DE29966C - Verfahren zur Gewinnung von rothem ! Eisenoxyd durch Zersetzen von mit Schwefel gemengtem Eisenvitriol in der Hitze - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von rothem ! Eisenoxyd durch Zersetzen von mit Schwefel gemengtem Eisenvitriol in der Hitze

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DE29966C
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DENDAT29966D
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TH. terrell in New-Court, Temple, County of Middlesex, Eng- ! land
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01GCOMPOUNDS CONTAINING METALS NOT COVERED BY SUBCLASSES C01D OR C01F
    • C01G49/00Compounds of iron
    • C01G49/02Oxides; Hydroxides
    • C01G49/06Ferric oxide [Fe2O3]

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Compounds Of Heavy Metals (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENT
Um rothes Eisenoxyd, welches als Farbstoff Verwendung findet, zu gewinnen, unterwirft man grünen Eisenvitriol bisher einfach einer trockenen Destillation. Die in dem Eisenvitriol enthaltene Schwefelsäure wird dabei zum Theil in schweflige Säure zersetzt, welche leicht entweicht, während der Rest rauchende Schwefelsäure bildet, deren schwere Dämpfe selbst durch andauerndes, stundenlanges Erhitzen bis zur Weifsglut nicht vollständig ausgetrieben werden können, so dafs schliefslich in der Retorte immer noch etwas freie Schwefelsäure und auch nicht .zersetzte Eisenvitriolreste verbleiben.
Die vorliegende Erfindung bezweckt nun, diese durch die rauchende Schwefelsäure bedingten Uebelstände vollständig zu beseitigen, und zwar dadurch, dafs die Entstehung der rauchenden Schwefelsäure überhaupt von vornherein vollständig ausgeschlossen wird. Hierzu wird dem Eisenvitriol freier Schwefel zugesetzt, und zwar auf ungefähr 10 Theile krystallisirten Eisenvitriols 1 Theil Schwefel.
Letzterer kann dabei sowohl in Form von sublimirtem Schwefel als auch Schwefelerz hinzugefügt werden. Das Gemenge aus Schwefel und Eisenvitriol kommt zunächst auf einen gufseisernen oder gemauerten Trockenherd oder in eine gufseiserne Pfanne, welche erhitzt wird; hierbei wird das Krystallisationsw'asser ausgetrieben, und die ganze Masse zerfällt alsdann durch Umrühren in ein trockenes Pulver.
Diese pulverförmige Masse kommt dann in einen Ofen, welcher vortheilhaft so construirt sein kann, wie die zur Ueberführung von Schwefel in schweflige Säure dienenden Oefen in der Schwefelsäurefabrikation; doch ist unterhalb der Herdplatte noch eine Feuerung angelegt, so dafs die Platte leicht rothglühend gemacht werden kann.
Am hinteren Ende des Ofens führt ein Abzugskanal in eine gewöhnliche Schwefelsäurekammer. Der Abzugskanal ist mit einer verschliefsbaren Oeffnung versehen, durch welche man die Gefäfse, welche den zur Ueberführung der schwefligen Säure in Schwefelsäure erforderlichen Salpeter enthalten, in den Abzugskanal einstellen kann. Die Ueberführung der schwefligsauren Dämpfe in Schwefelsäure vollzieht sich in der gewöhnlichen Weise.
Auf beiliegender Zeichnung ist ein derartiger Ofen im Längsschnitt dargestellt.
Die Glühkammer A, welche durch den Abzugskanal B mit der Schwefelsäurekammer communicirt, ist von dem Feuerungsraum durch dk Platte C getrennt. D stellt ein Salpetergefäfs dar, welches durch die Oeffnung E in den Kanal eingestellt worden ist. H und / sind die Thüren für die Glühkammer A und die Feuerung mit dem Aschenfall J.
Das Glühverfahren ist folgendes:
Der Ofen wird zunächst so stark angeheizt, dafs die Herdplatte C gelinde rothglühend wird; alsdann bringt man die oben angegebene pulver-, förmige Masse" auf die Platte C und breitet sie
darauf gleichmäfsig aus. In etwa 5 bis 20 Minuten hat sich auch die Masse derart erhitzt, dafs der überflüssige Schwefel sich entzündet und zu schwefliger Säure verbrennt, welche durch den Abzugskanal B in die Kammer entweicht.
Der zurückbleibende Schwefel reducirt die Schwefelsäure des schwefelsauren Eisenoxyduls zu schwefliger Säure und infolge dessen tritt eine sehr rapide Zersetzung der Verbindung ein, so dafs sämmtliche in dem schwefelsauren Eisenoxydul ursprünglich enthaltene Schwefelsäure jetzt in Form von schwefliger Säure bereits in die Kammer entwichen ist, ehe noch die Masse selbst recht rothglühend geworden ist. Auf der Herdplatte C bleibt als glänzende rothe Masse reines Eisenoxyd zurück, welches einen werthvollen Farbstoff liefert und aus dem Ofen herausgenommen werden kann, sobald die Schwefeldämpfe vollständig entwichen sind, was ungefähr 1 bis 1 % Stunden währt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Der Zusatz von Schwefel bei der trockenen Zersetzung von schwefelsaurem Eisenoxydul (Eisenvitriol) durch Wärme behufs Gewinnung von reinem rothem Eisenoxyd.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT29966D Verfahren zur Gewinnung von rothem ! Eisenoxyd durch Zersetzen von mit Schwefel gemengtem Eisenvitriol in der Hitze Active DE29966C (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE889292C (de) * 1940-01-11 1953-09-10 Metallgesellschaft Ag Verfahren zur Herstellung eines besonders aktiven FeO
DE1019419B (de) * 1952-11-25 1957-11-14 Cabot Godfrey L Inc Herstellung feinteiliger Oxyde der Metalle und Metalloide
DE2940151A1 (de) * 1978-10-04 1980-08-21 Thann & Mulhouse Verfahren zur herstellung von eisenoxid-pigmenten aus eisen(ii)sulfatrueckstand, sowie durch das verfahren hergestellte fe tief 2 0 tief 3 -pigmente

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