DE252008C - - Google Patents
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- DE252008C DE252008C DENDAT252008D DE252008DA DE252008C DE 252008 C DE252008 C DE 252008C DE NDAT252008 D DENDAT252008 D DE NDAT252008D DE 252008D A DE252008D A DE 252008DA DE 252008 C DE252008 C DE 252008C
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F42—AMMUNITION; BLASTING
- F42B—EXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
- F42B22/00—Marine mines, e.g. launched by surface vessels or submarines
- F42B22/24—Arrangement of mines in fields or barriers
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Cleaning Or Clearing Of The Surface Of Open Water (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 252008 -KLASSE 65 d. GRUPPE
GIOVANNI EMANUELE ELIA in PARIS.
Minenkette. Patentiert im Deutschen Reiche vom 8. Juni 1911 ab.
Bei den bekannten Minenketten, deren Minen mit einem schwimmenden und einem als Verankerung
dienenden Tau verbunden sind, müssen bei dem Auftreffen eines Schiffes auf die Kette
entweder die Verbindungen der Minen mit dem Verankerungstau gelöst werden, ehe sich die
Minen gegen die Schiffsflanken legen können, oder es werden beim Durchfahren des Schiffes
einige der Minen von der Kette gelöst und zur
ίο Explosion gebracht. Im ersten Falle kann infolge
zu großer Widerstandsfähigkeit der zu zerreißenden Verankerungstaue eine verfrühte
Explosion der Minen eintreten, während im anderen Falle die mit einem Zeitzünder ausgerüsteten
Minen infolge ihrer Abtrennung von der Kette leicht so weit von dem zu zerstörenden
Schiffe entfernt sein können, daß ihre Explosion noch keine Wiikung auf dieses ausübt.
Bei der Minenkette nach der Erfindung ist unbedingte Betriebssicherheit dadurch geschaffen,
daß die Verbindungstaue zwischen dem schlaffen, schwimmenden Tau und dem gespannten
Verankerungstau genügend widerstandsfähig sind, um einer durch ein Schiff hervorgerufenen Zugwirkung standzuhalten und
dadurch die für eine starke Sprengwirkung günstige Lage der Minen zu sichern, weil sich
die zur Explosion gelangenden Minen infolge des der Zugwirkung des Schiffes entgegengerichteten
Zuges des Verankerungstaues und der dadurch hervorgerufenen Schräglage der ganzen Minenkette unterhalb der Wasserlinie
an das Schiff legen.
Ein weiterer Vorteil der neuen Minenkette liegt darin, daß lediglich die beiden auf jeder
Seite der Berührungsstelle von Schiff und Kette hegenden Minen zur Explosion gebracht werden,
während die anderen Minen nicht explodieren können.
Auf der Zeichnung ist die Minenkette in einem Ausführungsbeispiel dargestellt.
Fig. ι zeigt die Anordnung der Kette im Wasser.
Fig. 2 bis 4 zeigen in schematischer Darstellung die Lage der Kette beim Durchfahren
eines Schiffes.
Die Minenkette besteht aus einer Reihe viereckiger Felder (Fig. 1), deren jedes unten von
einem Teil eines Taues α gebildet wird, das in geeigneter Tiefe liegt und durch senkrechte Verbindungsglieder
b, c mit einem Tau d verbunden ist. Das Tau d liegt an der Wasseroberfläche'
oder wird durch besondere Mittel in bestimmter Entfernung von der Oberfläche gehalten,
z. B. durch Schwimmer aus Kork ο. dgl., wie sie bei Fischernetzen verwendet werden.
Die einander gegenüberliegenden, gleich langen Taue b, c eines jeden Vierecks sind zweckmäßig
etwas länger, als der Tiefgang der für das Durchbrechen der Kette in Betracht kommenden
Schiffe beträgt, während das obere Tau d länger als das untere Tau α ist. Jedes Tau b, c
ist an einem Ring e einer Mine f befestigt, deren oberer Teil mit einem beispielsweise aus
Kork bestehenden Schwimmer g verbunden ist. Diese Schwimmer werden von dem oberen Tau d
gehalten. Die viereckigen Felder bilden zusammen die in Fig. 1 dargestellte Kette, deren
Taue α, d am unteren Teil eines Schwimmers h befestigt sind, der durch einen Anker j und
ein Tau i verankert ist.
