DE301280C - - Google Patents
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- DE301280C DE301280C DENDAT301280D DE301280DA DE301280C DE 301280 C DE301280 C DE 301280C DE NDAT301280 D DENDAT301280 D DE NDAT301280D DE 301280D A DE301280D A DE 301280DA DE 301280 C DE301280 C DE 301280C
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- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04K—SECRET COMMUNICATION; JAMMING OF COMMUNICATION
- H04K1/00—Secret communication
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
- Signal Processing (AREA)
- Cable Transmission Systems, Equalization Of Radio And Reduction Of Echo (AREA)
Description
Um den geheimen Verkehr auf einer Telegraphen-, Sprech- oder Signalleitung zu
sichern, sind verschiedene Mittel vorgeschlagen worden, die jedoch entweder in der Art
wirken, daß beim Horchversuch auch die Verständigung selbst gestört wird, oder die zwar
eine Weiterführung des Geheimverkehrs erlauben, aber nur in solchen Anlagen, deren
Leitungen dem Fremdeingriff entzogen sind
ίο (Hausanlagen). Für Anlagen, deren Leitungen
als Kabel oder als Gestängeleitung über Landl führen, hat es eine einwandfreie Sicherung
des Geheimverkehrs bisher nicht gegeben. ' ' .
Die Erfindung betrifft eine Geheimschaltung für Leitungen der letzteren Art, welche einerseits
das Abhorchen des Verkehrs verhindert, anderseits eine ungestörte Fortführung des
Verkehrs gestattet. Zwischen den miteinan-
ao der verkehrenden Stellen werden zu diesem Zweck —: wie es an sich schon vorgeschlagen
war — zwei oder mehr Verkehrskitutigen
derart vertauschbar angeordnet, daß das geführte Gespräch oder die telegraphische Nachrieht
usw. abwechselnd über die verschiedenen Leitungen verläuft, so daß beim Abhorchen
einer der beiden Leitungen nur unverständliche Bruchstücke der Mitteilung aufgefangen
werden. Die erfindungsgemäße Anordnung hierbei besteht darin, daß die jeweils unbenutzte
Leitung durchaus von der benutzten Leitung getrennt wird, obwohl nur ein einziger
Empfangsapparat für sämtliche wechselweise benutzten Leitungen vorhanden ist. Die
Trennung der Leitungen ist derart, daß auch kein indirekter Zusammenhang zwischen ihnen
(etwa über- den Empfangs apparat hinweg)
besteht, da sonst das Abhorchen noch möglich ist, auch wenn der Horchapparat nur an eine
der Leitungen angelegt wird. In dieser Hinsieht waren die bisherigen Vorschläge, soweit
sie einen gemeinsamen Empfänger für die vertauschbaren Leitungen benutzten, mangelhaft.
Erfindungsgemäß werden die vertauschbaren Leitungen gleichzeitig auf beiden Stationen
durch synchron betriebene Schaltvorrichtungen in solcher Weise geschaltet, daß
jeweils nur die eine Leitung einerseits an den Sender, anderseits an den Empfänger angeschlossen
ist. Die Leitungen bestehen zweckmäßig aus einer metallischen Hin- und) Rückleitung
(Doppelleitung), um ein Abhorchen auch mittels induktiver Beeinflussung von Nachbarleitungen zu verhindern.
Wenn es möglich erscheint, "daß dennoch,
etwa infolge 'geringen Erdschlusses oder bei geschickter Verlegung einer Horchleitung,
ein Abhorchen stattfinden könnte, so werden die abwechselnd benutzten Leitungen auf verschiedenen
Wegen verlegt, die gegebenenfalls einen Abstand von Kilometern haben und an
besonders gefährdeten Punkten in aufeinander senkrecht stehenden Richtungen verlaufen.
Die Vertauschung der Leitungen kann beispielsweise von Hand auf beiden miteinander
verkehrenden Stellen zu bestimmten vereinbarten Zeiten oder auch z.B. nach Maßgabe
eines Signals erfolgen, das von einer Kontrollstelle aus — etwa auch durch einen selbst-
tätigen Apparat — in die Leitungen entsendet wird'. Das Signal kann derart verschiedenartig
sein, daß es die· Nummer der zu wählenden Leitung angibt. Hierbei hat man den
Vorteil, daß man nicht an eine bestimmte Reihenfolge der Leitungsbenutzung gebunden
ist.
