verwendbar, sei es, daß der Elektrolyt vor der Elektrolyse im Körper 1 mechanisch vorbehandelt wird,
oder sei es, daß der Körper 1 selbst als elektrolytische Zelle benutzt wird.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
- Leerseite -
Claims (4)
1. Vorrichtung zum Antrieb eines Körpers, der zur Ausführung einer taumelnden und rotierenden Bewegung,
die auf dem Prinzip der umstülpbaren Gelenkkette beruht, an zwei gabelförmigen Lenkern
mittels Drehzapfen zur Bewegung um zwei zueinander windschiefe Achsen aufgehängt ist, wobei die
Lenker mittels je eines Schwenklagers mit je einer Antriebswelle verbunden sind und die beiden zueinander
parallelen Antriebswellen gegensinnig und wechselweise mit periodisch abwechselnd zunehmender
und abnehmender Winkelgeschwindigkeit zwecks Erzielung einer regelmäßigen Körperbewegung
gedreht werden sollen, dadurch gekennzeichnet,
daß jede der Antriebswellen (21, 22) mit je einem Kupplungsteil (27) je einer jeder Welle
zugeordneten elastischen Wellenkupplung (26, 27, 52—55) drehfest verbunden ist, deren anderes
Kupplungsteil (26) gleichförmig angetrieben wird, und daß zwischen den Kupplungsteilen (26, 27) an
diesen über je ein Widerlager (55) abgestützte Kraftspeicherelemente
(53) angeordnet sind, die eine periodisch sich wiederholende Relativverdrehung der
Kupplungsteile zueinander und damit bei Speicherung der Kraft eine Verzögerung und bei Freisetzung
der gespeicherten Kraft eine Beschleunigung des mit der Welle drehfest verbundenen Kupplungsteils relativ zum gleichförmig angetriebenen Kupplungsteil
zulassen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jede der Wellenkupplungen (26, 27,
52—55) paarweise koaxial zueinander und gegeneinander verdrehbar auf der zugeordneten Welle (21,
. 22) gelagerte Scheiben (26,27) und zwischen der mit
der Welle drehfest verbundenen einen Scheibe (27) und der auf der Welle lose angeordneten, gleichförmig
angetriebenen anderen Scheibe (26) in einer in jeder der Scheiben ausgebildeten ringnutförmigen
Vertiefung (262, 272), die zusammen einen ringförmigen Kanal bilden, umfangsmäßig abwechselnd aufeinanderfolgend
angeordnete Kugeln (52)und Druckfedern (53) als Kraftspeicherelemente sowie in der
ringnutförmigen Vertiefung jeder der Scheiben um 180° zueinanderversetzt je ein Widerlager (55) zum
Abstützender Kugeln und Druckfedern aufweist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß jede der Antriebswellen (21,22)
mit einer zum Ausgleich von Drehmomentschwankungen dienenden Kurvenscheibe (70) verbunden
ist, deren Abschnitte (72, 73) mit verschieden großem radialen Abstand von der Drehachse aufweisende
Umfangsfläche (71) mit einem weiteren ortsfest im Maschinengestell (75) abgestützten Kraftspeicher
(74), beispielsweise in Form einer Schraubfeder, zusammenwirkt, der über einen schwenkbar
gelagerten Hebel (77) mit einem Wälzkörper (78) zum Abrollen an der Kurvenscheibe gegen die Umfangsfläche
der Kurvenscheiben eine Druckkraft ausübt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Kurvenscheibe (70) mil der abtriebsseitigenScheibe(27)eineinstückiges
Teilbildet.
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