DE29946C - Nähmaschinen-Schiffchen - Google Patents

Nähmaschinen-Schiffchen

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DE29946C
DE29946C DENDAT29946D DE29946DA DE29946C DE 29946 C DE29946 C DE 29946C DE NDAT29946 D DENDAT29946 D DE NDAT29946D DE 29946D A DE29946D A DE 29946DA DE 29946 C DE29946 C DE 29946C
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DE
Germany
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shuttle
thread
boat
loop
sewing machine
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT29946D
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English (en)
Original Assignee
M. Griz-NER in Durlach, Baden
Publication of DE29946C publication Critical patent/DE29946C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • D—TEXTILES; PAPER
    • D05—SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05B—SEWING
    • D05B57/00—Loop takers, e.g. loopers
    • D05B57/08—Loop takers, e.g. loopers for lock-stitch sewing machines
    • D05B57/10—Shuttles
    • D05B57/14—Shuttles with rotary hooks

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 52: Nähmaschinen.
Unter den Mängeln, welche den bekanntesten Nähmaschinen anhaften, sind es hauptsächlich folgende, deren Beseitigung nothwendig ist:
1. kann die Unterfadenspannung nicht verändert werden, ohne dafs das Arbeitsstück und das Schiffchen fortgenommen werden, und
2. wird der leichte Gang der Maschine dadurch beeinflufst, dafs der Unterfaden zwischen an einander liegenden Maschinentheilen hindurch mufs und einer guten Schmierung und Erneuerung der der Abnutzung am meisten ausgesetzten rotirenden Theile des Schiffchens nicht genügend Rechnung getragen wird.
Durch vorliegende Erfindung sollen alle diese Mängel beseitigt werden.
Auf beiliegenden Zeichnungen zeigt:
Fig. ι die Schiffchenspule,
Fig. 2 den Körper des Schiffchens mit der Neuerung,
Fig. 3 einen Schnitt des Schiffchenkörpers durch die neue Spannvorrichtung,
Fig. 4 eine Variante der neuen Unterfadenspannung.
Fig. s giebt ein Bild des Schiffchenbodens.
Fig. 6 ist ein Schnitt durch den Kopf der Nähmaschine.
Fig. 7 zeigt eine Vorrichtung, durch welche die Oberfadenschleife bei ihrem Umgang um das Schiffchen vor einer Berührung mit dem öligen Rande des Schiffchenbodens geschützt wird.
Fig. 8 und 9 zeigen das Arbeiten des Schiffchens mit den von ihm abhängigen Theilen.
Fig. 10 ist ein Längsschnitt durch die Nähmaschine.
Eine praktische und bequeme Spannung des Unterfadens ist, da das Herausheben des Schiffchens und die Fortnahme des Arbeitsstückes vermieden wird, durch folgende Anordnung erreicht.
An dem Schiffchenkörper A ist eine Feder a mit dem einen Ende durch die Schraube b derart befestigt, dafs sie nur an der Befestigungsstelle mit dem Schiffchen in Berührung steht, während das andere freie Ende eine Bohrung trägt, in der ein an einer kleinen Platte d befestigter Stift c spielt. Das Plättchen d legt sich gegen eine Abplattung des Schiffchenkörpers A.
Der Faden von der Spule geht durch den Schiffchenkörper A durch einen mit abgeschrägten Seitenflächen versehenen Längsspalt e hindurch und ist dann zwischen Plättchen d und Schiffchen A durch die Löcher ff1 geführt. Soll dieser Faden gespannt werden, so hat man nur nöthig, einen Druck auf die Feder α auszuüben, da der Faden dann von den Plättchen d gegen den Schiffchenkörper A gedrückt wird.
Diesen Druck erhält man durch Verschiebung der Mutter g, die auf einen durch einen Spalt der Feder α gehenden Bolzen h geschraubt ist. Der Bolzenkopf ist konisch und hat seine Führung in der Längsspalte e.
