DE301464C - - Google Patents

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DE301464C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10KPURIFYING OR MODIFYING THE CHEMICAL COMPOSITION OF COMBUSTIBLE GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE
    • C10K1/00Purifying combustible gases containing carbon monoxide
    • C10K1/08Purifying combustible gases containing carbon monoxide by washing with liquids; Reviving the used wash liquors
    • C10K1/10Purifying combustible gases containing carbon monoxide by washing with liquids; Reviving the used wash liquors with aqueous liquids
    • C10K1/105Purifying combustible gases containing carbon monoxide by washing with liquids; Reviving the used wash liquors with aqueous liquids containing metal compounds other than alkali- or earth-alkali carbonates, -hydroxides, oxides, or salts of inorganic acids derived from sulfur
    • C10K1/108Purifying combustible gases containing carbon monoxide by washing with liquids; Reviving the used wash liquors with aqueous liquids containing metal compounds other than alkali- or earth-alkali carbonates, -hydroxides, oxides, or salts of inorganic acids derived from sulfur containing Cu compounds

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 26 d. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 23. September 1916 ab.
Es gibt eine Reihe von Verfahren, welche die Nutzbarmachung der Schwefelverbindungen aus Gasen, insbesondere aus den Gasen der B.rennstofftrockendestillation bezwecken. Insbesondere hat man zur Abscheidung der Schwefelverbindungen schon Kupfer oder Kupferverbindungen benutzt, und aus dem entstandenen Schwefelkupfer den Schwefel durch Oxydation auf trockenem
ίο oder nassem Wege gewonnen. Diese Verfahren haben sich nicht in die Praxis eingeführt. Nach dem Verfahren gemäß der Erfindung, das ebenfalls mit Kupferverbindungen arbeitet, ist die Gewinnung des Schwefels aus Gasen praktisch durchführbar. Das Verfahren wird in folgender Weise ausgeführt. Nachdem aus dem Gas, sofern es sich um Destillationsgäs handelt, der Teer und das Cyan entfernt worden sind, wird das Gas durch ein Bad. hirtdurchgeleitet, welches metallisches Kupfer oder Kupferverbindungen enthält; in diesem scheidet sich der in dem Gas enthaltene Schwefelwasserstoff in Form von Schwefelkupfer aus. Der Niederschlag von Schwefelkupfer wird nun mit Hilfe von Blausäure oder irgendeiner anderen Cyanverbinciung und Ammoniak oder einem . Hydroxyd der Alkalien wieder in Schwefelwasserstoff umgewandelt und dieser in bekannter AVeise auf Schwefel weiterverarbeitet. Es werden also die Schwefelverbindungen in Gestalt von Schwefelkupfer aus dem Gas ausgeschieden, und sofern dieses nicht unmittelbar auf Schwefel weiter verarbeitet werden soll, durch Cyanwasserstoff und Ammoniak wieder in Schwefelwasserstoff zur Weiterverarbeitung in Schwefel umgewandelt, wobei das Kupfer im Kreislauf immer wieder verwendet werden kann.
Dies Verfahren läßt sich nun sehr vorteilhaft mit dem Verfahren zur Gewinnung des Cyans nach dem Patent 280652 vereinen, da zur Abscheidung von Schwefelwasserstoff aus dem Schwefelkupfer die bei jenem Verfahren freiwerdende Blausäure Verwendung finden kann, und außerdem im Cyanwascher sich gleichfalls Kupferammoniumcyanid bildet, welches mit dem bei dem Schwefelgewinnungsverfahren entstehenden Doppelsalz gemeinsam auf die Wiedergewinnung des Kupfers verarbeitet werden kann.
Das Verfahren würde sich danach wie folgt abspielen. Das auf irgend eine Weise vom Teer befreite Destillationsgas wird, wie dies in der Patentschrift 280652 im einzelnen erläutert ist, in einen umlaufenden Wascher geleitet, welcher Ammoniakwasser oder auch Alkalien in Lösung und metallisches Kupfer oder irgendwelche Kupferverbindungen enthält und in welchem sich das Cyan in Form einer Ammoniumcuprocyanidlösung ausscheidet; der in dem Gas enthaltene Schwefelwasserstoff verbleibt hingegen infolge der größeren Affinität des Kupfers zum Cyan bis auf eine ganz geringe, der Sättigung des Waschers an Schwefelkupfer entsprechende Menge im Gase. Nach Durchgang" durch den Cyanwascher wird das Destillationsgas in einen Schwefelwasserstoffwascher geleitet, welcher zweckmäßig gleich oder ähnlich wie
(2. Auflage, ausgegeben am rj. Februar igiS.)
