DE299625C - - Google Patents

Info

Publication number
DE299625C
DE299625C DENDAT299625D DE299625DA DE299625C DE 299625 C DE299625 C DE 299625C DE NDAT299625 D DENDAT299625 D DE NDAT299625D DE 299625D A DE299625D A DE 299625DA DE 299625 C DE299625 C DE 299625C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
housing
water
fusible
melting piece
mine
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT299625D
Other languages
English (en)
Publication of DE299625C publication Critical patent/DE299625C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B22/00Marine mines, e.g. launched by surface vessels or submarines
    • F42B22/10Moored mines

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Cleaning Or Clearing Of The Surface Of Open Water (AREA)

Description

Im Seeminenwesen sind vielfach für die verschiedensten Zwecke Kupplungen in Gebrauch, bei denen ein im Wasser auflösbares Stück (Schmelzstück) aus irgendeinem geeigneten Salz ο. dgl. Verwendung findet, in der Weise, daß. durch dieses Schmelzstück eine vorläufige Kupplung zwischen zwei Teilen hergestellt wird, die sich bei Auflösung des Schmelzstückes im Wasser
ίο selbsttätig löst. Derartige Kupplungen sind beispielsweise gebräuchlich für eine vorläufige Verbindung des Minengefäßes mit dem Anker, eine Verbindung, die einige Zeit nach dem Werfen der Mine sich selbsttätig lösen soll, damit die Mine aufsteigen kann.
Die ' gebräuchlichen Schmelzkupplungen dieser Art sind so ausgeführt, daß vor dem Werfen der Mine, solange diese sich im Magazin, an Bord usw. befindet, das Schmelzstück von außen zugänglich' ist. Gegen mechanische Verletzungen ist es in der Regel durch Unterbringung in einem Gehäuse o. dgl. gesichert, das stets mitLöchern versehen ist, durch die das Wasser unmittelbar nach dem Werfen in das Gehäuse eindringen soll. Hierbei tritt aber der Übelstand auf, daß die Auflösung des Schmelzstückes durch Wasser auch schon vor dem Werfen der Mine zuweilen unbeabsichtigter Weise beginnen kann, etwa durch Regen,- durch Überspritzen von Wasser usw.
Dieser Übelstand soll nach der Erfindung dadurch beseitigt werden, daß das Gehäuse, in dem das Schmelzstück sich befindet, wasserdicht abgeschlossen ist, und zwar durch einen Verschluß, der sich erst bei einem bestimmten Wasserdrück selbsttätig öffnet, oder der bei diesem Wasserdruck zerstört wird. Beispielsweise verschließt man die Löcher des Gehäuses, durch die nach dem ' Werfen der Mine das Wasser zu dem Schmelzstück treten soll, durch ein Häutchen aus Stanniol oder einem sonst geeigneten' Stoff, das durch den Wasserdruck zerrissen wird, sobald die Mine 2 oder 3 m unter die Wasseroberfläche gesunken, ist. Durch ein solches Häutchen, das natürlich durch geeignete Vorrichtungen vor mechanischen Verletzungen gesichert und wasserdicht eingespannt sein muß, wird das Schmelzstück vor dem zufälligen Hinzutreten von Wasser durch Regen usw. vollkommen gesichert, während nach dem Werfen der Mine das Seewasser alsbald ungehindert Zutritt finden kann. '
Durch die Erfindung kann auch ohne weiteres die Aufgabe gelöst werden, eine solche. Schmelzkupplung so herzustellen, daß sie den Zugang des Wassers zum Schmelzstück erst bei einer bestimmten größeren Wassertiefe gestattet, einfach durch entsprechende Wahl des Materials und der Stärke des das Gehäuse wasserdicht abschließenden Häutchens. Demgemäß könnte die Erfindung beispielsweise vorteilhaft angewendet werden bei den Minen, die auf Unterseebooten außenbords untergebracht,. sind und beim Tauchen des Bootes unter Wasser gelangen, ohne daß sie ■ dadurch schon in Bereitschaftstellung kommen sollen. Man würde alsdann die Hautchen so widerstandsfähig wählen, daß sie bei denjenigen Tiefen, die das Unterseeboot auf-
