DE302912C - - Google Patents
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F23—COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
- F23H—GRATES; CLEANING OR RAKING GRATES
- F23H11/00—Travelling-grates
- F23H11/18—Details
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Combustion & Propulsion (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Incineration Of Waste (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei der Verbrennung von Koks auf Wanderrosten sind fortlaufend vom Rostende größere
Mengen Schlacke und Asche zu entfernen. Der nur schwer erfolgende Abbrand
des Kokses macht es notwendig, daß das Gemisch von nicht ausgebrannten Koksstükken
und Asche am Rostende angestaut wird, damit den brennbaren Teilen die erforderliche
Zeit zum vollkommenen Ausbrennen gelassen
ίο wird. Es muß hierbei aber fortlaufend die
sich ausscheidende Schlacke abgeführt werden, wenn übermäßige, die Verbrennung des Kokses
behindernde Anstaue vermieden werden sollen.
Die Erfindung betrifft Staueinrichtungen, bei denen der'Anstau des Brennstoffes in bekannter
Weise durch eine Anzahl nebeneinander liegender Rostkörper erfolgt. Bei den bekannten Staueinrichtungen liegt der Staurost
entweder fest und kann mit einem Träger als Ganzes zurückgezogen werden, oder er besteht aus einer Anzahl pendelnd aufgehängter
Einzelroste.
Die bekannten Staueinrichtungen lassen sämtlich, wie auch der neue Stauer, über dem
Wanderrost einen Spalt frei, durch den ein ständiger Ablauf der sich ausscheidenden
Schlacke erfolgen soll. Ein Spalt von gleichbleibender Höhe kann aber seinen Zweck
· nicht vollkommen erfüllen, weil die Anpassung an die stets wechselnden Schlackenmengen
fehlt. Eine Anpassung hieran ermöglicht nur ein veränderlicher Spalt.
Außer der Ausscheidung der Schlacke in dünnen, auf der Wanderrostbahn liegenden
Schichten bilden sich in den angestauten Koksmassen Schlackenstücke von wesentlich
größerer Dicke, als der Spalthöhe entspricht. Zu deren Entfernung ist es erforderlich, Teile
des Staukörpers oder auch den ganzen Körper stark anzuheben oder vollständig zurückzuziehen.
Pendelnd aufgehängte Stauer geben angehoben zwar eine größere Durchgangsöffnung frei, doch muß die Kraft hierzu allein
vom Rost ausgehen. Außerdem haben solche 4^
Stauer den Nachteil, daß sie, einmal angehoben, oft nicht in die Anfangsstellung zurückkehren,weil
der der abfließenden Schlacke folgende, häufig grobstückige Brennstoff das Zurückschlagen der Pendel verhindert. Der
sodann fortlaufend mit dem Staukörper in Berührung kommende hellglühende Brennstoff
bewirkt bald ein Erglühen und einen starken Abbrand der Eisenteile.
Die neue Staueinrichtung vermeidet diese *>5
Übelstände; sie ermöglicht außer der bekannten Veränderung des Spaltes über dem Wanderrost
auf seiner ganzen Breite, dem weiten Zurücktreten der Einzelrostkörper und dem gleichzeitigen Zurückziehen aller Rostkörper
auch das zwangsweise Zurückbringen der Einzelkörper in die Anfangslage.
In der Fig. ι zeigt ι die Röhren eines
Wasserröhrendampfkessels, 2 eine Kettenrostfeuerung, 3.einen festliegenden, durch Wasser
gekühlten Staubalken, Unter diesem befindet sich der mehrteilige Staukörper, dessen einzelne
Glieder 4, jedes für sich, an Führungsstangen 5 befestigt sind. Unter dem Einfluß
von Schlackenstücken, welche sich leicht auf
der Rostbahn festsetzen und einen stärkeren Druck auf die Stauglieder ausüben, weichen
diese zurück und geben eine größere Durchgangsöffnung frei, durch welche die Schlacke abläuft.
Die einzelnen Glieder sollen wieder in die ursprüngliche Lage zurückkehren, daher stehen
die Führungsstangen unter einer rückwirkenden Belastung. Diese besteht nach der Fig. ι in
einem Gewicht 6, dessen Zug durch das Seil 7
ίο auf die Zugstange 5 übertragen wird. In
Fig. 2 ist die Zugstange 5 durch eine Druck feder 8 belastet. Solche Gewichts- oder Federbelastungen
dürfen jedoch nicht sehr bedeutend sein, damit sie den Durchgang der Schlacke nicht zu sehr behindern. Es besteht
dann aber stets die Gefahr, daß die einzelnen Staukörper nicht in die Anfangslage zurückkehren,
sondern mit hellglühendem Brennstoff in Berührung kommen und zerstört werden. Fig. 3 zeigt eine Einrichtung, mittels
welcher die Staukörper 4 durch unrunde Scheiben 9, welche vom Kettenrost aus durch
eine Treibkette 10 in Umlauf versetzt werden, in die Anfangslage mit Sicherheit zurückzubringen
sind.
