DE301429C - - Google Patents

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DE301429C
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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A63SPORTS; GAMES; AMUSEMENTS
    • A63JDEVICES FOR THEATRES, CIRCUSES, OR THE LIKE; CONJURING APPLIANCES OR THE LIKE
    • A63J25/00Equipment specially adapted for cinemas

Landscapes

  • Projection Apparatus (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Verfahren zur Vorführung lebender Bilder unter Benutzung einer mit einer spiegelnden Rückwand versehenen Mattscheibe als Projektionsschirm, darin bestehend, daß während der Projektion auf die Vorderseite des Projektionsschirmes szenische, auf schwarzem Hintergrund aufgenommene Bilder geworfen werden.
Zu diesem Behufe ist lieben oder' bei der
ίο Projektionsfläche eine dem Zuschauer verdeckte Bühne, vorteilhaft mit schwarzem Hintergrund, und eine Spiegeleinrichtung angeordnet, mittels welcher die auf der Bühne von Schauspielern dargestellten Vorgänge auf die Projektionsfläche geworfen werden!
Die zwischen der spiegelnden Rückwand und dem Objektive des ,Apparates eingeschaltete lichtdichte Hülse, welche die Rüpkwand vor der Beleuchtung des Operationsraumes schützt, trägt an ihrem dem Objektive zugekehrten Ende einen Abschlußschieber, welcher bei Stillstand des kinematographischen Apparates die Hülse lichtdicht abschließt.
Um die Rückwand der Projektionsfläche zugänglich zu halten, können in der Hülse geeignete Klappen vorgesehen sein, oder es kann diese auch an der Umrahmung bzw. dem Träger des Spiegels seitlich verschwenkbar angeordnet sein.
In die Hülse kann gegebenenfalls ein Kondensator eingebaut werden.
Bei unbeleuchtetem Operationsraum kann die Hülse in Fortfall kommen. In diesem Falle dient der Verschlußschieber zum Abdecken der Objektivöffnuhg. Durch die Anordnung der Hülse zwischen Projektionsfläche und Apparat wird es ferner ermöglicht, die Bilder auch im Freien beobachten zu können.
Die Einrichtung ermöglicht es auch, Reihenbildervorführungen mit von Schauspielern dargestellten Szenen auf der Projektionsfläche abwechseln zu lassen. Es kann diese Möglichkeit -zu verschiedenen Darstellungsvarianten benutzt werden; z. B. könnten dem Zuschauer die Vorführungen von sprechenden und singenden Reihenbildern vorgetäuscht werden, die in Wirklichkeit von Schauspielern auf der Bühne dargestellt werden. Es kann ferner.eine Unterbrechung der Vorführung bei Filmriß dadurch vermieden werden, daß die Vorführung durch Schauspieler auf der Bühne fortgesetzt werden könnte und dem Zuschauer die Illusion einer kinematographischen Darstellung erwecken. Auch kann bei jedem Szenenwechsel im Film die bisher übliche erklärende Aufschrift durch das Auftreten eines Schauspielers auf der Bühne, z. B. vor einem Vorhange, ersetzt werden, welcher
die folgende Szene anzeigt und erklärt. Ebenso können auf diese Weise der Anfang und Schluß der Vorstellung sowie Reklamen angezeigt oder dargestellt werden. In allen Fällen wird beim Zuschauer die Illusion erweckt, daß die ihm im Spiegel erscheinenden, durch Schauspieler dargestellten Vorgänge ebenfalls Kinematogramme sind.
Außer der Möglichkeit der Einschaltung von
ίο Varieteeinlagen gewinnt die Einrichtung noch eine besondere Bedeutung, für belehrende Darstellungen, da man in diesem Falle neben den bildlichen Darstellungen, z. B. für medizinische Vorträge, einen Schauspieler erscheinen lassen kann, welcher die Vorgänge erklärt.
Auf der Bühne kann ferner auch gegebenenfalls ein zweiter Reihenbilderapparat aufgestellt werden, welcher die Kinematogramme auf eine Mattscheibe wirft, von wo aus sie in den Spiegel reflektiert werden. Diese Anordnung gewinnt an Bedeutung für den Fall, wenn es sich um eine ununterbrochene Vorführung von Kinematogrammen handelt. Auch ermöglicht sie es, beim Versagen des.einen Wiedergabeapparates die Vorführung durch den anderen Apparat fortzusetzen.