suchen soll, ohne die Mine zu werfen, dem Wasserdruck noch Widerstand bieten, dagegen zerreißen, sobald die Mine geworfen wird und dadurch in eine größere Wassertiefe gelangt.
In. der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Erfindung in Fig. ι im Längsschnitt, Fig. 2 in Oberansicht und Fig. 3 im Querschnitt dargestellt, und zwar in Anwendung auf eine Schmelzkuppplung, die zwei am Ankerstuhl befestigte und um das Minengefäß herumgeschlungene Seilenden auf dem Kopf des Minengefäßes miteinander verbindet und dadurch die Mine am Anker vorläufig festhält. Es sei aber ausdrücklich bemerkt, daß es sich hierbei nur um eine Ausführungsform der Erfindung handelt und daß diese auch auf beliebige andere Arten von schmelzbaren Kupplungen anwendbar ist.
Auf der Oberseite des Minengefäßes, dessen oberster Teil bei 1 im Schnitt dargestellt ist, ist eine Vertiefung 2 vorgesehen, in die mit einem Zapfen 3 tin Gehäuse 4 eingesetzt ist. In dieses Gehäuse werden zwei mit den Endstücken 5 ausgestattete Seile 6 eingefügt, die mit ihrem anderen Ende am Minenanker ' befestigt und in dem Gehäuse durch ein Schmelzstück io miteinander verbunden werden. Sie bilden also, solange das Schmelzstück nicht aufgelöst ist, eine Kupplung des Minengefäßes mit dem Minenanker. Die Kupplung durch das Schmelzstück ist in der Weise hergestellt, daß an den in seitlichen Öffnungen 7 des Gehäuses 4 eingeführten, Endstücken 5 hakenförmige Köpfe 8 angebracht sind, die mit Nasen 9 sich in entsprechende Ausschnitte in den Seitenwandungen des Gehäuses 4 einlegen, solange sie an diese Seitenwandungen angedrückt werden.
Dies geschieht durch ein zylindrisches Schmelzstück 10, das nach Wegnahme des Gehäusedeckels 11 von oben in das Gehäuse und zwischen die entsprechend gestalteten. hakenförmigen Köpfe 8 eingesetzt werden
4S kann. Alsdann ruht das Schmelzstück mit seiner unteren Seite in einer entsprechenden Auflage 12 des * Gehäuses, wobei es oben durch eine seiner Gestalt entsprechende Vertiefung 13 des Deckels 11 festgehalten wird.
Um das Eindringen des Wassers durch die seitlichen Öffnungen 7 und die Löcher 14 im Deckel 1.1 zu verhindern, sind die seitlichen Öffnungen 7 durch eingedrückte Gummiringe wasserdicht verschlossen. Die Löcher 14 werden dadurch vorläufig abgeschlossen, daß über ihnen ein Häutchen 17 aus Stanniol oder einem. anderen geeigneten Material angebracht ist, das durch einen mit Löchern 18 versehenen Einsatz 16 in dem Deckel 11 festgehalten wird. Durch die Löcher 18 im Deckel 16 wirkt auf die Oberseite dieses Häutchens der Wasserdruck, der das Häutchen zerstört, sobald der Druck eine bestimmte Größe überschreitet. Dann hat das Wasser durch die Löcher-18 und 14 hindurch freien Zutritt zu dem Schmelzstück 10, um dieses aufzulösen. Sobald das geschehen ist, verlieren die Endstücke 8 der Seile ihren Halt im Gehäuse, nähern sich einander und können unter dem durch den Auftrieb der Mine ausgeübten Zug ohne weiteres, unter Herausreißung der Gummiringe 15, aus den seitlichen Öffnungen 7 heraustreten. Die Seile 6 werden dann seitlich vom Minengefäß herabgestreift und geben die Mine frei, so daß sie weiter aufsteigen kann.

