DE299625C - - Google Patents
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F42—AMMUNITION; BLASTING
- F42B—EXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
- F42B22/00—Marine mines, e.g. launched by surface vessels or submarines
- F42B22/10—Moored mines
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Cleaning Or Clearing Of The Surface Of Open Water (AREA)
Description
Im Seeminenwesen sind vielfach für die verschiedensten Zwecke Kupplungen in Gebrauch,
bei denen ein im Wasser auflösbares Stück (Schmelzstück) aus irgendeinem geeigneten Salz ο. dgl. Verwendung
findet, in der Weise, daß. durch dieses Schmelzstück eine vorläufige Kupplung zwischen
zwei Teilen hergestellt wird, die sich bei Auflösung des Schmelzstückes im Wasser
ίο selbsttätig löst. Derartige Kupplungen sind
beispielsweise gebräuchlich für eine vorläufige Verbindung des Minengefäßes mit dem Anker, eine Verbindung, die einige Zeit
nach dem Werfen der Mine sich selbsttätig lösen soll, damit die Mine aufsteigen kann.
Die ' gebräuchlichen Schmelzkupplungen dieser Art sind so ausgeführt, daß vor dem
Werfen der Mine, solange diese sich im Magazin, an Bord usw. befindet, das Schmelzstück
von außen zugänglich' ist. Gegen mechanische Verletzungen ist es in der Regel
durch Unterbringung in einem Gehäuse o. dgl. gesichert, das stets mitLöchern versehen
ist, durch die das Wasser unmittelbar nach dem Werfen in das Gehäuse eindringen soll.
Hierbei tritt aber der Übelstand auf, daß die Auflösung des Schmelzstückes durch Wasser
auch schon vor dem Werfen der Mine zuweilen unbeabsichtigter Weise beginnen
kann, etwa durch Regen,- durch Überspritzen von Wasser usw.
Dieser Übelstand soll nach der Erfindung dadurch beseitigt werden, daß das Gehäuse,
in dem das Schmelzstück sich befindet, wasserdicht abgeschlossen ist, und zwar durch
einen Verschluß, der sich erst bei einem bestimmten Wasserdrück selbsttätig öffnet,
oder der bei diesem Wasserdruck zerstört wird. Beispielsweise verschließt man die
Löcher des Gehäuses, durch die nach dem ' Werfen der Mine das Wasser zu dem
Schmelzstück treten soll, durch ein Häutchen aus Stanniol oder einem sonst geeigneten'
Stoff, das durch den Wasserdruck zerrissen wird, sobald die Mine 2 oder 3 m unter die
Wasseroberfläche gesunken, ist. Durch ein solches Häutchen, das natürlich durch geeignete
Vorrichtungen vor mechanischen Verletzungen gesichert und wasserdicht eingespannt
sein muß, wird das Schmelzstück vor dem zufälligen Hinzutreten von Wasser
durch Regen usw. vollkommen gesichert, während nach dem Werfen der Mine das Seewasser
alsbald ungehindert Zutritt finden kann. '
Durch die Erfindung kann auch ohne weiteres
die Aufgabe gelöst werden, eine solche. Schmelzkupplung so herzustellen, daß sie den
Zugang des Wassers zum Schmelzstück erst bei einer bestimmten größeren Wassertiefe
gestattet, einfach durch entsprechende Wahl des Materials und der Stärke des das Gehäuse
wasserdicht abschließenden Häutchens. Demgemäß könnte die Erfindung beispielsweise
vorteilhaft angewendet werden bei den Minen, die auf Unterseebooten außenbords untergebracht,. sind und beim Tauchen des
Bootes unter Wasser gelangen, ohne daß sie ■ dadurch schon in Bereitschaftstellung kommen
sollen. Man würde alsdann die Hautchen so widerstandsfähig wählen, daß sie bei
denjenigen Tiefen, die das Unterseeboot auf-
suchen soll, ohne die Mine zu werfen, dem Wasserdruck noch Widerstand bieten, dagegen
zerreißen, sobald die Mine geworfen wird und dadurch in eine größere Wassertiefe
gelangt.
In. der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Erfindung in Fig. ι im Längsschnitt,
Fig. 2 in Oberansicht und Fig. 3 im Querschnitt dargestellt, und zwar in Anwendung
auf eine Schmelzkuppplung, die zwei am Ankerstuhl befestigte und um das Minengefäß
herumgeschlungene Seilenden auf dem Kopf des Minengefäßes miteinander verbindet und
dadurch die Mine am Anker vorläufig festhält. Es sei aber ausdrücklich bemerkt, daß
es sich hierbei nur um eine Ausführungsform der Erfindung handelt und daß diese auch
auf beliebige andere Arten von schmelzbaren Kupplungen anwendbar ist.
