DE302229C - - Google Patents

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DE302229C
DE302229C DENDAT302229D DE302229DA DE302229C DE 302229 C DE302229 C DE 302229C DE NDAT302229 D DENDAT302229 D DE NDAT302229D DE 302229D A DE302229D A DE 302229DA DE 302229 C DE302229 C DE 302229C
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  • Preparation Of Compounds By Using Micro-Organisms (AREA)
  • Acyclic And Carbocyclic Compounds In Medicinal Compositions (AREA)

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KAISERLICHES
PATENTAMT.
Es wurde gefunden, daß sich aus Hefe eine lipoidartige, stickstoffhaltige Verbindung herstellen läßt, welche in hohem Grade die Eigenschaft besitzt, die Blutgerinnung zu befördern. Das Verfahren besteht darin, daß man alkoholische Auszüge aus Hefe zunächst unter ■ Wasserzusatz durch Destillation im Vakuum vom Alkohol befreit, die verbleibende Emulsion mit Äther ausschüttelt, die Ätherlösung mit ίο Aceton versetzt, den entstandenen Niederschlag abfiltriert, alsdann diesen wieder mit Äther extrahiert und schließlich die entstandene Ätherlösung im Vakuum zur Trockne eindampft.
Beispiel.
2 kg Bierhefe mit einem Flüssigkeitsgehalt
von etwa 60 bis 65 Prozent werden mit 6 1 • 92- bis 95 prozentigem Alkohol während 5 Stunden am Rückflußkühler gekocht, dann die Lösung bei etwa 700C filtriert. Der erhaltene Rückstand wird leicht ausgepreßt und abermals mit 3 1 hochprozentigem Alkohol 5 Stunden am Rückflußkühler gekocht, wieder heiß filtriert und dann der in Alkohol unlösliche Anteil scharf ausgepreßt. Der alkoholische Auszug wird im hohen Vakuum bei niedriger Temperatur auf ungefähr 1,5 bis 21 eingedampft, hierauf werden 1000 ecm ^destilliertes Wasser eingesaugt und weiter destilliert, bis der Inhalt des Kolbens ungefähr 1,5 1 beträgt. Die im Kolben verbleibende Emulsion wird zweimal mit je 11 Äther ausgeschüttelt. Die Ätherlösung wird mit der 1 ^fachen Menge Aceton unter Umschütteln versetzt, wobei eine gelblieh weiße Fällung entsteht. Man filtriert die Fällung ab und behandelt diese mit Äther. Die Ätherlösung wird im Vakuum zur Trockne eingedampft. Das so erhaltene Produkt ist hellbraun gefärbt und enthält 2,2 Prozent Stickstoff, außerdem Kohlenstoff, Wasserstoff, Sauerstoff, Phosphor und Spuren von Eisen. Für die praktische Verwendung wird das erhaltene Präparat in geeigneter Weise verdünnt. An Stelle von Bierhefe können beliebige andere Hefearten verwendet werden., .
Die in der Literatur bereits beschriebenen Verfahren zur Extraktion von Hefe mittels Alkohol (vgl. z.B. Zeitschr. f. physiolog. Chemie 38 [1903], S. iff., Journal de Pharm. et de Chimie 6, Serie V [1897], S. 275ff., und Liebigs Annalen 193 [1878], S. 332ff.) haben mit dem vorliegenden Verfahren nichts gemein. Bei den bekannten Verfahren handelt es sich um die Gewinnung einzelner Bestandteile der Hefe, wie Hefefette, Cholesterin und ätherische Öle, von denen keiner die Wirkung des nach dem vorliegenden Verfahren darstellbaren Produktes besitzt. Das Wesen des vorliegenden Verfahrens besteht darin, daß man aus der
. ätherischen' Lösung mit Aceton die blutgerinnungsbefördernde Verbindung fällt, während ■■— in dem Filtrat von dieser Fällung die nach den in der Literatur beschriebenen Verfahren erhaltenen Hefefette, Cholesterin, ätherische Öle usw. gelöst bleiben und als Nebenprodukte •gewonnen werden können. Die Abscheidung der wirksamen Verbindung ist nach den genannten Verfahren nicht möglich, da bei diesen ίο die wesentliche Maßnahme der Acetonfällung nicht vorgenommen wird und überdies durch das Eindampfen der ätherischen Lösungen ein beträchtlicher Teil der wirksamen Verbindung zerstört wird.

Claims (1)

  1. Patent-An spkuch:
    Verfahren zur Darstellung einer lipoidartigen, stickstoffhaltigen Verbindung aus Hefe, dadurch gekennzeichnet, daß man alkoholische Auszüge von Hefe zunächst unter Wasserzusatz durch Vakuumdestillation vom Alkohol befreit, die verbleibende Emulsion sodann mit Äther ausschüttelt, die Ätherlösung mit Aceton versetzt, den hierbei entstandenen Niederschlag abfiltriert, letzteren wieder mit Äther extrahiert und schließlich die erhaltene Ätherlösung im Vakuum zur Trockne eindampft.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE925374C (de) * 1951-11-27 1955-03-21 Waldhof Zellstoff Fab Verfahren zur Gewinnung reiner Lipoide

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE925374C (de) * 1951-11-27 1955-03-21 Waldhof Zellstoff Fab Verfahren zur Gewinnung reiner Lipoide

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