Anstatt ein bloßes Signal zu geben, kann eine selbsttätige Vorrichtung auch unmittelbar
die Vertauschung der Leitungen ausführen, ohne daß die Verständigung auf den
Leitungen irgendwie unterbrochen wird. Zu diesem Zweck wird an jedem Ende der vertauschbaren Leitungsstrecke eine Umschalte-
vorrichtung angeordnet, und zum synchronen Betrieb beider Umschaltevorrichtungen, die
von je einem Elektromagneten betrieben werden, ein Anrege- oder Kontrollstromkreis
zwischen beiden Stationen angeordnet. Um
äo hierbei zusätzliche Leitungen und besondere
Stromarten zu ersparen, kann dieser Stromkreis über die Verkehrsleitungen selbst mittels
der sogenannten Simultanschaltung geführt werden.. An jedem Ende der Leitung wird
demgemäß eine Spulenbrücke zwischen die Leitungszweige gelegt und zwischen den beiden
Brückenmitten ein Stromkreis angeschlossen, der einen Stromsender und an jedem Leitungsende
ein Relais oder unmittelbar den erwähnten Elektromagneten der Umschaltevorrichtung
enthält und z. B. über Erde geschlossen ist. Die Umschaltevorrichtung
schaltet die verfügbaren Verkehrsleitungen in bestimmter oder jedesmal wechselnder
Reihenfolge und ferner in gleichen oder verschiedenen Zeiten um. Erfindungsgemäß
wird der so hergestellte Stromkreis beider Schaltvorrichtungen von der jeweilig benutzten Leitung unabhängig gemacht,-um
bei einer Störung dieser Leitung eine Beeinträchtigung der Umschaltevorrichtung zu vermeiden. Die Brückenabzweigung
wird zu diesem Zweck nicht am gemeinsamen Teil der Stationsverbindung", sondern an einem
der auswechselbaren Teile angelegt, der dann ständig für den Betrieb der Umschaltevorrichtung
dient, aber auch nötigenfalls durch einen anderen der auswechselbaren Teile ersetzt
werden kann. Bei dieser Anordnung besteht die Möglichkeit, statt der Erdrückleitung eine
der anderen vertauschbaren Leitungen, ebenfalls in Simultanschaltung, zu benutzen.
Auf der Zeichnung ist in Fig. 1 eine Ausführungsform
der Erfindung schematisch veranschaulicht, bei welcher nur zwei Verkehrsleitungen
I, II zwischen den Stellen A, B angenommen sind, die in regelmäßigen Zeiten
durch je einen Wechselschalter u1, u2 vertauscht
werden. In der dargestellten Lage der Wechs'elsehalter geht der Verkehr über
. Leitung II, während Leitung I abgetrennt ist.
Die Wechselschalter werden durch je einen Elektromagneten m1, m2 umgelegt. Diese
Elektromagnet« liegen in einem über die Erde führenden Stromkreis, der außerdem eine
Batterie e, einen Stromunterbrecher i und beide parallele Zweige der Leitung — vermittels
Simultanschaltung an den Spulenbrücken s1^ s2 — enthält. In dem dargestellten
Zeitpunkt fließt kein Strom über m1, m*
und liegen infolgedessen die Umschalter u1, u2
an ihren Ruhekontakten. Sobald der Strom über in1,™2 durch i wiederhergestellt, wird,
werden die Umschalter u1, u2 gleichzeitig umgelegt
und an Stelle der Leitung II die Leitung I in Benutzung genommen.
Es ist ersichtlich, daß man an Stelle der Erdrückleitung die beiden parallelen Zweige
der Leitung I — d. h. der jeweilig nicht zur Verständigung dienenden Leitung — benutzen
kann. Anstatt nur zwischen zwei Leitungen zu wechseln, können die Elektrornagnete
m1, m2 Schaltwerke antreiben, die eine größere
Anzahl Leitungen nacheinander einschalten.
Die Umschaltevorrichtungen brauchen nicht auf den Stellen A, B selbst angeordnet zu
werden, sondern werden zweckmäßig, wenn mehrere Stellen die gleichen Leitungen benutzen
sollen, auf Zwischen- oder Kontrollstellen (Zentralen) angeordnet. Auch kann die gesamte Leitung zwischen A, B in mehrere
Strecken unterteilt werden, innerhalb deren unabhängig voneinander die Leitungsvertauschung
stattfindet. Die Vertauschung der Leitungen kann in der Weise geschehen (s. Fig. 2), daß jede Leitung I, II abwechselnd
für das eine oder das* andere Paar von Sprechstellen dient, wobei diese Paare alsdann
gleichzeitig1 über wechselnde Leitungen verkehren.