Auf der Oberseite des Minengefäßes, dessen oberster Teil bei 1 im Schnitt dargestellt
ist, ist eine Vertiefung 2 vorgesehen, in die mit einem Zapfen 3 tin Gehäuse 4 eingesetzt
ist. In dieses Gehäuse werden zwei mit den Endstücken 5 ausgestattete Seile 6 eingefügt,
die mit ihrem anderen Ende am Minenanker ' befestigt und in dem Gehäuse durch ein
Schmelzstück io miteinander verbunden werden. Sie bilden also, solange das
Schmelzstück nicht aufgelöst ist, eine Kupplung des Minengefäßes mit dem Minenanker.
Die Kupplung durch das Schmelzstück ist in der Weise hergestellt, daß an den in seitlichen
Öffnungen 7 des Gehäuses 4 eingeführten, Endstücken 5 hakenförmige Köpfe 8 angebracht
sind, die mit Nasen 9 sich in entsprechende Ausschnitte in den Seitenwandungen
des Gehäuses 4 einlegen, solange sie an diese Seitenwandungen angedrückt werden.
Dies geschieht durch ein zylindrisches Schmelzstück 10, das nach Wegnahme des
Gehäusedeckels 11 von oben in das Gehäuse und zwischen die entsprechend gestalteten.
hakenförmigen Köpfe 8 eingesetzt werden
4S kann. Alsdann ruht das Schmelzstück mit
seiner unteren Seite in einer entsprechenden Auflage 12 des * Gehäuses, wobei es oben
durch eine seiner Gestalt entsprechende Vertiefung 13 des Deckels 11 festgehalten wird.
Um das Eindringen des Wassers durch die seitlichen Öffnungen 7 und die Löcher 14 im
Deckel 1.1 zu verhindern, sind die seitlichen Öffnungen 7 durch eingedrückte Gummiringe
wasserdicht verschlossen. Die Löcher 14 werden dadurch vorläufig abgeschlossen, daß
über ihnen ein Häutchen 17 aus Stanniol oder einem. anderen geeigneten Material angebracht
ist, das durch einen mit Löchern 18 versehenen Einsatz 16 in dem Deckel 11 festgehalten
wird. Durch die Löcher 18 im Deckel 16 wirkt auf die Oberseite dieses
Häutchens der Wasserdruck, der das Häutchen zerstört, sobald der Druck eine bestimmte
Größe überschreitet. Dann hat das Wasser durch die Löcher-18 und 14 hindurch
freien Zutritt zu dem Schmelzstück 10, um dieses aufzulösen. Sobald das geschehen ist,
verlieren die Endstücke 8 der Seile ihren Halt im Gehäuse, nähern sich einander
und können unter dem durch den Auftrieb der Mine ausgeübten Zug ohne weiteres, unter Herausreißung der Gummiringe 15, aus
den seitlichen Öffnungen 7 heraustreten. Die Seile 6 werden dann seitlich vom Minengefäß
herabgestreift und geben die Mine frei, so daß sie weiter aufsteigen kann.
Claims (3)
1. Schmelzkupplung für Seeminen, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse
für das Schmelzstück durch ein Häutchen Wasserdicht abgeschlossen ist, das erst
bei einem bestimmten Wasserdruck zerstört wird und alsdann den vorher gehinderten
freien Zutritt des Wassers zum Schmelzstück gestattet.
2. Schmelzkupplung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das die beiden
durch das Schmelzstück miteinander zu verbindenden Kupplungsteile (8) unter
Abdichtung (Gummiringe 15) aufnehmende Gehäuse durch einen doppelten
durchbohrten Deckel (11, 16) abgeschlossen
ist, zwischen denen das den Wasserzutritt zeitweilig verhindernde Stanniolhäutchen
(17) festgeklemmt ist.
3. Schmelzkupplung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplungsteile
(8) dadurch festgehalten werden, daß das Schmelzstück (10) die beiden
Kupplungsteile (8) gegen die Wandungen des Gehäuses (4) spreizt, wo sie
sich durch Nasen (9) in entsprechende Einschnitte solange einlegen, bis das
Schmelzstück (10) aufgelöst ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE299625C true DE299625C (de) |
Family
ID=553704
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT299625D Active DE299625C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE299625C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2715872A (en) * | 1945-07-03 | 1955-08-23 | Harold W Klas | Parachute releasing means |
| EP0033757A3 (en) * | 1980-01-15 | 1981-10-21 | Hagenuk Vormals Neufeldt & Kuhnke Gmbh | Drill marine mine device for liberating a light buoy |
| DE3803368A1 (de) * | 1988-02-05 | 1989-08-17 | Bundesrep Deutschland | Uebungs-geschoss-seemine |
-
0
- DE DENDAT299625D patent/DE299625C/de active Active
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2715872A (en) * | 1945-07-03 | 1955-08-23 | Harold W Klas | Parachute releasing means |
| EP0033757A3 (en) * | 1980-01-15 | 1981-10-21 | Hagenuk Vormals Neufeldt & Kuhnke Gmbh | Drill marine mine device for liberating a light buoy |
| DE3803368A1 (de) * | 1988-02-05 | 1989-08-17 | Bundesrep Deutschland | Uebungs-geschoss-seemine |
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