Eine Variante dieser neuen Unterfadenspannung erhält man durch folgende Anordnung, bei der die Theile, deren Thätigkeit den soeben beschriebenen gleich sind, auch mit den entsprechenden gleichen Buchstaben bezeichnet und nur mit dem Index 1 versehen sind. Der von der Schiffchenspule kommende Faden, Fig. 4, geht aus dem Schiffchenkörper A' durch die Bohrung e' unter die federnde Platte d' hindurch. Mit dem Plättchen d' steht der in den um Y
drehbaren Hebel X geschraubte Bolzen g' in Berührung. Auf den Hebel X drückt eine gebogene Feder a', welche mit dem Winkelhebel Z in Contact steht. Wird nun der Winkelhebel Z gedreht, so übt er auf die Feder a1 einen Druck aus, diesen überträgt der Hebel X durch den Bolzen^·' auf die Platte d', und da diese auf den Schiffchenfaden prefst, so wird letzterer mehr oder weniger gespannt.
Die sich um den Zapfen D, Fig. 2, innerhalb des Schiffchens drehende Spule B wird das Bestreben haben, sich hoch zu schieben. Um dies zu verhindern, ist an dem Umfange des Schiffchens A eine dünne Feder k mit dem einen Ende angelöthet, während das andere Ende derselben einen Haken bildet, der durch eine Bohrung im Schiffchen nahe / hindurch in das Innere hinein über die Spule B greift und so eine Verschiebung der letzteren verhindert. v
Beim Auswechseln der Spule zieht man die Feder k mit dem Fingernagel so weit zurück, bis die Spule frei wird, und ersetzt letztere durch eine neue.
Das Schiffchen A selbst befindet sich mit deni vorstehenden Rande seines Bodens C, Fig. 2, 5 und 10, in einer Kreisrille der rotirenden Platte E, Fig. 4; es wird mithin sowohl dieser Boden als auch der Drehzapfen D für die Spule B der Abnutzung am stärksten ausgesetzt sein, während der Schiffchenkörper mit seiner Armatur nur wenig leidet. Für die nothwendige Erneuerung der schadhaften Theile ist dadurch gesorgt, dafs die Bodenplatte C mit dem Drehzapfen D durch zwei Schrauben i i', Fig. 5, an dem Schiffchenkörper befestigt ist. Ist die Abnutzung des Bodenrandes und der Spule eine derartige, dafs die Güte der Arbeit dadurch beeinträchtigt wird, so nimmt man das Schiff-. chen aus der Maschine, entfernt die Bodenplatte C, ersetzt sie durch eine neue und hat so mit Benutzung der noch brauchbaren Theile eine gründliche Erneuerung des Schiffchens bewirkt.
Um die angeführte, nicht zu vermeidende Abnutzung so weit wie möglich zu verringern, ist eine gute, gleichmäfsige Oelung des in der Rille der rotirenden Platte E geführten Schiffchenbodens erforderlich. Bei dieser Oelung mufs man Acht geben, dafs die Oelzuführung nicht zu reichlich sei, damit der um das Schiffchen laufende Faden und somit die Naht nicht beschmutzt werde.
