DE29937C - Füll- und Entleerungs-Vorrichtung für galvanische Elemente - Google Patents
Füll- und Entleerungs-Vorrichtung für galvanische ElementeInfo
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- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01M—PROCESSES OR MEANS, e.g. BATTERIES, FOR THE DIRECT CONVERSION OF CHEMICAL ENERGY INTO ELECTRICAL ENERGY
- H01M50/00—Constructional details or processes of manufacture of the non-active parts of electrochemical cells other than fuel cells, e.g. hybrid cells
- H01M50/60—Arrangements or processes for filling or topping-up with liquids; Arrangements or processes for draining liquids from casings
- H01M50/609—Arrangements or processes for filling with liquid, e.g. electrolytes
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21: Elektrische Apparate.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 24. Juni 1884 ab.
Bei einer für die Praxis in gröfserem Mafsstabe verwendbaren Batterie ist neben grofser
Constanz eine möglichst sichere und wenig umständliche Entleerung und Füllung bezw.
Nachfüllung der Batterie erforderlich, ohne dafs hierdurch eine Stromunterbrechung bedingt ist.
Dieses soll durch die in nachstehendem näher beschriebene Vorrichtung, welche den Gegenstand
vorliegenden Patentes bildet, in vollkommenster Weise erreicht werden. Den äufseren
Gefäfsen B der einzelnen Elemente wird am zweckmäfsigsten eine im Grundrifs länglich viereckige
Form gegeben, . wie aus Fig. 3 ersichtlich, ohne dafs jedoch hiermit ausgeschlossen
sein soll, dafs dieselben auch anders gestaltet sein können. In diese Gefäfse werden die Cylinder
K in der Weise eingesetzt, dafs dieselben der einen Schmalseite des ersteren ziemlich
nahe stehen, wodurch an der entgegengesetzten Seite innerhalb des Gefäfses B ein ziemlich
breiter, freier Raum gebildet wird. Zu beiden Seiten der in einer Reihe angeordneten Elemente
B sind trogartige Gefäfse G aufgestellt, in welchen sich die zum Nachfüllen bestimmte
Flüssigkeit befindet. Dieselben können, wenn es sich um Raumersparnifs handelt, ziemlich
schmal genommen werden, und ersetzt sich in diesem Falle die aus denselben entnommene
Flüssigkeit aus dem höher stehenden gröfseren, luftdicht abgeschlossenen Reservoir Q Q selbstthätig,
indem nur so lange Flüssigkeit aus dem Reservoir Q durch das Rohr ζ dem Gefäfs G
zufliefst, als die Mündung des letzteren freiliegt. Wird dieselbe durch die steigende
Flüssigkeit in dem Gefäfs G gesperrt, so wird der Zufiufs aus Mangel an Luftzutritt unterbrochen.
Ueber dieser Batterie sind, an einem gemeinsamen
Rahmen oder auch an einem Brett befestigt, die Eimerchen α bezw. ax derart angebracht,
dafs dieselben mittelst irgend einer bekannten Vorrichtung, z. B. mittelst Rolle und
Kurbel, auf- und- niederbewegt werden können. Beim Heruntergehen tauchen dieselben in die
in den betreffenden Behältern befindliche Flüssigkeit ein, indem sie sich mit derselben füllen,
und zwar tauchen die Eimer α α in die Gefäfse
G, in welchen sich die zum Nachfüllen bestimmte Flüssigkeit befindet, während von
den Eimerchen a* a1 das eine in den innerhalb
des Gefäfses B zwischen der einen Wandung derselben und dem Cylinder K liegenden freien
Raum und das andere in den Thoncylinder T eintritt, Fig. 1. Am Boden der Eimerchen a
bezw. a1 sind Ausläufe r angebracht und die
Ausläufe der Eimer α α durch die Gummischläuche b b mit den an dem Element auf
irgend eine Weise fest angebrachten Rohren c und d in Verbindung gebracht, während die
Ausläufe der Eimer a] «' durch die Gummischläuche
b1 b1 mit dem Abflufsrohr A in Communication
stehen.
Wird nun der Rahmen R und werden mit diesem sämmtliche Eimerchen in die Höhe gehoben
und in die durch Fig. 2 veranschaulichte Lage gebracht, so ergiefst sich aus den Eimerchen a a
die in diesen befindliche Flüssigkeit durch die Gummischläuche b b und die Rohre c und d in
den Thoncylinder T bezw. in die Behälter B, während, die in den Eimerchen a1 a1 befind-
liehe Flüssigkeit durch die Schläuche 61P in
das Abflufsrohr A tritt und aus diesem weiter in einen Sammelbehälter abfliefst. Anstatt dafs
die Eimerchen a1 a1 durch Schläuche mit dem
Rohr verbunden werden, können auch auf letzterem an entsprechenden Stellen trichterförmige
Behälter angebracht werden, Fig. 5, in welche die Flüssigkeit, nachdem die Eimer in die Höhe
gebracht sind, abfliefst. Die Gummischläuche b b bezw. b1 δ1 sind so lang, dafs dieselben, nachdem
die Eimer bis zur vorgesehenen Höhe hinaufgezogen sind, sich nicht straff anziehen,
sondern, wie es in der Zeichnung in Fig. 2 angegeben, mit einer Schleife in die betreffenden
Gefäfse hineinhängen, ■ so dafs die von der Aufsenseite der Eimer «bezw. «' und der
Schläuche b bezw. b1 ablaufende Flüssigkeit in
die beweglichen Gefäfse abtropfen kann.
