DE301613C - - Google Patents

Info

Publication number
DE301613C
DE301613C DENDAT301613D DE301613DA DE301613C DE 301613 C DE301613 C DE 301613C DE NDAT301613 D DENDAT301613 D DE NDAT301613D DE 301613D A DE301613D A DE 301613DA DE 301613 C DE301613 C DE 301613C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
slag
percent
oxidation
molten
volume
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT301613D
Other languages
English (en)
Publication of DE301613C publication Critical patent/DE301613C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B17/00Sulfur; Compounds thereof
    • C01B17/48Sulfur dioxide; Sulfurous acid
    • C01B17/50Preparation of sulfur dioxide

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Curing Cements, Concrete, And Artificial Stone (AREA)

Description

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Nutzbarmachung des in der Hochofenschlacke enthaltenen Schwefels, das darin besteht, daß man den in der feuerflüssigen Schlacke enthaltenen Sulfidschwefel durch Oxydation mittels geeigneter chemischer Verbindungen, wie z. B. Kalziumsulfat, evtl. unter Mitwirkung von Luft, in schweflige Säure überführt, die dann auf Schwefelprodukte des
ίο Handels, in, erster Linie auf Schwefelsäure weiterverarbeitet werden kann.
Die Gewinnung von Schwefelsäure aus dem durch Oxydation aus der Hochofenschlacke erhaltenen Schwefeldioxyd bietet, abgesehen
•5 von der großen wirtschaftlichen Bedeutung, die die Nutzbarmachung großer, bis jetzt verlorengegangener Werte hat, den besonderen Vorzug, daß die aus der Schlacke entwickelte schweflige Säure kein Arsen enthält, das bekanntlich bei der Schwefelsäuregewinnung aus Blenden und Kiesen sich unangenehm bemerkbar macht und außerdem den Marktwert des Produktes beeinträchtigt.
Für die Ausführung des Verfahrens kommen in erster Linie die Sulfate der Erdalkalien, vorzüglich des Kalziums und Magnesiums in Frage. Diese werden vor dem Zusatz zur feuerflüssigen Schlacke erst vollständig entwässert und dann in hocherhitztem oder geschmolzenem Zustande der Schlacke zugesetzt. Beabsichtigt man das Calciumsulfat in geschmolzenem Zustande in die Schlacke einzuführen, so mischt man ihm zweckmäßig ein Flußmittel wie Chlornatrium, Fluorkalzium
o. dgl. zu. Bei der Verwendung von Chlornatrium genügt ein Zusatz von 5 Prozent, der es ermöglicht, das Calciumsulfat bei heller Rotglut zu schmelzen. Die in der Silikatschmelze sich vollziehende Reaktion entspricht wohl annähernd der folgenden Formel:
Ca S + 3 Ca SO4 + 4 Ca Si O3
= 4 Ca2 Si O4 + 4 SO2.
An Stelle der Kieselsäure kann auch Tonerde den in dem Calciumsulfid und Calciumsulfat enthaltenen Kalk ganz oder teilweise binden.
Statt die Oxydation nur durch Einwirkung von Sulfat zu bewirken, kann man je nach der Zusammensetzung der Schlacke kombinierte Sulfat- und Luftoxydation anwenden. In diesem Falle kann die Luftoxydation gleichzeitig mit der Sulfatoxydation oder daran anschließend erfolgen. Das Entweichen des in der Schmelze in Freiheit gesetzten Schwefeldioxyds wird durch Rühren befördert, das entweder mechanisch oder durch Einblasen erhitzter Luft ausgeführt werden kann. Wird Luft zum Rühren verwendet, so ist deren Menge so zu bemessen, daß der Schwefeldioxydgehalt des erhaltenen Gasgemisches nicht unter 4 bis 5 Volumprozent fällt.
Ein Beispiel für die Ausführung des kombinierten Oxydationsverfahrens unter Anwendung von Calciumsulfat ist folgendes: Die niederrheinisch - westfälischen Hochöfen liefern bei der Erzeugung von weißem Roheisen eine Schlacke von der durchschnittlichen Zusammensetzung: Si O2 = 34 Prozent; Al2 O3 = 7 Prozent; Mg 0 = 6 Prozent; Ca θ" = 41 Prozent; Mn 0=4 Prozent; Fe O =

Claims (3)