der Cyanwascher beschaffen ist, d. h. aus einer Anzahl hintereinandergeschalteter umlaufender Kammern besteht und ein Wasserbad mit Kupferschlamm oder irgendwelchen sonstigen Kupferverbindungen enthält. In ihm setzen sich der Schwefelwasserstoff und andere Schwefelverbindungen in Schwefelkupfer um, und zwar ähnlich wie bei dem Cyanwascher derart, daß die erste Kammer
ίο mit Schwefelkupfer gesättigt ist und mindestens die letzte Kammer stets freies Kupfer enthält, so daß der Schwefelwasserstoff mit Sicherheit in der letzten Kammer absorbiert ist. Die mit Schwefel gesättigte Waschflüssigkeit der ersten Kammer des Waschers wird ständig oder in Zeitabständen in einen besonderen Behälter al)gelassen. Sofern man nicht in diesem den Schwefelkupferschlamm absitzen lassen und unmittelbar weiterverarbeiten will, wobei das Kupfer verloren gehen würde, leitet man nun in diesen Behälter einen Teil der Blausäure ein, welche bei der Destillation der aus der ersten Kammer des Cyanwaschers abgezogenen, an Ammoniumcuprocyanid gesättigten Waschflüssigkeit mit verdünnter Schwefelsäure frei wird, wie dies im Patent 280652 im einzelnen dargelegt ist. Sofern nicht bereits in dem Schwefelwasserstoffwascher eine hinreichende Menge von Ammoniak aus dem Destillationsgas von dem Waschwasser aufgenommen worden ist, kann diesem noch Ammoniak-Avasser oder freies Ammoniak in der erforderlichen Menge zusätzlich beigegeben werden, so daß sich in dem Reaktionsbehälter aus dem Schwefelkupfer wieder Schwefelwasserstoff und eine Cuproammoniumcyanidiösung bildet. Der entweichende Schwefelwasserstoff wird aufgefangen und in be-
40. kannter Weise auf Schwefel weiterverarbeitet; die Kupferammoniumcyanidlösung hingegen wird durch ,. Erhitzen mit verdünnter Schwefelsäure unter Entweichen von Blausäure wieder in Kupferschlamm übergeführt; dieses kann am zweckmäßigsten in demselben Abtreibeapparat geschehen, in welchem auch das in dem Cyanwascher entstehende Cuproammoniumdoppelsalz behandelt wird. Der hier ausfallende Kupferschlamm findet alsdann in der Weise weitere Verwendung, daß ein Teil desselben wieder auf den Cyanwascher und der andere Teil auf den Scluvefelwasserstoffwascher verteilt wird. Das Verfahren liefert also Cyanwasserstoff zur Verarbeitung auf Cyan und sämtlichen Schwefel in Form von Schwefelwasserstoff zur Verarbeitung auf Schwefel, während das Kupfer und ein stets gleicher Bestandteil der Blausäure ständig in dem Verfahren im Kreislauf verbleiben. 60,
Eine weitere Vereinfachung des Verfahrens und der Vorrichtungen zu seiner Durchführung' läßt sich noch in der Weise erzielen, daß ein einziger umlaufender Wascher mit einer entsprechend größeren Anzahl von Abteilen zum Abscheiden des Cyans und des Schwefelwasserstoffs Verwendung findet, derart, daß in der ersten Gruppe die Ausscheidung des Cyans und in der zweiten Gruppe diejenige des Schwefehvasserstoffs aus dem Gas vorgenommen wird, und in das letzte Abteil jeder Gruppe der frische Kupferschlamm eingefüllt wird. Ebenso kann der ausgefällte Kupferschlamm in eine lösliche Verbindung übergeführt und in dieser Form für . die Schwefelgewinnung benutzt werden.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zur Gewinnung der Schwefelverbindungen aus Gasen, insbesondere den Gasen der Brennstofftrockendestillation mit Hilfe von Kupfer oder Kupferverbindungen, dadurch gekennzeichnet, daß aus den gefällten Schwefelverbindungen mittels Blausäure oder sonstiger Cyanverbindungen der Schwefelwasserstoff Avieder ausgetrieben ■wird.
2. Verfahren zur Gewinnung der Schwefelverbindungen nach Anspruch 1, in . Verbindung mit dem Verfahren zur Gewinnung des Cyans nach dem Patent 280652, dadurch gekennzeichnet, daß zuerst die Cyanverbindungen aus dem Gase mittels Kupfer oder Kupferverbindungen und Ammoniak oder Hydroxyden der Alkalien oder alkalischen Erden und hierauf die Schwefelverbindungen durch Hindurchleiten des Gases durch ein Kupfer oder Kupferverbindungen enthaltendes Bad ausgeschieden werden; das in diesem Bad gewonnene Schwefelkupfer wird in Schwefelwasserstoff mittels Ammoniak und eines Teils derjenigen Blausäure übergeführt, welche bei der Destillation des im Cyanwascher sich ergebenden Kupferammoniumcyanids mit verdünnter Schwefelsäure frei wird; das hierbei sich ergebende Kupferammoniumcyandoppelsaiz kann wie die und zweckmäßig zusammen mit der im Cyanwascher sich ergebenden Kupferammoniumcyanidlösung mit Säure destilliert werden, so daß alles Kupfer und ein stets gleicher Teil der Blausäure im Kreislauf verbleibt.
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