Es kann vorteilhaft sein, die Stauglieder sich nicht erst durch festsitzende, einen stärkeren
Druck ausübende Schlackenstücke anheben zu lassen, sondern dieses selbsttätig zu bewirken. Es bietet eine solche Betätigung
die Vorteile, daß die Stauglieder in der unteren Endlage bis sehr nahe auf den Rost
reichen können, und daß weiterhin nach bestimmten, in Abhängigkeit von der Rostgeschwindigkeit
und damit auch von der Schlakkenbildung stehenden Zeitabschnitten jedes einzelne angehobene Glied einen größeren freien
Durchgang für die Schlacke bildet.
Fig. 4 gibt eine Lösung für eine solche selbsttätige Anhebevorrichtung für die Staüglieder
an. An den Führungsstangen 5 der Stauglieder 4 sind Druckrollen 11 angebracht,
gegen welche sich die unrunden Scheiben 12 legen, die durch die Treibkette 13 in Abhängigkeit
von der Umlaufbewegung der Rostkette in Drehung versetzt werden. Bei jeder Umdrehung der Scheibe 12 wird ein Stauglied
angehoben, bis die Rolle 11 den kreisförmigen Teil der Scheibe 12 erreicht hat. In dieser
Höhenlage verbleibt der Stauer, solange die Rolle an dem kreisförmigen Umfang anliegt,
um sodann unter dem Einfluß der Druckfeder 14 wieder in. die Anfangsstellung zurückgebracht
zu werden. ,
In der Fig. 5 ist eine andere Ausführung der selbsttätigen Anhebevorrichtung des Klappenstaukörpers
angegeben. Die Stauklappen 15 sind in bekannter Weise mit einem Gewicht 16 belastet, welches nur eine solche
Schwere hat, daß der gewünschte Anstau erreicht wird. Nachdem die Klappen durch
die wandernde Schlacke angehoben sind, werden sie allein unter dem Einfluß der Gewichte
16 nicht immer in die Anfangsstellung zurückkehren. Um trotzdem den sicheren Abschluß
der Klappen herbeizuführen, sind um den Zapfen 17 schwingende Daumen 18 angebracht,
die durch ein auf der Rostwelle 19 sitzendes Kurbelgetriebe 20, 21, 22 bewegt werden. Bei
jeder Umdrehung der Rostwelle 19 legen sich die Daumen 18 auf die Gewichtshebel auf
und bringen hierbei die Klappen jedesmal in die Schlußstellung zurück. Hierdurch ist mit
Sicherheit zu erreichen, daß die Klappe 15 nie so lange zurückgeklappt bleibt, daß deren
Haltbarkeit durch den durchwandernden glühenden Brennstoff gefährdet ist.
Bei sämtlichen beschriebenen Staukörpern sind Einrichtungen vorgesehen, welche die
Freilegung des ganzen Raumes zwischen dem Rost 2 und dem Staubalken 3 ermöglichen. In
der Fig. 1 sind die Führungsstangen 5 als Zahnstangen ausgebildet, mit denen durch eine Kurbel
gedrehte Zahnräder 23 in Eingriff zu bringen sind, wodurch gleichzeitig sämtliche Stauelemente
zurückgezogen werden können. Im gewöhnlichen Betriebe sind die Zahnräder 23 "außer Eingriff, damit die freie Bewegung der
Staukörper nicht behindert ist. Die gleiche Einrichtung ist an den Stauern nach den
Fig. 2, 3 und 4 angebracht. Bei den Stauern nach den Fig. 3 und 4 ist es notwendig, daß
die unrunden Scheiben ausgerückt werden.
Der Stauer nach Fig. 5 sieht einen Rahmen 24 vor, in welchem die Stauklappen 15 95
an einem Bolzen aufgehängt sind. Der Rahmen 24 ist mit am Ende gezahnten Zugstangen
26 versehen, in welche das Rädergetriebe 27 eingreift. Der Rahmen 24 mit dem gesamten
Staukörper 15 kann zwecks Freigabe der ganzen Öffnung zwischen dem Kettenrost
und dem Staubalken weit zurückgezogen werden.
Ein solcher Rahmen kann auch für die Einrichtungen nach den Fig. 1 bis 4 angewandt
werden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch: . 'Staueinrichtung für Kettenrost-Koksfeuerungen mit festliegender Staubrücke und einem darunter befindlichen mehrteiligen Staukörper/ dessen Einzelteile zurückweichen können, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegung der einzelnen Staukörper (4) in die eine oder die andere Endlage durch unrunde Scheiben (9, 12) und Hebel (18) herbeigeführt wird, deren Bewegung in Abhängigkeit von der Bewegung des Rostes erfolgt.Hierzu 1 .Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE302912C true DE302912C (de) |
Family
ID=556673
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT302912D Active DE302912C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE302912C (de) |
-
0
- DE DENDAT302912D patent/DE302912C/de active Active
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