I Prozent; Ca S = 3 Prozent. Der Silizierungsgrad beträgt 1,0. Jede Tonne Schlacke enthält 30 kg Ca S und muß deshalb zur vollständigen Oxydation einen Zusatz von 165,8 !'kg wasserfreien Gips erhalten, den man mit einem Zusatz von 8,5 kg Chlornaftium geschmolzen hat. Nach Beendigung der hauptsächlichen Gasentwicklung bläst man durch die Mischung 425 cbm hocherhitzte Luft, wodurch einerseits die Masse gerührt und andererseits der für den Schnvefelsäureprozeß nötige Sauerstoff in das Gasgemisch eingeführt wird. Jede Tonne Schlacke liefert dann 500 cbm Gasgemisch, bestehend aus ungefähr 15 Volumprozent SO2, 17,85 Volumprozent O und 67,15 Volumprozent N. Dieses Gasgemisch kann entweder unmittelbar auf Schwefelsäure verarbeitet oder, wenn das in Anwendung gebrachte A^erfahren es bedingt, vorher weiter durch Luft verdünnt werden. Die durch das Verfahren teilweise oder ganz entschwefelte Schlacke eignet sich zur Fabrikation von Schlackenwolle, Schlackenzement oder ähnlichen Produkten. Ρλτεν τ-An Spruch E:
1. Verfahren zur Nutzbarmachung des
in Hochofenschlacke enthaltenen Schwefels, dadurch gekennzeichnet, daß man den in der feuerflüssigen Schlacke enthaltenen Schwefel durch Oxydation mittels geeigneter chemischer Verbindungen, wie z. B. Calciumsulfat, in schweflige Säure überführt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einführung des oxydierenden Stoffes in die feuerflüssige Schlacke in hocherhitztem oder geschmolzenem Zustande erfolgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man in die feuerflüssige Schlacke eine zur vollständigen Oxydation der darin enthaltenen SuI-fide nicht genügende Menge Sulfate einführt und die Oxydation durch Einblasen erhitzter Luft unterstützt, wodurch gleichzeitig die Gase aus der Schmelze entfernt werden.
DENDAT301613D Active DE301613C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE301613C true DE301613C (de)

Family

ID=555472

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT301613D Active DE301613C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE301613C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0632791B1 (de) Verfahren zur herstellung von zement aus metallurgischen schlacken
DE2308851A1 (de) Verfahren zur herstellung von hydratationshaertendem material aus stahlerzeugungshochofenschlacke
DE600269C (de) Verfahren zur Herstellung von citratloeslichen Calciumalkaliphosphaten
DE301613C (de)
DE2902914A1 (de) Verfahren zum behandeln von schlacke
DE825541C (de) Verfahren zur Herstellung von Alkalialuminiumfluoriden, insbesondere Kryolith
EP0220522A1 (de) Entschwefelungsgemisch für Metallschmelzen, ein Verfahren zu seiner Herstellung und seine Verwendung
DE2427205B2 (de) Verfahren zur stahlherstellung
DE603003C (de) Verfahren zur Herstellung von citratloeslichen Calciumalkaliphosphaten
AT123841B (de) Verfahren zur Herstellung von citratlöslichen Calciumalkaliphosphaten durch Behandlung von Rohphosphaten mit Alkalisulfaten und Reduktionsmitteln.
DE307190C (de)
DE80063C (de)
DE2252788C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Tonerdezementklinker
DE682260C (de) Verfahren zur Herstellung von Schwefeldioxyd unter gleichzeitiger Gewinnung eines Phosphatduengemittels
AT130633B (de) Verfahren zur Herstellung von Erdalkalialuminaten.
DE589330C (de) Herstellung von Aluminiumsulfat
DE347694C (de) Verfahren zur Herstellung von schwefliger Saeure
DE306441C (de)
DE467829C (de) Verfahren zur Erhoehung der Reaktionsfaehigkeit von Schlacken
DE859299C (de) Verfahren zur Vorbereitung von tonerde- und kieselsaeurehaltigen Materialien, die zur Herstellung von Tonerde bestimmt sind
DE432099C (de) Verfahren zur Gewinnung von schwefliger Saeure und Oxyden aus Sulfaten
DE299151C (de)
US643856A (en) Manufacture of cement.
WO2001042159A1 (de) Verfahren zum zerkleinern von schlacken unter gleichzeitiger entschwefelung und nachfolgendem entchromen
DE319864C (de) Verfahren zur Durchfuehrung metallurgischer Prozesse