Der zum Reflektieren der Vorgänge auf der Bühne dienende Hilfsspiegel kann auf der Rückseite eine seitliche Projektionsfläche tragen und in geeigneter Weise bewegbar gelagert sein. Es kann entweder die ganze Spiegelfläche oder nur ein Teil von ihr als Projektionsfläche dienen. Im letzteren Falle ist es erforderlich, den zur Projektion nicht verwendeten Teil des Spiegels an der Rückseite lichtdicht abzudecken. Die hinter dem Spiegel angeordnete Mattscheibe wird durch Einreiben mit öl und nachfolgendes Einstauben mit einem Metallpulver, ζ. Β. Blei, transparent gemacht. Demselben Zweck kann natürlich auch eine Wasserberieselung dienen. Die Umrahmung des Spiegels muß lichtdicht sein und die hinterlegte Mattscheibe und den mit dem Gewebe bespannten Rahmen mitumfassen. Hierbei ist es vorteilhaft, den Spiegel auswechselbar anzuordnen, um ihn im Bruchfalle leicht ersetzen zu können. Die Spiegelfläche ist nicht an die Anwendung einer Glasplatte als Träger für die' Spiegelschicht gebunden, sondern als Träger kann z. B. auch eine vollkommen durchsichtige Zelluloidplatte dienen. Der letztere Fall hat eine besondere Bedeutung für die Vorführung im Freien, da die Projektionsfläche zusammengerollt und so leicht befördert werden kann.
In der Zeichnung ist in Fig. 1 eine Ausführungsform der Einrichtung schematisch dargestellt. Fig. 2 zeigt den Verschlußschieber und seinen Antrieb ebenfalls in schematischer Darstellung.
Vor dem Zuschauerraum 1 ist die Projektionsfläche angeordnet, welche aus einem Glasspiegel besteht, dessen Spiegelbelag durch eine Glasscheibe 5 abgedeckt ist, die mit einem Gewebe bespannt sein kann oder, wie im dargestellten Falle, eine Mattscheibe bildet. Beide Scheiben 3, 5 sind in eine lichtdichte Umrahmung 6 eingesetzt. Zwischen der Mattscheibe 5 und dem hinter dieser angeordneten Reihenbilderapparat 7 ist die lichtdichte Hülse 8 angeordnet, welche an der Umrahmung 6 mittels ■ Scharniere 9 0. dgl. seitlich verschwenkbar befestigt ist. Der Apparat 7 wirft die Bilder auf die Mattscheibe 5, die dem Zuschauer im Spiegel 3 erscheinen.
Das äußere Hülsenende ist mit einem vor der Objektivöffnung angeordneten Verschlußschieber 10 versehen, welcher im dargestellten Falle aus einer sektorförmigen Scheibe 11 mit einer öffnung 12 für das Objektiv besteht, die um den Bolzen 13 drehbar angeordnet ist.
Zum Verstellen der Scheibe 11 dienen zwei zu beiden Seiten derselben angeordnete Solenoide 14, 14', die mit den beiderseits der Scheibe angeordneten Kernen 15, 15' so zusammenwirken, daß, je nachdem das eine oder das andere Solenoid erregt wird, die Scheibe nach links oder rechts verschwenkt wird und damit einmal das Hülsenende abschließt und das andere Mal durch die öffnung 12 die Objektivöffnung mit der Hülse verbindet. go
Von der Mitnehmerrolle des Reihenbilderapparates wird ein nicht dargestellter Zentri-'fugalschalter angetrieben, welcher bei Inbewegungsetzen oder Stillstehen des Films vorübergehend einen Schalter schließt, der die Leitungen 16,17 mit der Lichtleitung verbindet. Ist dies der Fall, so wird über den von der Scheibe 11 mitgenommenen Schaltarm 18 durch den mit ihm in Berührung stehenden Kontakt von zwei Schleifkontakten 19,20 der Stromkreis desjenigen Solenoids geschlossen, in. welchem der Kern nicht eingezogen ist, so daß die Scheibe nach diesem Solenoid hin verschwenkt wird.
Im dargestellten Falle befindet sich die Scheibe 11 in der Abschlußlage, so daß bei Stromschluß durch den Zentrifugalschalter das Solenoid 14' erregt und die Scheibe mit ihrer Öffnung 12 vor die Hülsenöffnung gestellt wird. Bei dieser Umstellung" schaltet der Schleifarm das Solenoid 14' aus und das Solenoid 14 ΐη,-die no Leitungen 16, 17 ein, so daß bei folgendem Stromschlusse das Solenoid 14 erregt wird und die Scheibe in die Abschlußlage bringt. 21 bezeichnet die Bühne und 22 den Hilfsspiegel, welcher die Vorgänge auf der Bühne durch die Spiegelfläche reflektiert.

Claims (2)

  1. Patent-An Sprüche:
    i. Verfahren zur Vorführung lebender Bilder unter Benutzung einer mit einer spiegelnden Rückwand versehenen Matt- -
    scheibe als Projektionsschirm, dadurch gekennzeichnet, daß während der Projektion oder während des Wechsels des Filmbandes szenische, auf schwarzem Hintergrund aufgenommene Bilder auf die Vorderseite des Projektionsschirmes geworfen werden.
  2. 2. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Verschluß (io) des im durchfallenden Lichte arbeitenden kinematographischen Apparates (7) an dem äußeren Ende der Hülse (8) angebracht ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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