Die Verwendung von Doppelleitungen gewährt den Vorteil, daß die vertauschbaren
Leitungen sich an demselben Gestänge befinden können. Denn solche Leitungen können,
besonders wenn sie erdschlußfrei und ohne gegenseitige Induktionsbeeinflussung (mittels
der bekannten Schleifenkreuzung) verlegt sind, und wenn ferner die Strecke periodisch
häufiger kontrolliert wird, nicht auf einfache Weise, ohne daß es sichtbar wird und ohne no
daß die Kontrollapparate der Stationen beeinflußt werden, in einen derartigen Zustand gebracht
werden, daß man beide Leitungen gleichzeitig, etwa durch denselben Horchdraht, abhören kann. Dies wäre dagegen bei
Einzelleitungen mit Erdrückleitung ohne weiteres möglich, da es hier genügt, einen leicht
entfernbaren Horchdraht auf der Erde im Zuge des Gestänges anzulegen. Einzelleitungen
sind daher nur verwendbar, wenn die vertauschbaren Leitungen auf räumlich genügend
getrennten Gestängen verlegt sind.
Claims (3)
- Patent-Ansprüche:ι. Geheimverkehrsschaltung mit mehreren zwischen zwei Stationen vorhandenen Fernsprechleitungen, welche während ■dies Verkehrs mittels selbsttätiger Schaltvorrichtungen in ständiger Abwechslung in Benutzung genommen werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Linienleitungen gleichzeitig auf beiden Stationen mittels synchron betriebener Schaltvorrichtungen abgetrennt und vertauscht werden, derart, daß nicht nur ein die geheime Übertragung in Frage stellender, stromleitender oder induktiver Zusammenhang zwischen der jeweils benutzten Linienleitung und den gerade unbenutzten Leitungen vermieden wird, sondern auch nur ein einziger, für die veftauschbaren Leitungen gemeinsamer Sprechapparat an jeder Gebe- und Empfangsstation nötig ist.
- 2. Geheimverkehrsschaltung nach An-' spruch ι, dadurch gekennzeichnet, daß eine von den die Nachricht übertragenden as Strömen unabhängige Verbindung der beiderseitigen synchronen Schaltvorrichtungen über die Verkehrsleitung in der Weise hergestellt wird, daß nur der auswechselbare Teil dieser Leitung im Stromkreis der synchronen Schaltvorrichtungen liegt, wobei zwecks Benutzung von Gleichstrom zum Betriebe der Schaltvorrichtungen der genannte Leitungsteil als Doppelleitung ausgebildet und in an sich bekannter Weise beiderseits über die Mitte von Spulenbrücken (s1, s2) in den Stromkreis der Schaltvorrichtungen (m1, m2) eingefügt ist.
- 3. Geheimverkehrsschaltung nach Anspruch ι und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die wechselweise zwischen zwei Stellen (A, B) benutzten Leitungen (I, II) zugleich wechselweise zwischen zwei weite- ■ " ren Stellen (C, D) benutzt werden, so daß jede Leitung abwechselnd den Verkehr verschiedener Paare von Stellen vermittelt (Fig. 2).Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE301280C true DE301280C (de) |
Family
ID=555175
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT301280D Active DE301280C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE301280C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1277364B (de) * | 1963-07-16 | 1968-09-12 | Western Electric Co | Schaltungsanordnung fuer Zeitmultiplexanlagen, insbesondere Zeitmultiplex-Fernsprechvermittlungsanlagen |
| DE1278544B (de) * | 1963-09-23 | 1968-09-26 | Siemens Ag | Verfahren und Schaltungsanordnung zum UEbertragen von mehreren impulsmodulierten Fernmeldenachrichten ueber einen gemeinsamen UEbertragungsweg in Zeitmultiplexanlagen, insbesondere Zeitmultiplex-Fernsprechvermittlungsanlagen |
-
0
- DE DENDAT301280D patent/DE301280C/de active Active
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1277364B (de) * | 1963-07-16 | 1968-09-12 | Western Electric Co | Schaltungsanordnung fuer Zeitmultiplexanlagen, insbesondere Zeitmultiplex-Fernsprechvermittlungsanlagen |
| DE1278544B (de) * | 1963-09-23 | 1968-09-26 | Siemens Ag | Verfahren und Schaltungsanordnung zum UEbertragen von mehreren impulsmodulierten Fernmeldenachrichten ueber einen gemeinsamen UEbertragungsweg in Zeitmultiplexanlagen, insbesondere Zeitmultiplex-Fernsprechvermittlungsanlagen |
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