Claims (3)

Patent-Anspruch E:
1. Schmelzkupplung für Seeminen, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse für das Schmelzstück durch ein Häutchen Wasserdicht abgeschlossen ist, das erst bei einem bestimmten Wasserdruck zerstört wird und alsdann den vorher gehinderten freien Zutritt des Wassers zum Schmelzstück gestattet.
2. Schmelzkupplung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das die beiden durch das Schmelzstück miteinander zu verbindenden Kupplungsteile (8) unter Abdichtung (Gummiringe 15) aufnehmende Gehäuse durch einen doppelten durchbohrten Deckel (11, 16) abgeschlossen ist, zwischen denen das den Wasserzutritt zeitweilig verhindernde Stanniolhäutchen (17) festgeklemmt ist.
3. Schmelzkupplung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplungsteile (8) dadurch festgehalten werden, daß das Schmelzstück (10) die beiden Kupplungsteile (8) gegen die Wandungen des Gehäuses (4) spreizt, wo sie sich durch Nasen (9) in entsprechende Einschnitte solange einlegen, bis das Schmelzstück (10) aufgelöst ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT299625D Active DE299625C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE299625C true DE299625C (de)

Family

ID=553704

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT299625D Active DE299625C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE299625C (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2715872A (en) * 1945-07-03 1955-08-23 Harold W Klas Parachute releasing means
EP0033757A3 (en) * 1980-01-15 1981-10-21 Hagenuk Vormals Neufeldt & Kuhnke Gmbh Drill marine mine device for liberating a light buoy
DE3803368A1 (de) * 1988-02-05 1989-08-17 Bundesrep Deutschland Uebungs-geschoss-seemine

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2715872A (en) * 1945-07-03 1955-08-23 Harold W Klas Parachute releasing means
EP0033757A3 (en) * 1980-01-15 1981-10-21 Hagenuk Vormals Neufeldt & Kuhnke Gmbh Drill marine mine device for liberating a light buoy
DE3803368A1 (de) * 1988-02-05 1989-08-17 Bundesrep Deutschland Uebungs-geschoss-seemine

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2519352C2 (de)
DE299625C (de)
DE2214674A1 (de) Trennvorrichtung fur eine Nabelver bindung zwischen einer Waffe und ihrer Abschußvorrichtung
DE2607392A1 (de) Schiffsanker
DE1234560B (de) Vorrichtung zum Scharfmachen der Zuendeinrichtung eines Grundankers
EP1972384A2 (de) Druckwasserbehälter
DE1274698B (de) Galvanisches Fuellelement und Verfahren zum Fuellen desselben
DE2457407C3 (de) Verschluß für die Füllöffnung eines Druckbehälters
DE19503382A1 (de) Vorrichtung zum Hantieren von Ketten und/oder Drahtseilen anbord von Schiffen
DE2031940A1 (de) Sicherheitsvorrichtung fur Handgranaten
DE1556482C3 (de) Behälter für ein aufblasbares Rettungsfloß
DE532841C (de) Seemine
DE1756365A1 (de) Anker
AT28846B (de) Aufreißbarer Gefäßverschluß.
DE318132C (de)
DE1974977U (de) Befestigungselement mit klemmscheibe und dichtungsscheibe.
DE252008C (de)
DE247289C (de)
DE318131C (de)
DE450648C (de) Seemine
DE533011C (de) Anordnung zum Loesen oder Sperren von Haltegliedern in Seeminen in Abhaengigkeit vom Minenstande
DE227472C (de)
AT64251B (de) Einrichtung zum Einholen verankerter Seeminen.
DE10325695A1 (de) Auftriebshilfe für Wasserfahrzeuge
DE318128C (de)