Die Schmierung wird deshalb in folgender Weise bewirkt:
An dem Schiffchentreiber F, Fig. 8 und 10, befindet sich ein innen mit Gewinde versehenes Rohr G, in welches ■ eine lange, bis zur Hälfte ausgehöhlte Schraube H eingesetzt ist. In der Höhlung der Schraube liegt ein Docht H', welcher etwas über das offene Schraubenende hinausragt. Das Schmiermaterial wird in den sich im Rohr G befindenden Längsspalt S, Fig. 8, geleitet, tritt aus diesem in mehrere feine Bohrungen der Schraubenwandung Ή und tränkt den Docht H'. In derselben Entfernung, in der sich das Rohr G von dem Drehpunkte der rotirenden Platte E befindet, ist letztere mit einer feinen Bohrung K, Fig. 10, versehen, welche ihrerseits mit der Kreisrille für die Führung des Schiffchens correspondirt. So oft nun die Oeffnung K bei der Drehung der Platte E mit dem ölgetränkten Docht H1 in Berührung gelangt, wird etwas OeI abgestreift und durch K in die Führungsrille für das Schiffchen gelangen. Je inniger die Berührung der Platte E mit dem Docht H' ist, desto gröfser wird die Oelabgabe sein, und da man durch Hinein- und Herausschrauben der Schraube H in das Röhrchen G diese Berührung beliebig verstärken und verringern kann, so ist es ersichtlich, dafs auf diese Weise auch die leicht regulirbare, stetige, bemessene Oelung des Schiffchens erfolgen kann. Um zu vermeiden, dafs die Oberfadenschleife während ihres Umganges um das Schiffchen mit dem öligen Rande des Schiffchenbodens in Berührung kommt, ist in letzterem ein Einsprang χ vorgesehen, in welchem die Oberfadenschleife so lange geschützt liegt, bis sie ihren Umgang vollendet hat. Der Greifer, welcher in dem unteren Schleifenende y liegt, hält auch hier die Schleife so ausgebreitet, dafs eine Berührung mit dem öligen Schiffchenrand auch an dieser Stelle nicht, überhaupt an keiner Stelle möglich ist (s. Fig. 7). Durch die gleichmäfsige Oelung des Schiffchens ist nicht allein die Abnutzung des letzteren thunlichst beschränkt, sondern auch ein leichterer Gang der ganzen Maschine gesichert. Dieser erforderliche leichte Gang wird ferner noch dadurch empfindlich beeinflufst, dafs der» Unterfaden bei seinem Gang um das Schiffchen nicht an jeder Stelle absolut frei gleiten kann, sondern gezwungen wird, zwischen sich berührenden Flächen hindurchzugehen. Diese schädliche Behinderung wird dadurch aufgehoben, dafs das auf der Greiferwelle L montirte Excenter M gegen den um N, Fig. 9, drehbar angeordneten Schiffchentreiber F wirkt und letzteren zu einer auf- und niedergehenden Bewegung veranlafst. In dem Moment, wo die Schlinge des Fadens beim Herumgleiten um das Schiffchen an die Nase /, Fig. 8, gelangt, ist die Klaue F' des Schiffchentreibers F durch das Excenter M so weit gehoben, dafs der Faden frei passiren kann. Will dann die Schlinge bei Fortsetzung ihres Weges aus der Nase / entschlüpfen, so hat sich die Klaue F1 bereits hinter die Nase gelegt, kehrt den Lauf des Schiffchens um und die Nase O kann den ausgehöhlten Theil der Gabel P nicht berühren.
Es ist ersichtlich, dafs durch die Reibung des Schiffchenrandes in der Rille der rotirenden Platte E das Schiffchen stets das Bestreben hat, sich in der in Fig. 8 angegebenen Pfeilrichtung zu bewegen, und dafs in dem Moment, wo die Klauet' aufhört, gegen die Nase / zu drücken,, die Nase O sich sofort gegen die Gabel P legen wird.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    Ein stillstehendes Nähmaschinen-Schiffchen, dessen Führungsrand mit einem Einsprung versehen ist, in welchem der hintere Theil der Oberfadenschleife so lange vor Berührung mit dem öligen Führungsrande geschützt liegt, bis die Schleife ihren Umgang vollendet hat, und welches mit einer selbstthätigen Oelvorrichtung, die im wesentlichen darin besteht, dafs ein mit OeI getränkter Docht oder dergleichen gegen eine mit der Führungsbahn für das Schiffchen communicirende Oeffnung im Schiffchengehäuse mehr oder weniger stark angedrückt wird, verbunden ist.
    In Combination mit dem unter ι. gekennzeichneten Schiffchen eine lediglich vonHand (ohne Zuhülfenahme eines Werkzeuges) regulirbare Fadenspannung für den Schifffaden, bei welcher das Schiffchen nicht aus der Maschine herausgenommen zu werden braucht, und die im wesentlichen darin besteht, dafs durch Verschieben einer Mutter oder Anziehen einer Schraube eine an der Aufsenwand des Schiffchens einseitig befestigte Feder mehr oder weniger gegen den Schifffaden drückt.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT29946D Nähmaschinen-Schiffchen Expired - Lifetime DE29946C (de)

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