Vor dem Legen der Minenkette wird jede Mine f beispielsweise durch einen im Wasser
löslichen Block aus Salmiak o. dgl. gesichert,
so daß ein etwa auf das Tau d ausgeübter Zug die Minen nicht zur Explosion bringen kann.
Dann wird die Minenkette unter Spannung des unteren Taues α in bekannter Weise ausgelegt
(Fig. i), wobei das obere Tau d entweder an der Wasseroberfläche oder in bestimmter Entfernung
von dieser gehalten wird.
Beim Auftreffen eines Schiffes auf die Minenkette wird zunächst ein Glied des schwimmenden
Taues d von dem \^ordersteven mitgenommen
(Fig. 2 und 3). Dieses nur an den Enden gehaltene, schwimmende Tau gleitet auf dem
Steven des Schiffes entlang, der sich dann zwischen den Tauen b, c befindet. Drückt nun
das Schiff weiter auf das Tau d, so senken sich die Minen, weil ihre Haltetaue b, c sich
mit den ihnen benachbarten Teilen der Taue d in eine vom Schiffssteven nach der Verbindungsstelle
mit dem Tau α gehende Ebene einzu-
ao stellen suchen (Fig. 2). Die beiden an den Enden des mitgenommenen Gliedes des Taues d
befindlichen Minen legen sich nunmehr gegen das Schiff und werden bei dessen Weiterfahrt
durch den stärkeren Zug zur Explosion gebracht, während die anderen Minen, wie die
Fig. 2 bis 4 erkennen lassen, nicht mit explodieren, weil nur das von dem Schiff mitgenommene
Glied des Taues d ganz straff gespannt wird.
Die von den Minen zu treffende Stelle des Schiffes kann durch geeignete Bemessung der
Glieder des Taues d vorher bestimmt werden. Da immer nur zwei Minen zur Explosion gelangen,
so kann die Kette durch Ersetzen dieser beiden Minen auf einfache Weise wieder in
Betriebsbereitschaft gesetzt werden.
Bei Verwendung der Minenkette auf hoher See kann man sie frei treiben lassen, indem
die Schwimmer h durch Schwimmanker ersetzt oder die Taue an zu beiden Seiten der Kette
befindlichen Fischerbooten, Torpedobooten o. dgl. befestigt werden. Diese Boote können
die Minenkette entweder an einem bestimmten Ort festlegen oder sie mitschleppen, um beispielsweise
während der Nacht, bei Nebel oder bei anderen günstigen Gelegenheiten die feindlichen
Schiffe zu umzingeln.
Die beschriebene Minenkette kann auch zur j Vernichtung von Unterseebooten benutzt werden,
selbst wenn diese sich in einer gewissen Tauchtiefe befinden. Zu diesem Zweck kann
die Kette umgedreht werden, indem die Minen mit dem Tau d ohne Schwimmer versenkt und
das Tau α durch Schwimmer an der Wasseroberfläche gehalten wird. Man kann auch mehrere
Minenketten übereinander verwenden, die eine Art aufrechtes Verteidigungsnetz bilden.
Damit die Minenkette auch bei Schiffen mit stark abgeschrägtem Vorderteil wirkt, welche
die Kette nur mit dem Hinterschiff spannen können, werden die Längen der Glieder des
Taues d derartig bemessen, daß sich die Schrauben und das Steuer des Schiffes in dem Wirkungsbereich
der Sprengladung befinden.
Claims (1)
- PatenT-AnsPRUcH :Minenkette, deren Minen mit einem schwimmenden und mit einem als Verankerung dienenden Tau verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungstaue (b, c) zwischen dem schlaffen, schwimmenden Tau (d) und dem gespannten, als Verankerung dienenden Tau (a) so widerstandsfähig sind, daß sie auch nach dem Auftreffen eines Schiffes auf das Tau (d) mit den Tauen (a, d) in Verbindung bleiben und bewirken, daß die Minen möglichst weit unten am Schiffskörper zum Anliegen kommen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE252008C true DE252008C (de) |
Family
ID=510401
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT252008D Active DE252008C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE252008C (de) |
-
0
- DE DENDAT252008D patent/DE252008C/de active Active
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