Will man die dem Gefäfs B und dem Thoncylinder T entnommene gebrauchte Flüssigkeit
gesondert halten, so werden anstatt eines Abflufsrohres A deren zwei angebracht und das
eine Rohr mit den aus dem Thoncylinder schöpfenden Eimern verbunden, während das
andere Rohr mit den Eimern, welche die Flüssigkeit aus dem Gefäfs B entnehmen, in
Verbindung gesetzt wird.
Die Schöpfgefäfse (Eimer) können aus Glas, Thon, Ebonit oder anderem feuerfesten Material
in verschiedenen Modificationen, deren einige durch Fig. 4 dargestellt sind, angefertigt werden.
Bei g ist das Schöpfgefäfs oben ganz offen, bei h hingegen oben geschlossen und
hier nur mit einzelnen Oeffhungen versehen. Unten haben beide den Auslauf r. Beim Eintauchen
in die Flüssigkeit tritt letztere von oben in beide Gefäfse ein und fliefst durch die Auslaufe
r beim Heben der Eimer ab.
i ist ein Schöpfgefäfs, welches unten am Boden eine durch das Kugelventil ν geschlossene
Oeffhung ο hat, durch welche beim Eintauchen
in die Flüssigkeit letztere in dieses tritt. Beim Heben des Gefäfses wird die Oefmung 0
durch die Kugel ν geschlossen und kann die in ersterem enthaltene Flüssigkeit nun durch
den Auslauf r abfüefsen. k zeigt endlich ein
Schöpfgefäfs, welches einem Stechheber ähnlich functionirt und nur da am Platze ist, wo die
Flüssigkeit direct aus dem Auslauf r treten soll, wie z. B. bei Fig. 5. Das Gefäfs verengt
sich nach oben in einen hohlen Hals, welcher durch das Kugelventil v1 geschlossen ist.
Letzteres ist mit dem Hebel ρ verbunden, welcher sich bei q in dem an dem Gefäfshahn
fest angebrachten Arm y dreht. Beim Eintauchen in die Flüssigkeit tritt diese durch den
Auslauf r in den Behälter, indem die in diesem befindliche Luft durch das dem Druck nachgebende
und sich öffnende Ventil v1 entweicht. Beim Hochbringen des Schöpfbehälters
schliefst das Ventil vl dagegen diesen und kann deshalb keine Flüssigkeit aus dem Auslauf
r austreten. Hat aber das Gefäfs nahezu die bestimmte Höhe erreicht, so stöfst der
eine Hebelarm / gegen einen fest angebrachten Anschlag s, wodurch beim weiteren Aufgehen
das Ventil v1 gehoben wird und nun der Ge-. fäfsinhalt aus dem Auslauf r ausströmen kann.
Sind mehrere Batterien etagenförmig über einander angeordnet, so werden die einzelnen
Rahmen bezw. Bretter, an welchen die Schöpfgefäfse befestigt sind, unter einander verbunden,
so dafs alle zusammen gleichzeitig durch eine und dieselbe Vorrichtung in die Höhe gehoben
bezw. gesenkt werden können. Auch läfst sich das System mit einem Uhrwerk in Verbindung
bringen, welches die Füllung automatisch in gewissen gewünschten Zeitabschnitten regelt und
zugleich registrirt, wie oft eine solche Füllung vorgenommen ist.
Soll die Entleerung unabhängig von der Füllung stattfinden, so sind die Schöpfgefäfse anstatt
an einem gemeinsamen Rahmen an deren zweien fest anzubringen, und zwar so, dafs die
der Füllung dienenden Eimer an dem anderen Rahmen angebracht sind. Durch besondere
Bewegungsvorrichtungen lassen sich nun diese Rahmen einer von dem anderen unabhängig in
der besagten Weise auf- und abbewegen.
Claims (2)
1. An ein- oder zweizeiligen galvanischen Elementen eine Entleerungsvorrichtung, bestehend
aus einem oder mehreren Schöpfgefäfsen a1, welche sich beim Eintauchen
in die im Element befindliche erschöpfte Erregungsflüssigkeit mit einem Theile der
letzteren füllen, um diesen Theil alsdann bei dem Hochheben in ein Nebengefäfs zu
entleeren.
2. An Stelle oder in Verbindung mit dieser Entleerungsvorrichtung eine Füllvorrichtung,
bestehend aus einem oder mehreren Schöpfgefäfsen a, welche sich beim Eintauchen in
ein Reservoir für frische Erregungsflüssigkeit mit dieser füllen und beim Hochheben ihren
Inhalt durch ein Gummirohr oder auf andere geeignete Weise in das Element entleeren.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29937C true DE29937C (de) |
Family
ID=306084
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT29937D Expired - Lifetime DE29937C (de) | Füll- und Entleerungs-Vorrichtung für galvanische Elemente |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE29937C (de) |
-
0
- DE DENDAT29937D patent/DE29937C/de not_active Expired - Lifetime
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